Crossposting von meinem Blog. Ich hab erst gehadert, dass hier zu veröffentlichen, aber die anderen Vier wollten das auch, deswegen hier mein sehr persönlicher Nachruf auf Dirk Bach:

Irgendwann Ende der 90er. Meine Freundin lebt in Hamburg, ich bin ganz oft bei ihr, pendel zwischen Hamburg und Köln hin und her. Ich bin ins Hotel Atlantic eingeladen, da findet eine Party von PETA statt. PETA, ja, hat man zu der Zeit schon mal gehört, ist diese “coole” Tierschutzorganisation. Kann man ja mal hingehen, da sollen auch ein paar Freunde von mir sein.

Und da trifft sich dann alles irgendwann an der Bar, weil die Party selbst zu uninteressant ist. Und wir ziehen durch das ganze Hotel. Und wir spielen am Piano. Und singen. Und gehen zu einem aufs ZImmer, alle zusammen. Und ich werde gefragt, was ich noch trinken will. Und ich sage “Four Roses” und bekomme stattdessen vier Whisky gebracht. Und da sitzen wir und lachen und erzählen uns alle totalen Stuss. Und einer fängt plötzlich an schlüpfrige Sachen zu fragen. Lieblingsstellung und so ein Quatsch. Und wir sitzen auf dem Boden, auf den Stühlen, auf dem Bett, auf der Couch. Überall. Und antworten und lachen. Und einer sitzt dabei und lächelt selig und guckt sich den Quatsch an und lässt uns machen. Er passt irgendwie auf uns auf. So eine Art persönlicher Buddha.

Ich hab Dirk Bach nicht oft getroffen, ich will jetzt hier auch gar kein großes Fass aufmachen. Aber ich bin ihm ein paar Mal begegnet. Und wer auch immer ihn getroffen hat, der weiß was ich meine, wenn ich von einer besonderen Aura spreche. Dirk war sehr gütig, beruhigte einen schon, wenn er neben einem sass. Der war nicht das gemütliche Dickerchen aus dem Fernsehen, sondern ein ganz genauer Zuhörer, der sich – egal welcher Trubel um einen rum war – total auf seinen Gegenüber einliess und konzentrierte. So hab zumindest ich ihn erlebt. Und das waren tolle Begegnungen.

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