Review

Crank: High Voltage (Review)

12. 4. 2009, Nilz N Burger, 46 Kommentare

„My name is Chev Chelios.“
Originaltitel: Crank: High Voltage
Herstellungsland: USA 2009
Regie: Mark Neveldine / Brian Taylor
Darsteller: Jason Statham, Amy Smart, David Carradine, Corey Haim, Clifton Collins Jr.

Nilzenburger
Mal Sehen
Renington Steele
Batzman

crank2Chev Chelios ist beim ersten Teil aus einem Helikopter geflogen und auf dem harten Asphalt von Downtown L.A. aufgeschlagen. Damals bekämpfte er ein Kartell, das ihn vergiftet hatte und sein Freund und Arzt riet ihm, immer dafür zu sorgen, das Adrenalin ordentlich durch seinen Körper gepumpt würde, damit das Gift nicht wirkt. Sein abgestürzter Leichnam wurde aber künstlich am Leben gehalten, weil man für Chevs unglaublich starken Power-Organe einen super Preis kriegen würde. Insbesondere ein verrückter, reicher Gangboss wollte einiges haben aus dem menschlichen Ersatzteillager. Als erstes wurde das Herz entnommen und der Körper mit einem küntlichen so weit am Leben gehalten, das es die anderen Organe nicht schädigt. Als man Chelios aber „sein bestes Stück“ entnehmen will, bäumen sich alle Lebensgeister in ihm auf und er wird wieder fit, nimmt alle die an ihm rumschnippeln auseinander und geht auf grosse Zerstörungstour durch Los Angeles, um sein richtiges Herz wiederzubekommen. Sein Freund und Arzt rät ihm, immer genug elektrische Spannung abzubekommen, damit das Herz nicht versagt. Willkommen im kranken Crank-Real-Life-Comic-Kosmos.

Erstmal das: Ich halte den ersten Teil für ein fuckin Masterpiece. Ich mag den Humor, ich mag die kompromisslos alberne und MTVige Bildgestaltung. Wobei: Mittlerweile ist das ja nicht mehr MTV-Style, sondern quasi YouTube-like. Crank fühlt sich an als wenn man sich durch 20 YouTube-Videos hintereinander klicken würde, wo alles dabei ist, aber als Kitt der alles zusammenhält immer seine Hauptfigur und ihr Problem hat. Das fand ich erzählerisch neu und frisch (und nicht so behäbig wie im vielgelobten „Spun“, den ich eher bemüht und langweilig fand), das war auch sehr böse, aber auf eine lustige Kaugummi-Art. In Crank werden reihenweise „Böse“ umgenietet, es gibt Sex im vollsten Viertel der Stadt und trotzdem kann man den auch einem meinetwegen 16-jährigen (mit ein bischen Materie im Kopf) zeigen, ohne sich gleich Sorgen um seinen seelischen Zustand machen zu müssen. Denn hier ist nicht nur alles überzeichnet und wie ein einziges grosses Videospiel, hier ist auch alles total kindisch. Auf eine gute Art und Weise. Deswegen habe ich den wohl so genossen.

Womit wir beim zweiten Teil wären und seinem grossen Hauptproblem: Die Kinder sind erwachsen geworden. Ich habe mich wirklich wie Bolle auf den Film gefreut und wenn ich mich schon im Vorfeld so freue, dann bin ich auch gerne bereit etwaige Schwächen generös zu übersehen, aber das war mir hier nicht mehr so wirklich möglich. Ja, das ist immer noch ein okayer Film, der dickere Eier hat als ganz viel andere Sachen, die in dem Genre zu finden sind. Welches Genre das auch immer sein mag. Aber das alleine reicht mir eben nicht mehr aus. Der Film hat seine Momente, und er hat auch seine Gags, aber er hat vor allem: Remakes der besten Witze aus dem ersten Teil. Okay, er nagelt seine Freundin jetzt nicht mehr im überfüllten Chinatown, sondern mitten auf einer Pferderennbahn vor der überfüllten Zuschauertribüne, aber macht das einen wirklichen Unterschied? Um es gleich vorweg zu nehmen: Nope, es macht keinen. Es ist exakt die gleiche Szene. Beim ersten Mal fand ich die ja noch überraschend, mutig, lustig, originell und erinnerungswürdig. Jetzt schäme ich mich eher ein bischen, das man offensichtlich das Gefühl hatte das gleiche nochmal machen zu müssen. Wobei ich mir denke, das die Macher sogar der Meinung sein werden, noch „einen draufgesetzt zu haben“.

Übehaupt an allen Stellen des Films merkte man die Bemühungen, „noch einen draufzusetzen“. Chelios rammt einem Typen eine Schrotflinte tief in den Arsch, eine durchgeknallte Nutte folgt ihm auf Schritt und Tritt, ein Transenbruder versucht ihm zu helfen, ein Gangmitglied muss sich selber die Nippel abschneiden – hauptsache noch überdrehter respektive ekelhafter. Manchmal gibt es so viele Nebenfiguren, das man sich ernsthhaft fragen muss, um wen es hier eigentlich geht. Dabei war das ja eine der Stärken des ersten Teils: Es ging ausschliesslich um Chev, fast keine Szene in der er nicht zu sehen war. Das war perfekt zugespitzt. Dem ist jetzt nicht mehr so. Andauernd werden Nebenfiguren begleitet und wenn man noch mehr Fahrt rausnehmen will (um ein grösseres Gap zu schaffen, wenn man dann wieder Gas gibt), wird sogar geradezu weggezappt. Das ist dabei aber so plump und doof, das ich nicht weiss warum. Eine Situation: Ein Querschläger prallt an mehreren Wänden ab. Schnitt in die Praxis einer Psychologin, wo ihr Patient erzählt, warum er keinen Spass mehr am Leben hat. Sie schafft es ihn umzustimmen. Er springt auf und freut sich auf den ersten Tag seines neuen Lebens. Das dauert ungefähr 5 Minuten. Jetzt ratet mal was passiert, als er aufspringt…? Genau.

Eine weitere Episode soll Chevs Kindheit erzählen und wir sehen ihn als kleinen aggressiven Jungen in einer Daily Talkshow. „Natural Born Killers“ anyone? „I love Mallory“? Klingelts? Ich hab ja nix gegen gute Kopien, aber uninspirierte Kopien machen mich gähnen. Dieses ganze Zwischenspiel ist natürlich auch wieder nur Bremse vor dem Showdown. Genauso unsorgfältig wurde auch das jetzige Problem der Hauptfigur erzählt: Ja, er hat am Anfang dieses Batterie-Hit-Bag um die Hüfte, wo er an einer LED-Anzeige immer ablesen kann, wie der Energiestand seines künstlichen Organs ist. Bei einem der wenigen tollen Momente des Films, nämlich einem ziemlich unerwarteten Crash, ist das Batteriepaket im Arsch. Also muss er sich sozusagen „direkt“ aufladen. Wieso man dann erst in aller Breite dieses Batteriepaket etablieren musste, hab ich nicht verstanden.

Der ganze Look des Films hat auch an Charme eingebüsst. Man hat sich entschlossen eigentlich nur noch und ausschliesslich Porno-Kamera zu machen. Wie in diesen Erwachsenenfilmen, wo ein Typ mit einer Kamera losgeht um angeblich hübsche, angeblich fremde Frauen anzusprechen, ob sie nicht mit ihm angeblich schlafen wollen, was sie dann auch angeblich gerne tun. Immer Handkamera, immer wackelig, fast immer Fischaugenoptik. Das ist clippig, das ist stylish, das ist auch vollkommen in Ordnung. Aber 96 Minuten muss das ja nun nicht sein. Da war der erste Teil auch weitaus druchdachter und sorgfältiger aufgelöst. Auch wenn das jetzt einige „nur konsequent“ nennen werden, ich nenne es „schlampig“. Ganz davon abgesehen, das es auch scheisse aussieht, aber das ist wohl erwünscht.

Das absurde ist eben: Würde ich dem ersten Teil noch und jederzeit attestieren, das da Menschen dran gesessen haben, die Popkultur mit der Muttermilch aufgesogen haben und deswegen auch liebevoll mit ihrem liebsten Gut umgehen, würde ich bei der Fortsetzung denken einen Debutfilm zu sehen, von jemandem der mal einen Film „wie Crank“ machen wollte, der aber eigentlich nur als Direct-to-DVD-Produktion gedacht ist. Man macht einfach alles genauso, nur ein bischen krasser. Sorry, aber das ist mir eindeutig zu wenig. Oder überspitzt gesagt: Wie kann man sich über Indy 4 aufregen (den ich toll fand und für eine gelungene Fortsetzung halte), aber Crank 2 super finden?

Dennoch gibts von mir 2 Sterne, weil der ja ein paar, seltene gute Momente hat (Ich mag zum Beispiel die Lösung, wie er den Hubschrauberabsturz überhaupt überleben konnte…das hat Chuzpe!). Und ein cooles Franchise/Statham-Vehikel ist. Ein Film bei dem man ganz entspannt darauf warten kann, das die dazugehörige DVD im Laden reduziert wird. Und ihn sich dann an einem verkaterten Sonntagnachmittag ansehen. Dafür reichts allemal.

Mal Sehen sagt:
Ich schwanke immernoch zwischen 2,5 und 3 Sternen, wobei die Tendenz generell eher richtung 2,5 geht, weil ich ihn ein bisschen habe sacken lassen. Ich glaube immernoch, dass das der beste Weg ist sich einen Eindruck von einem Film zu machen: Zwei Wochen warten und versuchen sich an den Film und seine Momente zu erinnern.

Oh ja, der Film hatte seine Momente. Nicht einmal wenige, aber wie sinnvoll diese waren, steht auf einem anderen Blatt. Der Film war schnell, brutal, laut, bunt und…schnell! Was im ersten Teil zum Garnieren benutzt wurde, stand hier im Vordergrund. Irgendwann ist mir tatsächlich schlecht geworden und das hatte nichts damit zu tun, dass ich immernoch kein Blut sehen kann. Die schnellen Schnitte, gepaart mit der lauten Musik wirkte sich auf meinen leeren Magen aus, der frühstückslos vor sich hin grummelte. Das Resultat: Mir war schwindelig und schlecht, als wäre ich Achterbahn gefahren!

Der Film verbindet beinahe auf genialer Weise so ziemlich alle Filmgenren, die jemals erfunden wurden: Action, Kampfsport, Splatter, Science Fiction und auf eine wirklich schräge Weise wird noch an einer Stelle der Liebesfilm zitiert (großartig in der Stripbar!).

Alles in allem hat der Film seine Lebensberechtigung und geht mehr als gut ab. Zum Schluss hin hat man das Gefühl, dass der Motor durchgedreht und nicht mehr aufzuhalten ist. Das kann man mögen oder auch nicht. Solide 2,5 Sterne sind wohl gut angebracht, an dieser Stelle.

Renington Steele sagt: Meine Vorredner erzählen mal wieder nur Unsinn.

Der erste Teil lief ja über Ostern im Fernsehen, wo ich ihn mir nochmal ansah und ich sage immer noch das, was ich nach der Sichtung des zweiten Teils sagte: Crank 2 ist besser, als der erste Teil. Nicht viel besser, aber besser. Ja, Crank 2 ist „nur“ der erste Teil in höher, lauter, krasser. Aber er ist eben auch genau der Film, der der erste sein wollte: Ein völlig überdrehter, greller und bunter Action-Film. Der erste Teil wirkt auf mich ein wenig wie ein erster Entwurf, ein „So in etwa könnte das gehen“. Und es geht ja auch, toller Film. Aber der zweite Teil denkt das Konzept zu Ende. Hier ist Chelios wirklich Mr. Indestructable.

Wo der erste Teil nur so ein bisschen Splatter bot, ist Crank 2 stellenweise heftigster Gore-Film, hier wird das Medium Game endlich konsequent zitiert und nicht nur angedeutet, eine Sequenz kennt man exakt so aus jedem Ego-Shooter. Die Figuren waren im ersten Teil „nur“ Klischees, hier endlich gekonnte Parodien. Ich finde eindeutig: Das hier ist der bessere der beiden Cranks.

Batzman sagt:
Hier bin ich mal wieder im Konsens mit Gevatter Renington. Crank 2 macht jede Menge Spaß. War Teil 1 schon von deutlichen, bewussten Anleihen an Videogames gekennzeichnet, so wird hier grade im ersten Akt das Ganze nochmal auf die Spitze getrieben. Chev rennt herum, tauscht eine Waffe gegen eine bessere aus und hat eine Lebensanzeige mit Punktesystem und kann durch die elektrischen ladungen in den Turbomode gehen. Die Crank-Filme dürften die ersten Streifen sein, die wirklich verstehen was am Zocken überdrehter Ego-Shooter Spaß macht und wie man diese Dynamik auf die Leinwand übertragen kann. Wie der erste Teil ist auch hier alles Kinetik, Zitat, Spaß.

Crank 2 provoziert und ist dabei bisweilen durchaus von einer pubertären Freude am Tabuburch gekennzeichnet, doch macht seine augenzwinkernde Chuzpe diesen Humor im Gegensatz zum verklemmten Pennäler-Humor den ein Michael Bay in Transformers einsetzte, durchaus charmant – was nicht zuletzt dem ewigen Stehaufmännchen Statham zu verdanken ist, der diese im Grunde stumpfe Rolle mit viel Sympathie zu füllen vermag. Auch wenn Crank 2 ein extrem gebastelter Streifen ist – ohne einen Schauspieler wie Statham würde er nicht funktionieren. Es braucht jemand mit Format und dem Hang zur Selbstironie wie ihn der Brite besitzt, um an dieser Karikatur eines Actionhelden nicht zu ersticken.

War schon der erste Teil sehr verspielt, drehen die beiden Regisseure hier nochmal extra auf. Es wimmelt von winzigen Gags in den hyperaktiven Montagen die den Film beherrschen. Beachtlich dabei ist die effektivität ihrer Montage, die sich trotz der dauerbewegter´n Kamera deutlich von der derzeit modischen Wackelcam anderer Filme unterscheidet. Taylor und Neveldine erzählen ihre Geschichte in einem ganz eigenen Stil, in einer Art Bild-Stenographie, die sie im ersten Teil entworfen haben und hier nochmals verfeinern. Sie flüchten sich nicht in verwackelte Nahaufnahmen, weil sie zu faul sind eine richtige Actionchoreographie zu entwerfen sondern nutzen die zersplitterte Montage wirklich kreativ. Wer genau hinschaut der kann erkennen was passiert und obendrein noch nette Sidegags entdecken – und diese Sorgfalt im Detail straft die Vorwürfe des ADS-Erzählstils Lügen. Denn es braucht Konzentration um diesen filmische Stenographie zu entschlüsseln.

Teilweise wirken die beiden Regisseure wie Kinder im Spielwarenladen, die einfach alles ausprobieren wollen. Stopgags, Godzilla-Szenen, Reality-TV-Verarsche, Freeze-Frame, Stills-Montagen, Animationen, Splatter, Transformationen – Crank 2 ist voller Ideen, eine überbordender Bildersturm, ebenso anstrengend wie faszinierend. Natürlich ist das ganze von grandioser Albernheit, Geschmacklosigkeit und die Story absolut hirnrissig. Natürlich ist das ganze Trash der nicht nur an einer Stelle an kranke Vorbilder wie „Story of Ricky“ erinnert. Aber sobald man sich darauf einlässt ist es auch ziemlich mitreissend. Hysterische nahkampf-Nutten, Triaden, schwule Bikergangs, abgeschnittene Nippel und David Carradine als notgeiler Asia-Methusalem. Ziemlich Crank.

Und ich hab mich ganz ehrlich besser amüsiert als bei Star Trek, den ich direkt davor geguckt habe.

  • ShreksEsel 12. 4. 2009 an 15:32

    Oh Menno, wieso versagen eigentlich die Leute bei Fortsetzungen ihrer eigenen Sachen immer so… bereue gerade ein wenig, mir wieder Preview-Karten trotz deutschem Ton bestellt zu haben.

    Ich setze einfach mal optimistisch darauf, dass ich dieses Mal eure Meinung nicht ganz teilen werde ^^

  • wortwelt 12. 4. 2009 an 17:43

    Irgendwie haben die meisten Fortsetzungen nicht das Potential, den „ersten“ Film irgendwie zu übertreffen.

    Das „fuckin‘ Masterpiece“ würde ich genau so unterschreiben. Ich will den Zweiten gar nicht sehen. Den gibts gar nicht für mich. Genau dann bleibt der erste nämlich so einzigartig. Mit xkcd:
    https://xkcd.com/566/

  • vic 12. 4. 2009 an 19:28

    Ich glaub euch nicht.^^
    Besser gesagt ich will euch nicht glauben

  • Patrick B. Rau 12. 4. 2009 an 20:29

    Ich glaub euch.

  • Andi 12. 4. 2009 an 19:40

    Mhm, ich habe den Film noch nicht gesehen, aber schon damit gerechnet, dass das passieren will.
    Die Fortsetzung eines so abgedrehten, schnellen und krassen Films wie Crank muss halt noch abgedrehter, schneller und krasser sein. Und da ist der Grad zum Übertreiben sehr sehr schmal. Zudem kommt, dass der Film einerseits nicht zu ähnlich sein darf, aber andererseits auch von dem Original nicht sehr abweichen darf, da das eben kein Crank 2 mehr wäre, sondern was ganz anderes.
    Außerdem gibt Filme, die einfach keine Fortsetzung brauchen, bzw. bei denen nicht nur die Fortsetzung selbst schlecht ist (bzw. zwingend schlechter sein muss als das Original), sondern die durch die Fortsetzungen den (eigentlich genialen) ersten Teil irgendwie schlechter machen, weil durch die Fortsetzungen der Kult-Charakter flöten geht (siehe imho z.B. Matrix, etc.).
    Und Crank ist eben so ein Film (auch wenn ich ihn nicht als Masterpiece bezeichnen würde), der für sich allein steht, und definitiv keine Fortsetzung braucht (so auch Snatch, etc.).

    Aber was mich überrascht hat: Dass die das mit der Auflösung, warum Chev Chelios nach dem Absturz aus so großer Höhe trotzdem noch / wieder lebt, hinbekommen haben. Das hätte ich nie gedacht. Da bin ich ja echt mal gespannt.

  • Bateman 12. 4. 2009 an 22:20

    Nilz, schön geschriebene Review. Zum Inhalt kann ich nichts sagen, hab den Film noch nicht gesehen. Wird wohl doch eher ein DVD-Leih-Event.

    Und: „Immer Handkamera, immer wackelig, fast immer Fischaugenoptik. Das ist clippig, das ist stylish, das ist auch vollkommen in Ordnung. Aber 96 Minuten muss das ja nun nicht sein.“

    Freut mich dass du das so siehst, das hat mir nämlich schon an den Trailern nicht gefallen, da hat sich das schon angekündigt.

  • Andreas Port 13. 4. 2009 an 9:45

    Ich freu mich trotzdem auf den Streifen, wie eine Schneekönig

  • Nilz N Burger 13. 4. 2009 an 11:21

    ich fand auch die chinatownszene revolutionär. aber gut, muss man nicht mögen. wenn dir die allerdings schon sauer aufgestossen hat, dann mach einen riesenbogen um den zweiten teil, denn da sind frauen wirklich nur noch brustträger, die beschützt werden müssen.

  • Patrick B. Rau 13. 4. 2009 an 11:50

    Das Beste an CRANK war das Wort „Idiot“ auf Stathams Stirn. hahaha

  • Binding 13. 4. 2009 an 11:15

    Ich habe wohl vergeblich gehofft, dass der sexistische Mist diesmal getilgt wird. Ohne die Chinatown-Szene und diesen Kram hätte ich „Crank“ nämlich uneingeschränkt als revolutionäres Action-Meisterwerk betrachtet. So blieb aber schon damals trotz allem ein absolut übler Beigeschmack.

  • Jubai 13. 4. 2009 an 12:00

    Teil 1 war schon sch*isse (platt, dumm, blöde). Versteh nicht, wie man da überhaupt an eine Fortsetzung denken kann.

    Die Optik der Fortsetzung fand ich cool für genau 2 1/2 Minuten.

    Kann aber auch nicht verstehen, wie man Indy 4 für „eine gelungene Fortsetzung“ halten kann. Aber das ist ein anderes Thema.

    peace

  • Renington Steele 13. 4. 2009 an 13:18

    @ Nilz: >denn da sind frauen wirklich nur noch brustträger, die beschützt werden müssen.

    Das ist doch Unsinn. Während des Films meinte ich noch, dass sei ein feministischer Actionfilm, weil dort absolut gleichberechtigt gestorben wird.

  • Patrick B. Rau 14. 4. 2009 an 16:50

    Dann wird Teil 2 für dich sicher genau DAS, auf das du gewartet hast. ;-)

  • Irreversibel 14. 4. 2009 an 16:33

    Nachdem ich nun gestern den ersten Teil dank RTL endlich mal gesehen habe, lassen mich die Lobeshymnen hier etwas ratlos zurück. Ja klar, die Grundidee ist wirklich charmant und die Optik bzw. rasante Erzählweise hat auch was. Aber dafür sind sämtliche Dialoge und Charaktere sowie die Handlung echt sowas von platt, dass mein Interesse trotz der ständigen Action zeitweise auf null sank.
    Und dass der Typ seine Alte in Chinatown auf der Straße fickt fand ich jetzt auch nicht so wahnsinnig lustig/innovativ/provokant (von der durchaus zweifelhaften Aktion, die Dame anfangs mehr oder weniger dazu zu zwingen mal ganz zu schweigen). Auch sonst fand ich den Streifen wie Binding extrem sexistisch. Alles in allem IMO ein paar nette Ideen aber auch nicht mehr….

  • sascha-b 14. 4. 2009 an 19:39

    naja, das problem bei der chinatown-szene ist schon etwas anderes als frauen als dauerschutzbedürftige brustträger darzustellen.

    den straßenfick an sich fand ich nicht wild, aber was wäre gewesen, wenn die frau nicht in einer ziemlich plötzlichen und imho unglaubwürdigen wendung nicht auf einmal doch in diesen eingewilligt hätte? der protagonist wirkte nicht so, als wäre für ihn die zustimmung seiner freundin an dieser stelle irgendwie wichtig gewesen.

    edit: ups. nicht gesehen dass das von irreversibel schon angemerkt wurde.

  • SuppenkaZper 18. 4. 2009 an 2:06

    dann will ich jetzt aber auch ne star trek review ^^

  • Batzman 18. 4. 2009 an 9:55

    star trek review kommt, aber erst kurz bevor der film startet… die early reviews gehen immer ziemlich unter, wenn den film noch keiner gesehen hat.

  • Batzman 18. 4. 2009 an 10:04

    abo

  • Patrick B. Rau 18. 4. 2009 an 10:39

    abo?

  • Binding 21. 4. 2009 an 0:52

    Im Kino gewesen. Gegreint. Und zwar vor Wut über die übelste Sexistenkacke ever in einem Mainstreamfilm. Die Jungs haben ganz offensichtlich ein Problem mit ihrer Sexualität (Sportficken als Männlichkeitsbeweis auf der einen Seite und nicht eingestandenes Schwulsein auf der anderen) und sind wohl noch in der tiefsten Pubertät steckengeblieben. Jedenfalls kann ich mir den absoluten Overkill an heuchlerisch „reingemogelten“ Pimmel-Szenen (Röntgenbild, Pferd von unten), „lusdischen“ Schwulitäten (Schrotflinte im Arsch) und allgemeiner Notgeilheit nicht anders erklären. Okay, okay – der Titel ist natürlich Programm, und einiges in den Film deutet ja auch darauf hin, dass er nicht so ganz von dieser Welt ist. Aber bestimmte Dinge müssen einfach nicht sein und schaden ganz einfach dem halbwegs guten Film, der er ansonsten hätte sein können (auch die Therapie-Sequenz war zum Beispiel völlig geschmacklos, unnötig und daneben) . Schon beim ersten Teil habe ich mich gefragt, was eine Schauspielerin wie Amy Smart eigentlich dazu bringt, sich freiwillig so erniedrigen zu lassen. Diesmal gilt das umso mehr, und dieselbe Frage stelle ich mir übrigens auch bei David Carradines Gastauftritt (während die offensichtlich auf Standardschlampe eingependelte Bai Ling wiederum wie die Faust aufs Auge passt). Einige Ideen wie zum Beispiel auslaufendes Silikon aus angeschossenen Brüsten waren ja noch ganz kreativ, aber dieser zweite Teil variiert nur die guten Sachen aus „Crank“ – kamera- und inszenierungstechnisch ist er sogar viel schwächer! – und versucht ansonsten nur noch sinnlos-nervig zu provozieren. Leider (bzw. zum Glück) haben sich die beiden Jungs nun damit selbst disqualifiziert. Vorher hätte ich noch gedacht, dass sie vielleicht sogar zur Tarantino-Nachfolge fähig gewesen wären. Nun fehlt eigentlich nur noch „Crank 3“, um alles endgültig klarzumachen. Habe ich keinen Humor? Jedenfalls nicht so einen.

  • Silent Rocco 21. 4. 2009 an 2:07

    Nilzenburger hat bis auf das Indiana-Kommentar (der war wirklich nicht gut) ABSOLUT RECHT. Ich bin ein Verehrer des ersten Filmes und dieser ist für mich einer DER rundum gelungenen Spaßfilme. Teil zwei war nur schwer zu ertragen. Alles so extrem gezwungen und aufgesetzt, dass es schon weh tut. Pimmel+Titten+Schreie+Dauerkackkamera (und ich liebe Tony Scott) = voll geilo! So zumindest die Rechnung der Regisseure. Gut, die Fast & Furious Fraktion wird den Film lieben. Für mich ziehen schlechte Fortsetzungen immer auch das Gesamtwerk mit runter (besonders, wenn die selben Macher verantwortlich sind), somit hat bei mir auch die 1 nichtmehr den Stellenwert wie vorher…da ist jetzt immer dieser bittere Beigeschmack einer pubertären Fortsetzung, die mich wirklich nur noch zum Gähnen oder Fremdschämen (nicht der Härte, sondern der Dummheit wegen) bewegt hat. Die 1 war rund, unglaublich kreativ und sich jederzeit ihrer Grenzen bewusst. Die zwei wirft bis auf wenige geniale Stellen (ja, der plötzliche Unfall z.B.) jedwedes Profil, jeden Stil, jede Spielfreude über Bord und schreit einen nur noch an. 1/10

  • Nilz N Burger 21. 4. 2009 an 8:05

    mensch binding, ich hab dich doch gewarnt!…;) ansonsten hast du ja alles gesagt, was ich auch gesagt habe…

    und silent rocco: siehste? allerdings zwei anmerkungen:
    1. fast and the furious fraktion? hey! ich find die auch super! (was vielleicht daran liegt das ich keinen führerschein habe..;))
    2. ich habe vor 3 tagen nochmal indy 4 gesehen und bis auf den alien-stuss am ende muss ich dabei bleiben: super indy film.
    ansonsten freue ich mich aber, das wir einer meinung sind…hehehe

  • Nilz N Burger 21. 4. 2009 an 9:14

    @ SuppenkaZper: ;)

  • SuppenkaZper 21. 4. 2009 an 9:08

    ahh bitte sag sowas einfach nicht mehr nilz.. lassen wir doch indy 4 einfach wo er ist… vergessen wir einfach das das geschehen ist.. bitte ! ^^

  • Binding 21. 4. 2009 an 10:34

    @ Nilz: Ja, Du hast mich gewarnt. Aber ich musste ihn ja trotzdem unbedingt sehen, wenn ich den ersten Teil gut finde. Und ich wiederhole auch einige Deiner Einwürfe. Aber Du kannst es ja auch als Bestätigung sehen – und ich war halt richtig blindwütig vor Raserei. ;-)

  • Patrick 21. 4. 2009 an 11:13

    wie heißt das lied bei crank 2 irgendwas mit mother facker

  • Nilz N Burger 21. 4. 2009 an 12:32

    @ batz:

    taken, so scheisse der auch sein mag, verachtet wenigstens nicht das publikum, für den er gemacht wurde.

    crank verhält sich zu crank 2, wie k.i.z. zu bushido. wo am anfang grobschlächtigkeit nur vorgetäuscht wurde, hat sie jetzt jegliche tiefe verloren. da versteh ich dich manchmal auch nicht…;)

  • Patrick B. Rau 21. 4. 2009 an 12:59

    Bahnen sich da PERSÖNLICHE ZWISTIGKEITEN an?

  • Batzman 21. 4. 2009 an 12:24

    @Binding

    einen zutiefst verachtenswerten Film wie Taken verteidigst du als „gar nicht so schlimm“ und bei einem 100% Comicfilm wie Crank 2 hast du moralische Bedenken…. irgendwie sind mir deine Prioritäten manchmal nicht ganz klar.

  • Batzman 21. 4. 2009 an 13:32

    Ich glaube ganz ernsthaft nicht, dass die Crankmacher ihr Publikum verachten, der ganze Film ist extrem verspielt und ideenreich. Ob du das jetzt mochtest oder nicht, aber man hätte es sich wesentlich leichter machen können, wenn man wirklich nur Franchise-Cash-In machen wollte.

    Zudem habe ich mich an der Auffassung von Moral gestört: Ein ekliger Streifen wie Taken der unter dem Deckmantel einer „realistischen“ Darstellung mieseste Lynchmob-Phantasien bedient wird verteidigt und ein Film der sich nicht eine Sekunde ernst nimmt und mit Klischees spielt und sie veralbert wird plötzlich als moralisch zweifelhaft eingestuft.

    Crank 2 nimmt natürlich viele elemente aus teil 1 auf – aber eher so wie gremlins 2 elemente aus gremlins eine stufe weitergedreht. wie ich geschrieben habe, erinnert der zweite teil weit mehr an Story of Ricky oder andere bizarre Asiafilme, als an irgendwas realistisches oder gar ernstgemeint prolliges. Insofern kann ich den Vergleich mit Bushido so gar nicht nachvollziehen.

  • Patrick B. Rau 22. 4. 2009 an 17:06

    Er kann nicht sprechen. Er ist ein Film. Aber gehört hat er es bestimmt…

  • Patrick B. Rau 22. 4. 2009 an 17:39

    Ach. Mir ist gerade eingefallen, dass wir gar nicht mehr 1920 haben, dass Filme inzwischen sprechen können, Hitler tot ist, die Mauer gefallen, die D-MARK ersetzt wurde durch den Euro und Crank 2 im Kino läuft.

    Aber wahrhaben will ich das immer noch nicht.

  • The Director 22. 4. 2009 an 17:02

    Ich betrachte Crank 2 nicht als Cranks zweiten Teil sondern als Cranks direkte Fortsetzung. Er beginnt nicht nur storytechnisch, wo der Erste geendet hat, sondern setzt direkt die Verrücktheit fort, in der man am Ende von Crank zurückgelassen wurde. Und so geht von Beginn an nunmal die „Crankheits“-Skala crankgetreu nach oben, das heißt immer noch überdrehter und noch übertriebener als in der Sekunde zuvor.

    Der Film ist besser, als jedes Feuerwerk. Wer einmal wegguckt, hat schon was verpasst. Trotz etwas zu viel nackter Haut gabs viel zu lachen, irgendwann hat man sogar über jede nackte Frau gelacht, weil es so überspitzt wurde. Am Ende hatte man es dann soweit mit der Unlogik übertrieben, dass ich mich ehrlich fragen musste, was sich die Macher dabei gedacht haben. Im Nachhinein allerdings kann ich darüber nur vergnüglich schmunzeln.

    Den Film sehe ich mir auf jeden Fall noch einmal mit ein paar mehr Leuten an. Ich liebe ihn. Hast du gehört Film? Ich habe mich in dich verliebt!

  • Patrick B. Rau 22. 4. 2009 an 20:44

    Ein Hund namens Beethoven meinst du wohl ;-)

  • The Director 22. 4. 2009 an 20:01

    Und dass ein User namens Patrick B. Rau einen Beitrag auf fuenf-filmfreunde.de hinterlassen hat, der sich gewaschen hat.

  • Binding 23. 4. 2009 an 10:52

    @ Batzman: Warum ich „96 Hours“ gut finde, habe ich ja hinreichend erklärt, und diese Gründe (Genrefilm + Fiktion) treffen genauso auch auf „Crank 2“ zu! Bedeutet: Die Gewalt in „Crank 2“ finde ich auch okay – mal von den sexuell behafteten Gewaltszenen (Gewehr im Arsch) abgesehen. Ich störe mich ja lediglich am Sexismus, der – Fiktion hin oder her – einfach eine beschissene und dumm-pubertäre Geisteshaltung ist. Das hat mir den Film verleidet.

    Ich gebe nun allerdings zu, dass Du jetzt dasselbe Argument – auf Selbstjustiz bezogen – theoretisch auch bei „96 Hours“ anwenden kannst. Allerdings komme ich dann wieder mit meiner Genrebetrachtung (Revenge-Movie), in deren Rahmen der Film meiner Meinung nach okay bzw. sogar sehr gut ist, und sage außerdem: „Crank 2“ ist ja kein Porno! Leider hat er aber die (frauenverachtende) Geisteshaltung eines solchen und scheint irgendwie einer sein zu wollen. Das ist mein Problem damit.

  • chillt. 29. 4. 2009 an 22:11

    für mich sieht das ganze so aus: jemand hat sich gedacht dass der erste teil mehr als genial war und somit natürlich (-.-„) ein zweiter her muss. nun. ähm. aber wie?! man nehme: 1. seine 10 lieblingsfilme und picke sich hier und da ein paar szenen heraus. 2. das ganze wird tarantino styled gemacht und 3. man versucht einfach das ganze irgendwie als crank zu verpacken…..BULLSHIT! was zum teufel sollte diese absichtlich absolut billige godzilla/power ranger szene in der chev und sein gegner (jedenfalls in chevs kopf) monstermäßig groß werden? und der erdbeertorten=<3 schriftzug erinnert mich jedenfalls stark an den gestrichelten kasten von pulp fiction…. eine RIESEN SCHWEINEREI ist dieser film…

    (ach und an rocco: ich liebe fast&furious!und finde crank2 trotzdem scheisse! [mal ausgenommen vom 4. teil den ich versuche irgendwie aus meinem gedächtnis zu streichen…])

  • jansenfab 30. 4. 2009 an 17:03

    Ich hatte ne Menge Spaß. Ich glaub darum gings, oder?

  • stb247 30. 4. 2009 an 23:32

    Mich würde mal interessieren, ob ihr eigentlich selber Filme macht… Ich scheine da einfach nur Neid rauszuhören. Der Film ist sinnlos UND unterhaltend. Das bekommen nur ganz wenige hin. Erst recht, wenn sich jeder mit Youtube beweisen kann. Aber es muss wohl einen Grund geben, warum da nur selten solch gelungene Sachen hochgeladen werden.

    Wer in Crank 2 reingeht und was anderes als ein durchgeknalltes Wiederaufleben des ersten erwartet hat irgendwas nicht verstanden. War der erste noch überraschend, weil man sich fragte, ob die das ernst meinen oder ob mal lachen darf, so steht doch bei High Voltage schon von vorn herein fest, dass das eine Verarsche ist. Und zwar eine ziehmlich gelungene.

    Und Jason S. spielt einfach göttlich!

    Ich hab mich jedenfalls schlappgelacht.

  • SchönerDenken » “Crank 2″: heiter, herzhaft, hirnlos 1. 5. 2009 an 19:53

    […] vier der Fünf Filmfreunde haben Crank gesehen und sie sind sich – natürlich – wieder nicht einig :-) Nils Bothmann kann den Film nicht leiden: […]

  • chillt. 12. 5. 2009 an 22:53

    @stb247

    was soll denn der mist? ob ich filme mache oder nicht hat doch nichts damit zu tun ob mir filme gefallen oder nicht. dieser film gefällt mir ganz persönlich überhaupt nicht und wenn es dir anders geht brauchst du nicht zu versuchen mit merkwürdigkeiten unsere meinungsäußerung als fragwürdig dastehen zu lassen. schließlich kann ich auch beurteilen ob mir ein essen schmeckt ohne sternekoch zu sein.

  • Herzschrittmacher und Defibrillatoren » Fotografie 20. 5. 2009 an 17:35

    […] damit hätte Crank nicht so viel Streß mit seiner Spannungsuche […]

  • knalltüte 22. 6. 2009 an 22:07

    du batzman, wat heisst denn „chuzpe“? bin zwar der deutschen sprache mächtig, aber dieses wort habe ich noch nie gehört. hilf mir doch mal kurz, bitte.
    ansonsten wollte ich noch sagen, dass ich crank2 zu überzogen fand. der erste war ok, aber dieser hier war nix für mich.

  • meaty 23. 6. 2009 an 14:48

    Also mir kommen oft genug Filme unter, bei denen ich während dem Anschauen merke, dass sie scheisse sind – trotzdem schaue ich sie mir bis zum Ende an.
    Es kam bisher genau zweimal vor, dass ich einen Film nach der Hälfte ausgemacht habe, weil ich ihn nicht weiter ertragen konnte – und Crank 2 ist einer dieser beiden (Der andere war die Neufassung vom Rosaroten Panther mit Steve Martin, weil ich nicht weiter miterleben wollte, wie das Erbe von Peter Sellers durch den Dreck gezogen wird).
    Crank 2 war für mich ein nervig abgedrehtes YouTube-Wackelfilmchen mit Humor aus der hinterletzten Chauvi- und Perversling-Ecke. Schnitt und Kameraführung (soweit man da überhaupt von Führung sprechen kann) gingen mir nur noch auf den Keks, beim Humor haben sie sich bei komabesoffenen Sonderschulabbrechern bedient und das Frauenbild wurde von Jungs gezimmert, die bestimmt auch auf erzwungenen Tiersex oder schlimmeres stehen.
    Als Satire konnte ich es nicht nehmen, weil ich daran denken musste, dass zuviel Idioten den Film ernst nehmen und die Protagonisten so cool finden, dass sie die Mädels der Clique in nächster Zeit genauso behandeln werden. Zudem war es für Satire einfach zu platt und dumm.

    Crank 2 repräsentiert für mich genau, wie Kino NICHT sein sollte. Ich fand ihn nicht einfach schlecht, sondern empfand ihn als Beleidigung.
    Wenn ich so etwas sehen will klicke ich wechselweise auf Youporn und mit Handykameras gefilmte Schulhof-Foltervideos – aber ich gebe dafür keinen einzigen Franken im Kino aus.

  • meaty 23. 6. 2009 an 14:51

    Und @knallltüte: „Chuzpe“ ist aus dem Hebräischen und bedeutet eine Mischung aus zielgerichteter, intelligenter Unverschämtheit, charmanter Penetranz und unwiderstehlicher Dreistigkeit.

    Im Hebräischen enthält der Begriff eine negative Bewertung für jemanden, der die Grenzen der Höflichkeit aus egoistischen Motiven überschreitet. Im Jiddischen und in den meisten europäischen Sprachen schwingt Anerkennung für eine Form sozialer Unerschrockenheit mit. Hier spricht man insbesondere von Chuzpe, wenn jemand in einer eigentlich verlorenen Situation mit Dreistigkeit noch etwas für sich herauszuschlagen versucht.

  • knalltüte 24. 6. 2009 an 1:52

    vielen dank meaty. bin übrigens, was crank2 angeht, so ziemlich deiner meinung, kann halt nur nicht so viele schwere wörter auf einmal sagen. aber hast recht, den film hätt ich auch ausgemacht, hätte ich ihn mir nicht im kino angetan. nach der ersten hälfte sass ich nur noch ungläubig da und sehnte das ende herbei. LG

  • Azurelle 27. 6. 2009 an 18:34

    Dieser Film IST wirklich mal was NEUES, nach dem so oft verlangt wird, und das nicht nur durch die Art der Post Production und wie eigentlich gedreht wurde.

    Wer an Crank keinen großen Anspruch verschwendet, der wird im 5 Sterne Modus somit bestens unterhalten. Was bei diesem Film aber auch gar nicht schlimm ist, da er nie den Anspruch vorgaukelte, eine Handlung oder einen tieferen Hintergrund zu haben.

  • Sandstrahler 15. 9. 2009 an 22:44

    Crank 2 hat ganz interessante optische Ideen, das geb ich zu. Hab ihn nicht ganz durchgehalten leider. Ging einfach nicht.

    So hohl und peinlich in seinen verklemmten Witzchen, die aber extrem aufgeblasen. Jason Statham hat mit seinem nackten Arsch auf der Rennbahn seine Laufbahn als ernszunehmender Bruce Willis-Klon verspielt und wenn hier noch mal irgendwer von den „Fünf Filmfreunden“ wegen vermeintlich pickligem, penälerhaftem Schmuddel-Humor bei solch Unsinnsfilmen wie Transformers 2 rumheult – dann hab ich den Anfang des Satzes vergessen.

    Naja, wer sich bei diesem Film nicht mehr als geistig unterfordert bzw. verarscht fühlt, spürt auch sonst nicht besonders viel. Und dann Begeisterungsstürme von den Leuten, die immer so niedlich allergisch reagieren, wenn irgendjemand mal wieder gerne sein Gehirn an der Abendkasse lassen würde.

    Freunde, ich glaub einfach… ihr seid sexuell ein bisschen pervers?

  • Grandios: Die besten Filme 2009 | Die Fünf Filmfreunde 6. 1. 2010 an 3:01

    […] Fun-Film des Jahres: Crank 2: High Voltage […]