Die Geschichte von Natascha Kampuschs Entführung ist von Sherry Hormann als Regiesseurin (“Wüstenblume”) nach einem unvollendeten Drehbuch von Bernd Eichinger verfilmt worden. Dass Hormann, die mit dem Kameramann Michael Ballhaus verheiratet ist, ihn überredete hinter der Kamera zu stehen, macht zwar ein prominentes Trio komplett, aber der Teaser Trailer wirkt jetzt nicht so, als müsste ich gleich eine Karte kaufen gehen.

Die Geschichte von Natascha Kampusch beruht auf einer wahren Begebenheit, die sich im Wiener Bezirk Gänserndorf von 1998 bis 2006 abspielte. Das Filmprojekt 3096, das auf der Autobiographie des Entführungsopfers basiert, war das letzte Projekt des 2011 verstorbenen deutschen Produzenten Bernd Eichinger. Das Drehbuchfragment, welches Bernd Eichinger hinterließ, wurde von Ruth Thoma weiterentwickelt. Das Verlies, der zwei Mal drei Meter kleine Raum mit der 1,60 m niedrigen Decke, wurde in den Bavaria Filmstudios in München nachgebaut.

Warten wir mal einen vernünftigen Trailer ab. Dann sehen wir weiter.

http://youtu.be/2zPCkh140zg
Youtubedirektlink

Via Moviepilot

Es gibt drei Überschneidungspunkte in meinem Leben, mit Bernd Eichinger.

Der Erste ist klar: Ich liebe Kino, ich liebe Filme und seitdem ich das tue, begleiten mich auch die Filme von Eichinger. Ich hatte als kleiner Junge Angst vor “Chriatiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo”, weil mir das unheimlich war. Ich habe, wie jeder andere Junge auch, von einem Glücksdrachen wie Fuchur geträumt und vor allem diese Szene, in der Atreju vor diesem feuerblitzschiessenden Portal weghechtet, auf dem Spieplatz mit Freunden nachgespielt. Ich habe Nachmittags solche Filme wie “Kehraus” oder “Man spricht Deutsch” im Fernsehen gesehen und war direkt ganz begeistert, von der merkwürdigen Stimmung, die die hatten. Meine Geschwister schwärmten von “Der Name der Rose” während ich begeistert die Wiederholung vom “Formel Eins Film” guckte. Ich war drei oder viermal bei “Werner – Beinhart” im Kino (weil ich jung war und die Comics mochte und froh war, das das endlich verfilmt war und, das darf man nie vergessen, wir glücklich waren einmal anderen Zeichentrick als Disney-Schmonzetten sehen zu können…) und einmal in “Der bewegte Mann”. Ich musste im Nachhinein auf VHS feststellen, das “Voll Normaaal” charmanter war, als ich gedacht hatte und vor allem das “Abbuzze – Der Badesalz Film” ein Masterpiece war. “Fräulein Smillas Gespür für Schnee” hat mich total mitgenommen, aber “Der Campus” oder “666 – Trau keinen mit dem du schläfst” haben mich sehr gelangweilt. Der erste “Resident Evil” war fett, die Nachfolger waren eher geht so. Ich könnte ewig so weitermachen. Das Output von dem Mann ist unglaublich. Und es findet sich nicht ein Film dabei, den niemand nicht wenigstens gut findet. “Last Exit Brooklyn”, auch so ein Meisterwerk. Oh, ich fang schon wieder an.

Den Beitrag „Bernd Eichinger – Ein persönlicher Nachruf“ weiterlesen…

Man kann zu ihm stehen, wie man will, aber dass Bernd Eichinger einen eigenen Beitrag verdient, daran besteht kein Zweifel. Dass er Bushidos Story verfilmt hat und dabei ganz große Grütze in die Welt gesetzt hatte, mag ja stimmen, aber großartige Filme wie “Der Name der Rose”, “Das Parfum” und “Der Baader Meinhof Komplex” machen das mehr als wieder wett (ja, ich mochte die sehr!).

Eichinger starb gestern abend mit nur 61 Jahren an einem Herzinfarkt in Los Angeles. Den Hinterbliebenen möchten wir unser ehrliches Beileid ausdrücken.

Batzman hat drüben bei moviepilot einen Nachruf geschrieben.