Review

Pans Labyrinth

28. 2. 2007, Batzman (Oliver Lysiak), 23 Kommentare

„But captain, to obey – just like that – for obedience’s sake… without questioning… That’s something only people like you do. „

panylaby.jpgOriginaltitel: El Laberinto del Fauno
Herstellungsland: Mexiko / Spanien / USA 2006
Regie: Guillermo del Toro
Darsteller: Ivana Baquero, Doug Jones. Sergi López. Ariadna Gil, Maribel Verdú, Álex Angulo

Spanien 1944. Die elfjährige Ofelia zieht mit ihrer Mutter und ihrem Adoptivvater, einem Capitan des Franco-Regimes in eine kleine Militärsiedlung, die als Stützpunkt im Kampf gegen die letzten Rebellen dient. Ofelias Mutter ist Schwanger und sehr schwach, die lange Reise tat ihr nicht gut, doch Capitan Vidal bestand darauf, daß sein Sohn dort in einem Musterhort des Franco-Spaniens geboren wird.

Unbarmherzig lässt er alle umbringen, die auch nur im Verdacht stehen mit den Rebellen zu sympathisieren und auch zur eigenen Familie ist er kaum nachsichtiger. Da die Mutter zu geschwächt ist um sie zu betreuen, freundet sich Ofelia mit dem Dienstmädchen Mercedes an, die heimlich die Rebellion unterstützt.

Während um sie herum Tumult herrscht, die Rebellen vom Capitano bekämpft werden und ihre Mutter mit dem Tode kämpft, flüchtet sich die fantasievielle Ofelia in eine Traumwelt, in das Labyrinth des Pan, der ihr eröffnet sie sei eine Prinzessin, gestrandet in der Menschenwelt, die nur in ihr Reich zu ihrem wahren Vater zurückdarf, wenn sie drei Prüfungen besteht.
Während Mercedes den Kampf gegen den Capitano unterstützt, nimmt Ofelia ihre eigene Herausforderung an…

Von der ersten Sekunde an gelingt es Guillermo del Toro eine Welt im homogenen Look zu erschaffen, in der die Grenzen zwischen grausamer Militärdiktatur und phantastischem Märchenwald fließend sind. Die Bilder, die Kreaturen, sowohl CGI wie auch klassische Animatronics und Masken versprühen eine visuelle Originalität die ihres Gleichen sucht und leicht alles in den Schatten stellt, was in den letzten Jahren aus Hollywoods Creature-Shops herauskroch.

Märchenhafte Day-for-Night-Shots, die aussehend wie die grimmige Antwort auf Ridley Scotts „Legende„, kontrastieren mit den harten Realitäten des grausame Miltärregimes in dem Morde und Folter an der Tagesordnung sind. Del Torro schaut nicht weg, deutet nicht an, wenn es ans Töten geht. Da werden brutal Gesichter eingedroschen, das man an Irreversibel denken muss, da hagelt es Kopfschüsse, Tritte, Stiche, Wangen werden zerfetzt und Gesichter zerstört.

Einen Kinderfilm wie man nach den frühen ersten Filmbildern und Teasern denken könnte, hatte er nicht im Sinn, die Realistischen Passagen stehen als knallharte Erinnerung an das faschistische Regime, das mit Hitlers Untestützung an die Macht kam und erst Anfang der 80er, sechs Jahre nach Francos Tod endgültig beendet wurde.

Dennoch evozieren Ofelias phantastische Imaginationen ohne Zweifel Anklänge an „Labyrinth„, „Alice im Wunderland“ oder „The Wizard of Oz“ – Geschichten mit starken Mädchenfiguren die sich in Fantasiewelten träumen um dem Alltag zu entkommen oder dort Herausforderungen bestehen müssen. Ihr Name erinnert zudem an Hamlets unglückliche Geliebte, die sich am Ende dem Tode hingibt, nachdem der scheinbar wahnsinnig gewordenen Prinz sie verschmäht. Auch hier mag man Parallelen erkennen. Doch del Torros Phantasie ist mehr als eine Nachahmung, sie ist in ihrer optischen Komplexität in jeder Faser eigenständig und faszinierend. Eine Meisterleistung sind vor allem der Pan selbst (del Torros Antwort auf David Bowie) und die Figur des Menschenfressers, einer bizarren Kreatur die mit den Händen sieht und am liebsten kleine Kinder verschlingt. Die Tricktechniker und Designer, haben hier Wegweisendes geleistet, ob nun bei den Masken als auch den sehr gelungenen und fast nie als solche erkennbaren CGI-Effekten.

Der Hauptfokus des Film, liegt jedoch und das sollte man vielleicht auch erwähnen, nicht auf der Fantasy-Welt und Ofelia. Die meisten Inhaltszusammenfassungen sprechen von einem düsteren Märchen, vor dem Hintergrund der Franco-Diktatur – akurater wäre es zu sagen, wir erleben einen Ausschnitt aus der Franco-Zeit, aus einem kleinen Gebiet in dem ein Comandante und die Rebellen einander bekämpfen, während nebenher ein kleines Mädchen ab und an in eine Fantasywelt flüchtet.

Und hier, beginnt, so leid es mir tut meine Kritik am Film, in den ich sehr große Hoffnungen gesetzt habe, die er leider nur teilweise erfüllen konnte. Ehe jetzt alle ihre Steine auspacken und Zielübungen machen, ja ich finde „Pans Labyrinth“ unbedingt sehenswert und er gehört zu den visuell kraftvollsten Filmen der letzten Jahre. Ja, del Torro beweist wieder einmal sein Gespür für dreckige, in der Realität verwurzelte Phantasmen, die nicht davor zurückschrecken wirklich gemein zu werden.

Dennoch hat der Film Schwächen über die ich schwer hinwegsehen kann. Da ist zunächst einmal die junge Ivana Baquero, die mit der Rolle der Ofelia deutlich überfordert ist. Ihr eher linkisches, undifferenziertes Spiel lässt aus Ofelia eine eindimensionale, wenig charismatische Figur werden, für die man eigentlich nur deswegen die Daumen drückt, weil sei eben ein kleines Kind ist, nicht aber weil sie besonders charmant, witzig, interessant oder intelligent wäre.

Im Gegenteil, die Fantasy-Einschübe, die kaum verzahnt sind mit der übrigen Story und zu denen der Film bisweilen widerwillig zurückkehrt (als habe del Torro im Laufe des Drehs festgestellt, daß ihn der Kampf der Rebellen doch mehr interessiert), fordern wenig von dem Mädchen und geben ihr kaum Möglichkeiten sich als gewitzt oder mutig zu profilieren. SPOILER Wie man es von Klischee-Mädchen in Filmen gewohnt ist, reagiert sie oft sogar eher irrational und dumm. Ob sie eher unmotiviert im Reich des Menschenfressers von den süßen Trauben nascht und diesen damit erweckt, ohne das es eine zwingende Notwendigkeit dazu gäbe (Die Trauben werden kaum als unwiderstehlich eingeführt und auch in der mageren Mimik Ofelias lässt sich kein echter innerer Kampf ablesen), sie braucht ewig bis sie mal in die Puschen kommt, wenn es darum geht ihren Bruder zu retten und wird selbst dann noch von einem Mann eingeholt, der mehrere lebensbedrohliche Stichwunden sowie hochdosiertes Schlafmittel intus hat. SPOILER ENDE

Verglichen mit Sarah, aus Jim Hensons Klassiker Labyrinth (aus dem del Torro sich anscheinend die Inspiration zum Irrgarten und das Motiv des zu beschützenden kleinen Bruders auslieh), macht Ofelia kaum eine Entwicklung durch, sie wächst nicht im Laufe des Films, wenn man es böse formulieren will ist ihre Story im Vergleich zum Kampf den die wesentlich faszinierendere Mercedes durchlebt, eher überflüssig.

Pans Labyrinth könnte ohne Ofelia auskommen, ohne phantastische Elemente und es wäre immer noch ein bildgewaltiger, harter Film mit zwei starken Antagonisten: Mercedes, gespielt von Maribel Verdu und Sergi Lopez als Capitano Vidal. Natürlich wäre er dann weniger innovativ und würde wesentlich weniger Leute interessieren, aber vielleicht wäre er auch besser, weil man sich vollständig auf die Geschichte des politischen Kampfes, auf den faszinierend grausamen Comandante konzentrieren könnte, dessen eiskalte Sadismen die letzten 10 Bond-Bösewichte locker an die Wand spielen.

Natürlich ist Ofelias Welt wunderschön anzusehen und genau da liegt das Problem. In der Erwartung, daß sie eine wichtigere Rolle spielt, ist man oft enttäuscht nur so wenig von diesem anderen Universum zu Gesicht zu bekommen, scheint doch das was man sieht wirklich organisch, lebendig und spannend zu sein.

Stellenweise hatte ich wirklich das Gefühl zwei Filme zu sehen, die nebeneinander herliefen und sich kaum berühren. Es mag Anklänge des realen Grauens in der Fantasywelt geben, richtig ausgearbeitet sind diese Szenen nicht, als Spiegel eines gemeinsamen Kampfes in zwei Welten taugt Ofelias Erlebnis kaum, denn dazu bleiben ihre Handlungen zu wirkungslos. Würde man alles Fantastische aus dem Film herausschneiden, würde er wohl dennoch funktionieren.

Ob „Labyrinth“ oder „Mirrormask„, ob „Unendliche Geschichte“ oder „Zauberer von Oz“, die jugendlichen Helden und Vorbilder Ofelias sind leider allesamt spannender, ihre Abenteuer nachvollziehbarer, da sie immer auch etwas über persönliche Reifung, Weiterentwicklung und der Verarbeitung von Problemen aussagen. Ofelia ist nur ein überfantasievolles Mädchen, mit schlechtem Timing und beschränkten Talenten, die zudem von einer eher minderbegabten Jungschauspielerin verkörpert wird. Das geht zu Lasten der Empathie und ließ mich am Ende mehr um den Ausgang der Realstory mitfiebern, mit Mercedes, dem Doktor und den Rebellen.

Die Klammer die den Film einrahmt, die gesprochene Narration suggeriert eine Märchenhaftigkeit und Bedeutsamkeit, die del Torro bei aller visuellen Wucht seiner Fantasywelt selbst nicht zugesteht. Was bleibt ist ein optische faszinierendes, unbedingt sehenswertes und dennoch ein wenig unbefriedigendes Spektakel, das mich mit dem Gefühl zurückließ statt zwei wirklich brillianten Filmen, nur einen mittelprächtigen zu sehen, der bei aller Imagination und Grandezza erzählerisch weit hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt. Zwei Skizzierte Ideen in einem Film, die ausgearbeitet viel größer werden könnten.

Marketingtechnisch ist das nach „Bridge to Tarabitha“ ein weiterer Film, der mehr Fantasy verspricht als er letztlich hält.

Schaut euch den Film an, aber schraubt eure Erwartungen lieber etwas runter. Sehenswert ist er in jedem Fall. Nur leider kein Meisterwerk.

  • bole 28. 2. 2007 an 8:08

    Danke, ich dachte schon ich bin der einzige der eher etwas enthäuscht von dem Film war.
    Ich hab einfach mehr Fantasyanteil erwartet.
    Ein guter Film war er natürlich aber ich kann deinen letzten worten nur zustimmen, leider nicht das Meisterwerk als das er oft beschrieben wird.

  • Affenheimtheaterbesitzer 28. 2. 2007 an 10:19

    Klasse Review, kann dir nur zustimmen. Hatte durch Trailer und Vorankündigungen deutlich mehr Fantasy statt Bürgerkriegsdrama erwartet.

  • justus_jonas 28. 2. 2007 an 10:40

    Gute Review. War nicht enttäuscht, sondern sehr begeistert. Was aber auch daran liegt, dass ich vorher schon gehört hatte, dass der Fantasy-Anteil eher gering ausfällt. Darin gleicht „Pans Labyrinth“ sehr Del Torros mexikanischem Vorgängerfilm „The Devil’s Backbone“. Hier rückt die Geistergeschichte auch eher in der Hintergrund und die begleitende Geschichte (abermals aus dem spanischen Bürgerkrieg) dominiert ebenfalls über weite Strecken die Geschichte.

  • Pumuckl 28. 2. 2007 an 11:20

    Leute, ihr müsst ganz grundsätzlich mal lernen, mit weniger Erwartungen in einen Film zu gehen.

    Klar, ein Trailer kann einen auf einen Film erst aufmerksam machen. Genau wie bei Buch-Verfilmungen, wo man die Vorlage kennt, „Lieblings“-Schauspielern und Regisseuren, von denen man einen bestimmten Stil erwartet.

    Aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass man, wenn man dann im Kino sitzt und das Licht ausgeht, viel mehr Spaß hat, wenn man all die Trailer, all das Hintergrundwissen ausblendet und versucht den Film zu sehen als hätte man noch nie von ihm oder seinen Machern gehört – Sneak Preview Extrem quasi.

    Ich weiss aus eigener Erfahrung mit Freunden, das kann fast niemand. Aber es macht das Kino viel schöner.

  • Björn 28. 2. 2007 an 13:42

    Genau das habe ich auch versucht. Ganz geklappt hats aber nicht. Nach den ganzen Trailern und Bildern erwartet man eben eher einen Film, der mehr Wert auf den Fantasy-Part legt, und diesen auch besser ausarbeitet. Sieht man dann diesen optisch zwar extrem geilen Teil des Films, der aber Storymäßig wirklich wirklich mager ist, kann ich schon verstehen wenn man etwas enttäuscht ist. Ging mir genauso. Umso ärgerlicher ist das, weil die kurzen Fantasy-Einschübe ansich eigentlich toll gemacht sind.

    Für mich hat das ganze Prinzip leider nicht geklappt. Die beiden Storys sind voneinander quasi komplett getrennt, dadurch weiß man gar nie so wirklich, welche denn jetzt eigentlich die wirklich wichtige ist, wodurch für mich die Wirkung beider Storys sehr lau blieb. Keine riss mich wirklich mit, was ich wirklich schade fand, was aber sicher daran lag, dass für mich beide Storys unkomplett wirkten. Selbst die Charaktere aus dem realen Part blieben für mich weitestgehend im Dunkeln, außer dem Hauptmann lernte man niemanden wirklich kennen, und mit ihm konnte man nicht wirklich mitfiebern.

    Del Toro hätte daraus zwei komplette unabhängige Filme machen sollen, dann wärs sicher um einiges geiler geworden.

  • Hendrik 28. 2. 2007 an 20:16

    Tss, beim hanebüchenen „Babel“ regt sich keiner über die absolut grotesken Story-Verknüpfungen auf und hier, wo wirklich mal ausnahmsweise von vorne bis hinten alles passt, melden sich die Nörgler….Bester Film seit, ähm, Eternal Sunshine of the Spotless Mind ;)

  • Batzman 1. 3. 2007 an 5:35

    *g* fang nicht wieder damit an hendrik.

    Und wenn alles stimmen würde, hätte ich da ich dem Film SEHR wohlwollend gegenüber eingestellt war, sicherlich besser bewertet. Aber das Drehbuch ist leider Flickwerk, so schön das ganze auch aussieht. Und die Lütte könnte nicht schauspielern, wenn ihr Leben davon abhinge.

  • Björn 1. 3. 2007 an 15:37

    Ich fordere: Mehr heilige Kühe in Fantasyfilmen! Olé!

  • Batzman 1. 3. 2007 an 20:42

    Dann guck dir doch indische Fantasystreifen an ;)

  • kornecke 2. 3. 2007 an 10:39

    Uhm, ich glaube, den Film deutlich anders gesehen zu haben…

    Streng genommen ist es gar kein Fantasyfilm sondern eine Geschichte darüber, wie ein kleines Mädchen aus ihrem grausigen Alltag flieht. Die Verknüpfungen und Paralleln von echter und geträumter Welt sind überdeutlich, Ofelias Ängste werden offenbar, ihre Träume thematisiert.

    Der Film ist kein nebeneinander von zwei unabhängigen Geschichten sondern quasi die Innen- und Außenversion der gleichen Geschehnisse.

    Insofern ist es auch unsinnig, dem Film vorzuwerfen, dass sich Ofelia nicht entwickelt – wie sollte sie das auch, in ihrer eigenen Fantasiewelt?
    Der Vergleich mit „Bridge to Tarabitha“ macht den Unterschied deutlich: Das eine ist eine Fantasy-Geschichte, das andere eine… uhmmm… ‚Innenansicht‘?

  • plumpaquatsch 5. 3. 2007 an 12:56

    Danke für diese wirklich hervorragend geschriebene und absolut treffende Rezension.

    Ich verließ das Kino mit einem mehr als merkwürdigen Gefühl einen nicht allzu schlechten Film gesehen zu haben, konnte aber nicht genau eruieren woran es letztlich scheiterte dass er mich nicht gänzlich zu überzeugen vermochte.

    Du hast es sehr genau nachskizziert.

    Schön das dies offenbar auch die Academy so sah und dem „Leben der Anderen“ den verdienten Auslandsoscar zusprach und nicht dem eigentlich favorisierten „Pan’s Labyrinth“.

  • Binding 10. 3. 2007 an 17:39

    Alle, die enttäuscht sind, haben wahrscheinlich den Trailer gesehen und daraufhin einen waschechten Fantasy-Film erwartet. Als ich den Trailer zum ersten Mal sah – und das war, nachdem ich den Film geshen hatte! -, konnte ich es nicht fassen, dass darin die Franco-Ebene völlig unterschlagen wurde und man den Eindruck hatte, es wäre ein reines Märchen.

    Aber diese unorthodoxe Mischung ist ja gerade das Besondere an „Pans Labyrinth“!!! Und sorry: Genau das hebt ihn über „normale“ Fantasy meilenweit hinaus! Guillermo del Toro vertritt ja die Meinung, dass Fantasy immer auch politisch ist. Und das setzt er halt in seinen eigenen Filmen sehr konkret und direkt um. Das ist außergewöhnlich!

    Irgendwo habe ich eine ziemlich treffende Beschreibung gelesen: „Pans Labyrinth“ sei so abgefahren phantastisch wie die Filme von Tim Burton – jedoch ernsthafter und ohne die schrill-schrägen Burton-Figuren. Genauso ist es!

  • Bellla 14. 3. 2007 an 11:30

    ich bin soo eine leseratte, weiß jemand ob es eine gebunde Vorlage zu diesem Buch gibt? ich hatte schon bei amazon geschaut, ob es ein Buch zum film gibt, aber nix gefunden! :-(

    also wenn ihr was findet meldet euch:
    isibellachen@hotmail.com

    lg bellla

  • flokru 20. 3. 2007 an 0:15

    Ich kann deiner Rezension weitgehend zustimmen, sehe es aber (vor allem bei den zwei Geschichten) nicht so kritisch.

    Tatsächlich hätte das Mädchen besser spielen können. Trotz allem ist die mir lieber als eine Dakota Fanning.

    Mir gefiel der Film wohl besser als dir. Aber sicher nicht einer der besten Filme, die ich gesehen habe.

  • Dave 30. 3. 2007 an 13:53

    Wieso wird immer wieder „Del Torro“ geschrieben?! Der Regisseur heisst Del Toro und Stier auf Spanisch schreibt man „Toro“!

  • Pans Bockmistlabyrinth « Die Filmschrottpresse 31. 3. 2007 an 22:26

    […] Pans Bockmistlabyrinth 28. Februar 2007 Selten so einen Scheiß im Kino gesehen. Batzman meint dazu: Im Gegenteil, die Fantasy-Einschübe, die kaum verzahnt sind mit der übrigen Story und zu denen der Film bisweilen widerwillig zurückkehrt (als habe del Torro im Laufe des Drehs festgestellt, daß ihn der Kampf der Rebellen doch mehr interessiert), fordern wenig von dem Mädchen und geben ihr kaum Möglichkeiten sich als gewitzt oder mutig zu profilieren. SPOILER Wie man es von Klischee-Mädchen in Filmen gewohnt ist, reagiert sie oft sogar eher irrational und dumm. Ob sie eher unmotiviert im Reich des Menschenfressers von den süßen Trauben nascht und diesen damit erweckt, ohne das es eine zwingende Notwendigkeit dazu gäbe (Die Trauben werden kaum als unwiderstehlich eingeführt und auch in der mageren Mimik Ofelias lässt sich kein echter innerer Kampf ablesen), sie braucht ewig bis sie mal in die Puschen kommt, wenn es darum geht ihren Bruder zu retten und wird selbst dann noch von einem Mann eingeholt, der mehrere lebensbedrohliche Stichwunden sowie hochdosiertes Schlafmittel intus hat. SPOILER ENDE […]

  • Solus 12. 4. 2007 an 18:57

    Ich fand den Film eigentlich sogar ziemlich schlecht, denn selbst wenn man „Pans Labyrinth“ Film als das nimmt, was er wirklich ist, bietet die darin erzählte Geschichte keinerlei Überraschung. Man weiß von Anfang an, daß Ophelia sterben wird, nach der darauf folgenden Prinzessin-Erzählung läßt sich auch die Idee hinter dem Fantasie-Handlungsstrang erraten, und nach den ersten zehn Minuten kennt man im Grunde dann auch den Rest des Films. Man weiß, welche (allesamt flachen) Charaktere höchstwahrscheinlich wann sterben und was sie bis zu ihrer tragischen Todesszene tun werden. Sei es der brutale Hauptmann, der über Leichen geht, damit aber nicht durchkommen wird, sei es die totkranke Mutter, die jede noch so schlechte Behandlung des Hauptmanns erträgt, und garantiert durch die Geburt sterben wird, sei es der Doktor, der den Rebellen hilft – was sein Untergang sein wird, sei es die Dienstmagd, die vollkommen unüberraschend für den Widerstand arbeitet und, als hätte man noch nicht zu tief in der Klischeekiste gegraben, auch noch in den Rebellenanführer verliebt ist, was ihr am Ende…nagut, ihr nichtvorhandenes Ableben war halbwegs unerwartet. Aber davon mal abgesehen erzählt Pans Labyrinth eben wirklich leider nur eine Geschichte, wie man sie so ähnlich in verschiedenen Variationen schon unzählige Male serviert bekommen hat. Und die Handlung wird auch dadurch nicht besser, daß sie ab und zu von ebenfalls recht unoriginellen, aber immerhin gut präsentierten Fantasie-Anekdoten unterbrochen wird, wie auch die übertriebenen und vollkommen unnötigen Gewaltszenen den Film in keinster Weise interessanter erscheinen lassen.

  • Ido 14. 4. 2007 an 1:54

    @meinen Vorredner
    Toll, wie schön man spoilern kann. Aber kanns sein, dass du den Film öfter anhaltest um darüber nachzudenken wie der Film weitergeht?
    Nachdem ich deinen Beitrag gelesen habe, war auch mir klar, dass der Plot recht offensichtlich ist, aber das hat mich wärend des Films überhaupt nicht gestört. Weil er einfach so schön war und so toll erzählt. Jeden Schmerz konnte ich mitfühlen und jede Wendung hat mich mitgenommen, obwohl sie eigentlich klar waren. Das schaft nicht jeder Film, dafür muss man schon recht gut erzählen und verschleiern.
    Und was ich noch sagen wollte.
    Mir kam eher vor, dass die beiden Welten sehr stark miteinander verknüpft waren und sich beide metaphorisch (gibt es das adjektiv?) wiederspiegeln.
    Fand ich sehr schön und gelungen. Hätte den Film wahrscheinlich noch einen halben Stern geschenkt.
    Die Oskars sind verdient.
    Der Film hat mich als Nicht-Fantasy-Fan begeistern und mitreisen können und meine Freunden als Fantasy-Fan auch.

  • Blohmi 17. 4. 2007 an 20:02

    Mhmm, also leider konnte ich den Film noch nicht sehen, weil mein Kinobetreiber anscheinend entschieden hat, dass er nicht lukrativ genug ist. Grrr.
    Aber ich werd mir wohl die DVD holen, scheint ja lohnenswert^^

  • http://cibis.de » Blog Archive » Pans Labyrinth 29. 4. 2007 an 1:46

    […] [related Link: fuenf-filmfreunde.de/…/pans-labyrinth/] […]

  • Frank 10. 9. 2007 an 12:14

    Eines der schlechtesten Filme, die ich in diesem Jahr gesehen habe. Ich rate jedem Interessenten sich diesen Film unter keinen Umständen anzusehen.
    Eine Zumutung ist alleine schon der Trailer. Warum kommt in diesem zweiminütigen Trailer dreimal die Schlußsequenz im goldenen Saal der Unterwelt vor? Weil das die einzigen hellen Szenen in diesem düsteren depressiven und sehr sehr negativen Film sind!
    Nochmal zum Mitschreiben – dieser Film ist weder eine Saga noch ein schlechtes Märchen oder ein Fantasy-Movie!
    Obwohl der Hintergrund des spanischen Bürgerkriegs natürlich erschütternd ist, warum wird das nicht in aller Deutlichkeit im Trailer gezeigt?

    Täuschung von jedem Kinogänger!!!

  • Lunatic 8. 10. 2007 an 15:15

    hab mir den film vorgestern auf wünschen meiner freundin aus der videothek ausgeliehn (hatte vorher noch nie was von dem film gehört geschweige denn gesehn). Als ich mir das cover betrachtete breitete sich auch eine äusserst angenehme vorfreude in mir aus:
    fantastische abgebildete fantasyfiguren , zusätzlich eine altersfreigabe erst ab 16(glaube ich) und
    zusätzlich eine nomienierung für 6!!! Oscars.
    aber dann beim gucken kam die enttäuschung.
    die ersten paar minuten waren ja noch ganz schön, wie das mädchen aus dem auto steigt un ein kleines, lustiges, flatterndes, irgendwas verfolgt. Ein film den ich meiner kleinen schwester schenke, dacht ich mir, aber die folgenden minuten korrigierten meine falsche filmeinschätzung. die kurz darauf folgende szene mit dem hasenjäger und seinem sohn zeigen dem zuschauer in welche richtung der film tendiert: rohe, brutale, sinnlose gewalt.
    normalerweise gefallen mir brutale böse filme, aber auch nur dann wenn man wenigstens für einen der protagonisten gefühle/wünsche entwickelt. wenn man mit dem opfer mitfühlen und hoffen kann. aber dies passiert in dem film nicht. mir persönlich war es am ende egal ob nun der hauptmann oder die freiheitskämpfer gewinnen, ob die mutti die geburt überlebt und ob das kleine mädchen in der fantasywelt aufgenommen wird… irgendwie lässt einen dies alles kalt.
    was mich aber richtig aufregt ist die nominierung des filmes für 6 oscars, wofür sind die bitte sehr? für die kurzen, aus der luft gegriffene fantasyszenen? für die explizite gewaltdarstellung? für die kalten langweiligen zwischenmenschlischen dramen die einen nicht mitreissen?
    aber gut, wems gefällt…
    eines würde mich aber doch mal brennend interessieren: an welche zielgruppe ist der film gerichtet?

  • jonas 21. 11. 2008 an 18:54

    #20 – der begriff zielgruppe ist eine erfindung. es gibt sie nicht.

    top film!

  • EvilJ 6. 1. 2009 an 16:21

    ihr habt aber schon alle gerafft, dass die kleine immer in ihre traumwelt
    „flüchtet“ bzw. die ereignisse so verarbeitet… für mich sind das nit 2 geschichten in einem film, sondern eine!

  • SuppenkaZper 22. 2. 2009 an 13:08

    hmm hab den Film jetzt erst nachgeholt und hatte mittlerweile alle Trailer vergessen, weswegen ich recht unbefangen an die Sache rangegangen bin.
    Ich seh das ähnlich wie einiger Vorredner. Er ist nicht das Meisterwerk von dem alle gesprochen haben, er hat mir gefallen, sehr gut sogar, was aber mehr an der optischen qualität als an der Geschichte selbst lag.
    Ich glaube nicht, dass der Film ein weiteres Mal ähnlich gut überstehen würde, wenn man sich quasi schon „dran gewöhnt“ hat..
    Ein düsteres wundervoll inszeniertes Märchen aber eben halt nur ein Märchen, mit oft gesehenen Stereotypen, klischeehaften Schicksalen und dem klassischen Gut gegen Böse.
    Trotz der optischen gewaltigkeit ist mir die Szene im Saal doch schon zu kitschig ^^.
    Was mir in Erinnerung bleiben wird , werden die großartigsten,plastischsten Effekte sein die ich bisher gesehen habe, allem vorran ein atemberaubender Pan und das man dennoch kein Meisterwerk an Film gesehen hat, sondern nur ein ausreichendes Märchen vor prächtiger Kulisse.