Ich war leider nicht im Kino, um mir Brave anzuschauen, und habe damit wohl diesen oscarnominierten Kurzfilm von Pixar verpasst. “La Luna” hat gerade ein 6 Minuten langes “Awwwwww!” ausgelöst:

A fable of a young boy who is coming of age in the most peculiar of circumstances. Tonight is the very first time his Papa and Grandpa are taking him to work. In an old wooden boat they row far out to sea, and with no land in sight, they stop and wait. A big surprise awaits the little boy as he discovers his family’s most unusual line of work.

http://youtu.be/kc5IX5i4-Kk
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via Firstshowing

Merida – USA 2012
★★★½☆

Die junge Schottenprinzessin soll heiraten um das Königreich zu sichern, hat darauf aber mal so gar keine Lust – sehr zum Unwillen ihrer Mutter.

Some Spoilers Ahead.

Merida macht Spaß. Bärenspaß, ohne zuviel verraten zu wollen. Nach Cars 2, für den Pixar ja ziemlich aufs Maul bekam (obwohl er mir mit seiner Agentenstory wesentlich besser gefiel als Cars), sind sie mit Brave, bzw Merida wieder auf sicherem Terrain.
Die Animation ist wie immer großartig und fängt den typischen Reiz schottischer Highlands gut ein, das Charakterdesign ist nach kurzer Gewöhnungsphase ebenfalls stimmig und Merida und ihre Truppe samt schottischem Akzent (den sie im Original sprechen) extrem knuffig.

Die Story hält ebenfalls Überraschungen bereit, die heftigste erinnert etwas an Disneys Brother Bear und ist aus dem Marketing und den Trailern zurecht komplett herausgehalten worden. Der Twist wiegt auf, dass die rebellische Mädchen-Story die der Film erzählt, natürlich nicht so originell ist wie andere Pixar-Filme. Die visuelle und inhaltliche Innovation von Wall-E und Oben, die Vielschichtigkeit der Incredibles wurde diesmal zugunsten einer leichtfüssigeren Story aufgegeben, die optisch opulent ist, für Pixar-Verhältnisse aber überraschend oft auf Slapstick und Klamauk setzt.

Was vielleicht auch auf den Wechsel hinter den Kulissen zurückzuführen ist, bei dem der jetzige Regisseur vor zwei Jahren das Ruder übernahm, weil der Film wohl unter Brenda Chapman nicht rund genug lief. Das führt dazu, dass Merida tonal bisweilen etwas durchwachsend ist und von comichaftem Slapstick (hauptsächlich durch Meridas Mutter und die drei Brüder) zu Alptraumhaftem Horror (die geniale Mordun-Szene die es optisch locker mit dem Elefantenfriedhof in Lion King aufnehmen kann) wechselt, was den Film etwas fragmentiert wirken lässt, als wären im Nachhinein lustige Szenen hinzugefügt worden, weil man Angst hatte der Filme könnte sonst zu ernst und düster werden.

Den Beitrag „Reviews: Merida – Legende der Highlands, Ted (Review)“ weiterlesen…

Am kommenden Donnerstag startet der neue Pixar-Film “Merida” alias Brave. Für die deutsche Fassung hat Nora Tschirner dem eigensinnigen Highland-Grrrl die Stimme geliehen. Ich hab mich in Edinburgh mit ihr über den Film, kaputte Schlösser und Haar-Acting unterhalten.