Nach zwei Teasern ist nun der erste Trailer zum japanischen Remake von Clint Eastwoods Meisterwerk Unforgiven (Erbarmungslos) veröffentlicht worden. Leider ohne Unteritel, aber das Original sollte ja ohnehin jeder kennen. Ken Watanabe als Munny? Interessant auf jeden Fall, wie sich hier der Western spiegelt. Wird spannend. Regie: Lee Sang-il (Scrap Heaven).

(Unforgiven Direkt / via)

Nach viel zu langer Zeit gehen wir endlich mal in die zweite Runde. Für die Neulinge: Wir Filmfreunde glauben daran, dass viele Kriege und Meinungsverschiedenheiten aus der Welt zu schaffen wären, wenn man sich einfach mal einigen könnte, wer der bessere… naja, was auch immer… ist! Angefangen haben wir mit Kirk vs Picard, jetzt gehen wir in die zweite Runde und ich möchte nur wissenschaftlich nachprüfbare Beweise lesen, wer der bessere Cop ist: John MccLane oder Dirty Harry

FIGHT!

(Youtube Direktfbi, via First Showing)

Hier der Trailer zu Clintwoods Schinken über mitteljüngere amerikanische Geschichte J. Edgar mit Leonardo DiCaprio, Armie Hammer, Naomi Watts, Damon Herriman und Jeffrey Donovan. DiCaprio spielt J. Edgar Hoover, Gründer des Federal Bureau of Investigation, der Film steigt laut Wikipedia bei den „Palmer Raids“ ein, während denen rund 500 radikale Linke und Anarchisten deportiert wurden, kurz nach dem 1. Weltkrieg. Von hier erzählt er von Hoovers Aufstieg und seinem Privatleben als mutmaßlich heimlicher Homosexueller. Und der Film hat natürlich „Oscar-Kandidat“ in großen, goldenen Großbuchstaben ganz groß quer über das Zelluloid gedruckt.

Warner Bros’ new film J. Edgar explores the public and private life of one of the most powerful, controversial and enigmatic figures of the 20th century. Directed by Clint Eastwood (Million Dollar Baby, Changeling, Gran Torino, Invictus, Hereafter) from a screenplay by Dustin Lance Black (Milk, “Big Love”), the film stars Leonardo DiCaprio as well as Armie Hammer, Naomi Watts, Josh Lucas, Judi Dench and Ed Westwick. The story traces Hoover’s life from his childhood through ascent to power in the 20s, his 50-year reign over the FBI, and death in 1972.


HereafterDirekt

Trailer zum neuen Film von Clint Eastwood. Sehr catchy. Geht wohl in Richtung Mystery-Thriller und Drama, Hauptrollen spielen Matt Damon, Bryce Dallas Howard und Jay Mohr. US-Start zur Oscarsaison im Oktober, wir müssen noch bis Januar warten.

Clint Eastwood wird heute 80 Jahre alt. Von Nebenrollen in B-Filmen, über Spaghettiwestern, dem Linken-Feindbild Dirty Harry, Klamauk mit Affen bis zum umjubelten Cando-Regisseur der seit Jahren zuverlässig großartige Filme abliefert. Es ist eine Traumkarriere und wir gratulieren dem großen alten Humpel mit dem legendären Nuscheln. Clint, du bist eine coole Sau. Happy Birthday.

Und ihr verratet jetzt mal, welchen Film von ihm ihr am Besten findet.


(Youtube Direkteastwood, via /Film)

Auf diesem Film steht in ganz großen und goldenen Lettern „Sicherer Oscar-Kandidat“. Morgan Freeman spielt Nelson Mandela, der mit Rugby Südafrka einen will, Snip:

From director Clint Eastwood, ‘Invictus’ tells the inspiring true story of how Nelson Mandela (Morgan Freeman) joined forces with the captain of South Africas rugby team, Francois Pienaar (Matt Damon), to help unite their country. Newly elected President Mandela knows his nation remains racially and economically divided in the wake of apartheid. Believing he can bring his people together through the universal language of sport, Mandela rallies South Africas underdog rugby team as they make an unlikely run to the 1995 World Cup Championship match.

Der Titel „Invictus“ ist auch der Titel eines Gedichts, aus dem Mandela im Knast der Erzählung nach Kraft schöpfte, nach dem Klick.

Den Beitrag „Invictus – Trailer zu Eastwoods Apartheid-Sport-Drama“ weiterlesen…

Es kommt leider immer wieder vor, das einfach nicht die Zeit da ist um alle Filme die ich gesehen habe auch ausführlich zu besprechen. Deswegen hier eine neue Runde unserer beliebten Reihe an Kurz-Reviews, von aktuellen und älteren Filmen.

Diesmal dabei: Zeiten des Aufruhrs +++ Der Fremde Sohn +++ Der Mann der niemals lebte +++ Death Race +++ Eagle Eye +++ Swing Vote – Die beste Wahl +++ Bank Job +++ Summer Scars


Zeiten des Aufruhr – Revolutionary Road – USA 2008
★★★★☆

Frank und April Wheeler leben den (Alp)Traum der sechziger Jahre. Nach außen führen sie als Vorzeigepärchen eine Musterehe. Er arbeitet, sie kümmert sich um die Kinder und das Häuschen in der Vorstadt. Doch im hinter der dünnen Fassade lebt der Alltagsfrust, die Enttäuschung, die Leere des in Routine gefangenen Lebens. Sam Mendes liefert hier eine mit Leonardo DiCaprio und Kate Winslet genial besetzte Variante eines altbekanntes Themas, an dem er sich auch schon in “American Beauty” abgearbeitet hat. Natürlich ist das alles nur eine Variation bekannter Motive irgendwo zwischen “Wer hat Angst vor Virginia Woolf”, “Look back in Anger” und “Al Bundy” – aber die Umsetzung ist sehenswert. Es herrscht eine konsequent düstere Stimmung wenn wir Frank und April dabei zusehen, wie sie verzweifelte Versuche unternehmen der kleinbürgerlichen Gewohnheitsfalle zu entkommen. Und natürlich ist die Besetzung ein Coup, weil sich permanent der Gedanke aufdrängt: So wären Jack und Rose auch geendet, wenn die Titanic damals nicht abgesoffen wär. Kate Winslet spielt die Rolle der Ehefrau, die alles dafür Tun würde aus dem tödlichen Trott zu entkommen perfekt und Leo überrascht einmal mehr mit seinem Facettenreichtum, einer Palette die innerhalb kurzer Zeit zwischen extrem liebenswürdigkeit und verbiestertem Beamtenspießer hin und her springt. Sehenswert auch die Nebenrollen: Kathy Bates ist als gouvernantenhafte Nachbarsspiesserin zwar nur eine Karikatur, aber eine sehr unterhaltsame und Michael Shannon schafft es in wenigen Szenen den in einer Nervenheilanstalt lebenden John Givings, mit dem die Wheelers sich zunächst anfreunden, mit beeindruckender Präsenz, Scharfsicht und Witz zu zeichnen. Ein Film der nicht viel neues enthüllt, aber eine gelungene Iteration des Themas darstellt, die durch die gekonnte Inszenierung, wie auch die beeindruckenden Performances zu überzeugen vermag.

Den Beitrag „Kurzreviews: Zeiten des Aufruhr, Der fremde Sohn, Death Race und mehr“ weiterlesen…