Gefährten (War Horse) – USA 2011
★★☆☆☆

Junge freundet sich mit Pferd an. Als das im ersten Weltkrieg als Kriegspferd verkauft wird, setzt er alles daran es wiederzufinden….

Selbst ein besserer Regisseur als Steven Spielberg hätte wohl seine Schwierigkeiten aus diesem Kinderbuch, diesem My-little-Pony–with-Weapons-Abenteuer etwas ansehbares zu machen. Und über Spielberg wird die Luft ja, trotz Ausfällen, immer noch ziemlich dünn. Was ihn bewogen haben mag diese Story zu verfilmen weiß ich trotz diverser Making-Of-Interviews nicht, noch was der Appeal der Geschichte sein soll. Vielleicht funktioniert es stilisiert auf der Bühne ja besser und vielleicht sieht Spielbergs Film deswegen auch aus wie eine Mischung aus Bauerntheater, Titanic – quasi Von der Wunde verweht. Aber der Film ist wirklich ganz gruselig fade. Der Hauptdarsteller Albert (Jeremy Irving), ein Kritikerkollege nannte ihn verdient den ältesten Teenager der Welt, ist derart charismalos und austauschbarer Hunk, dass es schwer fällt ihn auch nur auf der Leinwand zu bemerken – und das in einem Spielbergfilm, der bislang immer ein Händchen dafür hatte gute Kinderdarsteller zu casten. Das Pferd… ist nunja ein Pferd und auch wenn man ihm zum Glück eigene Dialoge erspart hat, wie sie im Roman vorkommen, ist seine digital verbesserte Mimik immer noch für ein paar sehr creepige Momente gut. Als Charakter bleibt es hingegen aber ähnlich blaß wie Albert, dessen unsägliche Ansprachen es in der ersten Hälfte des Films erdulden muss. Komm Junge, du schaffst es, ich glaube an dich, wir verlieren die Farm wenn du den Pflug nicht ziehst, usw. usf.

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