Hostel3Direkt / via

Ganz still und heimlich und unter Ausschluss zumindest der Kino-Öffentlichkeit setzt Sony den “Hostel”-Franchise Direct to Video fort. Ohne Beteiligung von Eli Roth, dem Regisseur des komplett missratenen ersten, aber auch grandiosen zweiten Films, verlegt “Hostel: Part III” die Handlung nach Las Vegas und wurde vom einstigen Raimi-Weggefährten Scott Spiegel inszeniert (der mit “Intruder” aka. “Bloodnight” einen der ulkigsten Slasherfilme aller Zeiten drehte). Der Trailer ist aber leider ziemlich blöd.


(Youtube Direktclown, via Badass Digest)

Vor ein paar Wochen machte obiger Fake-Trailer von John Watts und Christopher D. Ford zu einem Evil Clown-Film von Eli Roth die Runde. Der fand das Ding so toll, dass er den Film jetzt produzieren wird, die beiden Jungs hinter dem Trailer führen Regie. Von Deadline:

“I loved how ballsy they were, issuing a trailer that said, ‘From the Master of Horror, Eli Roth.’ Some people thought I’d made the movie, or that it was another fake Grindhouse trailer. The first thing they said was, ‘Thank you for not suing us, but I told them, ‘This is Hollywood, and while it’s tradition that every movie eventually ends up in a lawsuit, you only sue when you are fighting over profits. It’s no fun to sue before there’s any money.’ But I really felt these guys deserved a shot, and that people are truly freaked out by evil clowns. It’s new territory to make this a version of The Fly, where this guy can feel himself changing, blacking out only to find blood all over his clown suit. You’re sympathetic toward a monster until the monster actually takes over.”

Sorry, Nikki: It’s Gore Galore For Eli Roth On ‘Clown’ And ‘Aftershock’

Und wieder die Reviews der Woche: Diesmal mit Ich – Einfach unverbesserlich +++ Hot Tub – der Whirlpool… ist ne verdammte Zeitmaschine +++ Der Letzte Exorzismus

“It’s so fluffy!!!”

Ich – Einfach unverbesserlich (Despicable me) – USA/FR 2010
★★★★☆

Superschurke Gru (gesprochen von Steve Carrel im Bela Lugosi-Mode) will endlich beweisen, dass er der Größte ist und plant den Mond zu stehlen. Dumm nur, dass ihm ein anderer Schurke namen Vector (Jason Segel) droht den Rang abzulaufen. Und obendrein sind da auch noch diese lästigen, kleinen Mädchen mit ihren Pfadfinderkeksen.

Originalität kann man der Story von Despicable Me nun wirklich nicht vorwerfen. Superschurken a la Incredibles, süsse Mädchen aus der Disney-Kiste und extrem knuffige Sidekicks die wie eine Mischung aus Spongebob und den Adiposis aus Doctor Who aussehen. Und trotzdem macht diese von einem französischen Team animierte CGI-Produktion jede Menge Spaß. Der Slapstick sitzt, die optischen Gags sind gut getimed und inspiriert und auch wenn alles extrem familienfreundlich und harmlos bleibt, gibt es eine paar schwarzhumorige Untertöne und Zitate.

Dabei balanciert der Film gekonnt zwischen Pixar, alten Warner Cartoons und Dreamworks – wobei er sich nie zu einer platten Popzitaten-Schleuder wird wie beispielsweise die letzten Shrek-Filme. Es fehlt zwar auch die charakterliche und emotionale Tiefe eines Toy Story, doch als knuffige Unterhaltung mit hohem Lachfaktor macht sich der Film in jedem Fall besser als beispielsweise der etwas gezwungen wirkende “Monsters vs. Aliens”. Die Macher von Gru haben schlicht Spaß mit ihren Figuren, besonders den zu Recht in der Werbung hervorgehobenen Minions, die sowohl im Vordergrund wie in Background-Szenen extrem witzig anzusehen sind. Sie bilden letztlich auch das Herz des Films, vor dessen Hintergrund sich die Menschwerdung Grus vollzieht, der sich vom ungeliebten Misantrophen zu einem Vater für die drei Waisenmädchen wandelt. Die Minions alleine machen den Film sehenswert, denn die Animatoren haben sich viel Mühe gegeben den gelben Wichteln eigene Persönlichkeiten und Marotten zu verpassen. So sind sie gleichzeitig niedlich, slapstickfutter und anrührend in ihrer kindlichen Begeisterung die irgendwo zwischen Glücksbärchi und Gremlin liegt.

Den Beitrag „Kurzreviews: Ich – Einfach unverbesserlich, Hot Tub – der Whirlpool… ist ne verdammte Zeitmaschine, Der Letzte Exorzismus (Review)“ weiterlesen…

Seit Donnerstag läuft “The Last Exorcism” in den deutschen Kinos. Grund genug für uns drüben bei moviepilot mit dem Regisseur Daniel Stamm und Produzent Eli “Hostel ” Roth in die Videothek zu gehen und sie nach ihren Lieblings- und Hassfilmen zu befragen. Also Welcome to the Eli-Show, der sich als echte Filmgeek präsentiert, uns verrät wofür er Til Schweiger bewundert, wie man in den USA ein PG50-Rating bekommt und welche Horror-Filme ihn anmachen.


YouTubeDirekt

Entgegen dem Titel wohl gewiss nicht der letzte Exorzismus-Heuler. Der Blair-Witch-Mockumentary-Stil ist wohl auch nicht tot zu kriegen, genauso wie die Horrorfilme mit Pseudo-Authentizität (zuletzt besonders peinlich in: “The Fourth Kind”). Produziert wird der Film übrigens von Eli Roth, wer weiß, vielleicht wird’s ganz brauchbar. Einen besseren Genrefilm als “House of the Devil” wird es dieses Jahr aber sicher nicht mehr zu sehen geben.

Zwei Meldungen zu neuen Alien-Filmen: Erstens hat wohl Eli Roth die Schnauze voll von Torture Porn und dem Horror-Genre und will als nächstes nicht nur einen, sondern gleich zwei Alien-Film drehen, einen selbst, einen produziert er. Snip von Filmstalker:

Not only is Eli Roth making a film called Endangered Species, an alien invasion type film, but he’s co-producing another alien invasion film called Invasion, described as a Cloverfield-esque story and based on a speculative script by Ben Magid, one of the writers who has worked on the upcoming Hack/Slash film. […]

According to the story the film really begins when an accident in a Los Angeles subway sees the survivors climb out of the wreckage to discover the entire city in ruins with a strange snow-like substance is falling. All the survivors are roaming in mobs and there are patches of acidic alien “goo” all over the city.

Und schließlich ging vor ein paar Wochen die Meldung über den Ticker, dass der Regisseur von „Paranormal Activity“ als nächstes einen Film namens „Area 51“ drehen will und der schon abgesegnet wurde. Soweit so langweilig wie „Paranormal Activity“.

Dazu kam jetzt aber die Meldung, dass der ein weiterer „Found Footage“-Film werden, bereits abgedreht sein soll und sich jetzt schon in der Post Production befindet.

Strangely, I haven’t heard of one set visit, any casting news, nothing. But apparently AREA 51 finished principle photography somewhere around three weeks ago. I have no word on how long post-production will take, or how FX laden it will be.

Bei all dem Vampir-Craze ausgelöst durch den Twilight-Schmarn kann ich das eigentlich nur begrüßen, Alien-Invasionen sind mir allemal lieber, als Emo-Vampire und /Film hat eine nette Liste der anstehenden Alien-Filme zusammengestellt, nach dem Klick.

Den Beitrag „Eli Roth, Area 51 und die paranormalen Aliens von Hollywood“ weiterlesen…

- “It probably has something to do with the second development.”
- “Which is?”
- “The Führer is attending the premiere.”

Originaltitel: Inglourious Basterds
Herstellungsland: USA/D 2009
Regie und Drehbuch: Quentin Tarantino
Darsteller: Brad Pitt, Mélanie Laurent, Christoph Waltz, Daniel Brühl, Til Schweiger, August Diehl, Diane Kruger

★★★★½ Nilz N. Burger
★★★☆☆ Batzman (direkt zum Review)

basterdsklein

Es soll tatsächlich noch Leute geben, die nicht wissen um was es in dem Film geht. Versuche ich mich also mal in einer schnellen Zusammenfassung: Lt. Aldo Raine (Brad Pitt) führt eine spezielle Truppe durch das von Nazis besetzte Frankreich der 40er Jahre. Die Inglourious Basterds. Eine Gruppe jüdisch-amerikanischer Soldaten, die es auf die Skalps von Nazis abgesehen haben. Das ist durchaus wörtlich zu verstehen: Sie schneiden den Nazis, die sie erlegen, die Kopfhaut ab und sammeln diese als Trophäen.

In einem kleinen Kino, vor den Toren von Paris, soll eine große Filmpremiere stattfinden, für den neusten Propagandafilm von Goebbels. Sogar der Führer selbst wird anwesend sein. Als die Basterds davon Wind bekommen, beschliessen sie einen großen Anschlag um Hitler und seine Gefolgsleuten ein für allemal auszulöschen. Die Betreiberin des Kinos, Shosanna Dreyfuss (eine wunderschöne Mélanie Laurent), eine inkognito-jüdische Frau die mit ansehen musste wie Nazis, angeführt vom sogenannten “Judenjäger” Hans Landa (Christoph Waltz), ihre Familie töteten, will die Premiere ebenfalls als Anlass zu einer großen Racheaktion nehmen und die gesamte Führungsriege Nazideutschlands töten, indem sie das vollbesetzte Kino abfackelt.

Und dann wäre da noch Fredrick Zoller (Daniel Brühl), ein Soldat der zu Ruhm in Deutschland gelangt, weil er drei Tage eingeschlossen in einem Kirchturm, alle seine Verfolger erlegt, bis der Rest von ihnen den Rückzug antritt. Er ist der Hauptdarsteller in dem Film, der Premiere hat und seine Geschichte ist es, die da verfilmt wurde. Da er ein Auge auf die Kinobetreiberin geworfen hat, möchte er ihr einen Gefallen tun und überzeugt Goebbels und Co davon, die Premiere in ihrem Kino stattfinden zu lassen. Er denkt sie somit beeindrucken und für sich gewinnen zu können. Aber sie lässt ihn immer nur abblitzen.

Den Beitrag „Inglourious Basterds (Review)“ weiterlesen…

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Ich halte es immer noch für möglich, dass “Inglorious Basterds” ein ordentlicher Film wird. Doch weder die bisherigen Trailer, das unlustige Baller-Flashgame noch die markigen Marketingsprüche waren bisher dazu angetan, wirkliche Begeisterung zu erzeugen. Quentins Weltsicht ist eine simple und der Kritiker der ihm einst unterstellte, er würde “Revenge is a dish best served cold” wohl tatsächlich für ein klingonisches Sprichtwort halten, hat damit Tarantinos intellektuellen Horizont wahrscheinlich besser umrissen, als viele langen Abhandlungen und Analysen.

Doch bei aller Kritik hat QT eindeutig Talent, visuelles Gespür, einen verschrobenen Sinn für Humor und ein gewisses menschliches Interesse an seinen Figuren – auch wenn er sie stets als Reflektion popkultureller Stereotypen inszeniert.
Eli Roth ist auch nicht grade die hellste Leuchte im Kronleuchter, wurde von vielem beeinflusst, dass auch Tarantino prägte, aber ihm fehlt schlicht das Talent etwas hervorzubringen das auch nur die geringste Originalität, Einsicht oder Ideen hat die über pubertäres Gepose hinausgeht.

Weswegen wir eine Weile überlegt haben, ob wir diesen öden Fake-Trailer der den Film im Film von “Inglorious Basterds” bewirbt, überhaupt posten sollen. Denn so unwitzig und völlig neben dem Ziel seiner Vorlage, sind nichtmal einige Home-Made-Fake-Trailer aus der Handycam und Magix-Moviemaker-Ecke.

Aus Gründen der Vollständigkeit halber und weil wir sonst zurecht gefragt werden, ob wir den Trailer nicht mal posten wollen (nachdem hier ja auch sonst jeder Pups zu IB stattfindet): Hier ist Eli Roths Nations Pride. Auf das ihm Leni Riefenstahls Geist erscheinen möge um ihn in den Arsch zu beißen.

(via: moviepilot und zahlreiche Hinweise von euch. Danke :))

eliroth

Die zweite Poster-Kampagne zu Tarantinos “Inglourious Basterds” gefällt mir weitaus besser. Vom Film erwarte ich zwar immer noch nichts – wirklich: nichts – aber eventuell kann die neue Schnittfassung, die eine Minute länger läuft als die Cannes-Version, mehr als es die Kritiken zur Festivalfassung vermuten ließen.

(via)

elirothbasterd

Wie René hier bereits berichtete, werden jetzt nach und nach Character-Poster zu Tarantinos neuestem Film an den Start gebracht. Nun ja…

(via)

In der letzten F.A.S. stand ein schöner Artikel von Peter Körte, der am Set von “Inglorious Basterds” zuschauen durfte. Dabei kam er auch u.a. kurz mit Eli Roth ins Gespräch, der nicht nur im Film mitspielt, sondern der auch die Regie für den Film im Film geführt hat, “Stolz der Nation”, ein Propagandafilm mit Daniel Brühl in der Hauptrolle.

Roth hat, das war in den Ausschnitten zu sehen, genau kapiert, wie man das Pathos eines Propagandafilms so weit treibt, bis es bricht. Indem man es nämlich ganz genau nimmt – bis hin zum Zulassungsstempel auf dem Filmplakat von „Stolz der Nation“, bis hin zu Schrift und Farbgebung. Insofern ist auch Tarantino ein akribischer Historiker, so gewissenhaft und detailbesessen wie Regisseure, die sich mit einem Stab seriöser Wissenschaftler umgeben und sich ihrer Faktentreue rühmen.

Sehr lesenswerter Artikel. Jetzt habe ich auch wieder richtig Bock auf den Film.


(TFH Direktbirds, via)

Als Trailers from Hell (vorher bei den F5), das Online-Baby von John Landis, damals online ging, da waren grade mal vier oder fünf Videos online, mittlerweile ist das ganze aber auf 160 (!) Reviews angewachsen, in denen gestandene Hollywood-Größen von Rick Baker bis Joe Dante Trailer zu Klassikern und Trash-Perlen reviewen. Klasse Projekt und eins der neueren Videos ist dieses Review des Trailers zu „The Birds“, der bis auf wenige Sekunden genau null Szenen aus dem Film selbst zeigt.