Man of Steel – USA 2013
★★☆☆☆

Krypton geht kapheister, Jor-El schickt seinen einzigen Sohn auf die Erde wo dieser solange herumschmollt bis General Zod vorbeikommt um sich mit ihm durch Hochhäuser zu prügeln.

OMFG. Ich hatte ja nicht so wahnsinnig viel erwartet, im Wissen dass der Visionär hinter Sucker Punch, 300 und Guardians of Gahool unter der kreativen Anleitung von Christopher Nolan einen Superman-Reboot abliefern würde. Aber irgendwie hatte ich trotz des Trailers und der im ulkigen Akzent vorgetragenen Russel-Crowe-Offtexte doch gehofft, dass er besser würde als “Superman Returns”. Singers misratener Tribut an die Donner-Filme, der die Figur auf Soap-Opera-Niveau runterzog und nichtmal durch eine amüsante Performance von Kevin Spacey zu retten war, war zumindest ein Argument, warum ein neuer Ansatz nicht das Schlechteste sein muss.

Leider muß ich im Nachhinein sogar Superman Returns noch aufwerten, denn was Snyder mithilfe des grauenhaften Drehbuchs von David S. Goyer (der neben Damon Lindelof, Ehren Kruger, Roberto Orci und Alex Kurtzman zu den schlimmsten Drehbuchautoren des Blockbusterkinos gehört) hier abliefert spottet wirklich jeder Beschreibung. Das hier krampfhaft versucht wird einer völlig anderen Figur die Batman-Drama-Kappe überzuziehen war ja fast zu erwarten, aber das es derartig einfallslos, holperig und ohne jeden Charme oder gute Idee gemacht wird überrascht dann doch.

Das beginnt schon mit dem überlangen und strunzöden Anfang auf Krypton, der aussieht wie aus dem Restmülleimer eines Frank Frazetta-Epigonen gefischt und dessen Design mal so gar keinen Sinn macht (umständliche Bildschirme, Moskitoechsen, Höhlen, Unterwasserbrutstädten mit Krabben-Hebammen und dem dusseligen Codec-Knochen als MacGuffin) -wenn der Wissenschaftler Kal-El mal eben den Action-Helden gibt und dann vor lauter coolem Gepose vergisst sich selbst gegen Zod zu verteidigen oder eine Fluchtkapsel zu bauen die drei Leute aufnimmt. Oder mal einfach kurz mit der Family rüber in die Phantonzone geht, bis Krypton fertig ist mit explodieren. Alleine diese Szene zieht sich und das soll was heißen, wenn man bedenkt das der Donner-Film von 1978 auch nicht gerade rasant loslegte. Doch immerhin schaffte er es in zehn Minuten das zu erklären wofür Snyder eine halbe Stunde braucht und es machte mehr Sinn.

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Pixar gilt für viele deutsche Animatoren sicher immer noch als Traumarbeitsplatz. Für Saschka Unseld ist dieser Traum seit einigen Jahren Realität. Er hat an u.a. an Toy Story 3 mitgearbeitet und legt mit “The Blue Umbrella” seinen ersten Kurzfilm vor, der vor dem diese Woche startenden Pixar-Prequel “Die Monster Uni” läuft. Zur Berlinale haben wir Saschka in der Videothek Delikatessen getroffen, unserer neuen Location für den Filmcheck. Dort erzählte er uns, welche Filme ihn begeistern, welche ihn beeinflusst haben und womit man ihn jagen kann.