Robocop – USA 2014
★☆☆☆☆

Es ist leider jedesmal dasselbe, wenn ein harter 80er Klassiker remaked oder fortgesetzt wird. Im Vorfeld wird betont wieviel Respekt man vorm Original habe, dass man eine ganz andere Version erzähle und einen neuen Ansatz verfolge. Und das natürlich die PG13-Freigabe keinerlei Einfluß darauf habe, wie gut der Film werde.

Und manchmal… ganz manchmal mag das stimmen. Trotz berechtigter Kritikpunkte ist Die Hard 4 kein schlechter oder gar peinlicher Film. Er ist weniger blutig, aber vom CGI-Overkill-Finale abgesehen hat er vieles was man mögen kann.

Doch meist ist es Bullshit, denn selten steht eine neue Vision oder gar eine Idee hinter dem Remake. Die Marketing-Seppel der Studios gehen regelmäßig durch ihren Backkatalog und überlegen welche etablierte Marke nochmal zu Geld gemacht werden könnte, denn jeder Titel der zumindest vage bekannt ist, hat schonmal ein eingebautes Publikum. Und so wird jeder populäre Titel der 70er und 80er Jahre durch die Remake-Mühle gedreht, nicht weil irgendwer tatsächlich das dringende Bedürfnis hatte eine Geschichte neu zu interpretieren, sondern weil es profitabel erschien. Dabei heraus kommt dann sowas wie Total Recall, ein Film der wirkt als hätten alle Beteiligten nur ihre Stunden runtergerissen und wirklich mal so gar keiner Bock auf den Job gehabt, abseits der Kohle. Und genauso ein Film ist das Robocop Remake. Der Franchise war schon seit jeher hochproblematisch, der erste Teil entstand unter Blut, Schweiß und Zorn. In einem perfekten Sturm aus Regietalent, Schauspielern und inspirierten Drehbuchautoren.

Schon Teil 2 war mehr ein verwässerter Aufguß, der aber zumindest noch Schauwerte bot, jedoch unter dem platten Skript von Frank Miller lief. Teil 3 war ein ehrenwerter Versuch, dem jedoch das PG13-Siegel und ein mageres Budget den Garaus machten. Von den Zeichentrickserien ganz zu schweigen. Doch Teil 1 steht auch heute noch als Meisterwerk unerreicht, als Testament an das Talent Paul Verhoevens der mit Robocop, Total Recall und Starship Troopers eine Trilogie ablieferte die in ihrem wilden Mix aus Gewalt, Satire, Zynismus, Popcornkino und politischer Agitation unerreicht bleibt.

Den Beitrag „Reviews: Robocop, Wolf of Wall Street (Review)“ weiterlesen…

Der erste Trailer zum neuen Film von Martin Scorsese. The Wolf of Wall Street vereint den nach wie vor spannenden Filmemacher erneut mit Leonardo DiCaprio. Weiterhin offenbar im totalen Weirdo-Modus: Matthew McConaughey.

Based on Jordan Belfort’s memoirs, “The Wolf of Wall Street” chronicles the ex-stockbroker’s rise and fall in the 1980s financial scene, along with his hard-partying lifestyle and tumultuous personal life. Matthew McConaughey, Jonah Hill and Kyle Chandler co-star.

(via)

YT Direktsteady, via MeFi

Superinteressanter Behind the Scenes-Clip aus Scorseses “Hugo”, für den sich Larry McConkey vor einem Steadycam-Shot eine Helmkamera aufsetzte. Ich liebe die beweglichen Möbel ab der Mitte des Videos, die Platz für die Kamerabewegungen machen.


HugoYouTube / via

Der erste Trailer zu Martin Scorseses 3D-Adaption von “The Invention of Hugo Cabret”. Mit dabei: Asa Butterfield, Chloe Moretz, Jude Law, Sacha Baron Cohen, Emily Mortimer, Ben Kingsley, Ray Winstone, Christopher Lee und Richard Griffiths. Kamera: Robert Richardson. Musik: Howard Shore. Schnitt: Thelma Schoonmaker . Produktionsdesign: Dante Ferretti. Mal was anderes von Scorsese, ich find’s super.

Ganz, ganz, ganz großartiges Projekt von Von Trier und Scorsese. The Five Obstructions ist ein 2003er Film von Von Trier, der damals den dänischen Filmemacher Jørgen Leth dazu aufgefordert hatte, seinen 1967er Kurzfilm The Perfect Human fünfmal unter fünf verschiedenen Auflagen neu zu interpretieren. Dasselbe macht er nun mit Martin Scorsese, soviel steht bereits fest. Was noch nicht feststeht ist, welcher Film von Scorsese neu gedreht werden soll, die Gerüchteküche köchelt natürlich an fünf neuen Taxi Drivers, was ich unter diesen Vorraussetzungen rundum begrüßen würde, Remake hin oder her. Von Screen Daily:

In The Five Obstructions, von Trier challenged Leth to remake his short film The Perfect Human (1967) five times, while providing him with a different set of “obstructions” for each new version. The process forced Leth to rethink the history and characters in his original film.

Von Trier will apply this same method to Scorsese with a new set of obstructions.

Additional details will not be disclosed. However, it is believed that Taxi Driver will be the film that von Trier asks Scorsese to revisit.

Von Trier, Scorsese confirm plans to work on another Obstructions (via First Showing)


(Vimeo Direktscorbick, via KFMW)

Vor ein paar Wochen hatte ich eine sehr nett gemachte „Tarantino vs Coen Bros“-Filmmontage gebloggt, jetzt hat Leandro Copperfield nachgelegt und eine „Kubrick vs Scorsese“-Montage abgeliefert. Sehr schön!

25 days, 34 films, and 1 tribute.

Editor’s note: Many friends after seeing my video “Tarantino vs Coen Brothers” requested me to do a new video duel of directors, so I decided to do now a tribute to my two favorite directors, Stanley Kubrick and Martin Scorsese, were 25 days re-watching 34 films, selected more than 500 scenes, and a hard work editing. […]

Lists of films used …

Dir.: Stanley Kubrick

Day of the Fight (1951)
Fear and Desire (1953)
Killer’s Kiss (1955)
The Killing (1956)
Paths of Glory (1957)
Spartacus (1960)
Lolita (1962)
Dr. Strangelove (1964)
2001: A Space Odyssey (1968)
A Clockwork Orange (1971)
Barry Lyndon (1975)
The Shining (1980)
Full Metal Jacket (1987)
Eyes Wide Shut (1999)

Dir.: Martin Scorsese

Mean Streets (1973)
Alice Doesn’t Live Here Anymore (1974)
Taxi Driver (1976)
New York, New York (1977)
Raging Bull (1980)
The King of Comedy (1982)
After Hours (1985)
The Color of Money (1986)
The Last Temptation of Christ (1988)
Goodfellas (1990)
Cape Fear (1991)
The Age of Innocence (1993)
Casino (1995)
Kundun (1997)
Bringing Out the Dead (1999)
Gangs of New York (2002)
The Aviator (2004)
The Departed (2006)
Shutter Island (2010)


(Youtube Direktempire, Danke Nils!)

Hier der Trailer zur neuen Serie von Terence Winter (The Sopranos) und Martin Scorsese, der den Piloten inszeniert hat und als Produzent fungiert. Mit dabei sind noch Steve Buscemi, Michael Pitt (Funny Games) und Kelly McDonald (No County for Old Men) und das ganze spielt zur Zeit der Prohibition in Atlantic City, wo zur Hochzeit der organisierten Kriminalität, die die Prohibition mit sich brachte, eine Art nationale Gangster Konferenz stattfand. Typischer Stoff für Scorsese und Winter, ich bin sehr gespannt.

[update] Das ist genau der Grund, warum ich keine Gerüchte mehr bringe: „Von Trier’s business partner Peter Aalbaek Jensen tells ScreenDaily that “what is written” by the Danish film magazine “is not true.” He confimed that the two directors had met at the Berlinale but said rumors von Trier wanted to re-make Taxi Driver were “rubbish”.“ (/Film)

Hier das ursprüngliche Posting:

Dieses Gerücht ist zu weird, um es unter „Ferner liefen“ abzufeiern: Während der Berlinale tauchten unbestätigte Meldungen auf, Scorsese würde zusammen mit Lars von Trier (keine Info, wer von beiden die Regie übernehmen solle) dessen Meisterwerk „Taxi Driver“ neu verfilmen – mit De Niro erneut in der Rolle von Travis Bickle. Alles nur Gerüchte, aber irgendetwas sagt mir, dass da was dran sein könnte.

Reports – unconfirmed reports, but reports nonetheless – are emerging from the Berlin Film Festival, suggesting that Martin Scorsese may be about to team up with Lars von Trier to remake Taxi Driver. With – and this is where it gets really weird – Robert De Niro once again playing the lead role.

Now, bear in mind that this is just a rumour at the moment, but Danish film magazine Ekko sounds pretty sure of its facts, while von Trier’s producing partner, Peter Aalbak, would neither confirm or deny the reports, but did say that an official announcement would soon be made.

Scorsese & Von Trier Remake Taxi Driver? Starring… Robert De Niro?!?

Martin Scorsese hat dem Onlinemag The Daily Beast seine 11 Lieblingshorrorfilme verraten. The Haunting natürlich völlig zu Recht auf Platz 1…

1. The Haunting (Robert Wise, 1963)
2. Isle of the Dead (Mark Robson, 1945)
3. The Uninvited (Lewis Allen, 1944)
4. The Entity (Sidney J. Furie, 1981)
5. Dead of Night (Alberto Cavalcanti, 1945)
6. The Changeling (Peter Medak, 1980)
7. The Shining (Stanley Kubrick, 1980)
8. The Exorcist (William Friedkin, 1973)
9. Night of the Demon (Jacques Tourneur, 1957)
10. The Innocents (Jack Clayton, 1961)
11. Psycho (Alfred Hitchcock, 1960)

11 Scariest Horror Movies of All Time (via First Showing)


(Spike Direktshutter, danke Thorsten!)

Hier der neueste Trailer zu Martin Scorseses Horrorfilm „Shutter Island“ mit Leo DiCaprio. Und ich bin irgendwie immer noch skeptisch, denn obwohl das durchaus schick aussieht und in einzelnen Szenen auch Scorseses perfektes Regie-Handwerk zeigt, fühlt sich das irgendwie nicht wie aus einem Guß an, nicht wie ein „richtiger Scorsese“. Aber ich vertrau dem einfach mal und hoffe, dass der gut wird.