szmtag

Django Unchained – USA 2012
★★★★½

django-unchained-fan-poster-foxx-waltz

Der Sklave Django schliesst sich mit einem Kopfgeldjäger zusammen um seine Frau aus der Sklaverei zu befreien

Endlich wieder ein rundum gelungener Tarantino. Während Death Proof bis auf wenige Momente ziemlich lahmte und mich auch Inglorious Basterds nicht völlig überzeugen konnte (alle Szenen zwischen Brühl/Laurent bremsten den Film gnadenlos aus), ist Django, trotz spürbarer Überlänge, enorm unterhaltsam und mitreissend.

Sein Spaghettie-Southern (wie er es selbst nennt) bietet alles um selbst Westernverächter zu begeistern, denn er bringt endlich wieder das im Überfluss, was in seinen letzten beiden Filmen nur partiell enthalten war: Brillante, groovende, witzige Dialoge, die an keiner Stelle langweilen oder in einfaches Gelaber abdriften, wie es leider in Death Proof mehrfach passierte und auch bei den Basterds, wenn Waltz gerade nicht dabei war.

So genial Waltz Rolle als Landa auch war, hier darf er nochmal eine Schippe drauflegen und beweisen, dass er als (zwar ambivalenter) aber dennoch positiver Charakter genauso faszinierend sein kann, wie als Schurke. Sein, in Anlehnung an Martin Luther King Dr. King Schultz getaufter, Kopfgeldjäger ist der treibende Motor, der den Film souverän durch seine mäandernde Story dirigiert. Dabei überrascht zwar nicht der Wortwitz, aber die Menge an Humor die Tarantino dem Film gegönnt hat. Denn bei aller Ernsthaftigkeit die hinter den Bildern rund um das Thema Sklaverei zu spüren ist, ist Django Unchained unverschämt witzig. Ja er scheut nicht davor zurück selbst an Monty Python gemahnende Szenen einzubauen, in denen kreuzdämliche KuKluxKlan-Anwärter über das für und wider von Kapuzen diskutieren.

Diese Szene mit Jonah Hill irritiert zwar, weil sie stimmungsmäßig so völlig anders ist als der restliche Film, sie wirkt wie ein Einschub, ein Nachsatz – aber sie ist gerade in ihrer übertriebenen Länge so absurd komisch, dass man ihr nachsieht den Erzählfluss zu unterbrechen.

Den Beitrag „Reviews: Django Unchained, Pitch Perfect (Review)“ weiterlesen…


UnchainedDirekt / via

Der zweite Trailer zu Quentin Tarantinos “Django Unchained” mit Jamie Foxx, Christoph Waltz, Leonardo DiCaprio, Kerry Washington, Samuel Jackson, Don Johnson, Zoe Bell, James Russo, James Remar, Franco Nero und dem großartigen Jonah Hill. Mein Fall ist’s nicht so wirklich, aber geschaut wird er natürlich.

(Youtube Direktchain, via a href=”http://www.bleedingcool.com/2012/06/06/first-full-trailer-for-django-unchained/”>Bleeding Cool)

Hier der erste Trailer zu Tarantinos „Django Unchained“, der eigentlich erst später diese Woche aufschlagen sollte. Schnell ansehen, bevor er weg ist. Ich glaube, ich mag den Look des Films nicht wirklich, aber ich mag die Tarantinosche Mixtur aus 70s Black Movie inklusive Soundtrack, Südstaaten-Dings und Western. Und die Barock-Fummel muss ich auch noch irgendwie einordnen. Doch, ich glaube, ich mag, was ich da grade gesehen habe.

Am Wochenende tauchte die erste Seite des Scripts von Tarantinos nächstem Film auf, oben eine bereinigte Version davon. Cinemablend denkt zwar, das Ding sei echt, führen aber ein paar (amateurhafte) Argumente im Vergleich mit der ersten Scriptseite von „Inglorious Basterds“ dagegen an, denn sie machen den Fehler und vergleichen ganze Wörter sowie Groß-/Kleinschreibung. Beides spielt in der Graphologie (Handschriftenanalyse) aber eine eher untergeordnete Rolle, weit wichtiger sind Charakteristika einzelner Zeichen sowie der Schriftführung selbst (geschlossene oder offene ‘O’s beispielsweise, zusammenhängende oder unzusammenhängende Buchstaben, generelle Schriftneigung, etc.)

Geht man davon aus, kann man fast zu 99% Sicherheit sagen, dass diese erste Seite authentisch ist, man beachte beispielsweise das auf beiden Seiten fast immer baugleiche ‘s’ oder die geschlossenen ‘o’s in Gegensatz zu den immer offenen kleinen ‘d’s, die generell unzusammenhängende Schrift und die kleinen Kringel-’a's. Ich jedenfalls wette ‘nen Kasten Bier auf die Echtheit des Bilds und den Titel „Django Unchained“, sofern dies nicht nur ein Arbeitstitel ist und noch geändert wird.

[update] Variety hat den Titel bestätigt, hier ein erster Plot:

“Django is a freed slave, who, under the tutelage of a German bounty hunter (Christopher Waltz) becomes a bad-ass bounty hunter himself, and after assisting Waltz in taking down some bad guys for profit, is helped by Waltz in tracking down his slave wife and liberating her from an evil plantation owner. And that doesn’t even half begin to cover it! This film deals with racism as I’ve rarely seen it handled in a Hollywood film. While it’s 100 percent pure popcorn and revenge flick, it is pure genius in the way it takes on the evil slave owning south. Think of what he did with the Nazis in Inglorious and you’ll get a sense of what he’s doing with slave owners and slave overseers in this one.”

Den Beitrag „Quentin Tarantinos next has a Name: Django Unchained (UPDATE)“ weiterlesen…

Gestern abend sind erste Details zum nächsten Projekt – einem Spaghettiwestern – von Quentin Tarantino geleakt. Franco Nero hatte gegenüber einer italienischen Filmwebsite gesagt, dass „the film will be called The Angel, The Bad and The Wise (or something like that – we’re going by a fairly literal Google Translate version of the title right now), and it will also feature Treat Williams and Keith Carradine.“

Die Googleübersetzung des Titels hat sich bereits als falsch herausgestellt, dafür gab’s aber mittlerweile das Update, dass Christoph Waltz wahrscheinlich mit an Bord ist.

Quentin Tarantino’s Next Is A Spaghetti Western – With Christoph Waltz!