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The next Chapter deutscher Geschichte

10. 8. 2007, Nilz N Burger, 8 Kommentare

Wie verfilmt man eigentlich Sachbücher? Naja, egal. Nachdem wir also in den letzten Jahren eine Flut an Nazi-Zeit-Bewältigungsfilmen hatten, die in „Mein Führer“ gipfelte, kommen wir nun in die nächste Phase deutscher Geschichte, die im Kino verwurstet wird. Die 60er. Und wer sollte da wieder den Blockbuster zu machen, wenn nicht Bernd „Der Untergang“ Eichinger. Der verfilmt gerade (oder besser gesagt: lässt verfilmen, von Uli Edel nämlich) den „Baader-Meinhof-Komplex“, das Megasellererfolgsbuch über die RAF von Spielgel-Chef Stefan Aust. Und heute sind die ersten Bilder veröffentlicht worden. Bitte sehr, Moritz Bleibtreu als Baader, Martina Gedeck als Meinhof.

  • Nico 10. 8. 2007 an 18:06

    Ohje. Ich mag ja Moritz Bleibtreu. Was er anpackt ist oft abendfüllend oder zumindest mehr oder weniger unfreiwillig komisch wie die Romanverfilmung vom Suchen und Finden der Liebe.

    Ich hoffe er versauts nicht, auch wenn ich diese Rollenwahl schon an sich als Griff ins Klo empfinde. Ich werde mich im Nachhinein entschuldigen wenn ich irre, doch denke ich nicht, dass der diese Rolle ausfüllen kann.

  • justus_jonas 10. 8. 2007 an 19:47

    Och. In Sachen Schauspieler mach ich mir da eigentlich wenig Sorgen.
    Wahrscheinlich freut sich ansonsten aber auch nur noch die BILD so richtig auf den Film. (SKANDAL! MÖRDER ALS FILMSTARS! FILMSTARS ALS MÖRDER! DARF MAN DIE RAF SO ZEIGEN? SCHÄUM! KOCH! WÜT! HEUCHEL!)
    Und natürlich Uli Edel, der nach „Body of Evidence“ und „Der kleine Vampir“ mal wieder fürs Kino drehen darf.

  • Claas 10. 8. 2007 an 20:30

    Krasser Shit.
    Wusstest Du dass Markus bei der Nummer B-Kamera, Steadycam UND DoP 2nd Unit macht. Hammer

  • Screws 10. 8. 2007 an 21:22

    Ich freu mich ja wirklich das sich diesem Thema mal jemand annimmt…das ist ein echt spannendes Ding – schön das sich da jetzt jemand endlich mal ran traut!

  • Jimmy Lightning 10. 8. 2007 an 23:55

    Ich sehe aber einen großen Unterschied zu den Nazi-Zeit-Bewältigungsfilmen: Die Nazis sieht keiner bewundernd bzw. als Vorbilder an, was bei der RAF teilweise anders ist. D.h. dieser Film wird wahrscheinlich nicht nur als unterhaltende Aufklärung angesehen sondern auch als Idol-Schaffung und -Untermauerung.

    Und etwas bringt das Buch (bzw. das Thema mit sich), was der Film nicht genauso darstellen kann: Einige Geschehnisse sind unklar, die aber wahrscheinlich im Film nicht ganz unklar gelassen werden oder zumindest Interpretationsrichtungen vorgeben.

    Hm, ob ein Film hierüber so gut ist?

    P.S. Sind nicht vor gar nicht allzu langer Zeit Tonbänder von einem Prozess gegen Baader aufgetaucht, bei denen sein (stimmliches) Auftreten so gar nicht zu einem Revoluzer passte (nicht energisch und mit Sprachfehler)?
    Ob das auch so im Film dargestellt wird?

  • Screws 12. 8. 2007 an 4:46

    Naja…das der Herr Baader etwas gelispelt und lieber Asterix Comix als die Mao Biebel gelesen hat ist ja bekannt…

    Ich glaube auch nicht das der Herr Eichinger da nen Film Produziert bei dem das ganze Glorifiziert wird. Das Buch an sich ist recht neutral gehalten… Ich jedenfalls bin sehr gespannt auf den Film.

  • TR33 13. 8. 2007 an 15:06

    @ Jimmi Lightning:

    Leider gibt es doch Menschen, die Nazis bewundernd bzw. als Vorbilder ansehen.

    Finde es allerdings auch net besser die RAF-Typen als Vorbild zu nehmen, ist beides scheisse.

  • caliban 14. 8. 2007 an 15:16

    Autsch… Uli Edel… DER Uli Edel?
    Der wie-verhunze-ich-„Die-Nebel-von-Avalon“-und-die-„Nibelungen“- Uli Edel?

    Schauder!