Dies ist die Geschichte der Cineastischen Fünf.

Fünf mehr oder minder jungen Männern, die in ihrer Jugend einer Überdosis Projektor- und TV-Strahlung ausgesetzt wurden. Dadurch hat sich die Molekularstruktur ihrer Gehirne für immer verändert. Bis zum heutigen Tag können Sie die Titelmelodien aller ZDF-Weihnachtsmehrteiler auswendig summen (außer Anna und Nesthäkchen), kennen die Texte der Musik der Fraggles, der Bugs-Bunny-Show, "Western von Gestern" und vieler anderer Serien.

Die meisten von ihnen lernten erst im Alter von 15, daß Freddy Krueger gar keine reale Person ist und Mutter Beimer eine geheime Identität hat in der sie sich Marie-Luise nennt. Die Bilder unzähliger guter wie schlechte Filme haben sich für immer durch die Netzhaut direkt in ihre DNA gebrannt. Von Citizen Kane, Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle, Fahrstuhl zum Schaffot, Soylent Green, Tony Maroni, Stadt der Frauen über Dawn of the Dead, Graf Bobby, Die Goonies bis zu Ichi the Killer, Akira, Miss Daisy und ihr Chauffeur, oder Schtonk und das Experiment – ihre Wahrnehmung ist auf immer verschmolzen mit der flackernden Welt fantastischer Geschichten.

Wenn sie jetzt mit Filmen konfrontiert werden, unbedacht einen Trailer sehen, werden aus den, im normalen Leben eher unscheinbaren René, Nilz, Dominic, Oliver und Malcolm, die mit cineastischer Superpower und fünffachen Hitzeblick ausgestatteten FÜNF FILMFREUNDE. (Fehlt eigentlich nur noch, dass sie sich für Kinoabende Gummikostüme anziehen und ins Kino nicht gehen, sondern schwingen).


Reningten Steele

mit bürgerlichem Namen René Walter betreibt er sein Weblog Nerdcore nun seit anderthalb Jahren, ist nebenbei noch Webdesigner , Grafiker, Co-Autor beim Grimmepreisträger Spreeblick und sah seinen allerersten Gruselstreifen mit phantastischen 6 Jahren (es war die Jekyll & Hyde-Adaption „Schlag 12 in London“ der Hammer-Studios). Seitdem sind Monster und Geister seine ewigen Begleiter. Er schätzt Horrorfilme jeglicher Machart, er kennt die miesen, kleinen Erzeugnisse der italienischen Horrorkinos und die funkelnden, viktorianischen Klassiker der Dreißiger Jahre, mag aber auch Hollywood Kino und Autorenfilme. Monty Python rezitiert er im Schlaf, dieser Papagei is' keiner mehr. Der is' abgeritten zu seinen Ahnen. Zu seinen Lieblingsfilmen zählt er Bis das Blut gefriert, Frankensteins Braut, Freitag der 13., Tarantula, Mann beißt Hund, Wolfen, Braindead, Dawn of the Dead und Alien aber auch Monty Python live at the Hollywood Bowl, Rambo: First Blood, Akira oder Kill Bill. Diese Liste ließe sich beliebig fortsetzen, denn wirklich entscheiden kann und will er sich nicht. Ach ja, Musicals hasst er. Bitte auf keinen Fall DAMIT füttern!


Nilz N. Burger

mit bürgerlichem Namen Nilz Bokelberg, unermüdlicher Wegbereiter für den Weltfrieden. Hat die Fähigkeit Filme zu sehen, zu vergessen und erst in der U-Bahn auf dem Weg nach Hause zu begreifen. Hört auf die messerscharfen Analysen seines Bauch und seines Herzens, die durch Powerwatching schon eigene Intelligenz entwickelt haben. Sie heissen Belly Furtado und Heartmut. Er ist bekennender Synchronschätzer und Nachosmitkäseaberohnepepperoni-Fan. Kann er mehrere Wochen am Stück von überleben. Ausgesprochene Lieblingsfilme sind Boogie Nights, Verrückt nach Mary, Repomen, Ferris macht Blau, Moulin Rouge, Armageddon, Schiessen sie auf den Pianisten, Good Fellas, About a Boy, Stirb langsam, um nur wenige der schier endlosen Liste der Lieblingsfilme zu nennen. Er liebt Komödien über alles, er hasst Lakonie als Stilmittel. Desweiteren gibt er zu, bei Science Fiction oft nichts zu verstehen und er hält Matrix für Body-Builder-Esoterik.

Jet Strajker

Ich bin dann mal da. Eigentlich heiße ich Rajko Burchardt. Ich habe mich erst vom Offline-Hobbykritiker zum Online-Hobbykritiker mit meinem From Beyond-Filmblog hochgeschlafen, ehe ich mich für verschiedene Genre-Magazine als Splatter-Kiddie prostituierte, bis man meine Filmumschreibungen sowohl in der Hand halten als auch vorm Bildschirm beglotzen konnte. Ich fülle die Leerstelle die bei den Fünf Filmfreunden durch Dog Hollywoods Ausstieg entstanden ist.

Leerstellen sind sonst aber nicht so meins, weswegen ich manipulatives Erzählkino gern französischen Essayfilmen vorziehe, offen zu meiner Spielberg-Affinität stehe und die Farbe lila trotzdem nicht mag. Ich fühle mich wohl im klassischen Studiofilm der 40er-Jahre und hab „Pee-Wee’s Big Adventure” 8/10 Fahrrädern gegeben, schreibe dafür aber etwas „abgehoben” und „stock-im-arschig” (O-Ton Nilz), weil ich mal „bei der epd-film landen möchte“.

Ich mag alles von Tim Burton, Ang Lee und David Cronenberg, und nichts von John Milius. Ich setze mich für den Erhalt der Ideologiekritik ein. Und kämpfe mit allen Mitteln dafür, dass Episode I es mal ins MoMA schafft.

Ich sage: Wer die Ewoks nicht mag, der muss ein böser Mensch sein, und wer Jar Jar nicht mag, zumindest ein halb böser. Ich finde außerdem, dass Tony Scott es nicht verdient hat Filme zu machen, wenn Ron Howard das auch immer noch darf. Und ich frage mich, wann John Waters endlich den Oscar für sein Lebenswerk bekommt.

Mit Musicals bin leicht zu ködern, das mag meine Schwäche sein – denn ich höre nicht nur täglich den Soundtrack von „High School Musical”, sondern hab mir davon auch die Live-DVD gekauft. Die steht im Regal aber immerhin nicht neben „Phantom Kommando” und auch ganz weit weg von „Singin’ in the Rain”. Dafür aber in greifbarer Nähe zu „Road House”.

Zurzeit schreibe ich vor allem Polemiken für „Das Manifest“, „Gamona.de“ und „Wicked-Vision“, alles andere verschweige ich lieber. Ansonsten musste ich in einschlägigen Internetforen die Erfahrung machen, dass man das „Dawn of the Dead”-Remake nicht scheiße finden darf. Aber weil ich mich dort herumtreibe, habe ich es wohl auch nicht anders verdient. Ich studiere Sozialwissenschaften. Auch das spricht für sich.

Batzman

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Oliver “Batz” Lysiak geboren in den 70ern, studierte Mediensoziologie und arbeitete als Redakteur für NDR, RTL, Pro7, wo er lernte, dass “die Zuschauer Ironie nicht verstehen”. Heute betreibt er, zusammen mit vier anderen Cinemaniacs, Deutschlands erfolgreichstes Filmblog “Die Fünf Filmfreunde” und arbeitet als “Creative Director” und Filmjournalist bei der Filmcommunity moviepilot.de. Er mag Wombats, Katzen und Leute die im Kino die Klappe halten und träumt davon, irgendwann von Stephen Fry adoptiert zu werden.


Mal Sehen

Mit seiner nicht ganz so geheimen Geheimidentität Malcolm Bunge, schöpfte Mal Sehen auf esib aus dem filmischen Vollen. Um seiner Begeisterung über Verfilmungen seiner Jugendhelden machte Mal keinen Hehl, versaute man es doch, verwandelte sich Mal Sehen in ein grünes Monster, das den Film bei lebendigem Leib fraß, ausspuckte und wieder fraß. Von Transformers über Spiderman, von X-Men über He-Man – bannt man erneut auf Zelluloid, kann man sicher gehen, dass Mal sich freut. Haut man aber in die Kacke, dreht er durch und kriegt 'ne Macke. Und was sich reimt ist gut.

Mal Sehens Lieblingsfilme sind breit gestreut. Kaum ein Hollywoodblockbuster, den Mal Sehen noch nicht gesehen hat (natürlich nur im Kino, wegen Hart & Gerecht und so…). Auf der anderen Seite versucht sich Mal auch ab und zu gern an kleinere Filme. Da gibt es SLC Punk (24x), Donnie Darko (18x), Ong Bak (7x), Danny The Dog (7x), Braveheart (6x), Menschenfeind (4x).


Gemeinsam haben sie sich verschworen zu kämpfen. Für Weltfrieden, das Wahre, Gute und Schöne. Für das Trashige, Dramatische, Erschreckende, Komische, Herzerwärmende und Liebenswerte.

Kurz: für den Film.

Denn es gibt keine Realität.

Es gibt nur schlechte Drehbücher mit zuvielen Nebenfiguren.


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