Groundhog-Day

Weihnachten, das Familienfest für die ganze Familie: Vater, Mutter, mein Bruder, der Fernseher und ich.

Trotz meiner katholischen Herkunft, knieten wir am Weihnachten lieber vor dem Fernseher, anstatt auf kaltem Kirchenboden. “Und täglich grüßt das Murmeltier” und “Die Geister die ich rief” spricht die ganze Familie synchron mit. Wenn der Geist der Gegenwart in “Die Geister die ich rief” Bill Murray mit “Hier… Ein TOASTER!”, brechen wir jedes Jahr in schallendes Gelächter aus.

Dieses Jahr ist alles anders. Wir haben unseren Fernseher entsorgt und müssen aus Gründen in Berlin bleiben, anstatt die Familien zu besuchen und das Weihnachtsfernseherprogramm auswendig mitzusprechen. Da wir auch noch vor Monaten den Fernseher entsorgten, verpassen wir das weihnachtliche Fernseherprogramm. Dann werde ich die Kleine wohl damit überraschen müssen, dass ich aus der Videothek genügend DVDs mitbringe, dass wir morgen den ganzen Tag beschäftigt sind.

Und da kommt ihr ins Spiel. Besagte Murray-Filme befinden sich selbstverständlich schon in meinem Besitz, aber die Auswahl ist so groß, dass ich sie auf fünf weitere Filme begrenzen muss. Alle “Kevin allein…” Filme, oder lieber die “Stirb Langsam”-Reihe? Was ist mit Chevy Chase Lebenswerk? Gelten die “Zurück in die Zukunft” Filme als Weihnachtsfilme?

Hilfe!

Rock of Ages – USA 2012
★★★½☆

Zwei unschuldige Twens mit Sangesambitionen versuchen sich im L.A. der späten 80er Jahre zum Erfolg durchzuschlagen. Derweil kämpft Rockstar Stacee Jaxx gegen den Abstieg und der Rock-Club Bourbon Room gegen den finanziellen Bankrott.

Seien wir ehrlich: Vom Härtegrad ist Adam Shankmans Musicalverfilmung wohl eher Pop of Ages oder Kuschelrock – Der Film. Und er ist wahnsinnig unfokussiert, mehr Nummernrevue als durchgängige Story und hat in Tom Cruise einen Star, der Lockerheit und Rockstardome sehr deutlich nachspielt, als tatsächlich verkörpert.

Was nichts daran ändert, dass der Film verdammt viel Spaß macht. Und selbst wenn Cruise neben einem geborenen Rockstar-Darsteller wie Russel Brand immer etwas steif wirkt, ist sein Stacee Jaxx trotzdem eine spannende und coole Figur. Von Hardrock sind die süffigen Musiknummern natürlich weit entfernt und manchmal ist die gespielte Abgrenzung zum bösen Pop und Boyband-Schnulz schon etwas albern – aber im Grunde geht es ja auch um das Spiel, das Posen, die Rockhaltung. Glam-Rock war Inszenierung und Kokettieren mit dem bösen Image und dieser Film ist ein bißchen die geglättete Erinnerung Opas an seine wilden Zeiten.

Das geht aber absolut in Ordnung, da der Film konsequent als Show daherkommt und sich nie wirklich ernst nimmt. Was zählt ist der Spaß, die große Geste, die große Emotion, die Show. Als Gegenstück zu unser aller jüngerem Ich das vor dem Spiegel stand und zu MTV-Sound in die Haarbürste gesungen hat, wollen alle Beteiligten einfach nur stupid silly fun. Natürlich gibts Seitenhiebe gegen schmierige Manager, Sell-Out, religiöse Rechte und die Herrschaft des seichten Pop, aber es sind gutmütige ja nostalgische Spitzen. Erinnert ihr euch noch, dass die Eltern früher Heavy Metal für Teufelsmusik hielten? Ach wie schön… Der Film ist Fluff und genügt sich darin.

Den Beitrag „Reviews: Rock of Ages, Moonrise Kingdom, Die Trauzeugen (Review)“ weiterlesen…


ColorgradingDirekt / via

Ein neuer Film von Wes Anderson. Mit: Bill Murray, Harvey Keitel, Bruce Willis, Edward Norton, Frances McDormand, Tilda Swinton und Jason Schwartzman. Wird bestimmt wie: Bottle Rocket, Rushmore, Royal Tenenbaums, Life Aquatic with Steve Zissou, Darjeeling Limited und The Fantastic Mr. Fox. Also: Freut euch.

A pair of lovers flee their New England town, which causes a local search party to fan out and find them.

Wenn Schauspieler einfach nur sein dürfen, macht das Zuschauen doch gleich doppelt so viel Spaß!


Direkt-Youtube

Die Szene mit Bill Murray, der während der Party reden muss, damit seine Lippen sich bewegen, ist ganzganzganz groß!

Danke Christian!

Manche Artikel sind ja dezent reisserisch geschrieben. So ist auch die Einleitung zu diesem Interview mit Bill Murray in der amerikanischen Ausgabe der GQ, denn anscheinend hat Murray wenig Bock auf Interviews aber diesem Autor gewährt er eines, worüber wir alle glücklich sein und auf die Knie fallen sollen, oder so..

Dennoch: Das Gespräch ist recht locker und ziemlich interessant. Es gibt natürlich auch wieder Infos über einen möglichen dritten Ghostbusters Film. Meine Lieblinsstelle ist aber die, in der Murray erzählt, warum er damals den Synchron-Job für Garfield angenommen hat. Das haben nämlich sehr viele Leute nicht wirklich verstanden. Es war wohl ein Irrtum. Im Zuge dieser Geschichte sagt er auch meinen Lieblingssatz im Interview:

And they said, “Oh, they give you $50,000.”
So I said, “Okay, well, I don’t even leave the fuckin’ driveway for that kind of money.”

So siehts mal aus. Unbedingt sofort das ganze 4-seitige Interview bei der GQ lesen. Viel Spass.

Bill Murray hat mal wieder Gerüchte um einen dritten Teil von Ghostbusters zerstreut. Das letzte mal, als wir von den Geistejägern hörten, war, als Murray angeblich seine Rolle als Geist bestätigte. Ich bezeichnete das damals schon als Bullshit und als Verarsche und nun scheint er mir Recht zu geben. Manchmal hasse ich es, richtig zu liegen.

Murray not only said that he was sick of the conversation, but that the whole thing is a pipe dream:

“It’s just a myth. It’s like the white alligator in the sewer, you know? Who’s seen it, really?”

“It’s just really the movie studio. They love the franchise, they’d just like to re-create it again. All this talk is just talk. It drives me nuts, it’s just people talking. And now, it’s like, on the street people go ‘hey, hey, hey,’ you know, why don’t you go back to high school? Quit bothering me. Until someone actually creates a great script it’s just hogwash, it doesn’t mean anything. It’s interesting that people are interested in it, they’d like to see it. It was a great thing, it really was fun. Maybe it should. And if it’s such a good idea, then someone will write the screenplay.”

Bill Murray Calls Ghostbusters 3 Hogwash And A Myth (via Digg)

Fakten. Knallharte Fakten müssen geklärt werden. Können wir uns darauf verlassen, dass man vor dem Schminken eine Base auftragen muss, damit der Puderlidschatten lange hält? Stimmt es wirklich, dass sich Colin Farrell schon anhand seiner Schuhe als heißblütig zu erkennen gibt? Und wie war das noch mit der Selbstbefriedigung?

Diesen und noch ganz anderen Fakten, gehen die Leute vom Fact Checkers Unit nach. Unter anderem auch dem Gehemnis, ob es wirklich hilft vor dem Schlafen gehen Milch zu trinken, wie Bill Murray es zu sagen pflegt.


DirektFCU

Danke Timm!