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Jack Reacher – USA 2012
★★★½☆

Ein Amok-Sniper erschiesst fünf Menschen in einer Stadt in Indiana. Der Täter ist schnell gefunden, doch er beteuert seine Unschuld ehe er im Krankenhaus ins Koma geprügelt wird. Sein letzter Wunsch war: Holt Jack Reacher.

Wenn man darüber hinwegkommt, dass der Hüne Reacher vom 1,70m großen Tom Cruise gespielt wird und der im wesentlichen so spielt wie er immer spielt, ist der Film durchaus unterhaltsam. Dabei ist der Streifen vom “Usual Suspects” und “Valkyrie”-Drehbuchautor Christopher McQuarrie überraschend Low-Key, versucht weder Action-Spektakel noch Mega-Blockbuster zu sein, sondern konzentriert sich auf die Thriller/Krimi-Story, die im Großen und Ganzen dem Roman “One Shot” von Lee Child folgt, auch wenn sie die Rolle einer Reporterin mit der der Verteidigerin verschmilzt und das ganze um ein paar Prügel und Actionmomente aufjazzt.

Wobei das Hauptaugenmerk durchaus auf der Spannung und der Aufklärung des Falls liegt und weniger auf der Action, die hier eher weniger vom Stuhl reißt. Eine ausgedehnte Verfolgungsjagd trägt wenig zur Story bei und wirkt etwas gedehnt und der Showdown erinnert ein bißchen an das Finale alter A-Team und McGyver-Episoden.

Dafür sind die handfesten Prügelszenen knapp, brachial und gut choreographiert und lassen Reacher durchaus als den harten Hund rüberkommen, den Child in seinen Romanen beschreibt. Schön auch die zwar etwas unausgereifte, aber davon von Werner Herzog grandios kryptisch gespielte Rolle des Oberschurken The Zec, der zu keinem Zeitpunkt im selben filmischen Universum wie Reacher zu leben scheint, aber durchaus gut unterhält. Und Robert Duvall als zauseliger Waffenexperte ist ebenfalls nicht von schlechten Eltern, auch wenn er jetzt nicht die größte Hilfe für Reacher darstellt.

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