(via Firstshowing)
Ein Promo-Trailer zur Fortsetzung von Neil Marshalls “The Descent” ist ins Internet gelangt, was Lions Gate wohl offenbar nicht so toll findet und deshalb schon diverse Säuberungsaktionen in Gang gesetzt hat.
Es scheint, als sei der zweite Film ein direkter Anschluss an den Vorgänger. Was natürlich seltsam ist bei dem, nennen wir es mal: metaphysischem, Ende, das eigentlich sowieso eine klare Absage an etwaige Sequels darstellte. Ich verspreche mir nicht viel von “The Descent II”, ganz einfach weil ich den ersten so überirdisch groß und herausragend fand. Das war irgendwie der komplexeste Horrorfilm seit… Ewigkeiten. Ich habe ihn geliebt für seine unfassbar ökonomische, effektive Inszenierung. Und ich liebe ihn noch immer.
- Jet Strajker •
- Februar 14th, 2009 •
- 18 Kommentare
- Schlagwörter: Descent
"KREISCH!!!"
Originaltitel: The Descent
Herstellungsland: Großbritannien 2005
Regie: Neil Marshall
Darsteller: MyAnna Buring, Craig Conway, Natalie Jackson Men






Zur Beachtung: Review enthält Spoiler
Hier die komplette Story des Films. Eine Truppe junge Frauen, von denen eine durch den Unfalltod ihres Mannes und ihrer Tochter traumatisiert ist, beschließen einen Abenteuertrip und wollen ein wenig in einer Höhle herumkrabbeln. Blöderweise hat eine aus der Gruppe beschlossen, das Abenteuer noch etwas spannender zu gestalten, indem sie statt einer bekannten abgesicherten Höhle eine noch unerkundete herausgesucht hat, wovon die anderen Mädels aber nischte wissen. Die Truppe krabbelt in die Höhle, verirrt sich nachdem eine Höhlenwand eingestürzt ist und muß feststellen das sich anscheind Gollum und die Morlocks mal gepaart haben, denn deren Nachfahren (die ich insgeheim Gorloks getauft habe) leben in der Höhle und verknuspern eine Tussi nach der anderen. Das übliche zehn kleine Negerleinspiel unterbrochen von viel Kreisch und zig Varianten des klassischen "Du denkst da kommt was, der Held guckt hin, da ist nichts, aber wenn er sich umdreht isses doch da"-Buh-Effektes.

Die Väter der Gorloks: Morlock und Gollum
Irgendwie ist es jedesmal dasselbe mit den Hypes vom Fantasy-Filmfest. Ob jetzt Oldboy oder Haute Tension, zumeist lassen mich die vielgerühmten Filme dann doch relativ kalt.
Ich mochte Dog Soldiers vom selben Regisseur, einen soliden und spassig anzuschauenden Werwolf-Streifen. Zwar stammten die Figuren auch dort aus dem Charakterbaukasten für Genrefiguren und das Ganze war munter aus besseren Vorbildern zusammengeklaut, aber dennoch hatte der Film einen gewissen Drive, der ihn unterhaltsam machte.
Er hatte zudem einen unschätzbaren Vorteil gegenüber The Descent: Man hat etwas gesehen.
Im Höhlenkrabbelfilm fühlte ich mich permanent an den alten Spruch "kämpfende Neger im Tunnel" erinnert. Die Werbezeile des Films lautet zwar: "Afraid of the dark? You will be." – Vergessen wurde aber wohl, das man sich nur dann gruselt, wenn man überhaupt was sieht und das zum anderen Figuren da sein sollten, bei denen es einen schert ob sie Kapheister gehen oder durchkommen.
The Descent überschlägt sich nicht grade mit Charakterisierung. Im wesentlichen gibt es drei Figuren. Die Heldin die man mögen soll, weil es ihren Ollen und die Tochter zerbatzt hat. Ihre beste Freundin, die man mögen soll weil sie die beste Freundin ist. Und einen Lucy-Liu-Verschnitt der die Ethnic-Tough-Bitch mimen darf, die man zur Genüge aus Horrorfilmen kennt, von Aliens bis Resident Evil. Der Rest der Truppe ist Kanonenfutter und im Dunkeln kann man sie eh nicht auseinanderhalten.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Juli 27th, 2006 •
- 38 Kommentare







































