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Resident Evil: Retribution – USA/DE 2012
★★★½☆

Alice Zombies Arschtritt. Explosionen. Rinse and repeat.

Schöner Trash, der Spaß macht. Okay dafür das das Drehbuch die extrem in die Länge gezogene Version von “Milla has left the Building” ist, wird schon etwas viel rumgeschwurbelt, aber was die reinen Schauwerte angeht und die Originalität der Actionszenen ist dieser Teil dem lahmen Vorgänger um Längen überlegen. Es bewahrheitet sich die Faustregel: Alle RE-Filme mit geraden Nummern sind Schrott, die ungeraden machen Spaß.

Und mittlerweile gehts ja auch Blut und Goremässig nicht mehr so verschämt zur Sache wie in den Anfangstagen. Klar Paul W.S. Anderson lebt nach wie vor seinen Zeitlupenfetisch aus und wahrscheinlich wäre der Film nur ne Stunde lang, wenn man alle Slowmos mit normaler Geschwindigkeit abspielen würde – aber der Scope ist diesmal richtig fett und die (oft digitalen) Sets machen durchaus was her.

Natürlich muss man Spaß an dieser Art von Action-Trash haben, denn wie schon bei den Mortal Kombat-Filmen nimmt sich hier nichts ernst und Monster, Zombies und Mutanten dienen weniger der Story als einem Action-Set-Piece nach dem anderen. Narrativ ist das nur lose verbunden und es bleibt immer das Gefühl, das die Szenen auch problemlos untereinander getauscht werden könnten, ohne das es dem Verständnis schaden würde.

Was neu ist, sind die sehr viel deutlicheren Anlehnungen an den Look der Games. Ob Ada Wong oder Leon Kennedy – auch wenn die Figuren nicht innerhalb der Spielchronologie agieren, posieren und agieren sie mittlerweile doch extrem oft wie in den Zwischensequenzen der Games. Das das alles funktioniert und auch dreiste Aliens-Rip-Off-Momente noch ganz charmant sind, liegt an der fluffigkeit der Inszenierung. Denn statt wie in Sucker Punch bedeutungsschwanger und pseudodramatisch rumzuprölen, setzt Anderson auf harmlos-debilen Spaß.

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“Well, this is a pleasant surprise.”

Originaltitel: Resident Evil: Afterlife
Herstellungsland: USA/GB/D 2010
Regie: Paul W.S. Anderson
Darsteller: Milla Jovovich, Zombies, Ali Larter, Wentworth Miller, Sienna Guillory, Boris Kodjoe, Shawn Roberts, Spencer Locke
★★★☆☆ Jet Strajker
★★☆☆☆ Batzman

Story: Irrelevant. Die gleiche wie in den bisherigen drei Teilen. Milla gegen Zombies. Quatsch mit Soße.
Nachdem sie im letzten Teil eine Gruppe von Überlebenden in Richtung eines scheinbar sicheren Zufluchtsortes entließ, muß sich Alice mit Albert Wesker rumplagen, der es fast schafft sie umzubringen. Doch einmal mehr entkommt sie und muß feststellen, dass die sichere Zuflucht nocht existiert. Oder doch? Und was ist mit den Überlebenden passiert…

Rückblick: Der bessere Uwe Boll, eigentliche Game-Verfilmungs-Auteur und veritable Genreprolet/Ideenklauer Paul W.S. Anderson durfte 2002 für Bernd Eichinger das heißeste Ding unter den heißen Videospielen ins Kino bringen – “Resident Evil”. Gefilmt wie eine lausige TV-Show in High-Tech-Katakomben, blieb von dem handzahmen Zombiegestreichel einzig manch kurioser Einschlag in Erinnerung, etwa die köstlichen Schwachsinnsauftritte von Powerweib Michelle Rodriguez (“Ich bin nicht lesbisch!”) oder Heike Makatsch als untote Wissenschaftlerin (so was ähnliches zumindest). Kaum auszudenken, was das für ein Film geworden wäre, hätte George Romero – wie eigentlich geplant – seine Version des Stoffes inszenieren dürfen.

Nach “Resident Evil” ohne Beinamen kam dann “Resident Evil” mit Hinweis auf die “Apocalypse” und einer Milla Jovovich in noch engeren Höschen und diesmal digital getunten Möpsen, die diese Blaufilterkatastrophe von Film mit ihren wahllosen Actionszenen im nervtötenden Schnittmarathon auch nicht erträglicher machten. “Extinction”, mittlerweile von Regisseur No. 3, erschien da schon als flamboyante Abwechslung mit lauter dusseligen Filmzitaten und einer penibel bekloppten Fortführung der Geschichte, hatte aber bis auf (endlich mal) ein wenig Blutgekröse auch nichts zu bieten. Milla sieht zwar gut aus, wenn sie zulangt, kann aber keinen vernünftigen Satz geradeaus sagen. Und die Zombies sind in allen drei Filmen die reinsten Luschen. Fazit: Unerklärlich erfolgreicher Kackfranchise.

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Morgen startet der neue Resident Evil-Film mit Namen Afterlife in den Kinos. Dann könnt ihr erstmals sehen wie Alice in 3D Zombies kickt und gegen Albert Wesker und seine böse Umbrella-Corporation ins Feld zieht.

Wer uns bis nächsten Mittwoch den 22.09. eine mail an gewinnen[ät]fuenf-filmfreunde.de schickt und die Antwort auf folgende Frage weiß, kann ein von Milla Jovovich signiertes Poster plus 3 Freikarten gewinnen.

Frage: In welchem Teil der Resident Evil Reihe hatte der axtschwingende Executioner Majini (bzw der Axeman wie er im neuen Film heißt) seinen ersten Auftritt.

Rechtsweg gildet nicht wie immer. Und hier ist nochmal der aktuelle Trailer zu Resident Evil: Afterlife


(Youtube Direktevil, via Horror-Movies)

Hier ein weiterer Trailer zu „Resident Evil: Afterlife“. Erinnert mich immer noch irgendwie an „Ultraviolet“, aber ich werde mir auch diesen Teil selbstverständlich ansehen.


(Youtube Direktevil, via Topless Robot)

Hier der zweite Trailer zu „Resident Evil: Afterlife“. Der erste Trailer, den Nilzenburger hier ausführlich kommentiert hatte, erinnerte mich ja auf ‘ne unangenehme Art an solche Gurken wie „Ultraviolet“, das hat sich mit diesem Trailer etwas gebessert… an die okay-guten bis toll-guten ersten drei Teile dürfte der hier aber wohl nicht heranreichen.

Willkommen zu einer neuen Ausgabe von Trailerlesen. Heute nehmen wir uns den brandaktuellen Resident Evil-Trailer einmal vor. Vielleicht einfach erstmal gucken und wirken lassen:


[YouTubeDirektMatrixMila]

Es beginnt mit einer scheinbaren Idylle. Ein Flugzeug, das an eines aus dem zweiten Weltkrieg erinnert fliegt über eine ruhige, malerische, antarktisch anmutende Landschaft. Harmonie pur. Eine kurze Schwarzblende und schon sieht man eine runtergekommene Stadt. Brennende Wolkenkratzer. Der totale Kontrast. Das Flugzeug fliegt über unsere Köpfe hinweg, mitten in die Stadt hinein. Dann kommt es wie aus dem Nichts durch das Hollywoodsign geflogen, das schon kräftig lädiert ist, zum Teil sind einige der Buchstaben nur noch Stahlskelette.

Schwarzblende. Es bleibt schwarz. Eine Frauenstimme nuschelt etwas undeutliches, dann spricht sie (oder eine andere): “The virus escaped. And everybody died.” Wir sehen einen Hubschrauber am Strand. Dann sehen wir einen Flugzeugfriedhof. Mehrere Flugzeuge stehen nebeneinander. Im Vordergrund das uns Bekannte Flugzeug. Die Pilotin springt von der Tragfläche. Dann ist sie plötzlich Kampfbereit in Kampfmontur. Strenger Zopf. Eine schnelle Kamerafahrt auf ihr Gesicht zu. Irgendetwas passiert mit ihren Pupillen, aber man kann nicht genau sagen was. Sie drehen sich irgendwie. Dann kommt eine Texteinblendung:

“Filmed with the James Cameron/ Vincent Pace Fusion Camera System”

Reine Poesie. Genau die Informationen, die ich in einem Filmtrailer brauche um die Qualität des Filmes richtig einordnen zu können. Ein kurzer Satz und doch so eine tiefe Aussage. Alle Ausschnitte die ab da im Trailer zu sehen sind, finden nur noch frontal vor der Kamera statt. Es gibt keine Seitenfahrt, keinen Schwenk, keine Profilaufnahmen. Es gibt nur noch frontales filmen. Da wird in die Kamera explodiert, eine Sonnenbrille in die Kamera geworfen, mit Shotguns in die Kamera gezielt, in die Kamera gesprungen. Halt, moment! Dann gibt es doch noch ein paar Kampfszenen, die tatsächlich seitlich aufgenommen wurden. Mit dem einzigen Vieh, das einigermassen originell aussieht (Der Grosse mit dem Hammer, könnte auch, fällt mir gerade auf, der Titel eines Bud Spencer Films sein…;)). Dann wird wieder in die Kamera geschossen, der Monstermund in die Kamera aufgerissen und wieder explodiert. Am Schluss dann die grosse Überraschung: Die Matrix-Mila hat sich nicht nur anscheinend verdoppelt (geklont?), sondern rennt auch noch VON DER KAMERA WEG!!!!! Und springt durch eine Scheibe in einen Abgrund. Wow. Das nenne ich mal innovatives 3D-Kino.

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