Jet Strajker

Jet Strajker heißt eigentlich Rajko Burchardt. Er hat sich erst vom Offline-Hobbykritiker zum Online-Hobbykritiker mit seinem From Beyond-Filmblog hochgeschlafen, ehe er sich für verschiedene Genre-Magazine als Splatter-Kiddie prostituierte und man seine Filmumschreibungen sowohl in der Hand halten, als auch vor dem Bildschirm beglotzen konnte – ehe er bei den Fünf Filmfreunden die Leerstelle füllte, die Dog Hollywood durch seinen Ausstieg hinterlassen hatte.

Leerstellen sind sonst aber nicht so seins, weswegen er manipulatives Erzählkino gern französischen Essayfilmen vorzieht, offen zu seiner Spielberg-Affinität steht und “Die Farbe Lila” trotzdem nicht mag. Er fühlt sich wohl im klassischen Studiofilm der 40er-Jahre und hat „Pee-Wee’s Big Adventure” 8/10 Fahrrädern gegeben, schreibt dafür aber etwas „abgehoben” und „stock-im-arschig” (Nilz), weil er mal bei der epd-film landen möchte.

Er mag alles von Tim Burton, Ang Lee und David Cronenberg, und nichts von John Milius, Kevin Smith und Jim Jarmush. Er setzt sich für den Erhalt der Ideologiekritik ein. Und er kämpft mit allen Mitteln dafür, dass Episode I es mal ins MoMA schafft. Jet Strajker sagt auch: Wer die Ewoks nicht mag, der muss ein böser Mensch sein, und wer Jar Jar nicht mag, zumindest ein halbböser. Er findet außerdem, dass Tony Scott es nicht verdient hat Filme zu machen, wenn Ron Howard das auch immer noch darf. Und er fragt sich, wann John Waters endlich den Oscar für sein Lebenswerk bekommt.

Mit Musicals ist der Jet leicht zu ködern, das mag seine Schwäche sein – denn er hört nicht nur täglich den Soundtrack von „High School Musical”, sondern hat sich davon auch die Live-DVD gekauft. Die steht im Regal aber immerhin nicht neben „Phantom Kommando” und auch ganz weit weg von „Singin’ in the Rain”. Dafür aber in greifbarer Nähe zu „Road House”.

Zurzeit schreibt Jet Strajker vor allem Polemiken für Das Manifest, Gamona.de und Wicked-Vision, alles andere verschweigt er lieber. Ansonsten musste er in einschlägigen Internetforen die Erfahrung machen, dass man das „Dawn of the Dead”-Remake nicht scheiße finden darf. Aber weil er sich dort herumtreibt, hat er es auch nicht anders verdient. Und er studiert Sozialwissenschaften. Auch das spricht für sich.

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