szmtag

YT Direktwelt, via Clockworker

Schöner Trailer zu Detlev Bucks Verfilmung von Daniel Kehlmanns „Die Vermessung der Welt“, im Buch eine tolle Parallelmontage der Leben von Humboldt und Gauß, die beide auf unterschiedlichste Weise den Planeten erforschen. Bin ich sehr gespannt drauf, auch weil schon der Trailer für einen deutschen Film ungewöhnliche Bilder zeigt.

Eine einfallsreiche Komödie über Alexander von Humboldt, der auszieht die Welt zu vermessen, und Carl Friedrich Gauß, der es vorzieht zu Hause zu bleiben, um sie zu berechnen. Zwei Arten die Welt zu erfahren und zu verstehen. Was die beiden Männer verbindet ist die Neugier, immer die Neugier. Ein Film von Detlef Buck nach dem gleichnamigen Roman und Drehbuch von Daniel Kehlmann mit Florian David Fitz in der Hauptrolle — in 3 D gedreht!

Amazon-Partnerlink: Die Vermessung der Welt

“Bushido, Weg des Kriegers – ein Name, der nur mir gehörte.”

Originaltitel: Zeiten ändern Dich
Herstellungsland: Deutschland 2010
Regie: Uli Edel
Darsteller: Bushido, Elyas M’Barek, Moritz Bleibtreu, Hannelore Elsner, Mina Tander, Karoline Schuch, Karel Gott, Katja Flint, Uwe Ochsenknecht, Fler
½☆☆☆☆

Es ist nicht schwer einen zynischen, böswilligen, polemischen Text über einen so kuriosen Film wie „Zeiten ändern dich“, der gleichermaßen das Anekdotenbuch des Rappers Bushido wie dessen privaten und künstlerischen Werdegang adaptiert, zu verfassen. Und es ist gewiss noch weniger schwer, dieses Geldmachunterfangen nicht ernst zu nehmen, an seinen etwaigen Ambitionen abgleichen und womöglich noch sorgfältig aufzeigen zu wollen, was ohnehin zu beweisen galt: Dass diese Komplettkatastrophe auf der Leinwand die Erwartungen noch unterbietet. Den leichten Weg hat sich der – und schon hier ergeben sich erste Probleme adäquater Wortfindung – Musiker hingegen redlich verdient, warum verbale Umwege bemühen für einen Medienkünstler, der sich so plump provokativ, durchschaubar und banal-direkt vermarktet wie Bushido. Kurz also: „Zeiten ändern dich“ ist die größtmögliche erdenkliche Fremdscham auf Zelluloid, ein peinliches und offen gesagt erbärmliches Stilisieren von Mist, das seinen einzigen Mehrwert, wenn überhaupt, aus der unfreiwilligen Dekonstruktion seiner Titelfigur gewinnt.

Natürlich ist dieser Film zunächst einmal nur trashig, unglaublich trashig. Am Trashigsten immer dann, wenn er soziale Realität, Milieutreue und Berliner Gangstertum abzubilden glaubt. Nicht, dass Bushido alias Anis Mohamed Youssef Ferchichi nicht seine Erfahrungen mit so genannten No-go-Areas oder unsichtbaren Bereichen einer alltäglichen Ghettosubkultur gemacht haben mag. Aber das ist, mit Verlaub, ja erst einmal völlig uninteressant. Wen kümmert das durchschnittliche Leben eines unterdurchschnittlichen Rappers, der mit Halbsätzen und Möchtegernreimen mal auf ein Leben als Einzelkind, mal auf die Macht des Schwanzes verweist. Niemanden. Bushidos Leben lässt sich, anhand des Films, im Wesentlichen auf eine normale mittelständische Erziehung und einen anschließenden unverschämten Erfolg als Hip-Hop-Artist zusammenkürzen. Die üblichen Reibereien in sozialen urbanen Brennpunkten mit eingeschlossen. Das alles ist, nun wirklich, nicht allzu dramatisch, kein Grund, sich ellenlang in Texten über Ehre, Respekt, Schlampen (=Frauen) und Ficken, also das harte Leben, auslassen zu müssen.

Den Beitrag „Zeiten ändern Dich (Review)“ weiterlesen…

Ein freudiges “Hurra” für alle Freunde des österreichischen Humors, denn:
Ein altes, nie realisiertes und vom Sohn des verstorbenen Autoren und Kottan-Erfinders Helmut Zenker fertiggestelltes Drehbuch, eines weiteren Kottan-Films mit dem Namen “Rien ne va plus”, soll nun verfilmt werden und in die Kinos kommen.

Das wäre der Hammer. Kottan selbst soll wieder von Lukas Resetarits gespielt werden, der die Figur in den meisten Folgen darstellte. Warum der lakonische Kommissar aus Wien ausgerechnet jetzt wieder kommt, wird wie folgt begründet:

Eine Zeit, in der Geiz, Gier und Peinlichkeit zu Großattributen geworden sind, was sich überall niederschlägt, im Fernsehen, im Stadtbild, im Umgang zwischen den Menschen. Das Motiv seiner Rückkehr liegt in der Notwendigkeit begründet, nach so vielen Jahren einen Kommentar abzugeben.

Ich freu mich tatsächlich sehr. Helge Schneider soll auch mitspielen. Juchuh! Das KANN eigentlich gar nicht schief gehen.

Mehr dazu gibt es im Interview mit Kottan-Regisseur Peter Patzak in der WELT.

[via Heise, Batz Review zur Kottan-Box findest du hier.]

Zeit für ein weiteres Geständnis: Ich mochte Keinohrhasen. Natürlich war der Film vorhersehbar und Til Schweiger ist alles andere, als mein Lieblingsschauspieler, aber mal ehrlich: Es war schon süß. Und Nora Tschirner ist anbetungswürdig.

…Dachte sich auch das amerikanische Studio Newmarket Entertainment und sicherte sich gleich mal die Rechte. Dazu sagt Schweiger:

“Wir haben den Vertrag jetzt nach fast einem Jahr Verhandlung unterschrieben und es ist eine sehr gute, angesehene Firma, die das machen wollen und ich habe insofern Aktien drin, dass ich, wenn ich will, den Film inszenieren kann und dass ich auf jeden Fall gleichberechtigter Koproduzent bin. Also, ich habe meine, sage ich mal, meine künstlerische Hand, wenn dieses Projekt je zustande kommt – das ist in Hollywood immer abhängig vom Cast, also von der Besetzung …

Eigentlich war ich der Meinung oder bin der Meinung, dass Keinohrhasen als internationales Remake am besten in London angesetzt wäre vom Feeling, weil auch das Vorbild für Keinohrhasen waren eher britische Rom-Coms als amerikanische, also romantische Komödien.”

An dieser Stelle möchte ich übrigens noch ein bisschen Werbung für ein kleines Buch machen, das ich vor kurzem in den Händen hielt:
Verantwortlich dafür ist mein hochgeschätzter Professor Klaus Baumgart, der auch für Lauras Stern verantwortlich ist. Und nein: Es hat nicht wirklich etwas mit den Filmen zu tun, sondern erzählt nur vom armen Keinohrhasen, der eines Tages ein Ei findet… Klick

via

Ich habe gerade eben im Kino den Trailer des deutschen High School Musical/Camp Rock/Fame-Mashup-Ripoffs gesehen und es hat weh getan.

Es ist müssig sich über diesen Trailer aufzuregen. Denn mal ehrlich: Der Film wird sein Publikum finden, aussaugen, und wieder vergessen. Das hat er von seinem offensichtlichen Vorbild ganz gut übernommen. Was er dabei allerdings vergessen hat (und was sich schon mit ziemlicher Treffsicherheit anhand des Trailers vorraussagen lässt): Know-How.

Die Kompositionen, die angespielt werden, gehen dabei noch am ehesten klar. Wenn sie auch etwas unmotiviert klingen mögen. Mei. Geschenkt. Aber diese grosse Choreografie zum Beispiel, auf der Wiese, die sieht mir eher nach Rentnergymnastik aus. Tänzerisch also, nun ja, ich glaube tänzerisch kann man das schon gar nicht mehr bewerten. Sprich: Wenn man schon meint “High School Musical” auf deutsch machen zu müssen, um auch noch dem letzten Teenie die paar Euro aus der Tasche zu ziehen, die noch nicht für das Handy drauf gegangen sind, warum zum Teufel versucht man dann nicht auch wenigstens Qualität abzuliefern, die die Leute umhaut? Vermutlich weil man dann arbeiten müsste. Und die Filmförderung zahlt ja eh. Schade, denn das Cast ist ja eigentlich alles andere als schlecht.

Aber seht selbst: Der Trailer zu “Rock it!”.


[YouTubeDirektSchlechtGeklautIstHalbGewonnen]

Meiner Tochter habe ich auf jeden Fall schon angekündigt, das wir den Film auf keinen Fall gucken werden. Die ist 8 und Fan von HSM, Hannah Montana, Taylor Swift und Fame. Und wisst ihr was die gesagt hat?

“Auf keinen Fall Papa, ich bin doch nicht blöd.”

Hat die Erziehung also doch was gebracht…

Ich hab ja ehrlich gesagt den Eindruck gehabt, das Buck keinen Bock mehr hat Filme zu machen. Zuletzt habe ich ihn noch in diesem komischen, österreichischen Film gesehen (“Contact High“), der zwar eine grandiose erste halbe Stunde hat, danach aber leider ein schrottiges LSD-Trip-Märchen wird. In dem Film war Buck super, aber irgendwie hatte ich den Eindruck, er macht das, weil er die Schnauze voll hat. Ich kann mich auch irren, weiss gar nicht woher dieser Eindruck kam. Aber so fühlte sich das an.

Nun, vielleicht hatte ich nicht komplett Unrecht, aber vielleicht stimmte das nur zum Teil und Buck hatte einfach keinen Bock mehr Filme in Deutschland zu machen? Denn er hat wieder einen gedreht und der spielt in Kambodscha. Allerdings ist auch wieder David Kross dabei. Wie ja schon bei “Knallhart”, dem Neukölln-Film von Detlev Buck. Was ich hier in dem neuen Trailer sehe, ist auf jeden Fall sehr interessant. Tolle Bilder, die man ja oft findet, wenn man in die Fremde geht, weil man einen anderen Blick für die Dinge hat. Auffällig ist, das in dem Trailer die eigentliche Geschichte irgendwie in den Hintergrund rückt. Aber noch auffälliger ist, das einem das irgendwie egal ist.


[YouTubeDirektGleichGleich]


(Youtube Direktnacht, via Quiet Earth)

Hier der Trailer zu Dennis Gansels (Die Welle) neuem Film „Wir sind die Nacht“ mit Karoline Herfurth (Das Parfüm), Nina Hoss, Jennifer Ulrich und Anna Fischer. Hier der Plot des deutschen Twilight-Ripoffs:

Lena, a woman bitten by the leader of a female vampire trio. At first she joins the group and partakes in the nightlife but the blood lust is too much for her taste and she turns away from the girls and finds solace in her love for an undercover police officer inciting the anger of the coven who turn to the chase.

Und apropos Twilight: Ich habe den Schrott ja nicht gesehen und übe mich da in einer ziemlich totalitären Verweigerungshaltung, kann also weder dazu etwas sagen, wie nahe das hier an Twilight dran ist, noch dazu, ob Jet mit seiner überraschend guten (naja, 2,5 Sterne sind nicht wirklich gut, aber ich habe dann doch mindestens einen weniger erwartet) Bewertung richtig liegt.

Wenn ich mir dieses Webcomic von XKCD durchlese, überkommt mich das Gefühl, dass unsern Jet da in weiser Vorraussicht gehandelt hat. Man stelle sich nur mal vor, die Filmfreunde würden von Twilight-Fans getrollt… oh… oh god!

Ich mag die Roche, sehr sogar, ich war damals sogar bei einer Lesung ihres Buches über Intimfrisuren und Vaginalsekret „Feuchtgebiete“ und ich habe mich ganz gut amüsiert. Jetzt kam im Zuge einer Meldung zur Filmförderung durch das Medienboard Berlin-Brandenburg raus, dass das Buch verfilmt werden soll. Natürlich gibt’s noch keine weiteren Infos, man kann nur darüber spekulieren, ob die Dame bei der Verfilmung an Bord ist.

Die Meldung ging vor ‘ner Stunde über den DPA-Ticker und landet grade in allen Online-Dingsen, ich hab mal den obskursten Link rausgesucht (als ob ich da jetzt lange „rausgesucht“ hätte): «Feuchtgebiete» soll verfilmt werden.

(via Intro-Magazin)


NeuköllnDirektAldah

TRASH! Uli Edel in Bestform. “Zeiten ändern dich”, die Lebensgeschichte von Ausnahmekünstler Bushido – darauf hat die Welt gewartet. Kommt im Februar ins Kino. Muss man sehen.

… hätten wir im Büro manchmal das Gefühl mit einem Tinitus zu telefonieren. Zum Mauerfall haben wir in der mp-Redaktion ein Special für dieses Wochenende geplant, welches sich mit verschiedenen Filmen zum Thema beschäftigt, alte DEFA-Produktionen vorstellt usw. Einer dieser Artikel dreht sich um den am Tag des Mauerfalls gestarteten Film “Coming Out”, den meine Kollegin kurz vorgestellt hat und wie üblich auch mit einem Trailer ergänzt hat.

Eben bekamen wir dann einen Anruf, vom DVD-Verlag der den Film hierzulande herausgebracht hat. Ratet mal worum es ging? Wollte man uns danken, das wir einen uralten, leicht depressiven Schinken der Vergessenheit entreissen und auf der Startseite featuren? Wollten sie uns bitten die DVD ausführlicher zu erwähnen oder zu verlinken?

Nein. Wir wurden eindringlich drauf hingewiesen, das es illegal sei den Trailer einzubetten. Das “irgendwelche Leute” das einfach auf YouTube hochladen würden und es dadurch aber noch lange nicht rechtens sei. Das wir sowas nicht tun dürften.

Wir überlegen uns grade ob wir nicht den ganzen Artikel löschen sollen und den guten Leuten des Verleihs ein Buch “Wie ich effektiv Werbung für meine Produkte unterbinde” schenken sollen.


(Youtube Direktsoul, via Testspiel)

Hier der Trailer zum neuen Film von Fatih Akin, einer Komödie um Essen, Sex und Soul. Sieht für mich als nicht grade dem größten Fan des deutschen Films ziemlich gut aus, hier der Plot:

SOUL KITCHEN ist ein Heimatfilm der neuen Art: Die Welt ist nicht mehr so heil und das Dorf ist ein Restaurant, der Regisseur heißt Fatih Akin und vor der Kamera versammelt er ein ,Best Of’ aus seinen früheren Filmen – Adam Bousdoukos, Moritz Bleibtreu und Birol Ünel. Es geht um Familie und Freunde, um Liebe, Vertrauen und Loyalität – und um den Kampf für die Heimat als einen Ort, den es in einer zunehmend unberechenbaren Welt zu schützen gilt.

Kneipenbesitzer Zinos ist vom Pech verfolgt: erst zieht seine Freundin Nadine für einen neuen Job nach Shanghai, dann erleidet er einen Bandscheibenvorfall. Als er in seiner Not den exzentrischen Spitzenkoch Shayn engagiert, bleiben auf einmal auch noch die ohnehin schon wenigen Stammgäste aus. Und als wäre das nicht schon genug, taucht auch noch sein leicht krimineller Bruder Illias auf und bittet ihn um Hilfe. Während Zinos noch überlegt, wie er den Laden los wird, um Nadine nach China folgen zu können, locken Musik und die ausgefallene Speisekarte immer mehr Szenepublikum an. Das ,,Soul Kitchen” rockt und boomt wie nie zuvor. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse.


(Youtube Direktlederhosen, via Rochus @Twitter)

Hier der Trailer zum No Budget-Film „Attack of the Lederhosenzombies“ inklusive einem Handpuppen-Rattenaffen aus Braindead und einem Zombie in Lederhosen (ach!), der von Snowboardern und Skifahrern plattgemacht wird – mit Snowboards und den Skiern. WTF?!

- “Wir brauchen eine frische Farbe…Ich habs! Ocker!”

Herstellungsland: D, 2009
Regie: Angelo Colagrossi
Buch: Angelo Colagrossi, Hape Kerkeling
Darsteller: Hape Kerkeling, Alexandra Kamp, Simon Gosejohann, Norbert Heisterkamp, Maren Kroymann, Lale Akgün, Claudia Roth, Bushido

★★☆☆☆

schlämmerklein

Horst Schlämmer, stellvertretender Chefredakteur des Grevenbroicher Tageblatts hat die Schnauze voll. Sein Vorgesetzter mobbt ihn, in seiner Stammkneipe läuft auch alles wie immer, er interviewt zum 17. Mal die immergleiche Schützenkönigin und wenn er mal Politiker im Fernsehen sieht, dann reden die alle nur inhaltslosen Mist, den niemand ernst nehmen kann. Als er dann die Grevenbroicher Bürgermeisterkandidatin interviewt und von dieser erfährt, wie arglos die Politik mit den Steuergeldern umgeht, fasst er einen Entschluss: Was die da oben nicht können, das kann er auch. Deswegen gründet er eine Partei und beschliesst Bundeskanzler zu werden. Seine Freunde unterstützen ihn wo sie nur können. Und schon bald wird Schlämmer ein politischer Player. Er geht in Fernsehshows (zum Teil auch eher überraschend) und die Schauspielerin Alexandra Kamp ist angeturnt von seiner Lust auf Macht und sieht sich schon als First Lady an seiner Seite. Aber Wahlkampf ist ein hartes Stück Arbeit, das muss auch Horst erkennen und das läuft alles doch nicht so einfach, wie er sich das zu Beginn vielleicht vorgestellt hat. Aber er trägt das Herz am rechten Fleck und lässt sich nicht so leicht unterkriegen. Und dann, nach Wochen harter Arbeit, ist er dann da: Der Wahlabend. Nun wird man sehen ob sich die Anstrengungen ausgezahlt haben…

Gerade deutsche Comedy hat alluzu oft das Problem, deutsche Comedy zu sein. Also mehr bemüht als lustig und wenn kopiert, dann leider nie gut. Doch zum Glück gibt es ja Hape Kerkeling, der mit seiner Figur Horst Schlämmer mal wieder gezeigt hat, wie lustig man hierzulande sein kann. Das ist natürlich streitbar, aber mir hat die Figur immer gut gefallen. Ich finde er ist sehr liebenswürdig damit umgegangen und hat sie auch nie überstrapaziert, wenn man jetzt mal die Zeit VOR der Promo zum Film betrachtet.

Den Beitrag „Horst Schlämmer – Isch kandidiere! (Review)“ weiterlesen…


(Youtube Direktcargo, via Quiet Earth)

Hier der Trailer zu „Cargo“, laut Quiet Earth seit 10 Jahren in Produktion: „Director Ivan Engler wrote over 8 entirely different versions of his scifi script before even attempting to secure funding and when he did in 2000, he hit a snag when 9/11 happened and everyone pulled their money out of the project. Determined to finish his dream project, Engler decided to make Cargo on a fraction of the budget with Swiss money only. So, the fact that this ambitious feature was made at all is a testament to Engler’s passion and the tireless efforts of his talented team of supporters.“

The story of CARGO takes place on rusty space-freighter KASSANDRA on its way to Station 42. The young medic LAURA is the only one awake on board while the rest of the crew lies frozen in hibernation sleep. In 4 months will Laura’s shift be over.

During her daily patrols, through the eerily empty ship, LAURA begins to get the feeling that she is not alone on-board. A discovery mission in the dark and ice-cold cargo hold ends in catastrophe. The remainder of the crew is awakened. A cat and mouse game begins in which nothing is what it seems. What lies hidden in the strange freight containers and who, or what, is also on-board?

Trailer premier for Ivan Engler’s Swiss scifi thriller CARGO!


(Youtube Direktcut)

Hier der offizielle Trailer zu „Shortcut to Hollywood“, frisch von Senator rausgegeben. Ich habe den Film bereits gesehen und er ist eine ziemlich knackige, frisch erzählte Geschichte mit einigen WTF-Momenten. Es geht um Sex, Rock’n'Roll, Fame, die Sensationsgeilheit der Medien und – Amputationen! Twitch hat noch einen weiteren Trailer mit mehr Bildern, hier der Plot via Filmstarts.de:

John F., der eigentlich Johannes heißt, und seine beiden besten Freunde Matt und Chrismon (Marcus Mittermeier, Christoph Kottenkamp) gehen langweiligen Berufen nach und machen gemeinsam Musik in einer Schlagercombo. Ersteres mit sehr mäßigem, letzteres mit gar keinem Erfolg. Insbesondere für Johannes, dem sein Psychologe ein Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom attestiert, ist das ein unhaltbarer Zustand. Er möchte ein internationaler Superstar werden und zwar auf dem kürzesten Weg. Deshalb löst das Trio Flugtickets nach Hollywood, um von dort aus die Welt zu erobern.

Sein Plan ist schlicht, aber ergreifend: Salinger gelobt öffentlich, sich am Ende seiner Karriere vor laufender Kamera von seinen Bandkollegen umbringen zu lassen. Seinen potenziellen Fans will er damit die bestmögliche Show bieten und sich selbst einen Platz im Rockstarolymp sichern. Zum Beweis, dass es ihm wirklich ernst ist, lässt er sich zunächst einen Finger absägen, weitere Gliedmaßen sollen in regelmäßigen Abständen folgen. Wider Erwarten zucken die großen amerikanischen TV-Produzenten wegen eines fehlenden Fingers nicht einmal mit der Wimper. Erst als die drei zukünftigen Superstars mit Sonnenbrillen, Palitüchern und Bombenattrappen versehen ein gut gefülltes Lokal in Panik versetzen, bringt ihnen das die landesweite Aufmerksamkeit ein, die Johannes benötigt, um wirklich erfolgreich für sein ganz anders geartetes Selbstmordkommando zu werben. Dann geht alles sehr schnell, schneller noch als er sich das vorgestellt hatte…

Disclosure: Ich bin an dem Projekt so ein bisschen beteiligt, habe das von Senator geförderte Fan-Blog zum Film gestaltet und bin auch bei anderen Aktionen zum Film als „der Typ aus dem Internet“ an Bord.


(Youtube Direktarbeit)

Matthias, Regisseur des deutschen Zombie-Kurzfilms „Arbeit für alle“, den ich überreden wollte, dass er das Ding für alle irgendwo hochlädt, schreibt mir, dass der Film vorübergehend online zu sehen ist. Oben nochmal der Trailer, Snip:

Wollte Dich darauf aufmerksam machen, dass unser Film zur Zeit endlich mal online zu sehen ist – ihn generell freizustellen ist derzeit nicht erlaubt wegen unseres französischen Vertriebs.

Er ist aber zur Zeit – ich weiß nicht genau wie lange, aber wohl bis Mitte August mindestens – in recht guter Qualität zu sehen beim Portable Film Festival.

Arbeit fuer Alle (Full Employment) by Thomas Oberlies & Matthias Vogel

- Der 1. Mai ist für Arbeiter…
- Warum arbeitet dann niemand?

Herstellungsland: Deutschland, 2006
Regie: Ludwig & Glaser, Sven Taddicken, Jakob Ziemnicki
Darsteller: Benjamin Höppner, Hannah Herzsprung, Peter Kurth, Torsten Michaelis, Cemal Subasi, Oktay Özdemir

★★★★½

phpg5kdaram.jpgFünf Leute, die wirklich gar nichts miteinander zu tun haben, befinden sich alle zur gleichen Zeit am gleichen Ort: Am 1. Mai in Berlin-Kreuzberg, klassischer Randale-Termin. Dabei hat jeder von ihnen sein eigenes Problem, das nicht unbedingt durch die angespannte Situation vor Ort ausgelöst werden muss, aber auch jeden Fall davon beeinflusst wird. Pelle und Jacob, zum Beispiel: Zwei Jugendliche, die ihren Abi-Stress ablegen und aus ihrer westfälischen Provinz fliehen um am 1.Mai ihren Spass zu haben. Dabei sind sie keine dumpfen Hooligans, sondern zwei durchaus charmante Jugendliche, die aber anscheinend die Krawalle, die sie erwarten, als Katalysator empfinden. Dabei sein, die totale Freiheit geniessen, gegen die Polizei, gegen den Staat. Eigene moralische Massstäbe vor geltendem Recht, das wollen sie erleben. Und natürlich Mädchen treffen. Und kiffen. Und Pillen schmeissen. Freiheit eben.

Harry ist dagegen ein Old-School-Kreuzberger, der schonmal Barrikaden aus alten Möbeln errichtet, damit die Polizei mit ihren Wasserwerfern nicht vorbei kommt. Dabei sieht er das mehr als seine Pflicht, denn als wirklich politischen Protest. Widerstand als Lebenseinstellung. Dabei lernt er den jungen Yavuz kennen, der in seinem Bruder einen Obergangster sieht (welcher er eigentlich gar nicht ist) und diesem glorifizierten Bild unbedingt nacheifern will. Da prallen Welten aufeinander und dennoch verbindet die beiden etwas. Der Alt-Hausbesetzer und der kleine Türke, der gerne Gross wäre. Aussenseiter galore…

Uwe geht als BGS-Beamter zur Demonstration. Zu Hause hat er nur Probleme, seine Frau will sich von ihm scheiden und nimmt ihn nicht mehr ernst. Da scheint es doch eine willkommene Abwechslung zu sein, als seine Kollegen ihm von einem Puff erzählen, wo die Beamten ihre “Behandlung” umsonst bekommen. Nach einigem zögern entschliesst er sich, hinzugehen. Aber natürlich geht dabei alles schief und die Situation wird für Uwe immer schlimmer.

Den Beitrag „1. Mai – Helden bei der Arbeit“ weiterlesen…

Der Trailer zur Verfilmung von Heinz Strunks „Fleisch ist mein Gemüse“ ist da und erinnert mich daran, dass ich das Buch auch die ganze Zeit lesen wollte. Aber man kommt ja zu nix…


(Youtube Direktfleisch, via)

“Los! Alle in den Sarg!”
Originaltitel: The Three Investigators and the Secret of Skeleton Island
Herstellungsland: Deutschland / Südafrika 2007
Regie: Florian Baxmeyer
Darsteller: Chancellor Miller, Nick Price, Cameron Monaghan, Naima Sebe

Für Kinder: ★★½☆☆
Für ???-Fans: ★☆☆☆☆

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Als ich ein kleiner Junge war, so ungefähr 9 oder 10, da gab es das Kinderferienprogramm im ZDF. Das lief immer in den Sommerferien und da kamen die Sachen im Fernsehen, die man als Kind immer sehen wollte. Man hatte gar keine Lust mehr in die Sonne zum spielen zu gehen, man wollte lieber vor der Kiste hängen. Ich erinner mich noch gut an einen Film, da hatte ein Junge ein T-Shirt mit einem Tigerkopf und das Shirt verlieh ihm Superkräfte. War das cool! Eines Tages dann gab es TKKG – Die Serie. Die hatten nicht nur eine unerträglich weichgespülte neue Schlagertitelmusik, die haben auch alle Nachteile der Hörspiele sichtbar gemacht. Dieses kleingeistig, deutsche, spiessige “Ich rufe erstmal meinen Vater an, der ist Kommissar!” – Gehabe. Wir Coolen haben da was ganz anders gehört: Justus, Bob und Peter, die drei Detektive. Klar. Die Hörspiele waren der Hammer und mein jugendlicher Kopf wollte nicht begreifen, warum man El Schnarchos de la Alemania lieber verfilmte, als die Jungs aus Rocky Beach. Nun ja. Seitdem ist viel Wasser den Rhein runtergelaufen. Spulen wir schnell vor auf das hier und jetzt, 21 Jahre später.

Den Beitrag „Die drei ??? – Das Geheimnis der Geisterinsel“ weiterlesen…

"Zusammen wichsen ist okay, aber bei nem kleinen Kuss gibts gleich ein Riesendrama… da soll man sich noch auskennen!"

Originaltitel: Sommersturm
Herstellungsland: Deutschland 2004
Regie: Marco Kreuzpaintner
Darsteller: Robert Stadlober, Kostja Ullmann, Tristano Casanova, Alicja Bachleda-Curus, Miriam Morgenstern, Jürgen Tonkel, Hanno Koffler

★★★★☆

Sommersturm

Jetzt hat auch Deutschland einen gelungenen mainstreamkompatiblen Film zum Thema Coming Out. Nun gut es hat nur rund 20 Jahre länger gedauert als in den meisten anderen Ländern, bis man kapiert hat, das das Thema Schwulsein nicht immer in freudlosen, uninspirierten Depressionsskizzen a la "Westler", "Coming Out" oder "Die Konsequenz" abgehandelt werden muß.

Von den Erfolgsproduzenten Claussen & Wöbke kommt ein Film der sehr deutlich in Anlehnung an "Crazy" vermarktet wird. Mit dem Film teilt "Sommersturm" nicht nur den Hauptdarsteller Robert Stadlober sondern auch die Thematik des "Coming-of-age".

Die Grundhandlung ist simpel. Der Junge Tobi, Anführer des dörflichen Ruderteams ist in seinen besten Freund Achim verliebt. Dieser hat aber nur Augen für seine Freundin. Als alle zusammen zu einem Ruderturnier fahren und dort unerwarte auf ein Team schwuler Ruderer treffen, beginnt für Tobi eine rasante Selbstfindungsphase.

Beachtlich an dem Film ist nicht die Geschichte, sondern die leichtfüssige Erzählweise. Fast unverschämt offen fängt die Kamera Tobis verklemmtes Begehren ein. Zärtlich und bittersüß die Momente versteckten Anhimmelns. Die Doppeldeutigkeiten freundschaftlichen Körperkontaktes. Was für den überzeugten Hetero Achim lediglich Ausdruck inniger Kumpelhaftigkeit ist, ist für Tobi ein ständiger Balanceakt zwischen Sehnsucht und Zurückweisung.

Wunderbar die Szenen in denen allein Tobis Blicke Bände sprechen. Wenn er kurz davor war Achim zu gestehen das er schwul ist und im letzten Moment einen Rückzieher macht und vorgibt mit einem Mädchen geschlafen zu haben.

Kurz darauf tanzt Achim mit seiner Freundin, Tobi wird von der seinen auf die Tanzfläche gezwungen und knutscht pflichtschuldig mit ihr… den Blick die ganze Zeit auf den unerreichbaren Freund gerichtet.

Den Beitrag „Sommersturm“ weiterlesen…

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