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“Fuck. Bugger Bugger Fuck Fuck Fuck Fuck!”

Originaltitel: The King’s Speech
Herstellungsland: Australien / Großbritannien 2010
Regie: Tom Hooper
Buch: David Seidler
Darsteller: Colin Firth, Helena Bonham Carter, Guy Pearce, Michael Gambon, Geoffrey Rush, Timothy Spall, Jennifer Ehle, Derek Jacobi
★★★★☆ Batzman
★★½☆☆ Jet Strajker

Ein Oscar-Bait-Movie wie er im Buche steht: Großer Schauspieler statt Stars, historisches Thema, Patriotismus und gediegenes Ambiente. Formal keine Experimente und inhaltlich eher Konsens als Dissonanzen. Natürlich könnte man den Film als kalkuliert bezeichnen und deswegen abstrafen.

Doch damit täte man ihm bitter Unrecht, denn trotzdem er nicht viel wagt, bleibt er großes Schauspielkino, das mit starken Dialogen, viel Humor und Herz überzeugen kann.

Eine herausragend gespielte Zweimann-Show die natürlich hauptsächlich durch das Bromance-Duell von Rush und Firth funktioniert. Historisch hat man sich, wie gewohnt ein paar Freiheiten genommen und unschöne Kleinigkeiten die der Dramaturgie im Wege standen glattgebügelt, aber innerhalb seiner Konstruktion funktioniert diese Story wunderbar. Erstaunlich dabei, das es tatsächlich mehr um diese Männer-Freundschaft geht, als um die Selbstüberwindung eines Stotterers.

Und deswegen stehen natürlich auch weniger die revolutionären Therapiemethoden, als die scharfzüngigen Wortwechsel im Mittelpunkt des Geschehens. Mit der kriegswichtigen Rede, in der der König wider Willen sein Volk einen muss, entsteht genug dramaturgische Fallhöhe um der ganzen Sprachtherapie die notwendige Dringlichkeit zu verleihen, die sie alleine nicht unbedingt gehabt hätte.

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