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Kurz vor seinem 35jährigen Jubiläum kommt in den USA noch einmal John Carpenters Genreklassiker “Halloween” (Die Nacht des Grauens) in die Kinos, natürlich pünktlich Ende Oktober. Teaser-Trailer und -Poster stimmen nun auf das Re-Release ein. Wie schön wäre es, wenn man den Film auch hierzulande noch einmal auf der großen Leinwand sehen könnte, am Besten in einer saftigen 35mm-Kopie. Es gibt schließlich nur wenige Horrorfilme, die so eindrucksvoll das Breitwandbild nutzen wie “Halloween”.

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John Carpenter is back. Sein letzter Film „Ghosts of Mars“ lief 2001 und war Bockmist, weshalb ich grade mit einem lachenden und einem weinenden Auge diese Nachricht gelesen habe: Carpenter wird wieder Regie führen im Film „The Ward“. Der Plot: ein Mädchen in einer Psychiatrischen Klinik wird von einem Geist heimgesucht, mehr ist nicht bekannt.

“The Ward is the kind of script that I’ve been looking for: a complex, visceral story, full of suspense and scares,” Carpenter told Hollywood Reporter. The script was written by Michael and Shawn Rasmussen, of only a film titled Long Distance previously.

Ich bete einfach zum Flying Spaghetti Monster, dass Carpenter wenigstens stellenweise sein altes Talent wieder aufleben lassen kann.

John Carpenter Finally Returning to Direct The Ward

Im Juli war’s noch ein Gerücht, jetzt ist es offiziell: John Carpenter dreht nach der Gurke „Ghosts of Mars“ von 2001 einen neuen Film, von dem man mal wieder hoffen darf, dass Carpenter hier endlich mal sein seit Ende der Achtziger anhaltendes Formtief zu Grabe trägt. Wird höchste Zeit. Der Plot klingt einigermaßen vielverprechend:

Casting has begun for his latest movie, a portmanteau piece called L.A. Gothic, which will tell five tales of LA-based terror, focusing on the efforts of a vengeful priest to rescue his daughter (so, clearly not a Catholic priest, then) from the supernatural evils of Tinseltown’s dark side. The only way this story could get any better is if Kurt Russell were to sign on to play the priest and renew his association with Carpenter. (Empire)

Und jetzt bitte bitte bitte bitte bitte bitte lieber Weihnachtsmann, mach, dass Johnny nochmal einen guten Film hinkriegt.

“Just remember what ol’ Jack Burton does when the earth quakes, the poison arrows fall from the sky, and the pillars of Heaven shake. Yeah, Jack Burton just looks that big old storm right in the eye and says, “Give me your best shot. I can take it.”

Er ist einer der wichtigsten Regisseure des Neuen Hollywood. John Carpenter, der Vater von Michael Myers und Snake Plissken, er ist einer jener Genregrößen an denen man nicht vorbeikommt, wenn man sich ernsthaft mit dem phantastischen Film beschäftigt. Doch wie bei vielen Legenden ist auch sein Gesamtwerk von Höhen und Tiefen gekennzeichnet.

Hier ist nun der zweite Teil unserer John Carpenter Werkschau.

Nachdem unverdienten Flop des sehr teuren “The Thing” mußte Carpenter kürzer treten und versuchte sich an einer scheinbar sicheren Bank. Noch immer galt er als Horrorspezi, was lag da näher als ihn das Werk einer anerkannten Genregröße verfilmen zu lassen.

ChristineChristine (1983)
★★☆☆☆

Es ist schon schwer aus einem guten Stephen King Buch einen guten Film zu machen. Zuviel spielt sich beim Master aus Maine in den Köpfen der Figuren ab, zuviel Spannung entsteht aus den kleinen Alltagspsychogrammen die King entwirft. Alle Jubeljahre gelingt es mal seine Werke kongenial zu verfilmen: Misery, Stand by me, The Shawshank Redemption. Meist geht das ganze jedoch in die Hose und auch Carpenter brachte der Horrorkönig wenig Glück, zumal man ihm eines von Kings schwächeren Werken aangeboten hatte. Die unaugegorene Story rund um ein besessenes Auto, das eine Beziehung zu einem verkorksten Nerd aufbaut und schon bald dessen Freundeskreis dezimiert, ist sowohl als Buch wie als Film leider Gedöns.

Renington meint: Ich mag Christine sowohl als Buch und auch als Film ganz gerne, wahrscheinlich, weil ich selbst mit 12 noch ein C64-Nerd war, ohne Freunde frisch in ein neues Kaff gezogen. Doch, ich konnte den Charakter sehr gut nachvollziehen, aber Du hast schon Recht, der Film ist alles andere als ein Sahnehäubchen.

Den Beitrag „John Carpenter Teil 2: Von Christine zu Masters of Horror“ weiterlesen…

Er ist einer der wichtigsten Regisseure des Neuen Hollywood. John Carpenter, der Vater von Michael Myers und Snake Plissken, er ist einer jener Genregrößen an denen man nicht vorbeikommt, wenn man sich ernsthaft mit dem phantastischen Film beschäftigt. Doch wie bei vielen Legenden ist auch sein Gesamtwerk von Höhen und Tiefen gekennzeichnet.

Renington und Batzman stellen euch in zwei Teilen die Filme Carpenters vor.

Renington: Ach John, was soll nur aus Dir werden, Mensch sag mal. Da legst Du mit Deinen ersten paar Filmen die Messlatte so dermaßen hoch, und kackst dann am Ende aber sowas von ab. Muss das denn sein? Muss man Dir ehrlich die ganze Kohle wieder wegnehmen, damit Du wieder anständige Filme drehst? Wäre mal eine Idee, sollte man mal drüber nachdenken.

Batzman: Ich glaub ihm das Geld wegnehmen wird gar nichts bringen. Carpenter hat große Bilder im Kopf, die einfach Geld brauchen. Was dabei rauskommt, wenn man ihn auf Sparflamme drehen lässt sieht man ja an seinem Werk in den 90ern. Seit “Big Trouble” hat man ihm keine anständigen Budgets mehr anvertraut. Die Wucht von “The Thing” oder “Escape from New York” braucht aber vernünftige finanzielle Ausstattung.

Renington: Jetzt mal der Reihe nach.

fog_big2.jpgThe Fog (1980)
★★★★☆

Eigentlich wollte ich Carpenters Filme chronologisch abarbeiten, doch am besten starte ich bei dem Film von ihm, den ich als ersten gesehen habe: mein erster Carpenter war „The Fog – Nebel des Grauens“, bis heute meiner Horror-Lieblinge. „Fog“ erzählt meisterlich eine klassische Gruselgeschichte, wie die Einstiegsszene schon zeigt: „Es ist 5 Minuten vor 12, für eine Geschichte bleibt grade noch Zeit…“ Noch heute ist die Mord-Szene auf dem Fischerboot hart und schnell und äußerst wirksam, denn obwohl der Film durchaus aus dem Nicht-Gezeigten seinen Schrecken bezieht – von den Monstern sieht man meist nur Silhouette und leuchtende Augen, Morde werden nur gezeigt, indem Nahaufnahmen der ausholenden Mordinstrumende gezeigt werden -, ist er gerade gegen Ende äußerst spannend und schnell. All das war mir als Kind natürlich nicht klar, als ich an der Decke kauend mit großen Augen dem Treiben auf dem Bildschirm zusah. Ich wusste nur, dass mir der Film eine Scheißangst einjagte – also ganz und gar großartig war.

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