Die fantastische Welt von Oz (Oz the great and powerful) – USA 2013
★★★☆☆

“You can’t go home again” pflegen Amerikaner zu sagen und meinen, dass man schwerlich an einen vertrauen Ort zurückkehren kann, wenn man fort war und viel erlebt hat.

Es ist viel passiert seit wir mit Dorothy in Oz waren und die Rückkehr bleibt auch deshalb wohl eher unterwältigend. Was gemalte Backgrounds und Studiosets einst schafften, will heute mit millionenschwerer Tricktechnik nicht gelingen: zu verzaubern, staunen machen, mitfühlen und mitfreuen.

Dabei fängt Raimi ziemlich charmant an, wenn er den Film in der alten Academy-Ratio und in Schwarz/Weiß beginnen lässt und erst mit dem Eintritt nach Oz auf Breitwand aufzieht – was sich am Original orientiert, wie so vieles, aber doch nicht den gleichen Eindruck hinterlässt. Denn während das Technicolor im alten Film mit Macht hereinbrach als Dorothy die Tür öffnete, wird es jetzt als erkennbarer Effekt langsam eingefaded.

James Franco ist als Scharlatan auf dem Weg zur Läuterung leider nur so mittelgut. Er ist hinreichend charmant, spielt aber zu modern und dissoziert – als würde er selbst nicht ernst nehmen was ihm alles wiederfährt. Und auch die Chemie mit seinen Co-Stars ist eher aseptisch, wenn man mal von Michelle Williams Spüli-Fee Glinda absieht, die ein adäquater Ersatz für Billie Burke ist und die Mischung aus tantiger Güte und durchgekokster Abgedrehtheit gut in die Moderne transzendiert.

*some spoilers ahead*

Den Beitrag „Reviews: Die fantastische Welt von Oz, Hänsel & Gretel: Hexenjäger 3D, The Crime, Hüter des Lichts (Review)“ weiterlesen…


RedBandDirekt / via

Ein Red-Band-Trailer zu “Hansel & Gretel: Witch Hunters”, der bereits vor einer halben Ewigkeit (in Babelsberg) abgedrehten Horror-Fantasy-Komödie von “Dead Snow”-Regisseur Tommy Wirkola mit Jeremy Renner, Gemma Arterton und Famke Janssen. Der Film gefiel den Verantwortlichen offenbar so gut, dass er erst Anfang 2013 in die Kinos kommt. “My name is Gretel, this is my brother Hansel”. Ok.


Bourne4aufYT / via

Der erste Teaser zum Bourne-Nachfolger von Autor und Regisseur Tony Gilroy (Michael Clayton, Duplicity) wurde veröffentlicht, in dem nun Jeremy Renner einen Superagenten auf der Flucht gibt. Die Messlatte liegt natürlich hoch, insbesondere die beiden Greengrass-Bourne-Filme gehören zum Besten, was der Actionfilm in den letzten Dekaden hervorgebracht hat. Albert Finney, Joan Allen, David Strathairn und Scott Glenn sind in ihren alten Rollen zu sehen, Neuzuwachs bekommt die Serie von Edward Norton, Stacy Keach und Rachel Weisz. Der deutsche Kinostart ist für den 13. September angesetzt.

Den Beitrag „The Bourne Legacy – Teaser Trailer & Poster“ weiterlesen…

-”Just remember: Blue is glue!”
-”And red?”
-”Dead.”

Originaltitel: Mission: Impossible – Ghost Protocol
Herstellungsland: USA 2011
Regie: Brad Bird
Buch: Josh Appelbaum / André Nemec
Darsteller: Tom Cruise, Jeremy Renner, Simon Pegg, Paula Patton, Ving Rhames

★★★★☆

Ethan Hunt wird mit einem zufälligen Team zusammengewürfelt, nachdem ein Terrorist den Kremel sprengt und ihm die Schuld dafür zuschiebt. Der Plan: Einen weltweiten Atomkrieg auszulösen. Auf eigene Faust müssen Hunt und seine Leute den Terroristen stoppen, ehe er den letzten Teil seines Plans in die Tat umsetzen kann…

Fourth Time is the charme… zumindest in diesem Fall. Ich war nie ein Fan der MI-Reihe, nicht unbedingt Tom Cruise wegen, obwohl er sicherlich seinen Anteil daran hatte. Als jemand der mit “Kobra, übernehmen sie?” bzw. “Unmöglicher Auftrag” aufwuchs, störte mich schlicht und einfach immer die Fokussierung auf einen übermächtigen Helden der die Chose im wesentlichen im Alleingang meistert. Mission Impossible im Film war immer mehr Ego-Show, als Team-Heist. Dass der erste Teil Jim Phelps zu einem Schurken machte, war ebenso respektlos wie unnötig. Teil 2 bot schicke Bilder, war aber dank Studioeinmischung nur ein konfuser Rumpf-Film und JJ Abrams Teil 3 sah leider aus wie ein Fernsehfilm, mit faden Bildern und einem käsigen Showdown der aus einer Rangelei in einem Lagerhaus bestand, bei der der Schurke am Ende vors Auto stolperte. Nee, auch wenn ich weiß das die Filme ihre Fans haben, mich haben sie nie wirklich umgehauen.

Den Beitrag „Mission Impossible: Phantom Protokol (Review)“ weiterlesen…