Bild oben: Alter Mann mit blonden Haaren
Ungeordnete Gedanken zu einem kuriosen Thema.
Mit dem Alter ist das ja immer so eine Sache. Erst findet man es cool für älter und reifer gehalten zu werden, dann gewöhnt man sich dran das man älter und reifer ist und dann freut man sich, wenn man mal wieder irgendwo nach einem Ausweis gefragt wird oder einen die Verkäuferin mit “junger Mann” anredet.
Im Film und auch in Serien spielt das Alter auch eine spezielle Rolle, jedoch anders als im realen Leben. Der Film verschiebt nicht nur unsere Wahrnehmungsgrenzen, was optische Attraktivität, physikalische Gesetze oder soziale Interaktion angeht. Er verschiebt auch die Wahrnehmung dessen was man allgemein als “Jugendlicher” ansieht.
“Hey, meinst du sie machen nen Film aus unserer Geschichte?”
“Ja cool, dann werden unsere Rollen alle von Leuten um die 30 gespielt”
Scary Movie
Man ist daran gewöhnt. Seit Jahrzehnten werden einem im Film Mitt- bis Endzwanziger als Teenager, als 16 bis 17jr verkauft. Ob im hundertsten Slasher-Film, im seriösen Drama oder in SciFi-Spektakeln. Überall werden erwachsene Schauspieler als Pubertierende Teenies ausgeben.
Ein paar Beispiele zur Illustration:
- die männlichen wie weiblichen Teenager, die in American Pie so heiß aufs erste Mal sind, waren zwischen 21-30 Jahre alt
- Die Abenteuer des jungen Indiana Jones, der in der Serie 16 sein sollte, wurden vom 27jr Sean Patrick Flanery bestritten.
- Tom Cruise 16jr Sohn in Krieg der Welten wird von einem 23jr gespielt.
- Mark Hamill ist 26 als er den 18jr Luke Skywalker darstellt
- die 17-18jr in American Graffiti waren im Schnitt zwischen 22-27 Jahre alt.
- der 16jr Donnie Darko wird vom 21jr Jake Gyllenhaal “interpretiert”
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- August 1st, 2006 •
- 5 Kommentare
- Schlagwörter: Feature
Deep, deep Down…
Danger: Diabolik
(Diabolik)
ITA/FRA 1967 100 Min
von Mario Bava
mit John Phillip Law, Marisa Mell, Michel Piccoli, Adolfo Celi
DVD (Paramount)






Diabolik ist schlichtweg das Reizwort für die Polizei und ihren höheren Befehlsgebern. Da Inspektor Ginko den gewieften Klaufuchs nicht erwischen kann, rückt er dem Drogenboss Valmont auf die Pelle. Er soll Diabolik fangen, damit die Polizei ihre Razzien in seinen Absatz-Etablissements wieder etwas lockerer handhabt.
- Gastautor •
- Juli 31st, 2006 •
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- Schlagwörter: Classics, Comics, Danger Diabolik, Mario Bava, Review
It will cost you sweat and tears, and perhaps… a little blood.
1922 veröffentlichte F.W. Murnau mit Nosferatu seine Adaption von Bram Stoker’s Dracula. Obwohl der Film bereits mehr als 80 Jahre zählt und sicher niemand mehr lebt, der etwas mit dem Klassiker zu tun hatte, kann man ihm seine Faszination bis heute nicht absprechen. Meiner Meinung nach ist dies besonders Max Schreck zu verdanken, der mehr als überzeugend den Nosferatu mimte.
Ich habe keinen weiteren Vampirfilm gesehen, in dem mir Dracula so viel Respekt einflößte. Wäre Graf Orlok bzw. Nosferatu nicht in Wirklichkeit Max Schreck, wäre er vermutlich ein blutsaugendes Monster gewesen, welches des nächtens sein Unwesen trieb…
Hier kann man sich “Nosferatu, Eine Symphonie des Grauens” ganz legal herunterladen, da der Film nicht mehr urheberrechtlich geschützt wird. Auf Ton und Farbe muss man jedoch verzichten, weil die Filmemacher Anfang des 20. Jahrhunderts noch weit entfernt von CGI und Dolby Digital waren.
F5 wünscht gute Unterhaltung!
- Dog Hollywood •
- Juli 31st, 2006 •
- 2 Kommentare
No Namby-pamby I’m disturbed because my mommy didn’t breastfeed me ’till i was fifteen nonsense with old Gormsby here!”
Originaltitel: Seven Periods With Mr. Gormsby
Herstellungsland: Neuseeland 2005
Buch / Regie: Danny Mulheron
Darsteller: David McPhail, Jason Hoyte, Thomas Robins, Paul McLaughlin






Eine Sitcom aus Neuseeland? Kommt denn irgendetwas von der grünen Insel, das nicht Peter Jackson heißt? Okay, es gab Das Piano und Whale Rider, aber im wesentlichen war es das bisher, mit weltweit bekannten Unterhaltungsexporten aus dem Stand-In für Mittelerde.
Jetzt gibt es noch etwas, für das man die Kiwis knuddeln möchte. Die bösartige, politisch völlig unkorrekte und so geistreiche, wie wahrhaftige Serie “Seven Periods with Mr. Gormsby “.
Angesiedelt an der fiktiven Tepapawai Boys’ High School, einer öffentlichen Schule in der Nähe Wellingtons, die durch den hohen Anteil von Maori-Schülern und um korrekten “du laß uns drüber reden”-Umgang bemühtem Lehrpersonal ständig vor dem Zusammenbruch steht, erzählt die Serie in sieben Episoden was passiert als der ultrakonservative, zum Teil reaktionäre und keineswegs auf Kuschelpädagogik eingestellte Vertretungslehrer Mr. Gormsby in die politisch überkorrekte Welt der Schule einbricht.
Gormsby soll die 5F übernehmen, die rebellische Problemklasse der Schule die fast nur aus “Kanaken” besteht, wie Gormsby sachlich feststellt. Nachdem die Klasse ihre letzte Lehrerin erfolgreich zurück in ihr Heimatland Indien vertrieben hat, wird es Zeit für die härtere Gangart. Während der Vertrauenslehrer (Nenn mich einfach) Steve, nach außen hin Verständnis heuchelt und ansonsten jede neue Lehrerin flachlegt die in Reichweite ist, bemüht sich Gormsby gar nicht erst irgendwelche Kumpelathmosphäre aufkommen zu lassen.
Nachdem ihm vom entsetzten Rektor das Verprügeln als nicht mehr zeitgemäßes Erziehungsinstrument untersagt wurde, droht er schonmal einem Schüler die Notzüchtigung an, um herauszubekommen wer für Tafelschmierereien verantwortlich ist.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Juli 31st, 2006 •
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- Schlagwörter: Comedy, Review, Seven Periods With Mr. Gormsby
Das Medium Film kann ja Botschaften transportieren und Kritik an der Gesellschaft ausüben. Sie können einen zum Nachgrübeln bringen oder auch die Sicht auf die Welt verändern. Das ist eine Menge und andere Kunstformen von Musik bis Malerei können das auch. Wunderbar also, wenn manche Filme es tatsächlich wagen, Stellung zu beziehen zu dem ein oder anderen Problem auf dieser Welt.
Ja, und dann gibt es noch Evil Bong. Hatte ich schon erwähnt, dass ich Trash liebe?
- Renington Steele •
- Juli 31st, 2006 •
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Ich liebe die Muppets! Ich liebe das Tier, Gonzo, Statler und Waldorf, Sam, den Adler, die Schweine im Weltall, Prof. Dr. Honigtau Bunsenbrenner und Assistent Beaker und den dänischen Koch.
Vor allem den dänischen Koch!
Warum der im Original eigentlich schwedische Küchenmeister bei uns allerdings aus Dänemark kommt, muss man mir bei Gelegenheit mal erklären, aber ich schweife ab, denn eigentlich gibt es nicht allzuviel Neues um die Muppets, viel eher könnte man mal erwähnen, dass es demnächst einen Fraggles-Film gibt, aber bei den Muppets tut sich wirklich nicht allzuviel.
Außer vielleicht, dass man hier 17 Folgen mit dem dänisch-schwedischen Meisterkoch anschauen kann, leider nur im Briefmarkenformat, aber so what.
Römm Tömmtömmtömm.
- Renington Steele •
- Juli 31st, 2006 •
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- Schlagwörter: Muppets

Dies ist die Geschichte der Cineastischen Fünf.
Fünf mehr oder minder jungen Männern, die in ihrer Jugend einer Überdosis Projektor- und TV-Strahlung ausgesetzt wurden. Dadurch hat sich die Molekularstruktur ihrer Gehirne für immer verändert. Bis zum heutigen Tag können Sie die Titelmelodien aller ZDF-Weihnachtsmehrteiler auswendig summen (außer Anna und Nesthäkchen), kennen die Texte der Musik der Fraggles, der Bugs-Bunny-Show, “Western von Gestern” und vieler anderer Serien.
Die meisten von ihnen lernten erst im Alter von 15, daß Freddy Krueger gar keine reale Person ist und Mutter Beimer eine geheime Identität hat, in der sie sich Marie-Luise nennt. Die Bilder unzähliger guter wie schlechte Filme haben sich für immer durch die Netzhaut direkt in ihre DNA gebrannt. Von Citizen Kane, Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle, Fahrstuhl zum Schaffot, Soylent Green, Tony Maroni, Stadt der Frauen über Dawn of the Dead, Graf Bobby, Die Goonies bis zu Ichi the Killer, Akira, Miss Daisy und ihr Chauffeur, oder Schtonk und das Experiment – ihre Wahrnehmung ist auf immer verschmolzen mit der flackernden Welt fantastischer Geschichten.
Wenn sie jetzt mit Filmen konfrontiert werden, unbedacht einen Trailer sehen, werden aus den, im normalen Leben eher unscheinbaren René, Nilz, Dominic, Oliver und Malcolm, die mit cineastischer Superpower und fünffachen Hitzeblick ausgestatteten FÜNF FILMFREUNDE. Fehlt eigentlich nur noch, dass sie sich für Kinoabende Gummikostüme anziehen und ins Kino nicht gehen, sondern schwingen.
Eigentlich wohnen sie ja schon da, im Kino, haben ihre Kleiderschränke an den Seitengängen aufgebaut und Kühlschränke in die Rückseiten der Sitze. Und da schauen sie, ständig im Grunde, alle Filme, die ihnen unter die quadratischen Augen kommen.
Schließlich haben sie sich gedacht, “wenn wir doch sowieso schon alle täglich hier und hier und da und dort Sachen ins Internet schreiben, das könnten wir auch gemeinsam in ein monothematisches Weblog tun.” Naja eigentlich war es etwas anders formuliert: “Ey, Wollen wir alle zusammen ein Filmblog machen?”
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Juli 30th, 2006 •
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- Schlagwörter: F5
FAST FILM written and directed by Virgil Widrich
duration 14 minutes
genre Animation , Experimental
country Austria / Luxembourg (2003)
Eigentlich kein Filmklassiker und dann doch wieder. Virgil Widrichs Kurzfilm "Fast Film" montiert munter Szenen aus allen möglichen Filmklassikern zusammen. Von Frankenstein und Casablanca bis James Bond und Terminator. Das Ganze ist aber nicht nur ein Ratespaß für Cineasten, sondern erzählt obendrein noch eine zusammenhängende Geschichte, voller Action, Romantik und Abenteuer.
Kreiert wurde der Film auf die ganz harte Tour. Alle Filmbilder wurden aus den Originalwerken ausgeschnitten, bearbeitet und anschließend auf Papier ausgedruckt. Bild für Bild wurde dann wieder, in klassischer Zeichentrickmanier, von eienr Kamera abgelichtet. Gerüchten zur Folge sollen für den Film mehrere Wälder im Umkreis Salzburgs vernichtet worden sein.
Just Kidding.
FAST FILM – dringend ansehbedürftig.
Ich finde immer noch, das Salzburger Nockerln wie eine Tätigkeit klingt.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Juli 30th, 2006 •
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Lasst mich mal kurz nachdenken, wieviele Filme ich aus Norwegen kenne. Na, ich glaube, es werde so ungefähr Null sein. Fragt nicht, keine Ahnung, warum das so ist, vielleicht erhalten norwegische Filme hierzulande kein allzugroßes Forum und der Programmkinogänger bin ich jetzt zugeben eher nicht.
Aber der Trailer zu Fritt Vilt, einem Outback-Slasher, der mit seinem Ski/Berg/Schnee-Setting eine schöne Optik entwickelt, läßt sich sehr gut an.
- Renington Steele •
- Juli 30th, 2006 •
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Hat das bei Euch funktioniert? Bei mir nicht. Vielleicht war ich auch zu ungeduldig. Die waren doch auch dieselben Dinger, wie diese Urzeitkrebse, oder nicht? Alles zu lange her.
Jedenfalls wollte ich ja auch auf was ganz anderes hinaus: Man kann ja aus allem Quatsch einen Film machen. Man nehme eine Ente, mache sie zum Außerirdischen und nenne sie Howard, dann hat man einen herrlichen Quatschfilm. Oder man nehme einen Teddybären, macht den so, dass er irgendwie asiatisch aussieht, nenne ihn Gizmo und verpasst ihm ein fieses Alter-Gen-Ego-Dingsbums namens Stripe und man hat einen der besten Quatschfilme der Achtziger. Hach ja, Quatschfilme.
Empire Pictures haben soeben einen Deal mit den Seamonkeys-Leuten gemacht und bringen die Wasseraffen demnächst auf die Leinwand. Echt jetz!
- Renington Steele •
- Juli 30th, 2006 •
- 4 Kommentare
- Schlagwörter: Sea Monkeys, Toys
Die “Gespenster Geschichten” waren das mit Abstand gruseligste, was ich in meiner Jugend gesehen habe. Immer dieses mysteriöse “Seltsam? Aber so steht es geschrieben…” am Ende jeder Geschichte, hat einem eine wohlige Gänsehaut verpasst. Nun ist ja in den letzten 15 Jahren die Zeit etwas schneller vorangegangen und mit so schlecht gezeichneten Comics kannste die Jugend heute nicht mehr schocken. Da muss man schon grössere Kaliber auffahren. Wenn dann aber Spielberg und Zemeckis zusammen produzieren, kann man eigentlich sicher sein das die grössten aufgefahren wurden. Nach diesem Film wird keine “Iwan Iwanowitsch” – Geschichte mehr schocken, dass steht fest. Liebe Kinder, jetzt schonmal ausrasten: Hier kommt Monster House..
Übrigens: Die Seite zum Film ist auch äusserst sehenswert, weil liebevoll gemacht.
- Nilz N Burger •
- Juli 30th, 2006 •
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- Schlagwörter: Animation, Monster House, Trailer
“Im gay as a goose!”
Originaltitel: Queer Duck: The Movie
Herstellungsland: USA 2006
Regie: Xeth Feinberg
Darsteller: Kevin J. Bullock, Conan O’Brian, David Duchovny, Billy West, Maurice LaMarche




Sagte man Bugs Bunny schon immer nach, das er als Zicke par Excellence mehr als nur ein bißchen schwules Gehabe an den Tag legte (von seiner Vorliebe für Frauenkleider mal ganz zu schweigen), so trat mit Queer Duck ein entfernter Verwandter von Bugs Bunnies Kollegen Duffy Duck auf den Plan, um vollends zu beweisen, das Cartoonfiguren durchaus nicht asexuell sein müssen.

Queer Duck, der aussieht wie eine Mischung aus Plucky von den Tiny Toons und Schwester Stefanie ist eine Schwuppe wie sie im Buche steht: Zickig, ironisch, bösartig, geistreich. Zusammen mit seinem Boyfriend dem OpenlyGaytor, der Oscar Wilde Cat und dem Bi-Polarbear besteht er die Widrigkeiten des homophilen Alltags. Coming Out bei den Eltern, den KuKluxKlan vor der Tür, Überfallbesuche bei Barbra Streisand, Aufpassen auf den nervigen Neffen, Besuche beim Mardi Gras und lernen wie man aus einer Beerdigung eines Freundes eine Party macht.
Nachdem es einige Jahre ruhiger um den Vogel war, wurde jetzt "Queer Duck – The Movie" veröffentlicht. In einer wilden Tour-de-Force verlässt Queer Duck seinen Lebensabschnittspartner Openly Gator ("Wir sind jetzt sei 18 Monaten zusammen" – "Das ist Silberhochzeit für Schwule..") um in bester "Sunset Boulevard"-Manier mit einer alternden Bühnendiva zusammenzuleben, ja sie sogar zu heiraten. Ihr zuliebe versucht er sich sogar umpolen zu lassen, was kurzfristig zu erfolg führt.
Der ganze Film ist, wenn man sich mit der limited Animation anfreunden kann, ein einziger Schnellfeuerbeschuss mit Anspielungen, Musicalnummern und Pointen. Ob Queer Duck seine "Quentin Crisp"-Chip aus der Tüte futtert oder sein Kumpel Oscar Wildecat in einem Judy Garland-Memorabilia-Shop arbeitet, jede Szene bietet Zitate, Seitenhiebe auf Promis und natürlich doppeldeutige Kommentare. Nicht von ungefähr erinnert die Gagdichte in ihren besten Momenten an die Simpsons.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Juli 30th, 2006 •
- 1 Kommentar
- Schlagwörter: Gay, Queer Duck, Review
Zombie Multipass?

Originaltitel: Resident Evil: Apocalypse
Herstellungsland: Deutschland, Frankreich, Großbritannien 2004
Regie: Alexander Witt
Darsteller: Milla Jovovich, Sienna Guillory, Oded Fehr, Thomas Kretschmann




"Da kommt Nemesis. Er wird uns alle umbringen…"
"Ne'mesis mit Humor…"
Wäre da nicht Milla….
Ja dann wäre es wirklich schwer irgendeinen Grund zu finden, warum sich jemand Resident Evil: Apocalypse ansehen sollte.
Okay. Er ist laut. Und im ersten Akt wackelt die Kamera in allen Action-Szenen als stände eine Parkinsonkranker im Endstadium hinter der Linse. Dazu gibts flotte "Mein kleines Hama"-Mischpult Stroboskop-Effekte und Slow-Mos am Rande des Standbildes. Man weiß zwar nicht was passiert, aber wenigstens macht es dabei ordentlich Lärm. Fast ist man versucht einen alten Filmtitel zu zitieren: "Es kracht und zischt, zu sehen ist nischt!"
Handlung. Achja worum gehts eigentlich? Der böse Mega-Konzern Umbrella-Corp (wohl sowas wie die Firma Knirps, wenn sie mutiert) hat aus dem Zombie-Desaster in Teil 1 natürlich nix gelernt, und entlässt das Virus in die, verdammt an Toronto erinnernde, Großstadt Racoon City (da wo sich Zombie und Waschbär Gute-Nacht sagen). Nur ein paar Figuren überleben die Zombifizierung und durchstapsen in einer Rettungsmission die Stadt, die von Firma Knirps rasch zum Sperrgebiet erklärt wurde und binnen Tagesfrist mit einer Atombombe sterilisiert werden soll. Das erinnert nicht von ungefähr an eine Mischung aus Outbreak und Die Klapperschlange – nur das weder Dustin Hoffmann noch Kurt Russel durch die Gegend hoppeln, sondern zwei Damen in kurzem Rock.
Eine davon ist Sienna Guillory alias Jill Valentine, eine Figur die auch schon in den Videospielen mitwirkte und im wesentlichen aussieht wie eine bleiche Lara Croft nach der Mopsverkleinerung.
Die andere ist Milla – die hier auf den Namen Alice hört.
Achja.. Zombies gibts auch. Aber im Gegensatz zum ersten Teil haben die Untoten diesmal eher ein paar Gastauftritte mit dem Bedrohungspotential einer Fototapete. Warum der Film eine FSK18 Freigabe erhielt erschliesst sich auch nicht hinreichend, dürfte er doch der blutärmste Zombie-Film seit "White Zombie" von 1932 sein. Man erwartete nach Teil 1 ja nicht grade ein Hershell-Gordon-Lewis Gorefest, aber einen derart unsplattrigen Zombiefilm hinzubekommen ist schon eine Leistung. Jedes Simpsons-Halloween-Special bietet da derbere Momente.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Juli 30th, 2006 •
- 4 Kommentare
- Schlagwörter: Horror, Milla Jovovich, Resident Evil, Resident Evil Apocalypse, Zombies
Nachdem bereits 8 Pläne scheiterten, eine Invasion auf die Erde zustande zu bringen, haben die Aliens nun den wahrlich genialen Plan 9 gefasst, mit unheimlichen X-Ray-Gamma-Strahlen Dracula und Vampira von den Toten erweckt, die auch gleich einen unschuldigen Polizisten meucheln. Selbst das Militär kann gegen die Schutzschilder der Ufos nichts ausrichten, doch dann kommt ein Astronaut im Ruhestand hinter das Geheimnis der Aliens.
Plan 9 from Outer Space wird allgemein als „Der schlechteste Film aller Zeiten“ gehandelt, doch der Enthusiasmus von Regisseur Edward D. Wood Jr., dem Tim Burton gleich einen ganzen Film widmete, der von der Entstehungsgeschichte des Films handelt, ist hinter jeder Untertasse erkennbar, die an einen Bindfaden gebunden durch Bild trudelt.
Darsteller Bela Lugosi, der ewige Dracula, starb übrigens zwei Tage nach Drehbeginn. Im Film wurde er von einem Schauspieler ersetzt, der sein Gesicht ständig durch die typische Dracula-Pose hinter seinem Arm verbirgt und kein einziges Wort spricht.
Der Film ist mittlerweile vom Urheberrecht freigesprochen und hier auf Google-Video verfügbar.
- Renington Steele •
- Juli 29th, 2006 •
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- Schlagwörter: Classics, Ed Wood, Plan 9 From Outer Space, Science Fiction, Trash

Ich besitze genau 328 DVDs. Zählt man meine VHS Sammlung von ungefähr 600 VHS-Kassetten hinzu bin ich also im Besitz von circa 1500 Filmen. Qual der Wahl nennt man das dann und überhaupt: hat man in dieser Situation Lust auf einen ganz bestimmten Film, dann wird die Suche eine äußerst mühselige Angelegenheit. Manche Menschen sortieren ja ihre Filme, nummerieren die Tapes und katalogisieren ihre Sammlung. Ich bin nicht so ein Mensch.
Wenn ich also die Aufzeichnung von Jack Arnolds „Das Geheimnis des steinernen Monsters“ suche, kann man einen Renington dabei beobachten, wie er vor einer Wand aus VHS-Kassetten steht und mehrere Minuten mit auf und abwanderndem Kopf die gestapelten Tapes abscannt.
Verdammt, ich muss meine Sammlung ehrlich mal aufräumen. Morgen vielleicht.
- Renington Steele •
- Juli 29th, 2006 •
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- Schlagwörter: Collection, DVD
"We don't get many like you here…"
Originaltitel: Camp
Herstellungsland: USA 2003
Regie: Todd Graff
Darsteller: Daniel Letterle Brittany Pollack Joanna Chilcoat Robin de Jesus Steven Cutts





Camp Ovation ist ein Sommercamp, aber kein typisches. Statt irgendwelcher Geländespiele oder vor maskierten Axtmördern wegzulaufen wird hier Schauspiel, Gesang und Tanz gelehrt. Und das im Akkord, alle zwei wochen müssen die Jugendlichen eine neue Musical-Show auf die Bühne bringen, zum Ende des Camps sogar eine große Benefitz-Show. Das bedeutet Hardcore-Stepunterricht, Singen bis der Kehlkopf quietscht und dem Sportleherer ausweichen, der doch tatsächlich gluabt irgendjemand würde sich für Mannschaftsport interessieren.
Bert Hanley, ein ehmals erfolgreicher Bühnenautor, dessen größter Erfolg "Der Kinderkreuzug" auch schon Jahre zurückliegt, hat sich widerwillig bereit erklärt im Camp als Lehrer zu arbeiten. Nach eigenen erfolglosen Jahren glaubt er im Endeffekt aber, daß die Kinder hier nur ihre Zeit vertrödeln und sich Illusionen hingeben.
Das Campleben wird ziemlich durcheinander gebracht als der heterosexuelle Superschnuffel Vlad ankommt, der sowohl von den Mädchen als auch von den überwiegend schwulen Jungen angehimmelt wird. Er versucht das Selbstbewusstsein aller ein wenig aufzupolieren, greift dabei aber mehr als einmal daneben.
Camp-Filme haben in den USA Tradition. Seit Ivan Reitmanns "Meatballs " mit Bill Murray, über "Poison Ivy" mit Michael J. Fox oder "Camp Cuckamonga " und teilweise auch "Addams Family Values " hat sich ein Minigenre etabliert, dessen Erfolg hier in Deutschland kaum nachzuvollziehen ist, haben Sommercamps hierzulande doch kaum den Stellenwert den sie in den USA genießen. Kein Wunder, daß der Film hier nur auf DVD erschien.
Camp weiß um seine Tradition und zitiert sie genüßlich. Der Film, den man am besten als Mischung aus FAME und Meatballs beschreiben kann, weiß in welchem Gefolge er antritt, die Figuren kennen ihre Geschichte. So muß sich der Steplehrer nach seiner Eröffnungsrede von seinen Eleven auich anmaulen lassen: "Jaja ist okay, wir haben alle den Anfang von Fame und Chorus Line gesehen!"
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Juli 29th, 2006 •
- 3 Kommentare
Er ist der wohl musikalischste Regisseur von allen: Paul Thoma Anderson. Die Musikauswahl bei “Boogie Nights” zeigte perfektes Gespür und war, gleichzeitig zum “On-Screen-Geschehen”, ebenfalls eine Art Timeline an der man sich orientieren konnte, wo man im Film gerade war. Also zeitlich gesehen. Seine Liebe zur Musik, zu den üblichen Prozessen die bei der Produktion von Songs entstehen, gipfelt dann auch in der Szene, in der Dirk Diggler mit seinem Kumpel Reed Rothchild im Studio ist um seine Single aufzunehmen. Das die beiden überhaupt keine Ahnung vom erstellen eines Lieds haben, hält sie nicht davon ab professionell produzieren zu wollen. Eine Szene die geradezu prädestiniert dafür war, John C. Reillys Improvisationskunst freien Lauf zu lassen:
Was aber ist, wenn man seine Songs fertig aufgenommen hat? Jeder, der musizierende Freunde hat weiss das dann die Demohölle losgeht. Man muss sie sich anhören, sich mehr oder weniger ernsthaft damit auseinandersetzen, und gute Miene zum bösen Spiel machen. Auch das kennt PTA offensichtlich gut genug, inspirierte es ihn wohl auch zum Beitrag “Demo Jail” in David Spades Sendung “Showbiz Show”:
Das können natürlich alles nur schwache Hungerstiller sein, im warten auf PTA´s neuen Film, den er gerade dreht (Arbeitstitel: “There will be blood”). Und lange hielt er sich über sein neuestes Projekt bedeckt. Aber jetzt hat er zum ersten Mal darüber gesprochen. In einer Sendung im amerikanischen “Independent Channel”. Und wer hat ihn interviewt? Natürlich ein Musiker: Henry Rollins
Ich bin jetzt schon gespannt wie Bolle, was da neues von Fiona Apples Ehemann kommt…
- Nilz N Burger •
- Juli 29th, 2006 •
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- Schlagwörter: Boogie Nights, Music, Paul Thomas Anderson, Soundtrack
- Renington Steele •
- Juli 29th, 2006 •
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- Schlagwörter: Animation, Poster, Teenage Mutant Ninja Turtles
An American Were-Lion in Lord of the Flies

Originaltitel: Madagascar
Herstellungsland: USA 2005
Regie: Eric Darnell, Tom McGrath
Darsteller: Ben Stiller, Chris Rock, David Schwimmer, Jada Pinket Smith, Andy Richter





Ein Löwe, Nilpferd, Giraffe und ein Zebra türmen aus dem New Yorker Zoo, über einige Umwege landen sie auf einer verwilderten Insel, dort erwachen im Löwen seine Urinstinkte, die er in Gefangenschaft bei regelmässiger Fütterung verdrängt hat. Er wird für seine Freunde zur Gefahr… Wird die Freundschaft über den Trieb siegen?
Einmal ist immer das erste Mal. Es mußte kommen, klar. Doch irgendwie schmerzt es von PDI /Dreamworks Animation einen so mittelprächtigen Film vorgesetzt zu bekommen.
Sicher die Voice-Cast, die immer die Stärke von PDI-Filmen war, ist auch diesmal ansehnlich. Ben Stiller und Chris Rock geben sich redlich Mühe die Figuren mit Leben zu füllen, aber irgendwie ließ mich das ganze Spektakel seltsam kalt.
Löwe, Zebra, Giraffe und Nilpferd verschlägt es nach einem versehentlichen Ausbruch, vom New Yorker Zoo in den Dschungel von Madagascar (wobei es eigentlich egal ist -der Filmtitel hat keinerlei tiefere Bedeutung wie man vielleicht anfänglich noch vermuten könnte). Eine typische Fisch aus dem Wasser Story, deren Handvoll gelungene Gags allesamt im Trailer verbraten wurden. Im Dschungel werden sie von einer Horde Lemuren als Retter vor einer Horde böser Wutze gefeiert, doch oh trügerische Idylle: Wie wir es aus Herr der Fliegen kennen, der Zivilisationsmensch ist nur eine warme Mahlzeit von einer mörderischen Bestie entfernt. Steakfresser Alex, der Löwe schiebt Kohldampf und droht schon bald alle seine Freunde zu versnacken. Wie weiland Student David, der American Werewolf in London, kämpft auch Alex mit der inneren Bestie, die ihn zwingen will seinen besten Kumpel zu fressen. Diese tiefe Lebenskrise, inkl. Zweifeln und Selbsteinsperrung dauert etwa zehn Minuten ehe er dann doch merkt das Freundschaft richtig dolle wichtig ist. Am Ende kommen nochmal die psychopathischen Pinguine (anscheind inspiriert von – um nicht zu sagen dreist geklaut bei – Wallace and Gromit) und retten den Tag.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Juli 29th, 2006 •
- 6 Kommentare
- Schlagwörter: Animation, Madagascar, Review
Nicht ganz. Aber selbst für das Heimatland der Comedy dürfte es starker Tobak sein, eine Komödie zu machen die über einen….nun ja…..also eigentlich von einem Henker handelt, der sich in eine Inhaftierte verliebt. Oder heisst es Vollzugsbeamter? Vollstrecker? Hinrichter? Wer wird bei diesem Job schon auf political correctness achten…
BTW: Da die Produktion “Velocity Home Entertainment” heisst, dürfte es sich bei “Love comes to the Executioner” wohl um einen “Direct-to-video” – Film handeln. Muss man wahrscheinlich auch nicht unbedingt auf der Leinwand sehen…
- Nilz N Burger •
- Juli 29th, 2006 •
- Keine Kommentare
- Schlagwörter: Trailer












































