DVD Review

The Fall (Review)

7. 8. 2009, Mal Sehen (Malcolm Bunge), 31 Kommentare

„Lass ihn nicht sterben. Du darfst nicht sterben.“

Originaltitel: The Fall
Herstellungsland: USA 2006
Regie: Tarsem Singh
Darsteller: Catinca Untaru, Lee Pace

Ich mag es zu bügeln. Bügelzeit ist Malcolmzeit und die muss zelebiert werden. Ungeachtet der garantierten postbügelischen Rückenschmerzen, kribbelt es überall, wenn die Wäschekörbe voll sind, denn dann kommt der Moment, in dem ich den Film aussuchen darf. Ich schlendere in der Videothek um die Ecke von Regal zu Regal und es ist ein ähnliches Gefühl, wie das zusammengesparte Taschengeld eines 6-jährigen, das in der Tasche klimpert, während das Kind durch die Spielzeugabteilung geht und sich etwas für sein Geld aussuchen darf.

Manchmal reicht nur ein Name. In diesem Fall „Spike Jonze“. Und noch ein Name: „David Fincher“. Und zusammen präsentieren sie „The Fall“. Was das „präsentieren“ genau bedeutet, verstehe ich nicht, aber die beiden würden wohl kaum ihre Namen unter einen schlechten Film setzen. Und weil ich gerade ein wenig aufgeregt bin, wegen dem kommenden „Wo die wilden Kerle wohnen“ Film, musste ich nicht weiter durch die Gänge flanieren.

Die Geschichte von The Fall spielt in den 20er Jahren, einer Zeit, in dem Stuntman zu sein vielleicht nicht unbedingt gefährlicher war, aber mit Sicherheit spektakulärer. Einer dieser Stuntmen, Roy (Lee Pace), liegt nach einem Unfall im Krankenhaus und vegetiert vor sich hin, bis das lebenslustige fünfjährige Mädchen Alexandria (eine unfassbar zauberhafte Catinca Untaru) anfängt ihn zu beschlagnahmen.

Roy kommt auf eine wunderbare Idee, um seinem Leid ein Ende zu setzen. Anstatt sein Leben höchstwahrscheinlich im Rollstuhl zu verbringen, will er sich mit Alexandrias Hilfe umbringen. Der Deal: Tabletten gegen Geschichte. Und wenn man sich die Geschichte anhört, die Roy da aus den Ärmeln schüttelt, ist man gerne bereit Morphium zu besorgen.

Seine Geschichte handelt von dem blauen Banditen, der mit seinen Freunden den bösen Governor Odious töten will. Neben Luigi (Sprengstoffmeister), Otta Benga (ehemaliger Sklave) und dem Inder (Inder) ist sogar der junge Charles Darwin (Evolutionsbiologe) mit von der Partie. Zusammen machen sie sich auf die lange Reise, um Odious dem Garaus zu machen.

Wenn man etwas in der Art von „Die Macher von The Cell“ liest, ist man erstmal (zu recht) skeptisch. „Die Macher von…“ ist ein so blutleeres Geschwätz, dass ich solche Filme lieber zur Seite lege. In diesem Fall (und übrigens auch in dem Fall von Southland Tales – aber das ist eine andere Geschichte) hat es zum Glück nicht nur nicht abgeschreckt, sondern auch etwas Hand und Fuß. Optisch ist viel von The Cell übernommen worden. Sei es kontrastreiche Szenerien, die Kostüme, reihenweise Zitate (Darwin als Mitglied der Droogs) oder die teilweise wunderbar, beinahe musicalhafte, überzogene Handlung der Protagonisten.

Aber auch Freunde von Filmen im Stile von „Big Fish“ oder „Charlie und die Schokoladenfabrik“ kommen auf ihre Kosten. Außen Kindermärchen, innen wunderbarer Erwachsenen-Erzählfilm. Und wer am Ende kein Pipi in den Augen hat, hat eine dunkle Seele.

Trailer

DirektFall

  • Batzman 7. 8. 2009 an 23:23

    Ist der Film wirklich besser als The Cell? Der hatte tolle Bilder aber eine grauenhafte Story…. und dieses Gesäß mit Lippen als Hauptrolle.

    Nachdem The Fall genauso aussieht wie The Cell vom Trailer her und Fincher seinen Namen auch für son Gedöns wie Benjamin Button hergibt (bzw ihn selbstverzapft), bleibe ich skeptisch.

  • Sonse 8. 8. 2009 an 0:34

    Jonze und Fincher waren mit Tarsem auf der Filmhochschule, da sie die bekannteren sind, haben sie ihre Namen hergegeben. Zur Vermarktung, keine Frage. Hat bei dir ja funktioniert. ;) Von kreativer Seite hatten die nichts mit dem Film zu tun. Der war Tarsems Traumprojekt, an dem er ewig gearbeitet hat und den Film auch ganz aus eigener Tasche finanziert. Mögliche Geldgeber haben beim Gedanken daran, dass der Film von einem 4-jährigen Mädchen abhängt, alle abgewunken.

    @Batzman: Schau ihn dir an. Ich liebe den Film, seit ich das Glück hatte ihn im Kino zu sehen und mir gleich die DVD aus UK organisiert habe. „The Cell“ finde ich auch völlig hohl (ach und ich mag übrigens weder „Big Fish“, noch das Wonka-Remake sonderlich), hier ist das ganz was anderes. Da steckt sogar soviel drin, dass man ihn eigentlich mehrmals sehen muss, um alles zu begreifen. Der Trailer protzt natürlich vor allem mit den Bildern der Fantasiegeschichte. Dabei ist die völlig sekundär und gewinnt erst mit zunehmendem Verwischen der Grenzen zwischen Realität und Fiktion an Bedeutung. „If the hospital won’t work, it will be only like a bad music video.“ (O-Ton Tarsem) Das Herz des Films ist das Krankenhaus und die Beziehung der Charaktere Roy und Alexandria. Wen die berühren, der sollte auch den Film lieben. Catinca Untaru und Lee Pace spielen hier einfach fantastisch. Ich bin beiden Figuren verfallen. :)
    Das ist auch das Problem, dass ich mit vielen Kritiken zu diesem Film habe. Oft habe ich den Eindruck, sie haben den Film wirklich missverstanden, gerade weil sie so auf die Fantasiegeschichte fixiert sind. Und die macht oft nur Sinn, wenn man sich als Zuschauer immer aufs neue vergegenwärtigt, wer gerade erzählt, wer hier gerade was sehen will, welche Assoziationen zur Realität von wem hier gerade eingebaut werden. Eine solche recht komplexe Szene, ist jene mit Roy und Nurse Evelyne/Alexandria/Odious Verlobter vor dem Brunnen. Die begreift man beim ersten Sehen kaum. Hier geht es letztlich sehr ums Geschichtenerzählen an sich und kindliche Fantasie und dies ist ganz genial umgesetzt – zumindest fühlte ich mich durch Alexandria in meine Kindheit und meine wilden Fantasiewelten zurückversetzt. Das kann allerdings sehr individuell sein, bisher hatte ich z.B. den Eindruck, dass Frauen leichter einen Zugang zu „The Fall“ finden – hoffe jedoch das der Schein trügt. ;)

    Wenn übrigens jemand weiß, wo man Tarsems Inspiration für die Grundstory, also den fast 30 Jahre alten bulgarischen Film „Yo ho ho“ auftreiben kann, bitte melden…

  • Daniel 8. 8. 2009 an 2:33

    Kann den Film wirklich auch in jeder Hinsicht empfehlen und ja, man muss ihn denk ich wirklich zumindest ein zweites Mal gesehen haben. Das hab ich mir nach dem ersten gucken auch gedacht.
    Im Endeffekt hat mich der Film stark an „Pans Labyrinth“ erinnert. Wurde in der Review und hier in den Kommentaren bisher noch nicht erwähnt. Der Film hat ja aber auch Bezüge zwischen Fiktion und Realität.
    Wem „The Fall“ also gefiehl und wer „Pans Labyrinth“ noch nicht kannte oder andersrum, beide anschauen am besten!

  • burns 8. 8. 2009 an 7:15

    Ich fand auch „The Cell“ bereits hervorragend. Nicht nur die Optik hat gestimmt; auch die Idee, sich im Hirn eines Frauenmörders einzunisten und dort mit solchen Bildern ein solches Seelenpsychogramm hinzulegen – das die Figur nicht entschuldigt, aber erklärt – ist schon mutig, eigenwillig und unglaublich gelungen.
    Tatsächlich ist „The Fall“ definitiv kein Frauenfilm. (Sonse :-) ) Es ist einfach ein wahnsinnig guter Film, dessen Kern tatsächlich die Geschichte der beiden (unglaublich charmanten) Figuren im Krankenhaus ist; wenn dann am Schluss (keine Angst: no spoiler) zwei Positionen, die wir als Erwachsene in uns tragen, und die wir in den beiden Figuren über die ganze Geschichte hinweg noch einmal vertieft haben, mit einer immensen Wucht aufeinanderprallen: Nämlich der naive Glaube eines Kindes an eine Geschichte und die bittere Erfahrung des Erwachsenen mit der Wirklichkeit, die keine Träumerei mehr zulässt – dann entfaltet der Film eine ungeheure emotionale Wucht, die ich ihm – gerade aufgrund der vielen genialen Bildkompositionen – gerade im ersten Teil nicht zugetraut hätte.
    Apropos „visionäre Regisseure“. Damit wird ja Zach Znyder immer wieder gern angepriesen (300, Watchmen). Der sagt also zu seinen Buddies am Laptop: „Freundee, für die nächste Szene brauch ich das und das. Kommt ma bei jetz!“ Schwuppdiwupp: Bild da, alles digital und für uns jederzeit klar, dass das alles digital ist.
    Aber wenn es jemand schafft, mir zu erklären, wie Tarsem Singh DIESE Bilder (eigentlich mehr WELTEN) hinkriegt, wo ich nicht mal ahnen kann, wo hier jemand digitalisiert hat (scheint ALLES „echt“ zu sein! Auch laut Hörensagen… Schauts Euch an, dann wisst Ihr, warum man digital Kram so zwischendurch auch mal richtig sch…. finden darf…), dann bekommt er meinen privaten Oscar. (Also ne Figurine, handgemanscht aus Weichkäse, oder so…)
    Hab den Film gestern im Open Air gesehen und brauchte dann – im besten Sinne – Regenerationszeit… Das ist Kino.

  • DNG 8. 8. 2009 an 7:31

    Was haben bitte alle immer nur mit „The Cell“?!? Ausser dem Hinterteil von Jennifer Lopez hat der Film gerade mal eine sehr ansprechende, skurrile und bemerkenswerte Optik – teilweise aber leider viel zu überzeichnet… DIe Story hat mich nicht gerade aus dem Kinosessel gehoben… Die war eher Mittel zum Zweck, damit man diese tollen, noch nie dagwesenen optischen Effekte unterbingen kann…
    Aber das ist nun mal Geschmackssacke ;)

    Genauso verhält es sich bei „The Fall“ – wer jedoch guten Geschmack hat, wird den Film lieben! *hehe*

  • Sonse 8. 8. 2009 an 10:02

    @burns: In den Extras auf der DVD erfährst du ein wenig mehr zum Dreh. Es ist wirklich fast alles „echt“, er hat viele Jahre seine jeweiligen Locations gesucht. Es gibt allerdings eine Szene, in der definitiv etwas am Rechner nachgebessert wurde. Die blutgetränkte Fahne war in Wirklichkeit nur halb so hoch, die wurde verlängert. Ich persönlich vermute noch, dass der wandernde Punkt und die Tattoo-Ortsangaben während des Kecaks CGI sind, dazu gibt es auf der DVD keine Aussagen, liegt aber Nahe.

  • jAnsen 8. 8. 2009 an 10:29

    ich bin überrascht und schockiert, wie wenig ihr in eurem „review“ über den, im allgemeinen sehr bekannten regisseur tarsem und die sehr interessante entstehungsgeschichte von the fall sagt.
    folgenden link bzw. einen anschnitt der inhalte im review hätte ich von euch erwartet. wer sich filmfreund nennt, sollte mehr über einen film wissen, als auf der dvd-hülle steht…

    Long-But-Fascinating Interview With THE FALL Director Tarsem:
    http://www.aintitcool.com/node/36903

  • jAnsen 8. 8. 2009 an 10:31

    ps: der film ist großartig und eigentlich auch der bessere „pans labyrinth“.
    (außerdem enthält er eine stop motion sequenz der lauenstein-brüder, was mich sehr gefreut hat, da man sich seit dem oscar für „balance“ fragte, was die eigentlich genau machen)

  • Lobold 8. 8. 2009 an 13:25

    Ich kann mich nur der ‚Must see‘-Fraktion anschließen, habe den Film im Kino gesehen und die Kombination aus Story, Charakterzeichnung und den fantastischen Bildern aus den Geschichte-szenen macht aus dem Film ein optisches und emotional mitnehmendes Spektakel. Für alle die ihn im Kino verpasst haben ist mein Rat: der TV sollte so groß wie möglich sein, also ab zu dem Kumpel mit dem größten TV (oder gar Beamer) zum Filmeabend.
    Noch ein-zwei Sätze zum Background:
    Tarsem Singh hat seine Gewinne aus ‚the Cell‘ und Werbefilmeinnahmen in diesen Film gesteckt und sich 6 Jahre Zeit für die Fertigstellung genommen. Dass die Aufnahmen aus den fiktiven Szenen so großartig sind und man kaum sehen kann wo CGI eingesetzt wurde, liegt auch daran, dass der Regisseur an vielen Originalschauplätzen rund um die Welt gedreht hat. Schaut Euch einfach die Locationliste im Abspann an, dass sind bestimmt 20+ verschiedene Drehorte.

  • stb247 8. 8. 2009 an 21:07

    Monatelang gewartet. Endlich im Kino gesehen. Vor ein paar Wochen aus den UK die DVD besorgt. Schon jetzt ein Klassiker für mich.

    Und der Film bietet mehr, als die wahnsinnig schönen Bilder. Da steckt eine super Geschichte drin, wie Jansen schon sagte, ist es auch der bessere Pans Labyrinth.

    Ich gehe mal soweit, zu sagen, dass der Film ein absolutes Muss ist. Wer den nicht sieht, ist an guten Filmen wohl nicht interessiert. Trailer hin oder her.

  • stb247 8. 8. 2009 an 21:10

    Kleine Zusatzinfo: Ja, Jonze und Fincher haben eigentlich nur ihren Namen hergegeben, um dem Film etwas mehr „Awareness“ zu verschaffen. Netterweise hat Tarsem dafür bei Benjamin Button die Regie für die kurze Sequenz in Indien übernommen.

  • Sonse 8. 8. 2009 an 22:03

    Danke für den Link, jAnsen.
    Es wärmt richtig mein Herz hier so viele Fans dieses großartigen Films zu sehen.

  • JMK 9. 8. 2009 an 0:03

    The Fall war leider eine grosse Enttäuschung, die Figuren zu blass und die Story wenig stringent. Tarsem verfängt sich zu sehr in seinen Bildern und vergisst seine Geschichte zu erzählen.
    Der Vergleich zu Pan’s Labyrinth hakt ja nun auf mehreren Ebenen, wobei del Toro den weitaus interessanteren Beitrag leistet. Eben weil er versteht seine Bilder immer der Handlung unterzuordnen.
    The Fall ist ein klassischer Fall von Style over content.

  • Mal Sehen 9. 8. 2009 an 0:13

    Ich glaube, dass es Zuschauer gibt, die generell nichts damit anfangen können, wenn Bilder überzeichnet werden, bzw. ein bisschen „Style“ rein kommt. Schon wird behauptet, dass man von Defiziten ablenken muss. Letztendlich Geschmackssache. Ich würde nur davon absehen zu behaupten, dass man „vergisst eine Geschichte zu erzählen“ oder mit Fake-Fachbegriffen wie „Style over Content“ um sich zu werfen. Man könnte schnell in Versuchung kommen genau das von einem überstylten Kommentar zu behaupten.

  • jAnsen 9. 8. 2009 an 1:00

    ich glaube, dass einige leute grundsätzlich nicht viel mit einem film anfangen können, der ausschweifend symbole benutzt. wenn also keine „klare“ handlung durch aktionen geboten wird, man also den kopf einschalten und visuelle zeichen entschlüßeln müßte, wird´s schnell duster im otto-normal-transformers2gutfind-hirn…

  • Das Ding 9. 8. 2009 an 1:39

    Na, na, ist das nicht auch Getrolle? Wie kann ich denn ein otto-normal-transformers2gutfind-hirn haben, wenn ich den hier Weltklasse finde. Schon allein der Anfang, die Szene wo er aus dem Wasser kommt, genial. Abstrakte Dinge wie The Fall kann ich den ganzen Tag verschlingen… The Fountain, Mirrormask…
    Ich finde es eher langweilig wenn man ausschließlich vom feinem Teller ißt und auf die schimpft, die auch mal Schwarz-Sauer gerne essen und mit Beluga nichts anfangen können, wobei Beluga hier The Fall darstellt.

    The Fall steht bei mir in der Blu-ray-Sammlung. Ende

  • jAnsen 9. 8. 2009 an 16:05

    das mit dem feinen teller stimmt schon. abwechslung muß sein. wobei transformers 2 aber nicht schwarz-sauer, sondern die mülltonne neben dem öffentlichen wc darstellt.

  • JMK 9. 8. 2009 an 17:22

    Was andere oder malsehen von meinem Kommentar zu behaupten meinen ist mir nun völlig schnurz.
    Ich muss es mir einfach merken, dass hier Kritik an Lieblingen sofort zu dümmlichen Vergleichen führt. Immer schön einfach wenn man sich die Welt schwarz/weiß malt.

    Btw. ging es bei dem grandiosen Fountain um Inhalt, nur um Inhalt, die Optik war völlig sekundär.

  • Mal Sehen 9. 8. 2009 an 18:16

    Aber findest du etwa nicht, dass dein Kommentar auch ziemlich schwarz/weiß daher kommt, oder zumindest so verstanden werden musste konnte?

  • tobi 10. 8. 2009 an 13:54

    Ich habe mir den Film schon vor einiger Zeit angesehen, weil mich die Optik schon an „Hero“ erinnert hat, nur hat mich am Ende das Ergebnis etwas enttäuscht. Die Geschichte beginnt sehr gut, nur dann hab ich das Gefühl, dass die Drehbuchautoren ausgestiegen sind und ein Kulissenbauer schnell das Ende zusammengeschustert hat. Das Ende ist… furchtbar. Wirklich furchtbar.

  • mo 10. 8. 2009 an 19:06

    hab „the fall“ auch vor monaten im kino gesehen. hatte ihn mir auch besser vorgestellt. natürlich sieht das alles top aus und auch die eigene erzählweise und das spiel mit den ebenen funktionieren. aber mir fehlten doch irgendwie gewisse „anhaltspunkte“ an die story.
    so kam alles doch etwas gestückelt daher – kein fluß, mehr eine aneinanderreihung von seqzenzen und ideen.

    vielleicht ist film einfach nicht tarsems medium? seine werbeclips gehören ja zu den besten: au revoir!

  • Das Ding 10. 8. 2009 an 19:35

    @18
    ..in meinem Komm ging es um „abstrakt“ und nicht um Optik…

  • BurnToBeAlive » Gemischtes Gemüse 11. 8. 2009 an 10:31

    […] Leserinnen, so oder ähnlich aussieht – bitte melden! Ich bin sogar bei dem Film und dem Nächsten mit der Fuenf-Filmfreunde Meinung nahezu deckungsgleich, kam lange nicht mehr vor. “The […]

  • Franziska 11. 8. 2009 an 15:25

    Wie schön, hier sind endlich mal mehr Menschen versammelt, die den Film verstanden haben & mochten, als ich es auf anderen Seiten gefunden habe.
    Ich empfehle auch, den Film mit Director’s Commentary anzuschauen, auch wenn Tarsem teilweise wirklich schwer zu verstehen ist, lohnt sich das, auf Grund der Zusatzinformationen extrem.
    Er beantwortet unter anderem Fragen zur:
    – Natürlichkeit des Spiels von Catinca
    – Location Scouting
    – schwimmenden Elefanten
    Das einzige, was bei „The Fall“ schlecht ist? Den Soundtrack gibt es nicht auf CD…

  • Mal Sehen 13. 8. 2009 an 13:44

    Denk an die Steuern! Denk an die Steuern, sag‘ ich!

  • Jeff 13. 8. 2009 an 12:45

    @ Malsehen: Was du da so ganz nebenbei über die Machtverteilung in eurer Beziehung schreibst, finde ich ein mittlerweile mehr als bedenklich… Ich denke, ich lass das mit dem heiraten.

  • Mr_Noyes 16. 8. 2009 an 20:07

    Was man viellleicht auch einmal erwähnen sollte ist der absolut minimale Gebrauch von CGI. Korrgiert mich, falls ich falsch liege, aber ich meine gelesen zu haben, dass es nur eine CGI Szene gab – der Rest ist quasi ohne Tricks gemacht. George Lucas Vision von Coruscant ist und bleibt trotz der genialen Idee ein dröger Pixeleintopf wohingegen Tarsem es wirklich schafft, mir den Atem zu nehmen. (Erinnert sich jemand noch an die Bestattungszene mit der riesigen Stoffbahn, die sich langsam rot färbt?)

  • nurleben 5. 9. 2009 an 2:50

    @Franziska: Da der Soundtrack krass gesagt sowieso nur aus Variationen vom 2. Satz aus Beethovens 7. Symphonie besteht, hör einfach solange den (mahc ich jedenfalls :D) Z.B. Classiccat.net findet mir 3 Aufnahmen von 1954 bis 2002 :D, die verschiedene Orchester zum kostenlosen legalen Download anbieten, gepriesen sei die Nichtewigkeit des Urheberrechts :).

    Ich muss mir den Film auch unbedingt nochmal angucken, wär geil, wenn er mir dann noch besser gefiele :). Deutsche DVD und Bluray sind ja sehr günstig, wie ich bei Amazon sehe :).

  • Filmfan 17. 9. 2009 an 10:50

    Cooler Beitrag zum Thema…

    http://www.kultur-port.de/index.php/kunst-kultur-blog/47-film/687-rezensiert-the-fall-der-film.html

  • bodo banane 29. 9. 2009 an 20:05

    sehr sehr guter film. mal alleine angucken.

  • basuchianu 5. 10. 2009 an 21:18

    Ich find den Film toll, die Rahmenhandlung, die eigentlich die Haupthandlung ist (Krankenhaus), ist sehr überzeugend und Catinca U. spielt grossartig, ebenso in der Nebenhandlung, dem Märchen. Lee Pace spielt die Verzweiflung gut und dieden harmonieren toll.
    Wem das Märchen zu brutal ist, der sollte überlegen wer welches Element in die Story bringt.
    Sehr nett ist eine Sache, die man leider in der schwachen deutschen Synchro net mitkriegt: Er sagt „the indian“ und später „the squaw“, also hat er einen Indianer im Kopf, sie und wir sehen aber einen Inder, der bei ihr im Kopf sitzt. Überhaupt sollte man sich teilweise klarmachen, wann man mit kindlicher Logik, wann mit erwachsenerer rangehen sollte.

  • Blackmail 9. 11. 2009 an 16:18

    Hammer Film, hat mir sehr gut gefallen. Schöne Bilder und eine gute Geschichte… für Kinder sicher bezaubernd.