szmtag

-”You have shamed me!”
Kaschrimmm!

Originaltitel: Drag Me to Hell
Herstellungsland: USA 2009
Regie: Sam Raimi
Buch: Sam Raimi / Ivan Raimi
Darsteller: Justin Long, Alison Lohman, lorna Raver, David Paymer, Fernanda Romero, Chelcie Ross

★★★☆☆

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Christina Brown (Alsison Lohman) steht kurz vor der Beförderung in ihrem Bankjob. Um sich gegen einen Kollegen durchzusetzen, zeigt sie unnötige Härte als eine alte Frau namens Ganush um einen weiteren Aufschub bittet um die Raten für ihr Haus zahlen zu dürfen.

Keine gute Idee, denn Mrs. Ganush ist mit finsteren Mächten im Bunde und verflucht Christina, die bald herausfindet, dass ihr nur drei Tage bleiben, bis ein Dämon sie in die Hölle zerren wird. Und auch die Wartezeit darauf gestalteten die Mächte der Finsternis äußerst unerfreulich. Wie weit wird Christina gehen, um den Fluch abzuwenden?

Es war dringend an der Zeit für Sam Raimi, sich nach den ganzen Blockbuster-Eskapaden und den vergeigten Fortsetzungen von Spider-Man, doch mal wieder selbst am Thema Horror zu versuchen. Neun Jahre nach dem halbgaren Schlummergrusler *The Gift* liefert er jetzt wieder einen reinrassigen Kreisch-Streifen ab: Drag me to Hell bietet alles, was seine alten Fans erwarten: Dämonische Erscheinungen, derbe Schockeffekte und unheimliche alte Frauen, denen auch Dr.Best und der Dentagard-Biber nicht mehr helfen können.

Im Einerlei aus Remakes und Sequels, Folterpornos, Slasher-Aufgüssen und Zombie-Cheapies bietet “Drag me to Hell” in der Tat einen kleinen Lichtblick. Das er dafür nicht überdurchschnittlich gut sein muss, sagt viel über den Zustand des Genres aus. Denn für Fans bietet sich bei genauerer Betrachtung hier ein gemischter Spaß. Einerseits ist es zweifellos der beste und spannendste Raimi-Film seit vielen, vielen Jahren und die Anzahl der Anspielungen und Selbstzitate auf die *Tanz der Teufel*-Reihe sind unübersehbar. Und auch ansonsten hat der Film durchaus was zu bieten: Die von Paranoia geprägte Szene in der ein Besuch bei den Eltern ihres Freundes zum Alptraum wird, gehört zu den Highlights des Films. Natürlich ist “Drag me…” Meilen besser als die Gurken die Raimi nur produziert hat: Jene “Grudges”, “Boogeymen” und ähnliche Schlaftabletten.

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Mit großer Macht kommt großer Blödsinn

Originaltitel: Spider-Man 2
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2004
Regie: Sam Raimi

Darsteller: Tobey Maguire, Kirsten Dunst, Alfred Molina, James Franco, Elizabeth Banks

★★½☆☆

Du liebe Güte! Spider-Man ist zurück. Ja dieser realistische Superheld. Der so menschlich wirkt weil er mit all den Alltagsproblem zu kämpfen hat genau wie wir Durchschnittloser. Und was für ein Loser er ist. Der komplette erste und der halbe zweite Akt des Films beschäftigt sich nur damit Peter Parker als unselbständiges weinerlich-vertrotteltes Arschloch zu zeigen, der es wirklich so richtig dolle schwer hat. Er wird ausm Pizzabotenjob geworfen, vom Uniprofessor angemault, verliert sein Freundin in spe und seine Spinnekräfte stottern plötzlich. Und weil er so "süss" linkisch ist fällt er dauernd aufs Maul oder eckt irgendwo an, weil er ja anscheind die motorische Koordinationsgabe eines epileptischen Tanzbären besitzt.

Nach zehn Minuten des Films hat man den Wink der Filmemacher verstanden: Jau, uns' Peter is ne arme Sau. Schade das der Film nicht müde wird, uns diese Tatsache zu erzählen. Immer wieder. 40 Minuten. 50 Minuten. Wir erleben einen Helden bei dem man schon froh ist, wenn er beim Nutella-Brot streichen keine bleibenden Verletzungen erleidet.

Nebenher wird neuerlich die Mär vom genialen Wissenschaftler runtergeleiert, der durch ein hirnrissiges Experiment plötzlich zum wahnsinnigen Superschurken mutiert. Was genau an der feinsinnigen Storyführung eines Stan Lee immer so gelobt wird, erschloß sich mir schon beim Lesen seiner alten Comics nicht – doch auch die Filmvariante der Doc Ock-Kreation ist an Dämlichkeit schwer zu überbieten. Doctor Octalus wird das Opfer einer Reihe in den Rücken eingelassener Lastkräne die bei der Präsentation seines Lebenswerkes, einer superdupihuiboahwat-Energiequelle, die er noch nie vorher getestet hat, dummerweise mit ihm verschmelzen und fortan seine Sinne vernebeln und lustige Scharaden aufführen. Nebenbei zischeln sie wie die Schlange Kah und verstehen es FSK12-kompatibel Menschen zu töten.

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