Hier der erste Trailer zum Nachfolger des Outback-Slashers Wolf Creek. Den ersten Teil mochte ich sehr, sehr gerne, nur oberflächlich betrachtet ein Standard-Slasher, der unter genauerer Betrachtung einen streng formal aufgebauten Horrorfilm bot, der seine Erzählstränge elegant ineinander fließen ließ und diese recht filigrane Formalität mit dem spröden Outback, Mad Max-Optik und derben Rednecks kontrastierte. Toller Film!

Jetzt also der zweite Teil, der auf den ersten Blick wie ein typisches Sequel erstmal alles höher, breiter und blutiger machen will. Immerhin scheint der Film nicht dieselbe Geschichte neu erzählen zu wollen, sondern noch mehr auf madmaxesquen Action-Horror zu setzen. Ich bin sehr gespannt, hier der Plot:

Lured by the promise of an Australian holiday, backpackers Rutger, Katarina, and Paul visit the notorious Wolf Creek Crater. Their dream Outback adventure soon becomes a horrific reality when they encounter the site’s most infamous local, the last man any traveler to the region ever wants to meet; Mick Taylor (John Jarratt).

As the backpackers flee, Mick pursues them on an epic white knuckled rampage across hostile wasteland. Only one will remain to be dragged back to his lair to witness the true magnitude of his monstrosity. And if the last man standing is to have any hope of surviving where no one else has survived before, he’ll have to use every ounce of cunning to outwit the man behind the monster and become every bit as ruthless as the monster inside the man.

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ist ein verkommener Hund von einem Film.Er läuft Dir hinterher um zu sehen, ob Du etwas fressbares fallen läßt und wenn Du es tust, beißt er Dir in die Wade.

Wolf Creek erzählt keine neue Geschichte, natürlich nicht. 3 Kinder gehen in den Wald (hier das australische Outback) und nur eines kommt zurück. Selbstverständlich basiert das Ganze auf einer wahren Geschichte, das kennt man sowohl von Blair Witch Project als auch von Texas Chainsaw Massacre. Soweit, so gewöhnlich.

Was den Film aber als wohl einen der besten im frischen Jahr dastehen lassen wird ist die Virtuosität der Bilder, die Gelungene Vermischung von Motiven aus Texas Chainsaw Massacre, Mad Max und Beim Sterben ist jeder der erste. Dieser Film fühlt sich anders an, als andere Horrorthriller. Tarantino’sche Handlungswendungen kann man sogar ausmachen, die Bilder besitzen hartgezeichnete Realismus und das Drehbuch hat Struktur, die Handlungsstränge sind streng sortiert, fließen jedoch anders als bei Tarantino ineinander und wechseln schleichend die Erzählperspektive. Einen solchen Anspruch an cineastische Formalismen hat man im modernen harten Horror-Film so bisher noch nicht gesehen.

Die Brillanz des Films zeigt sich vielleicht am ehesten in einer Szene, in der einer Protagonistin die vermeintliche Flucht gelingt. Sie hält einen Autofahrer an, der zunächst eine Kanne aus dem Kofferraum nimmt und auf das Dach stellt. Zeitgleich hört man eine zunächst undefinierbare Tonfolge. Einen Knall, ein Zischen, ein „Deng“. Verwirrt schauen Autofahrer und Zuschauer auf die Durchlöcherte Kanne währen ein weiterer Knall, ein weiteres Zischen und diesmal ein kräftiges „Splatt!“ erfolgt und die Protagonistin und der Zuschauer entsetzt auf die blutverschierte Scheibe starren. Ohnmächtig muss sie sich eingestehen, trotz der scheinbaren Freiheit der offenen Weite des australischen Outbacks ihrem Peiniger hoffnungslos ausgeliefert zu sein.

Wenn der Begriff Gewaltpoesie noch nicht erfunden wurde, für diesen Film wird man es tun müssen.

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