SalmonDirekt / via

Der gute Lasse Hallström, einst durchgestartet mit seinem ABBA-Film, dem großartigen “Gilbert Grape” und dann sogar noch viel großartigeren “Gottes Werk und Teufels Beitrag”, bringt was neues ins Kino. Und der Trailer zur britischen Komödie “Salmon Fishing in the Yemen” ist sogar ganz hübsch und weckt Hoffnungen auf doch noch mal einen guten Hallström (letzter Film: “Das Leuchten der Stille”…). Die Hauptrollen spielen Ewan McGregor, Emily Blunt und Kristin Scott Thomas.

A fisheries expert is approached by a consultant to help realize a sheik’s vision of bringing the sport of fly-fishing to the desert and embark son an upstream journey of faith and fish to prove the impossible, possible.

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The Conman who wouldn’t go straight.

Originaltitel: I Love You Phillip Morris
Herstellungsland: USA/F 2009
Regie: Glenn Ficarra, John Requa
Darsteller: Jim Carrey, Ewan McGregor, Leslie Mann, Rodrigo Santoro, Jessica Heap, Marc Macaulay, David Jensen, Dameon Clarke, Antoni Corone, Griff Furst
★★★★☆ Jet Strajker
★★★½☆ Batzman

Eine wahre Geschichte, zumindest so weit es das Kino zulässt: Steven Russell (Jim Carrey) ist der All-American-Dad, er hat einen guten Job, eine Frau, ein Kind und auch ein schönes Haus. Das alles hakt dieser Film jedoch schon mit der Titelsequenz ab, um dem sorgenfreien Leben des Steven Russell zügig ein Ende zu bereiten. Mit einem Autounfall – man denke an John Waters’ “A Dirty Shame” – kommt dem Lebemann eine einschneidende Erkenntnis: Er ist schwul. Und damit nicht gemacht für sonntägliche Kirchengänge und kuscheligen Ehe-Sex. Jetzt sehen wir Steven ganz schnell ganz anders: In neuesten Designer-Klamotten und mit markigen Kerlen an seiner Seite. Das ist der Moment, an dem viele Besucher die Sneak Previews hierzulande auch angesichts durchaus etwas expliziterer Szenen schlagartig verließen. So kann man es zumindest immer wieder vernehmen.

Weil der Lebenswandel jedoch seine kostspieligen Schattenseiten hat, entschließt sich Steven zu eher unkonventionellen Methoden der Geldbeschaffung. Um sich und seinem neuen Freund finanziellen Wohlstand zu garantieren, betrügt er Versicherungen – und landet damit zügig im Gefängnis. Dort lernt er Phillip Morris (Ewan McGregor) kennen und lieben, und dort beginnt der Film seine eigentliche (Liebes)Geschichte zu erzählen. Was Steven hingegen an Lügen, Diebstählen und Trickbetrügereien auffährt, um diese Liebe halten und in die Freiheit verlagern zu können, das sprengt jeglichen Rahmen.

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“Now more than ever, we need the Jedi.”

Originaltitel: Men Who Stare at Goats, The
Herstellungsland: USA 2009
Regie: Grant Heslov
Buch: Peter Straughan
Darsteller: Jeff Bridges, George Clooney, Kevin Spacey, Ewan McGregor, Robert Patrick, Stephen Lang

★★★☆☆

Durch Zufall stolpert der erfolglose Provinzreporter Bill Wilton (Ewan McGregor) im Irak über Lyn Cassidy (George Clooney), der behauptet teil einer streng geheimen Spezialeinheit der US-Armee gewesen zu sein, das sich in der Ausbildung sog. Jedi-Krieger verdingte. Kämpfer die nur mittels PSI-Kräften den Weltfrieden erstreiten sollten.

Durch Wände gehen, Ziegen durch Blicke töten, Hellsehen – nichts war für diese Supermänner unmöglich.
Das Projekt unter der Leitung des idealistischen Bill Django (Jeff Bridges) lief angeblich blendend, bis ein mißgünstiger Konkurrent (Kevin Spacey) Unfrieden in die Hippie-Soldaten-Truppe bringt.

Anfänglich skeptisch, gerät Bill immer tiefer in Lyns Bann und beginnt sich zu fragen, ob an der Geschichte nicht doch etwas dran sein könnte.

Regisseur Heslov hat sich hier eine feine, fast wahre Story rausgesucht, deren Prämisse direkt aus dem Lande WTF zu stammen scheint. Und es gelingt ihm auch, das Ganze mit leichtfüßigem Humor, Slapstick und sympathischen Darstellern zu erzählen, die alle froh zu sein scheinen noch einmal das alte Woodstock-Feeling durchleben zu dürfen. Natürlich ist Clooney als relaxter Jedi-Warrior von entwaffnendem Charme und auch Bridges und Spacey balancieren ihre Figuren gekannt am Rande der Karikatur.

Ins Schlingern gerät der Film immer dann, wenn er versucht aktuelle Themen aufzugreifen und “wichtige Botschaften” zu vermitteln, denn dann packt er ungeniert den moralischen Zeigefinger aus. Wenn Nebenfiguren vom schweren Kriegsschicksal erzählen und dabei die unbeschwerte Farce plötzlich zur bleischweren Moralfabel mutiert. Das fällt umso unangenehmer auf, da der Film an sich eher eine lose Skizzensammlung ist, als tatsächliche Geschichte. Die Rahmenhandlung holpert ebenso wie die Autos mit denen McGregor und Clooney durch die Wüste fahren und die zum Teil sehr komischen Flashback-Epsioden können sich nie so ganz entscheiden, ob sie die Eso-Auswüchse nun parodieren oder doch als exzentrische Ausläufer der Hippie-Bewegung verklären wollen. Wäre es nicht schön, wenn alle Soldaten nur debil grinsend und leicht bekifft herumsäßen und sich einredeten sie könnten mit Geisteskraft die Umwelt beeinflussen?

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Vielen Dank an Fabian Soethof, verantwortlicher Redakteur des Vertical Networks Brash.de und Gast-Filmfreund, für dieses Review!

„It was on the internet!“

Originaltitel: The Ghostwriter
Herstellungsland: F/D/GB 2010
Regie: Roman Polanski
Darsteller: Pierce Brosnan, Ewan McGregor, Olivia Williams, Kim Catrall, James Belushi u.a.
★★★☆☆

Man will sich die Genese von „Der Ghostwriter“, der nur eine Woche vorm offiziellen Kinostart auf der 60. Berlinale vorgestellt wurde und obendrein den Silbernen Bären für die Beste Regie einheimste, selbst so gemütlich und offensichtlich vorstellen: Da saßen einst Robert Harris, Bestseller-Autor, und Roman Polanski, Regisseurlegende, beim Tee und sponnen ein gemeinsames Projekt aus (mit Harris‘ „Pompeij“ hatte es bislang nicht geklappt). Der Eine: ein alter Kumpel des einstigen britischen Premierministers Tony Blair, mit dem er sich nach dessen überbordender USA-Hörigkeit zur Kriegspolitik in Nahost verworfen hatte; der Andere ein von den USA verfolgter Straftäter auf der Flucht, dem schon in seinem ersten Exil London die Auslieferung drohte. „Sie wollen in ein Land, in dem Menschenrechtskonventionen und Den Haag keine große Rolle spielen? Versuchen Sie Irak, China, Indonesien, oder manche Länder in Afrika!“, heißt es einmal in „The Ghostwriter“, Roman Polanskis Romanadaption von Robert Harris‘ „The Ghost“, gegenüber dem Tony Blair so ähnlichen Adam Lang (Pierce Brosnan). In Wahrheit aber ist, ganz wie im Film, natürlich alles anders als man denkt.

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Tragikomödie mit Jim Carrey, Ewan McGregor und Leslie Mann. Die Frisur von Carrey ist schon mal lustig. Und, das muss mal gesagt sein: McGregor sieht einfach so verdammt gut aus.

Batzman meint: Gerüchten zufolge haben die deutschen Kinobetreiber den Film auf der Filmmesse in München ja sehr skeptisch beurteilt. Weil: “Wir haben ja soviel homophobes Publikum, da könnte es abschreckend wirken, wenn wir den spielen oder den Trailer zeigen.”

Grund genug nochmal einen zweiten, etwas deutlicheren Trailer zu ergänzen:


(Youtube Direkt


GeisterschreiberDirekt

Nach dem Teaser vor rund vier Monaten gibt es jetzt einen Trailer zu Roman Polanskis neuem Film “The Ghost Writer”. Der (wirklich ziemlich üble) Trailer macht im Netz kurioserweise nur auf Deutsch die Runde, vielleicht weil der Film seine Weltpremiere auf der Berlinale feiert. Ich erwarte von Polanski mittlerweile nichts mehr, freue mich aber auf den großartigen Timothy Hutton. Mit dabei sind außerdem: Ewan McGregor, Pierce Brosnan, Kim Cattrall, Tom Wilkinson, James Belushi und Olivia Williams.

Okay, es mag nicht gerade der kommerziellste Titel sein. “The men who stare at goats” klingt ein bißchen nach litauischem Experimentalkino, das irgendwann nach Mitternacht im ZDF zu bestaunen ist.

In Wirklichkeit geht es hier aber um eine hochkarätig besetzte Hollywood-Produktion, in der Ewan McGregor als abgewrackter Reporter versucht mit Hilfe eines Special-Ops-Agenten (George Clooney) einer geheimen Militärorganisation auf die Spur zu kommen, die sich zum Ziel gesetzt hat Psi-Kräfte einzusetzen um Kriege zu beenden. Basierend auf einer angeblich wahren Geschichte, die in dem gleichnamigen Buch von Jon Ronson erzählt wurde. Weird.

Hier ist der Trailer:


YouTubeDirektPsi

Angriff der Klamauk-Bots – Es gibt Reis, Lord Vader!

Originaltitel: Star Wars: Episode III – Revenge of the Sith
Herstellungsland: USA 2005
Regie: George Lucas
Darsteller: Ewan McGregor, Hayden Christensen, Natalie Portman, Ian McDiarmid
★★½☆☆

Episode III Star Worse

Es ist schwer jemanden noch zu mögen, wenn er einem in den ersten zwei Minuten die man ihn kennt auf die Schuhe spuckt.
Ungefähr so fühlte ich mich ab der ersten Minute im neuen Star Wars-Film. Ich hatte meine Erwartungen nach Episode I und II ja schon heruntergeschraubt, ich dachte, wenn ich wenig erwarte, dann könnte ich auch nicht enttäuscht werden… Aber es ist Herrn Lucas ein weiteres Mal gelungen, über zwei Stunden auf meinen Kindheitserinnerungen herumzutrampeln und einer charmant-naiven Weltraumfabel bei lebendigem Leib des Herz herauszureißen.

Dabei wollte ich den Film irgendwie mögen, mich am Ende der Trilogie irgendwie mit Star Wars versöhnen, das in meiner Kindheit noch Krieg der Sterne genannt wurde.. Doch selbst wenn ich den Anfangstext in der Diktion einer Blouevard- Gazette ignoriere eröffnet der Film mit einem Totalausfall.
Christopher Lee und irgendein digitaler Hühnerhabicht mit Keuchhusten namens General Grievous haben angeblich den späteren Imperator Palpatine gekidnapped und Obi-Wan und Anakin eilen zur Rettung. Was der Anfang einer rasanten Raumschlacht sein könnte, entpuppt sich aber schnell als Knallerbse, denn wie schon in Episode 2 dienen Droiden mal wieder als Comic Relief, fragt sich nur Relief wovon, denn noch ist im Film gar nichts passiert…
Das hindert Lucas aber nicht daran die Klamauk-Bots auf Obi-Wan loszulassen, das es nur so zirpt. Lustige Geräusche und Roboter-Slapstick vom schlimmsten – fast als wären die Drei Stooges zusammen mit Adam Sandler und Chris Rock als Blechbüchsen wiedergeboren worden. Stolpern, holpern, tischirpen, lustige Sachen sagen… wer dachte die furchtbare Szene aus Episode 2 in der C3PO und R2D2 durch eine Fabrik torkeln durfte, wären an Peinlichkeit kaum zu toppen, der wird hier zum ersten Mal eines Besseren belehrt. Die ersten 20 Minuten des Films sind ein einziger Roboter-Kalauer. Das selbst R2D2 mittlerweile rumhüpft, fliegt und springt wie ein Transformer dem ne Duracell im Hals steckt, wundert da auch nicht mehr.

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