szmtag

Ich mag ja Kommentare. Denn erstaunlich viele unserer Leser haben auch Spaß an einer guten Diskussion und der argumentativen Auseinandersetzung. Das hat durchaus auch eine sportliche Komponente, wenn man sich über ein Thema die Köpfe heiss redet, die Punkte die die anderen anführen betrachtet, wendet und schaut ob man ihnen etwas entgegensetzen kann, wo man ihnen zustimmt und wo man sie aushebeln kann.

Das macht Spaß und bringt oft auch neue Sichtweisen. Bisweilen finden in den Kommentatoren auch herrliche Blödeleien und Frotzeleien statt, die ebenfalls sehr unterhaltsam sind.

Leider gibt es jedoch auch einige Arten von Kommentaren die eher anstrengend sind und die den Eindruck vermitteln, sich mit einem quengeligen Teenager zu unterhalten, dessen rhetorische Fähigkeiten sich im wesentlichen auf “willaber” und “darum” – im englischen wäre es “whatever” und “because” – beschränken. Was verschmerzlich wäre, wenn es wirklich nur von 14-16jr praktiziert würde, leider ziehen sich gewisse Kommentar-Evergreens quer durch alle Altersstufen und alle Reviews. Ob Transformers, Aliens, Harry Potter, Spider-Man, Smoking Aces oder Pixar-Filme. Man kann fast eine Checkliste machen, wann irgendeiner diese Sprüche bringen wird.

Ob der Rechtsschreib-Beckmesser, der absolut nichts zur Diskussion beizutragen hat und meint, er muss auf ein fehlendes Komma, falsche dass/das oder Typos hinweisen, ob Fanboy-Nerd, der irgendeine belanglose Ungenauigkeit betreffs der Unterhosenfarbe von Wonderwoman korrigieren muss oder diejenigen die gleich sämtliche Argumente weglassen und gleich anfangen den Autoren zu beleidigen (und sich dann meist ganz entsetzt und erschüttert geben, wenn sie eine entsprechende Antwort erhalten). Merke: Es ist völlig okay einem Autoren vorzuwerfen er sei frustriert, hässlich und würde keine Frau zum ficken finden – aber es ist beleidigend, wenn einen der Autor fragt, ob man noch alle Tassen im Schrank habe.

Den Beitrag „Das wird teuer: Die F5-Kommentar-Fibel“ weiterlesen…