Rock of Ages – USA 2012
★★★½☆

Zwei unschuldige Twens mit Sangesambitionen versuchen sich im L.A. der späten 80er Jahre zum Erfolg durchzuschlagen. Derweil kämpft Rockstar Stacee Jaxx gegen den Abstieg und der Rock-Club Bourbon Room gegen den finanziellen Bankrott.

Seien wir ehrlich: Vom Härtegrad ist Adam Shankmans Musicalverfilmung wohl eher Pop of Ages oder Kuschelrock – Der Film. Und er ist wahnsinnig unfokussiert, mehr Nummernrevue als durchgängige Story und hat in Tom Cruise einen Star, der Lockerheit und Rockstardome sehr deutlich nachspielt, als tatsächlich verkörpert.

Was nichts daran ändert, dass der Film verdammt viel Spaß macht. Und selbst wenn Cruise neben einem geborenen Rockstar-Darsteller wie Russel Brand immer etwas steif wirkt, ist sein Stacee Jaxx trotzdem eine spannende und coole Figur. Von Hardrock sind die süffigen Musiknummern natürlich weit entfernt und manchmal ist die gespielte Abgrenzung zum bösen Pop und Boyband-Schnulz schon etwas albern – aber im Grunde geht es ja auch um das Spiel, das Posen, die Rockhaltung. Glam-Rock war Inszenierung und Kokettieren mit dem bösen Image und dieser Film ist ein bißchen die geglättete Erinnerung Opas an seine wilden Zeiten.

Das geht aber absolut in Ordnung, da der Film konsequent als Show daherkommt und sich nie wirklich ernst nimmt. Was zählt ist der Spaß, die große Geste, die große Emotion, die Show. Als Gegenstück zu unser aller jüngerem Ich das vor dem Spiegel stand und zu MTV-Sound in die Haarbürste gesungen hat, wollen alle Beteiligten einfach nur stupid silly fun. Natürlich gibts Seitenhiebe gegen schmierige Manager, Sell-Out, religiöse Rechte und die Herrschaft des seichten Pop, aber es sind gutmütige ja nostalgische Spitzen. Erinnert ihr euch noch, dass die Eltern früher Heavy Metal für Teufelsmusik hielten? Ach wie schön… Der Film ist Fluff und genügt sich darin.

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ColorgradingDirekt / via

Ein neuer Film von Wes Anderson. Mit: Bill Murray, Harvey Keitel, Bruce Willis, Edward Norton, Frances McDormand, Tilda Swinton und Jason Schwartzman. Wird bestimmt wie: Bottle Rocket, Rushmore, Royal Tenenbaums, Life Aquatic with Steve Zissou, Darjeeling Limited und The Fantastic Mr. Fox. Also: Freut euch.

A pair of lovers flee their New England town, which causes a local search party to fan out and find them.

Das Kinoposter zu “Stone”, in dem Edward Norton einen auf Gangster macht (inkl. Ghetto-Slang). Das wird ein Film, den ich aus Gründen meines eigenen gesundheitlichen Schutzes auslassen werde. Nach dem Klick gibt es noch den Trailer zu sehen, da kann man sich selbst von überzeugen.

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Da ist man mal ein paar Stunden nicht Online, checkt seine Feeds und was kommt in jedem zweiten Beitrag zutage?

Edward Norton spielt nicht den Hulk in “The Avengers”

Dass das mehr als schade ist, brauche ich wohl nicht extra zu erwähnen. Mit Norton hatte man einen perfekten Bruce Banner. Ich mochte die Mischung aus Unschlud vom Lande und den ständigen “Du willst mich nicht böse sehen!” Blick. Umso erstaunlicher ist, dass Norton wohl scheinbar bereit gewesen wäre wieder in die Rolle des genialen Professors zu schlüpfen, nur hat da Marvel andere Pläne:

Now, Drew McWeeny of HitFix is reporting that Marvel plans to hire an unknown to play the Hulk in The Avengers. Reportedly, Norton even met with Joss Whedon (who, it must be said, is still unconfirmed but is actively working on the film) and the two hit it off very well. Norton supposedly even cleared his schedule with goodwill. But no offer has been extended to him. In fact, Marvel has made it clear that they’re moving on and giving the role to someone else — someone cheaper.

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Es heißt weiterhin, dass wir im Laufe des Jahres die gesammelte Mannschaft zu sehen kriegen werden. Ich hoffe mal, dass Marvel es sich bis dahin anders überlegt und Norton wieder an Board holt.

Ok, wir hatten jede Menge Kifferfilme, Zwillingskomödien sind jetzt auch eher semi-originell und beides zusammen ist bestimmt auch schonmal zu Recht im Morast der Filmgeschichte versunken.

Aber das hier ist Edward Norton! Und nochmal Edward Norton!
Ja nun, was soll man anders machen, als in den Film zu gehen und Spaß zu haben?


Edward&Edward bei Youtube

fight.jpgMusicals sind ja eins meiner Lieblingsthemen hier. Nicht. Und normalerweise haben die Kreativen hinter Star Wars oder Evil Dead auch nix mit den Gesangs-Machwerken nichts zu tun. Nicht so bei Fight Club. Unglaublich aber wahr: David Fincher will „Fight Club“ an den Broadway bringen.

One of the things I want at the 10-year anniversary is to do “Fight Club” as a musical on Broadway. I love the idea of that.

Was soll ich da sagen? Meatloaf mit wippenden Männerbrüsten, der inbrünstig den „Fight Song“ von Marylin (sic!) Manson anstimmt? Brad Pitt, der mit Edward Norton Ballet auf der Bühne tanzt, während sie sich gegenseitig versuchen, die Rübe wegzuballern? Der spinnt doch.

Daneben spricht David Fincher bei /Film aber noch über eine 3D-animierte Serie basierend auf dem Fantasy-Comic-Magazin „Heavy Metal“, was ich nicht für die schlechteste aller Ideen halte. Trotzdem glaube ich nicht, dass 3D-Figuren die gezeichneten Zombies aus dem Originalfilm zu Heavy Metal schlagen können. Ich mein ja nur.