Wenn Schauspieler einfach nur sein dürfen, macht das Zuschauen doch gleich doppelt so viel Spaß!


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Die Szene mit Bill Murray, der während der Party reden muss, damit seine Lippen sich bewegen, ist ganzganzganz groß!

Danke Christian!

Gerade drüben bei Moviepilot gelesen, dass es gut sein kann, dass Heath Ledger mittels CGI und unveröffentlichem Material in Nolans drittem Teil der Batman-Serie wieder zum Einsatz kommt. Was man bei ihnen liest, klingt recht positiv:

Was zunächst makaber klingt, ist alles andere als böse gemeint. Niemand zuvor hatte den Joker so perfekt gespielt, wie Heath Ledger dies getan hat. Posthum ehrte die American Academy of Motion Picture Arts and Sciences die Leistungen von Heath Ledger als Bester Nebendarsteller mit dem Oscar. Dass Christopher Nolan ihm für die Verkörperung des Jokers Anerkennung zollen wolle, weil The Dark Knight ohne ihn nicht dasselbe gewesen wäre, davon war schon länger die Rede. Dass er es auf diese Weise tun könnte, ist zugleich künstlerisch sinnvoll wie werbetechnisch intelligent.

Ich bin relativ skeptisch, was diese Meldung angeht. Es klingt so surreal, dass man es als doofes Gerücht abtun könnte, aber auf der anderen Seite, ist es so schräg, dass es Hollywood zuzutrauen wäre. Immerhin verdankt der Film tatsächlich einen großen Teil seines Erfolges Ledgers Können.

“Don’t believe everything you read. Especially The Mirror.”

Originaltitel: Imaginarium of Doctor Parnassus, The
Herstellungsland: Frankreich, UK, Kanada 2009
Regie: Terry Gilliam
Drehbuch: Terry Gilliam & Charles McKeown
Darsteller: Christopher Plummer, Heath Ledger, Lily Cole, Andrew Garfield, Johnny Depp, Colin Farrell, Jude Law, Tom Waits, Verne Troyer

★★★½☆

Der uralte Schausteller Doktor Parnassus (Christopher Plummer) vollführt mit seiner fahrenden Truppe, bestehend aus seiner Tochter Valentina (Lily Cole), dem kleinwüchsigen Percy (Verne Troyer) und dem Jungen Anton (Andrew Garfield), eine gar wundersame Zaubershow.

Für einen kleinen Preis darf eine Person aus dem Publikum durch den Zauber-Spiegel hindurch in das Imaginarium eintreten und dort eine magische Welt erleben, die für jede Person anders aussieht.

Doch nicht alles ist so harmlos wie es ausschaut. Denn der zwielichtige Mr. Nick (Tom Waits) drängt Parnassus zu einer weiteren Wette. Als schließlich der kurz vor dem Erhängen gerettete Tony (Heath Ledger, Collin Fareel, Jude Law, Johnny Depp) zu der Truppe stößt spitzen sich die Dinge zu und ein Verwirrspiel um Lug und Trug, Wirklichkeit und Phantasmagorie beginnt…

Es fällt schwer die widrigen Produktionsbedingungen für einen Moment zu ignorieren, denn wieder einmal war Gilliam mit einem gewaltigen Problem konfrontiert, das die Fertigstellung dieses Films kurzfristig zu verhindern drohte. Es hat ja beinah Tradition. Wenn er sich nicht mit den Produzenten überwirft, Unwetter den Dreh verhindern oder ihm sein eigenes Ego ein Bein stellt, muss ihm einer der Darsteller wegsterben – dummerweise auch noch das Zugpferd das ihm überhaupt erst die Produktion ermöglicht hat.

Doch wie sein Alter Ego Münchhausen, hat sich Gilliam wieder einmal – mit Hilfe vieler Freunde – am eigenen Haar aus dem Sumpf gezogen und einen Film abgeliefert, dessen Trick mit den drei verschiedenen Schauspielern, die den verstorbenen Heath Ledger ersetzen, nie als Hilfslösung auffallen würde, wüsste man nicht um die Ereignisse die dazu führten.

Den Beitrag „Das Kabinett des Doktor Parnassus (Review)“ weiterlesen…


(Yahoo Direktgilliam, via First Showing)

Hier ein neuer Trailer zu Terry Gilliams „Imaginarium of Dr. Parnassus“. Bei mir will sich immer noch keine richtige Begeisterung einstellen, obwohl das alles zugegeben ziemlich fantastisch aussieht. Ich bin derzeit wohl einfach nicht in einer Gilliam-Phase.

Als Leath Hedger gestern Nacht posthum seinen Oscar für die beste Nebenrolle bekam und die Familie diesen entgegennahm, brandete in unserem Liveblog kurz eine Diskussion auf, ob das fair wäre den anderen Nominierten und der Jury gegenüber, ob man das machen dürfe. Die Diskussion ging verkürzt so:

Nilzenburger: es ist einfach unfair ihn in den “normalen” wettbewerb mit rein zu nehmen, weil seine rolle durch seine tragische geschichte noch viel mehr gewicht bekommt.

Renington: Was wäre denn die Alternative gewesen? Eine Nominierung wäre auf jeden Fall drin gewesen. Mindestens.

Nilzenburger: die alternative muss sein, das verstorbene eben nicht nominiert werden können. so scheisse das auch klingt, das kann nie ein fair game sein.

Renington: Muss ich drüber nachdenken, aber eigentlich gibt es keinen Grund, Awards posthum nicht zu vergeben, finde ich. Das verschiebt die Chancen, ja, klar, aber…. hmmm… muss ich drüber nachdenken… Ich denke, wir machen da ein eigenes Posting zu.

Nun, das hier ist das eigene Posting und ich habe darüber nachgedacht.

Selbstverständlich kann man posthume Oscars vergeben, man muss sogar, wenn es die Leistung verdient. Ebenso selbstverständlich befindet sich die Jury dann allerding unter einem enormen moralischen Druck, den Verstorbenen auszeichnen zu müssen. Das ist nicht wirklich fair den Mitnominierten gegenüber, das ist wahr. Aber:

Die Oscar-Verleihung ist in der Filmwelt ein quasi öffentliches Ritual, ein Standard, eine Zeremonie, während der sich Hollywood, immer noch das Zentrum der westlichen Filmwelt, selbst feiert und auszeichnet. Ein fast schon amtlicher Vorgang im Wortsinne. Hier werden die besten Leistungen präsentiert und prämiert und Fehlentscheidungen passieren hier genauso wie überall auf der Welt, das gehört dazu.

Den Beitrag „Sind posthume Oscars okay? Update“ weiterlesen…

Ich will ja nicht zuviel verraten, aber Filmfreund Dog und Filmfreund Reningtin haben den neuen Batman-Streifen gesehen und…

…war das schon zuviel?

Für diejenigen, die es nicht abwarten können, hier eine, oder wohlmöglich DIE Schlüsselszene vorab:


DirektFledermäusisch

via

Johnny DeppIch stutzte kurz, schüttelte den Kopf und schaute nochmal. Tatsache: Heath Ledger ist tot.
Nein. Ist er nicht.
Doch! Da steht es Weiß auf Schwarz.

Was so einen Schauspieler-Tod noch ein kleines bisschen wehmütiger erscheinen lässt, ist dann noch der Fall, wenn er/sie mitten in den Dreharbeiten steckt. So auch Ledger, nämlich zu dem Film ‘The Imaginarium of Doctor Parnassus’ von Terry Gilliam.

Der Film handelt von einer reisenden Theatertruppe, die Zuschauer, dank eines Handels mit dem Teufel, mittels eines Zauberspiegels ihre Vorstellungskraft bereisen lassen. Sollte es also tatsächlich so sein, dass man Johnny Depp einspringen lässt, könnte dies eine recht interessante Wendung in dem Film mit sich bringen. Auch wenn ich nicht wirklich ein Freund davon bin, einfach zwischendurch den Schauspieler zu wechseln (siehe Orakel in der Matrix-Trilogie). Aber wenn es eben nicht anders geht.

Drüben bei Monsters and Critics zitiert man einen “Insider”:

“It’s a weird, fantasy, time-travel movie so Heath’s character could easily change appearance. It would be a poignant moment. Johnny’s not working at the moment so everyone is praying he will do it.”

Ja dann…

Heath Ledger

Kaum eine Woche ist es her, daß Jungstar Brad Renfro tot aufgefunden wurde, da kommt schon die nächste Hiobsbotschaft für die Filmwelt. Heath Ledger ist heute das gleiche Schicksal widerfahren. Man fand ihn in einem New Yorker Apartment [edit}.

Der Brokeback Mountain-Star, der als Joker im kommenden Batman “Dark Knight” zu sehen sein wird, wurde grade mal 28. Als Ursache wird Drogeneinwirkung nicht ausgeschlossen. Er hinterlässt seine zwei Jahre alte Tochter Matilda Rose. Erst im September hatte sich Ledger von deren Mutter Michelle Williams getrennt.

Batman hatte es im Kino ja nicht leicht. Nach den furiosen Tim Burton-Filmen mit Jack Nicholson und Danny DeVito als Joker und Pinguin kam Joel Schumacher daher und verwandelte den dunklen Ritter in eine hopsende, unwürdige Ballettveranstaltung. Das Gerücht, Schumacher plane ein Batman-Musical hält sich hartnäckig und warum er Batman, meinem Batman!, das angetan hat, obwohl der Mann auch anders kann, wie Filme wie 8mm oder Falling Down beweisen, muss er mir demnächst mal erklären.

Aber dann kam Chris Nolan daher und alles wurde gut. Batman Begins holte Batman zurück ins Dunkle und erzählte die Geschichte von Anfang an in neu. Das war gut, finster und psychologisch böse. Nolan jedenfalls dreht auch das Sequel zum Neuanfang. Es wird „The Dark Knight“ heißen und Heath „Brokeback“ Ledger spielt den Joker. Noch unbestätigt, aber wünschenswert, ist für die Rolle des Penguin Philip Seymore „Capote“ Hoffman.

Alles wird gut, Wayne. Alles wird gut.

I made that armour! (…) It's not magic; it's just shiny.

Brothers grimm

Originaltitel: Brothers Grimm, The
Herstellungsland: Tschechische Republik / USA 2005
Regie: Terry Gilliam
Darsteller: Matt Damon, Heath Ledger, Jonathan Pryce, Lena Headey, Peter Stormare

★★★☆☆

Es ist ein wenig schade, wenn man aus einem guten Film kommt und dennoch nicht ganz zufrieden ist. Vielleicht wäre es für Gilliam besser gewesen, den Film unter Pseudonym zu drehen, dann hätten sich die meisten wohl an einem gut gemachten, witzigen und wendungsreichen Fantasyfilm erfreut, der einige schöne Momente skurrillen, an Monty Python gemahnenden Humor aufweist. Die Erwartungshaltung wäre die gewesen, einen routinierten Hollywoodblockbuster zu sehen und man hätte sich gefreut, das man mehr bekommen hat, als man dachte.

Doch der Reihe nach. Brothers Grimm – Gebrüder Grimm wäre sicher ein für deutsche Zuschauer sehr unverständlicher Titel gewesen, da ja niemand hier weiß wer das sein soll, und außerdem klingt Brossers ja auch viel cooler und schnittiger – Brothers Grimm also, erzählt die Geschichte der beiden Titelfiguren Jakob und Wilhelm, die im Gegensatz zu ihren realen Vorbildern nicht Märchenerzähler sondern fahrende Hochstapler sind. Den Grundplot hat man so schon gesehen, nicht zuletzt im Steve Martin-Vehikel "Leap of Faith – Der Scheinheilige" – Ein paar Betrüger gaukeln der leichtgläubigen Landbevölkerung Übernatürliches vor und sehen sicht letztlich mit realen Wundern und Phantasmen konfrontiert. Im Deutschland um Siebzehnschlagmichtot geistern die Grimme Brüder nun durchs französisch besetzte Deutschland und verschrecken die Bauern, bis ihnen die Obrigkeit auf die Schliche kommt. Doch statt einer Strafe, sollen die beiden das Verschwinden von Kindern in einem abgelegenen Dorf aufklären.Irgendjemand würde dort Unheimliches antäuschen und Päntz entführen. Natürlich stellt sich heraus, das dort keine Con-Artisten ihr Unwesen treiben und auch die abgebrühten Brüder lernen, das an Märchen und Sagen mehr dran ist als die Schulweisheit und soweiter….

Den Beitrag „Brothers Grimm“ weiterlesen…