DVD Review

Mixed Movies: 4 Kurzreviews mit Batzman

19. 9. 2008, Batzman (Oliver Lysiak), 17 Kommentare

Leider reicht die liebe Zeit ja nicht immer um jeden Film den ich gesehen habe ausführlich zu besprechen. Deswegen hier wieder einmal ein paar aktuelle Einträge aus der Rubrik: Kurz angebatzt

Heute: WANTED +++ GET SMART +++ SPEED RACER +++ KELLER – TEENAGE WASTELAND

WANTED – USA / GB 2008

Ein Fest für die Augen. Vorausgesetzt die ergötzen sich an literweise spritzendem Blut und Gehirnmasse. Wer nicht zu zimperlich ist, bekommt in Wanted wohl einige der originellsten Actionmomente der letzte Jahre geliefert.

Trotz der an einigen Stellen nervigen Wackelkamera schafft es Bekmambetov (wie schon in seinen Wächter-Filmen) Bilder zu schaffen die im Kopf bleiben und Maßstäbe setzen.

Dummerweise kann die Story des Films nicht mit den genialen Actionszenen mithalten und so kommt es nach einem furiosen Aufttakt (der einen ziemlich wilden Mix aus Fight Club, Crank und The Office liefert) im zweiten Akt doch des öfteren zu Leerlauf und redundanten Szenen. Inhaltlich ist Wanted, so schade es ist, eine ziemlich Luftnummer und es sind die Momente in denen der Film zur Ruhe kommt, in denen sich dieses Manko deutlich bemerkbar macht.

Da können dann auch gestandene Mimen wie Freeman und McAvoy wenig dran ändern. Zum Glück geht der Showdown in Ordnung und liefert ein leidlich unterhaltsames Ende, dass in seiner Konsequenz noch mehr an ein Videospiel erinnert, als die ähnlich gelagerten Filme „Crank“ und „Shoot ‚em up“.
Doch Wanted macht Spaß, auch wenn er streckenweise ziemlich dumm ist. Und Kretsche Kretschmann rettet mal wieder den Tag.

GET SMART – USA 2008

Eine actionreiche und aufwendig produzierte Komödie, die die TV-Serie GET SMART (alias Mini-Max die unglaublichen Abenteuer des Maxwell Smart) in die Neuzeit überträgt.

Ein würdiger Kino-Auftritt der legendären TV-Serie. Steve Carell verzieht wie sein Vorbild Don Adams auf in den skurrilsten Situationen keine Mine und auch der Humor bleibt angenehm trocken. Besonders erwähnenswert: Sowohl auf Fäkalwitze wie auf Minderheitenwitze wird weiträumig verzichtet.

Selbst Randfiguren werden mit einer gewissen Warmherzigkeit behandelt und sind – wie der russische Handlanger oder die übergewichtige Tanzpartnerin – Sympathieträger. Für Kenner der Originalserie bieten sich außerdem dutzende Anspielungen und Zitate. Trotzdem funktioniert der Film auch als eigenständige Story, die was Spannung und Rasanz anbietet hinter so manchem ernsten Actioner nicht zurücksteht. Wenn man das ganze als humorigen Bond-Film sieht, macht er sogar deutlich mehr Spaß als der jammerlastige „Casino Royal“

SPEED RACER – USA 2008

Speed Racer ist eindeutig das Werk von Fans. Fans die die Serie und den Anime-Style verehren und die ihn nicht nur auf die große Leinwand übertragen, sondern ihn noch übertreffen wollten. In einem Rausch aus Farben, Computergrafik und erstaunlich vielen guten Schauspielern entfaltet sich ein flackerndes Spektakel, gegen das Rodriguez Kinderfilme wie Spy Kids oder Shark Boy and Lavagirl gradezu gemütlich und zahm wirken.

Wie in Rodriguez-Film steckt hinter all dem Digital-Mumpitz auch hier ein Herz und eine Botschaft die gar nicht mal so schlecht ist, wenn man es schafft für eine Sekunde nicht daran zu denken, dass Speed Racer genau mit der Konzernpower und Skrupellosigkeit vermarktet und vermerchandised wird, die der Film eigentlich zu kritisiern vorgibt. Die Story ist dünn, aber auch nicht schlimmer als bei vergleichbaren Werken und selbst als jemand der nie eine Folge der Serie gesehen hat, spürt man die Referenzen auf die alte Show überdeutlich.

Und da liegt vielleicht das Hauptproblem: Speed Racer ist ein schreiend-schriller Fanfilm mit Topbesetzung, der es Aussenstehenden schwer macht die Begeisterung nachzuempfinden, die die Macher eindeutig für die Vorlage empfinden. Es erinnert ein wenig an Gespräche mit Enthusiastischen Sex and the City-Fans, die auch die besten Szenen aus dem FF runterrattern können, denen man amüsiert und kopfnickend zuhört, ohne jedoch wirklich nachvollziehen zu können, warum sie für diese Story so derart viel Begeisterung empfinden.

Speed Racer ist hysterisch und bunt, bietet mehr Computereffekte als manche Computerspiele und hinterlässt, bei aller Freundlichkeit die er ausstrahlt doch eine ungesunde Leere. Hassen kann ich ihn nicht, aber es fällt schwer ihn wirklich zu mögen.

KELLER – TEENAGE WASTELAND – D / AU 2006

Zwei gelangweilte Jungs freunden sich an. Ungleich. Unpassend. Sie bauen scheiße, hängen herum und irgendwie ist plötzlich eine Verkäuferin ihre Geisel. Alleine mit ihnen in einem verlassenen Fabrikgelände.

Eine sehr stimmig erzählte Dreiecks-Lovestory, irgendwo zwischen Psychothriller und Adoleszenzdrama. Sehenswert mal wieder Ludwig Trepte (KOMBAT SECHZEHN, 1. Mai), der in Sergej Moya einen würdigen Widerpart findet. Trotz des sperrigen Themas sehr unterhaltsam und über die volle Länge spannend erzählte Geschichte von unterdrücktem Verlangen und der schwierigen Erotik der Gewalt. Ebenso eine Emanzipationsgeschichte in der sowohl Paul als auch die junge Frau lernen aus der Abhängigkeit zu entkommen. Das Ende bleibt zwiespältig und ist vielleicht etwas zu naiv, was jedoch durch die Leistungen der Darsteller – allen voran der drei Hauptprotagonisten – wieder mehr als wett gemacht wird.

  • heffer 19. 9. 2008 an 8:59

    du sprichst schon viel richtiges an bei wanted, aber deine bewertung passt trotzdem nicht zu den Sternen. Die story, die story. und die action ist auch irgendwann nicht mehr zu ertragen (vielleicht bis auf die sniper, sniper seh ich liebend gern)

    ausserdem nervt mich, dass der freeman nur noch eine einzige rolle spielen kann, ist ja schon fast so schlimm wie bei hugh grant.

    Auf jeden fall wird mir von dem film nichts im gedächtnis bleiben. bis auf die eingangsszene mit dem fenstersprung. Wahrscheinlich müssen jetzt erst mal wieder ne menge schlechter Comicverfilmungen kommen, nachdem batman und ironman und co so erfolgreich waren.

    bei wanted reicht es auf jeden fall völlig aus den Trailer anzusehen.

  • Dominik 19. 9. 2008 an 9:36

    Zu Wanted möchte ich was sagen: der Film ist eine Verfilmung einer Graphic Novel. Trotzdem konnte ich dem Film keinen Kredit für die hirnverbrannte Story einräumen. Über die Actionszenen à la Matrix hätte man hinwegsehen können wenn der Film irgendwie in einer Scheinwelt oder whatever spielen würde. Tut er aber nicht. Deswegen sorgten die Action-Szenen für reichlich Erheiterung bei uns. Zusätzlich haben mich die teilweise überflüssig deutlichen Gore-Szenen gestört. Vor allem weil der Rest des Films eher brav daherkommt. Ich will mich nicht daran ergötzen, wie eine Kugel in Zeitlupe einen Kopf durchschlägt. Für mich war Wanted ab 16 mit Ausnahmen. Weil der Film dennoch zu unterhalten weiß, würde ich ihm 2,5/5 geben.

  • Felix 19. 9. 2008 an 12:27

    Wanted war einer dieser Gehirnabschaltfilme.
    Dummerweise konnte ich mein Hirn nicht abschalten.

    *SPOILER*
    Ich meine was zum Teufel? Todesbotschaften aus dem Webstuhl?
    Ich mein durch einen eingewebten Code verschlüsselte Nachrichten – OK.
    Aber dieser Kaffesatz-Handlese-Jahrmarkts-Biblecode-Kabala-Unsinn Ghn.

    Frau Jolie klettert hinter dem Held am Eisenbahnwaggon hoch – Held kann sich ganz knapp retten – Waggon stürzt in die Tiefe – Held stürzt mit seinem Wagen auch in die Tiefe – Jolie ist auf einmal wieder in seinem Wagen? Hä?

    Der Anfang, seine Emanzipierung im Job war ganz gut.
    Die Action war allerdings so übertrieben, daß man nicht mehr mitfiebern konnte – weils einfach unglaubwürdig war.

  • toasted 19. 9. 2008 an 20:32

    So dämlich wie die Story in „Wanted“ gelagert ist, wird sie noch nicht mal im Comic dargeboten. Den Comic fand ich recht unterhaltsam, er ist immer eine Spur neben der political correctness, der Film versagt dabei vollkommen. Allein am Anfang kann man erkennen, dass Comic und Film miteinander zu tun haben. Ansonsten? :(

    *SPOILER*
    Superschurken, die die Weltherrschaft übernommen haben in webstuhlhörige „Killer“ umzuwandeln…. Waren den Produzenten die special effects zu kostspielig? Oder fanden sie diesen Storypart so unglaubwürdig, dass sie lieber einen vor sich hinratternden Webstuhl eingebaut haben?
    Wanted ist mit seinen 6 oder 8 Heften nun wirklich übersichtlich. Dass man nicht immer alles 1:1 übernehmen kann und will – geschenkt. Aber so derbe umzuschreiben? Und dann auch noch so schlecht? Frage mich, was Mark Millar dazu gesagt hat….
    Ich fand es traurig.

  • Batzman 19. 9. 2008 an 20:43

    Naja die Produzenten und der Regisseur haben ja im Vorfeld immer schon verkündet, das das Ganze mit dem Comic wenig zu tun haben wird und bestenfalls eine „inspired by“ Umsetzung wird. Insofern war es klar, dass man da keine Adaption sehen wird. Da wurde mit offenen Karten gespielt und auch dem Comic-Autoren war das klar…

    Die Story ist natürlich meschugge, aber Story ist ja selten die starke Seite dieses Genres. Ich würd mir wünschen das sich der Regisseur mal mit jemanden zusammentut der sich auf das Erzählen von Geschichten versteht… wo er nur noch als Visual-Consultant die Optik designed. Denn ein Gespür für Bilder hat er. Es braucht nur noch jemanden der ihm zeigt, wie man das ganze richtig einsetzt…

  • carax 19. 9. 2008 an 23:21

    @4
    Zitat:
    Ein Grund für die starken Abweichungen zwischen Comic und Film: Am Drehbuch wurde schon geschrieben, als erst zwei der sechs Hefte erschienen waren. Daher ist das erste Drittel des Films der Vorlage noch relativ treu, ehe er dann einen anderen Kurs einschlägt. Mark Millar lässt sich dazu im Presseheft so zitieren: „Die ersten 40 Minuten des Films sind, Szene für Szene, mit dem Buch praktisch identisch, und das hat mir sehr gefallen.

    Quelle: http://www.comicgate.de/cmdb/wanted.htm

    Fand die Trailer sehr gut, aber als ich ihn dann im Kino gesehen habe war ich irgendwie enttäuscht. Hatte mir irgendwie mehr erwartet.
    Vielleicht war die Erzählweise sehr vom Comic beeinflusst und das hat mir vielleicht nich gefallen, keine Ahnung…

  • mærts 20. 9. 2008 an 0:01

    Alles klar, Get Smart also doch ansehen. Mag Carell, mag das Original, war mir aber unsicher…

  • Andreas 20. 9. 2008 an 12:16

    Also ich weiss nicht, ich war von Wanted sehr enttäuscht aber vielleicht bin ich inzwischen auch zu alt für sowas…

    Der Film versuchte doch ganz offen mit „coolen“ Waffen und Fähigkeiten, grossen Explosionen und einer nackten Frau zu überzeugen. OK, Teenager als Zeilgruppe, geschenkt.

    Aber warum reden dann alle von spektakulären Aktionszenen und „Bildern die im Kopf bleiben und Maßstäbe setzen“? Hallo? Matrix war imho damals schon nur ein Abklatsch dessen, was Hongkong seit Jahren zeigte, aber jetzt immernoch von „spektakulären Bilder“ zu reden, wenn ein Kugel in Zeitlupe fliegt? Ne, bitte nicht!

    Übrigens, um ein anderes Thema, hier von den Filmfreunden aufzugreifen: Wanted ist ein gutes Beispiel dafür, wie CGI das Aktionkino killt. Früher(tm) war es aufregend, wenn ein Mensch von einem Hochhausdach auf’s nächste sprang, weil man wusste, da war jemand gesprungen, wenn auch an Seilen. Heute weiss man, dass vermutlich sogar die Hochäuser nur aus dem Computer kommen…

  • Batzman 20. 9. 2008 an 12:29

    @Andreas

    Ich fand das es durchaus einige Szenen gab die originell sind. Das Gefühl hatte ich bei Matrix nicht wirklich und auch bei den meisten anderen modernen CGI-unterstützten Actionfilmen gibt es wenig das im Kopf bleibt.

    Die Autoschleuder-Nummer mit der McAvoy eingeladen wird ist hingegen einprägsam, genau wie der Rest der Verfolgungsjagd inkl dem Landen auf dem Bus und der Weiterfahrt vom Bus runter.

    Auch bei den Wächterfilmen fand ich – bei allen dramaturgischen Schwächen – sehr viele inspiriertere Szenen. Sei es der saltoschlagende Minivan, der Kopf des Jungen der sich kurzzeitig in ein Aderngeflecht verwandelt, das spinnenartige Spielzeug oder der Ritt mit einem Pferd durch die Wände eines Palastes… das sind Einzelmomente die sehr schick aussahen und vor allem nicht überladen sind. Das unterscheidet den Regisseur von anderen Pfeifen, die im CGI-Rausch alles zu einem einzigen Brei verkommen lassen.

  • Sebastian 20. 9. 2008 an 12:51

    Nur leider ist die Geschichte so dermaßen unglaubwürdig und die Actionszenen dermaßen ins Lächerliche übertrieben, dass man mit den Charakteren eigentlich nicht mehr viel anfangen kann, McAvoy war da noch der angenehmste Charakter. Bei den Wächterfilmen hat es noch so halbwegs gepaßt, es war alles noch stimmig. Die Actionszenen paßten da noch rein, abgesehen von der etwas unlogischen und teilweise fragmentarischen Story. Wenn man sich Wanted näher betrachtet, hat alles nicht wirklich Sinn gemacht und zum Ende hin fühlt man sich etwas veräppelt, zumindest ging es mir so. Die schauspielerischen Leistungen der Darsteller war höchstens Mittelmaß. Von den Schauspielern – allen voran Morgan Freeman – ist man eigentlich besseres gewohnt. Mir hat der Film leider keinen Spaß gemacht. Würde ihm max. 2 von 5 Sternen geben.

  • Batzman 20. 9. 2008 an 13:05

    Ich hab mich amüsiert, weil ich den Film in den Fluff-Regionen von Crank und Shoot em up ansiedele, auch wenn er schwächer ist als die beiden, es gab so einige Momente die ich sehr mochte. Das wiegt die großen Mankos zwar nur zum Teil auf, ist aber immer noch mehr als andere Actionfilme zu bieten haben. Rein was die Originalität und Visualität derAction- Szenen anging, fand ich Wanted zB sehr viel gelungener als Dark Knight. Bei Nolan weiß man in all der Hektik und Gefuchtel nie was passiert und den einzig guten Moment der Verfolgungsjagd hatte er bei Wächter der Nacht geklaut (den Saltotruck).

  • Andreas 20. 9. 2008 an 13:34

    @Batzman

    Ich halte Timur Bekmambetov für eine vergleichsweise guten Regisseur. Deine Ausführungen zu seinen Wächter-Filmen kann ich fast alle unterschreiben auch wenn mich die Filme eher wegen der (russischen?) Bildsprache beeindruckt haben. Ich fand die Filme streckenweise sehr erfrischend, die Story war zwar nicht originell aber konsequent erzählt.

    Umso bedauerlicher, dass bei Wanted so viel ins Gewöhnliche abglitt. Teenager-Kino halt. Das erinnert mich an die Trivialisierung von John Woo im Westen. Es ist doch bedauerlich, dass scheinbar originelle Filmemacher ihre Originalität bei der Assimilation in das westliche Kino über Bord werfen (müssen?).

    Vergleiche mit Crank oder Shoot ‚em up sind imho nicht wirklich zulässig, da diese beiden Filme hauptsächlich auf Tempo und absurde Action abzielen, während Filme wie die Wächter, Matrix, oder Wanted mit (überladener) Bedeutungsfülle daherkommen. Matrix ist nun einmal ein popularisiertes Höhlengleichnis und und die Wächter und Wanted wollen uns eine Parallelwelt glaubhaft machen. Da sind ganz andere Erzählstrategien erforderlich, die bei Wanted vernachlässigt wurden. Matrix (und ich rede nur von Teil 1!) hat das noch etwas besser hinbekommen aber bei Wanted blieb die Welt der Bruderschaft imho hohl, platt eindimensional. Schade eigentlich.

    Welche Vorlage ein Film hat (Buch, Comic oder Computerspiel) ist mir grundsätzlich egal, ich rede über Filme und „Kopfabschalten“, das sehe ich wie René, ist auch ein dummes Argument…

  • Andreas 20. 9. 2008 an 13:40

    Noch kurz was grundsätzliches zum Thema „verwackelte Kamera“, weil ich gestern Hunted im TV sah: auch bei Wanted war mir aufgefallen, dass in letzter Zeit in vielen Filmen Prügeleien nur noch aus aneinander geschnittenen verwackelten Grossaufnahmen von Körperteilen (Faust, Arm, Schulte, Kopf) bestehen. Ich halte das für eine sehr kostengünstige und einfache Methode der Inszenierung. Im Gegenteil dazu waren früher(tm) die Prügeleien richtig aufwendig, hart und packend. Ein gutes Beispiel ist eben Hunted von 2001.

    my 2cent.

  • Björn 20. 9. 2008 an 17:47

    Kommentar #13 stimme ich total zu. Früher, naja oder in den guten Filmen jedenfalls, sind die Kampfszenen so gut durchchoreographiert dass man nur die Kamera draufhalten muss und es geil aussieht, ohne Cuts und alles, siehe eben Matrix. Haben die Leute keinen Bock auf ordentliche Choreographien machen sie einfach irgendwas und zeigen dann nur Nahaufnahmen mit extrem schnellen Schnitten, um das zu kaschieren. Hat mich das erste mal bei Resident Evil 2 so angekotzt.

    Zu den Kritiken. Wanted fand ich ziemlich geil, klar, die Story knarzt an allen Ecken und Enden, ist oft dämlich und unlogisch, allerdings fand ich sie nie so extreme schlecht dass sie den Film groß schlechter gemacht hätte. Sie passte halt, und die Actionszenen waren die ersten seit langem die mich mal wieder begeistert haben, genau wie Batzi meint.
    „Rein was die Originalität und Visualität derAction- Szenen anging, fand ich Wanted zB sehr viel gelungener als Dark Knight“
    Kann ich absolut unterschreiben. Genau wie bei den Wächter Filmen fand ich auch bei Wanted die Effekte irgendwie mal wieder erfrischend, gutaussehend und vor allem passend, was wirklich selten ist.

    Im Gegensatz allerdings zu Speed Racer. Da fand ich die ganze Optik so unglaublich schlecht und unrealistisch, dazu schlechte Witze und eine dämliche Story die einen wegen der schwach gezeichneten Charaktere nicht mitziehen will. Bei mir hat der Film null gewirkt, hätte dem gerade mal einen Stern gegeben. Höchstens als Kinderfilm kann der klappen, oder wenn man wirklich großer Fan der Vorlage ist. Dass es auch ohne diese beiden Sachen geht hat gerade erst Iron Man gezeigt. War sehr sehr enttäuscht von den Wachowskis nach Speed Racer, bisher gefiel mir alles von ihnen. Glaube sie sollten sich lieber auf ernste Themen und Storys beschränken.

  • Björn 21. 9. 2008 an 14:41

    @comment-13, -14:
    ich stimme euch vollkommen zu, aber bei wanted ist mir die wackelkamera nicht ganz so auf den leim gegangen (paradebeispiel: rs:2) und ich musste bei ein/zwei szenen wirklich laut lachen (auto auf lastwagen…) aber dark-knight als vergleich ranzuziehen hinkt, der ist doch mehr auf „realistischere“ action aus, zum glück blieb man da von solchen sachen größtenteils verschont

    ich warte derweil auf jemanden der die story zurück zum film holt, so wie andere die balls zum rock! ;-)

  • Dennis 21. 10. 2008 an 9:47

    Sag mal Batzmann,

    wie kann einer Get Smart gut finden und Filme wie Lucky#Slevin oder Smoking Aces so runter machen?
    Ich mag die Homepage hier, aber ich finde, deine Kollegen sollten etwas öfter zu Wort kommen.
    Nix für ungut…

  • limonchiki 22. 11. 2008 an 15:04

    Wanted kriegt 3 1/2 Sterne? For real? Nee, oder?
    Als ich mir den angesehen hab musste ich oft vor lachen auf pause drücken; weil der einfach so blöd war. Mal ganz abgesehen von der Handlung, die ja wirklich unter aller sau war, kamen mir die ganzen Actionszenen so extrem übertrieben vor, das man sie wirklich nicht mehr ernstnehmen kann. Sie bleiben mir im Gedächtnis; aber nicht weil sie so toll gemacht oder so originell waren, sondern weil sie so dämlich waren, dass ich mich im nachhinein noch darüber amüsieren kann.
    Die Szene mit dem Auto? Die Kugel, die man um die Kurve schießt? Die Zug-Szene? Nicht zu vergessen die Kugel, die IM KREIS FLIEGT und nacheinander 15 Agenten wegbläst.
    Nah. Wenn ich mir den anschau, dann höchstens um drüber zu lachen.