Review

G.I. Joe – Geheimauftrag Cobra (Review)

11. 8. 2009, Jet Strajker, 77 Kommentare

Technically, we don’t exist. We answer to no one. And when all else fails, we don’t.

Originaltitel: G.I. Joe: The Rise of Cobra
Herstellungsland: USA/Tschechien 2009
Regie: Stephen Sommers
Darsteller: Adewale Akinnuoye-Agbaje, Christopher Eccleston, Joseph Gordon-Levitt, Lee Byeong-heon, Sienna Miller, Rachel Nichols, Jonathan Pryce, Saïd Taghmaoui, Channing Tatum, Marlon Wayans, Dennis Quaid, Brendan Fraser, Arnold Vosloo

Es ist die nächste vom Actionspielzeug ins donnernde Effektspektakel konvertierte, die neueste Hasbro-goes-Kino-Schlachtpalette und weitere Militärmär im adaptionsdominierten sommerlichen Blockbuster-Geschehen: Nach Michael Bays zweiter Autoroboternahkampflyrik „Transformers II“, die genauso megalomanisch wie selbstbewusst alles verdächtig Tiefsinnige und Grundsätzliche eines irgendwie vernünftigen Filmes gegen überlange Ton- und Effektorgien eintauschte und damit sogar den seinerseits schon merklich gefährlich bekloppten ersten Teil erfolgreich zu überbieten verstand, darf nun der offenbar irgendwie als Sommerhit-Garant gehandelte Stephen Sommers die US-Spielzeug-Helden der „G.I. Joe“-Elite zu einem mehr oder weniger plausiblem Marketing-Event auf der Leinwand vereinen. Das Ergebnis ist in etwa so feingeistig wie ein Stück Brot und damit selbstredend mehr als adäquat: Eine anständig blöd-schöne Auftragsarbeit ist dem Regisseur von „The Mummy“ und „Van Helsing“ da gelungen.

Es geht in „G.I. Joe“, der im Originaltitelzusatz auch noch etwas vom Aufstieg einer Cobra verspricht, uns das allerdings vor- und sich damit offenbar lieber für die ganz dezent angekündigte Fortsetzung aufbehält, um gute Soldaten gegen böse Weltzerstörer, die mithilfe so genannter Nanomilben ganze Städte vernichten wollen. Sic! Glücklicherweise bleibt amerikanisches Terrain im Film allerdings unbeschadet und kann jedwedes Unglück abgewendet werden – abgesehen von einer vernachlässigenswerten Zerstörung des Eiffelturmes in Paris, die mindestens so schlecht getrickst und amüsant wie überhaupt der ganze Rest dieses zweistündigen Riesenschwachsinns ausfällt. Sommers ist sich offensichtlich, ganz anders als Michael Bay, des recht absurden Unternehmens bewusst, hier fleischgewordene Spielzeugpuppen in seriöse Kinohelden umdichten zu müssen – und haut entsprechend unverhältnismäßig, selbstverständlich und ironisch untersetzt auf die Pauke.

„G.I. Joe“ ist eine wahr gewordene Kleine-Jungen-Fantasie, die völlig eigenen Erzählgesetzen (nämlich irgendwie keinen) gehorcht, die eindrückliche Gut-Gegen-Böse-Bilder durch Kinderaugen entwirft und sich mit einer Fülle gewollt (?) künstlicher, an die Ästhetik von Computerspielen angelehnter Spezialeffekte stets als ganz großes Krawall-Happening versteht. Damit trifft Sommers jenen Ton, den so ein Vorhaben innerhalb seiner beschränkten Möglichkeiten auch nur bestenfalls anzustimmen in der Lage ist, und nimmt die Abenteuer seiner Knallchargen mitsamt der geradezu unverschämt langbärtig-infantilen Geschichte so wenig ernst wie möglich. Insbesondere die zwar flüssige, aber stets unperfekt erscheinende Inszenierung, die in vollstem Bewusstsein zu Schaustellern degradierten Typecasting-Darsteller und das stets durch- und überschaubare Computergetrickse verleihen dem Film die notwendige Distanz sich und seinem Sujet gegenüber.

Dass hier Kinderunterhaltung mit neuestem Militärgeschütz und Army-Helden-Pathos generiert wird, mag und muss man zu Recht genauso bedenklich finden wie bei der hausinternen Konkurrenz um die transformierenden Riesenroboter. Doch während das Baysche Actionkino einem technischen Perfektionismus hinterklotzt und dabei verbissen und überambitioniert fetischisierte Werbebilder zusammenträgt, bedient Sommers seine Zielgruppe ebenso solide wie er allen anderen, also einem Publikum jenseits der 12, erkennbar zuzwinkert: Das hier mag zwar ein bemerkenswert blöder Ulk sein, aber es ist zumindest veritabler Ulk. Verdächtig und angemessen dämlich.

  • SpielerZwei 11. 8. 2009 an 23:08

    Ich halte ja generell nichts von Serien und Filmen, die primär Spielzeug verkaufen sollen. (Ja, ich schaue genau in Deine Richtung, George Lucas!)
    Seinen es die Power Rangers, Transformers oder jede Lucas-Produktion seit Empire…
    Andererseit mag ich ja Sommers Popcorn-Kino. Ich bin einer der wenigen öffentlich-bekennenden Mummy-Fans und ertrage den Spott mit stoischer Geduld.
    Immerhin bezieht sich der Film ja auf den Comic-G.I.Joe der 80er und nicht auf die US-Propagande-Puppe der Zeit davor. Könnte also in Punkto Patriotismus und Militarismus immer noch leichter zu ertragen sein als der durchschnittliche Emmerich-Film…
    Btw: Kann sich noch jemand an das bekloppte C64-Spiel erinnern? Ich habe nie wirklich verstanden, wie es funktionierte. Aber wir hatten ja auch keine Anleitungen zu den Spielen damals…

  • El_Skeletto 11. 8. 2009 an 23:10

    Täusch ich mich, oder wird das Filmjahr 2009 von Woche zu Woche einfach immer noch schlimmer?

    Andererseits: was kann man schon vom Sommerloch erwarten?

  • CheeseSteakJim 12. 8. 2009 an 0:57

    Verstehe ich jetzt auch nicht so ganz. Ich zitiere : Wie Transformers bla, wie Transformers blubb, wie Transformers rhabarber… aber der hier ist gut und Transformers ist mies. Weil man bei G.I. Joe lachen kann und bei Transformers nicht. oO

    Ja.

  • dlb 12. 8. 2009 an 0:25

    The Mummy rockt! Zumindest Teil 1! Schmeiß ich jetzt mal so in den Raum!

  • DrJonezzz 12. 8. 2009 an 0:32

    G.I. Joe 3 Sterne… wtf.
    Yes, I read the review…
    Aber… 3 Sterne… G.I. fucking Joe?!
    Was geht denn ab?

    What about „The Hurt Locker“. You’re rating that?

  • Seraphyn 12. 8. 2009 an 8:10

    Das mit dem Brot nehme ich Ihnen Krumm Hr Strajker.
    Seit meinen Versuchen mit dem Brotbackautomat fühlt sich das Brot locker und potent an. Ich fand es nur selbstgebacken ein wenig authentischer und knuspriger. Und G.I. Joe ist nicht authentisch, knusprig und schon garnicht locker und potent. auch gehe ich davon aus, das Brot klüger als die Kommunikation der Protagonisten ist.
    Aber ich dachte mir, dass es sich um Kindergezappel der niedrigsten Form bei dem Film handelt. Somit, ich bin nicht enttäuscht und werde den Film auch weiterhin ignorieren.
    Grüsse

  • Tino 12. 8. 2009 an 8:57

    Naja, die Review beschreibt das, was ich erwartet habe. Werd ihn mir sicherlich nicht im Kino anschaun, auf DVD nach der Arbeit geht er bestimmt mal.

  • Ich habs für den Wookiee gemacht 12. 8. 2009 an 10:09

    „The Hurt Logääääähhhhnnnnnnnn“ ;-)

    Wieso meckert ihr? Einfach schweigen und sehen was kommt :-)

  • ringvernichter 12. 8. 2009 an 10:27

    Hier mal der Beitrag zu G.I. Joe von funny or die

    http://www.funnyordie.com/videos/076041c13b/the-ballad-of-g-i-joe

  • jens 12. 8. 2009 an 9:32

    GI Joe ist also besser als Public Enemies ?
    naja, jetzt weiss ich wenigstens wie ich Geschmack und Kinoverstand des Rezensenten einzuschätzen habe

  • Binding 12. 8. 2009 an 9:46

    @ dlb: Warum so schüchtern? „Die Mumie“ war tatsächlich klasse und ist sogar filmhistorisch bedeutsam, weil es einer der ersten Filme gewesen ist, der Horror und Action gekonnt verknüpft hat (weitere Beispiele dieses damals noch sehr raren Genre-Mixes aus jener Zeit waren „Das Relikt“ und „Blade“) – heute ist sowas ja längst normal. Außerdem waren die SFX damals grandios und teilweise so auch noch nicht gesehen (ich nenne nur mal die Mumien-Verwesungsstadien, die Massenkampfszenen, den Sandsturm und die Skarabäus-Attacken).

    Der zweite Teil hat mich im Kino dann allerdings zunächst tierisch genervt, weil ich ihn zu kindisch fand. Beim zweiten Sehen auf DVD fand ich ihn aber superunterhaltsam.

  • kapoow 12. 8. 2009 an 9:58

    lol, langsam wirds aber albern oder?
    sorry aber könntet ihr euch mal „wichtigeren“ filmen zuwenden.
    die gehen hier die ganze zeit unter. und im endeffekt gibts immer nur berichte über filme über die sogar die lokalzeitung von hinterdagelfing schreibt.

    z.b der oben schon erwähnte „the hurt locker“ oder vielleicht sogar „it might get loud“ ? alte schwede hey.

  • Binding 12. 8. 2009 an 10:02

    Das große Problem von „G.I. Joe“ ist, dass er sich nicht entscheiden kann, ob er Kiddies oder erwachsenen Actionfans Spaß bereiten will. Herausgekommen ist daher eine unausgegorene Popcorn-Action-Dröhnung, die für Kids aber eindeutig zu brutal ist – weswegen der Film bei uns auch zurecht eine FSK-16-Einstufung bekommen hat. Eine seiner besten – aber im Hinblick auf den Jugendschutz gleichzeitig auch fragwürdigsten – Szenen ist bezeichnenderweise eine ohne CGI-Effekte: Wenn sich Snake Eyes und Storm Shadow als Kinder in einem Rückblick die Hucke vollhauen. Dieser Kampf ist der Hammer und für eine Kinderszene so derb brutal, dass man sich nur wünschen kann, dass er niemals von Kindern gesehen wird (die die Kampftechniken dann eventuell auf dem Schulhof nachahmen und mangels realistischer Folge-Einschätzung andere Schüler krankenhausreif prügeln). Nicht falsch verstehen: Die Szene ist genial! Aber eben keinesfalls für Kids geeignet. Hinzu kommen einige recht heftige Gesichtsdeformationen von verletzten oder mit wissenschaftlichen Experimenten gefolterten Personen.

  • Medem77 12. 8. 2009 an 10:05

    Was macht „The Hurt Locker“ relevanter, als G.I. Joe?

  • Binding 12. 8. 2009 an 10:08

    @ Medem77: Die Frage ist hoffentlich nur rhetorisch gemeint! Aber ich gebe trotzdem schonmal zwei Antworten: Kathryn Bigelow und das authentische Thema.

  • Medem77 12. 8. 2009 an 10:20

    Binding:

    Das wären dann zwei Punkte, die dafür sprechen, dass der Film mehr Tiefgang hat, als G.I. Joe, ein komplexeres Drehbuch, ambitioniertere schauspielerische Darbietungen (vorsichtig formuliert), ja. Aber ich sprach von Relevanz. Wie definiert man die einheitlich?

  • Koalafish 12. 8. 2009 an 10:53

    magst wohl lange sätze ;)

  • Malle 12. 8. 2009 an 11:43

    The Hurt Locker ist nicht erwähnenswert…. der film ist überbewertet mit den massiven Durststrecken und Logikfehlern.

  • GunGrave 12. 8. 2009 an 13:07

    … hört sich doch mal interessant an – die Trailer gefielen mir – schätze mal unterhalten wird man trotz-alle-dem! Wohl als nächstes dann mal ab ins Kino… die Kritik allerdings kann man nur lesen wenn man vorher genügend Luft geholt hat um die megalomanisch anmutenden Sätze zu lesen und nebenbei noch zu verstehen. ^_~

    … Kürze – Würze… so ungefähr

  • Martin Sane 12. 8. 2009 an 13:40

    Ok: ein langweiliger, mit der dümmlichsten Story, den dümmlichsten Dialogen, den schlechtesten Schauspielern, den meisten Plotholes, aber mit guten Tricks ausgestatteter Film (Transformers 2) wird als solcher von Strajker gar nicht wahrgenommen weil er sich so „bierernst“ nimmt (0 Sterne) .
    Ein langweiliger, mit der dümmlichsten Story, den dümmlichsten Dialogen, den schlechtesten Schauspielern, den meisten Plotholes UND den schlechtesten Tricks seit van Helsing kriegt 3 Sterne weil er sinngemäß so scheisse ist dass es ja eigentlich nur eine Parodie auf sich selbst und seinesgleichen sein kann.
    Natürlich ohne dabei witzig zu sein, zu unterhalten oder sonst irgendwie die Investion von 8€ und 2 Stunden meines Lebens zu rechtfertigen.
    Siehst Du Michael Bay? Wäre Dein CGI genauso scheisse wie alles andere in Transformers 2 gewesen hätte Dir Jet 3 Sterne gegeben. Jetzt weisst Du ja Bescheid für Transformers 3.

  • Ranor 12. 8. 2009 an 15:23

    Äh… uh… ach…… Strajker, du bist irgendwie goldig.

  • justus_jonas 12. 8. 2009 an 14:38

    @9: „Die Mumie ist […] sogar filmhistorisch bedeutsam, weil es einer der ersten Filme gewesen ist, der Horror und Action gekonnt verknüpft hat.“

    Äh… Nein und… nein. Die Mumie ist ein leidlich unterhaltsamer „Indiana-Jones-Klon“ mit leichtem Grusel.

    Nach „Van Helsing“ schau ich mir keine Stephen-Sommers-Filme mehr an. Den werde ich ihm nämlich nie verzeihen können.

  • Daniel 12. 8. 2009 an 19:22

    sehr empfehlenswerter „Review“ zu G.I. Joe:

    http://www.hackermovies.com/501127/g-i-joe-origin-of-the-cobra-review

  • McClane 13. 8. 2009 an 1:20

    3 sterne??? leute das kann nich sein

  • Jet Strajker 13. 8. 2009 an 1:40

    @Binding:

    Sommers THE MUMMY war nun gewiss nicht der erste Film, der Horror- mit Actionelementen paarte. Ihm da eine stilbildene Rolle zuschreiben zu wollen ist nun wirklich arg konstruiert. Diese Kombination findet sich schon in den klassischen action- wie horrorbetonten Invasionsfilmen wie THEM! oder TARANTULA, in JASON AND THE ARGONAUTS oder anderen Harryhausen-Arbeiten, und erfreute sich besonders in den 80ern mit Filmen wie THE HIDDEN, PREDATOR oder ALIENS großer Popularität.

    Zumal die Wurzeln von Sommers‘ Film wie schon oben beschrieben im Abenteuergenre verortet sind, besonders bei INDIANA JONES, dessen zweiter Teil nebenbei ebenso ein Beispiel für die Verquickung von Action und Horror bildet (zurückgehend auf George Stevens‘ GUNGA DIN).

    Eine sehr fragwürdige Aussage demnach.

  • Leto 13. 8. 2009 an 8:32

    Auch in der Kategorie der peinlichen „No-Brain/viel-CGI“-Möchtegern-Blockbuster mit viel Getöse, wenig Handlung, noch weniger Sinn und Niveau und nerviger Militär-Progadanda gibt es eben Abstufungen – das ist die Quintessenz dessen, was uns (IMHO) dieses Review letztendlich sagen möchte.

    Ganz „unten“ kommt logischerweise jedes Machwerk von Michael Bay, in der Mitte (vielleicht) mal wieder ein besseres Werk von unserem Exportwunderkind Roland Emmerich und die „Krone“ trägt S. Sommers, bei dem man wenigstens gelegentlich das Gefühl hat, dass er sich der „Qualität“ seiner Werke in gewissem Umfang bewusst ist und in mancher selbstironischen Attitüde sogar mit dieser Einschätzung kokettiert.

    Ah ja…was in dem Review fehlt, ist die Erwähnung, dass die Filmmusik immerhin vom bekannten und bewährten ALAN SILVESTRI stammt, der ja im zweiten Mumien-Film schon sehr gute Arbeit geleistet hat. Das kann der Film auf jeden Fall schon mal auf der „Haben“-Seite verbuchen.

  • Binding 13. 8. 2009 an 10:33

    @ justus_jonas: Wer damals „Die Mumie“ im Kino gesehen hat, als der Film heraus kam, muss ihn als etwas Besonderes empfunden haben, weil er einfach fresh war und bestimmte Dinge bot (die Genre-Verschmelzung, die Effekte), die trotz gewisser Vorläufer in dieser speziellen Art neu waren. Und egal wieviel Action- oder Abenteuer-Elemente er aufweist – vom Titel her muss er dem Horror-Genre zugeordnet werden! Die Abweichungen davon waren dann genau das, was daran fresh war.

    @ Jet Strajker: Das wird jetzt etwas komplizierter, denn filmhistorisch knüpft sich das alles etwas anders auf. Ich würde niemals auf die Idee kommen, Horror- bzw. Science-Fiction-Klassiker wie „Tarantula“ oder „Formicula“ unter Action-Aspekten zu analysieren. Dass solche Filme auch Action beinhalten, ist ja logisch – aber dann wäre so gesehen auch jeder „Freitag der 13.“-Film Action! Die später von Dir aufgeführten Beispiele gehören alle zum Science-Fiction-Genre – auch wenn sie Horror-Elemente beinhalten – und können daher nicht wirklich als Gegenbeispiele bzw. Vorläufer gelten! Auch Emmerichs „Independence Day“ ist ja zur Hälfte ein Actionfilm, hat aber mit Horror nichts zu tun. Bei „Aliens“ ist natürlich auch sehr viel Horror drin, aber er bleibt trotzdem immer ein Science-Fiction-Film – genau wie „Predator“! Die Übergänge sind zwar oft fließend, und „Jason und die Argonauten“ ist in der Tat auch eine Art Urahn von „Die Mumie“. Aber „Die Mumie“ (als Film und Figur) ist ja einer der großen Horror-Klassiker schlechthin, und da Sommers Film auch so hieß und ein Remake war, muss(te) er also erstmal von der Horror-Warte aus betrachtet werden. Das Ergebnis war dann zwar alles andere als klassisch, eben gerade weil so viele Action-Elemente dazu kamen. Und genau das war in dieser Form damals im Horrorgenre (!) neu – ich bleibe dabei.

  • Binding 13. 8. 2009 an 10:42

    @ Medem77: Du kannst doch nicht ensthaft meinen, dass „G.I. Joe“ in irgendeiner Form relevanter wäre als „Tödliches Kommando“?! Wenn überhaupt, dann vielleicht an den Kinokassen. Aber es ist natürlich eine Frage des Blickwinkels bzw. Standpunkts: Wenn Du Filme nur unter Popcorn/Mainstream/Blockbuster-Gesichtspunkten betrachtest, ist natürlich klar, dass Du Relevanz anders verstehst. Es hat aber auch schon damit zu tun, dass Sommers und Bigelow in ganz anderen Ligen spielen. Für Cineasten stellt sich die Frage daher eigentlich nicht wirklich …

  • Jet Strajker 13. 8. 2009 an 10:53

    @Binding:

    Du fegst die von mir ins Feld geführten Beispiele also vom Tisch, in dem du sie ganz einfach als Science Fiction verortest/subsumierst/herunterbrichst – und inwiefern bitte schließt das die Vermengung von Action- mit Horrorelementen aus? Ach ja, weil du THE MUMMY als Horrorfilm siehst, richtig, ehm… und was wenn ich das nicht gelten lasse, weil es kein Horror- sondern ein Abenteuerfilm ist? Ein Abenteuerfilm, der Wesensverwandtschaften zum Action- und Horrorgenre pflegt, eben genau wie INDIANA JONES, sein eindeutiges geistiges Vorbild. THE MUMMY ist dessen postmoderne Replik, aber gewiss nicht „filmhistorisch bedeutsam“. Was für ein aufgeblasener Quark…

  • Binding 13. 8. 2009 an 11:08

    @ Strajker: Nun, es gibt auch Wissenschaften, die sich mit Film befassen. Und wie wir wissen, geht es bei Wissenschaften sehr um Präzision und eindeutige Definitionen – sonst wird das Ganze beliebig. In unserer Diskussion nehme ich gerade diese wissenschaftliche Position ein. Und in der Filmwissenschaft – aber auch allgemein bei Leuten, die was von Film verstehen – zählt „Die Mumie“ ganz eindeutig zu den echten klassischen Horrorfiguren (neben Vampir, Werwolf, etc.). Das ist einfach so und wird sich auch nicht ändern. Nenn‘ es von mir aus aufgeblasen, aber diese Tatsache bleibt bestehen! Und wenn sich ein Remake „Die Mumie“ nennt, kann man diesen Bezug dann auch nicht ausblenden. Punkt. Dass der Film dann ganz anders damit umgeht, war ja übrigens auch Teil meiner Argumentation. Vielleicht hast Du mich aber auch missverstanden: Mit „filmhistorisch bedeutsam“ meinte ich nicht die Qualität des Films, sondern lediglich dessen Rolle als Trendsetter. Renington, sag‘ doch auch mal was dazu!

  • Jet Strajker 13. 8. 2009 an 11:24

    Vielen Dank, dass du „in unserer Diskussion die wissenschaftliche Position einnimmst“, das ist sehr hilfreich…

    Tut mir leid, aber ich wüsste nicht, inwiefern THE MUMMY mehr Horror-Action-Kombi als beispielsweise JASON AND THE ARGONAUTS sein sollte… bisher hast du das auch nicht begründet. Ach, und zur Wissenschaft, mit der man hier ja mal sehr vorsichtig argumentieren sollte: Ich weiß nicht, ob du schon mal einen Filmwissenschaftsseminarraum von innen gesehen hast (die an der FU in Berlin sind ganz brauchbar zum Beispiel), aber filmwissenschaftlich ist ganz gewiss nichts von dem, was du hier schreibst.

    Und wo du weiter oben BLADE angesprochen hattest – der bietet doch auch Horrortopoi in Actionästhetik, und das vor THE MUMMY. Also, ist der nun der richtweisende Schnittpunkt oder vielleicht doch eher THE RELIC oder MIMIC? Ach nee, das sind ja Science-Fiction-Filme, die zählen also nicht.

  • Suppenkazper 13. 8. 2009 an 13:47

    Ähm, wenn ich deinen Kommentar #30 richtig verstehe Binding ist es also so, dass wenn ich ein Remake von Spartacus drehe, welches ich auch Spartacus nenne, indem Spartacus in eine Zeitmaschine steigt und gegen Zombiemutantenaliens mit Lasergewehren im Jahr 3024 kämpft ist es immer noch ein Historienfilm?

    Denn den Bezug das Spartacus eine Historienfigur ist kann man ja nicht ausblenden Punkt.

    Und ja, mein Beispiel ist leicht over the top.

  • Binding 13. 8. 2009 an 21:26

    @ Suppenkazper: Ein Historienfilm ist es dann wohl nicht mehr, wohl aber immer noch ein Sandalen-Film (was ich bei „Spartacus“ als dominierend betrachten würde)! Wenn auch ein ziemlich bescheuerter.

    @ Jet Strajker: Ich gehe seit zirka 30 Jahren so oft ins Kino, wie ich kann, bin seit 20 Jahren aktiv schreibender Filmkritiker, habe so viele Film-Sachbücher gelesen, wie ich nur konnte und Medienwissenschaft mit Schwerpunkt Film studiert. Nicht dass ich damit prahlen will, aber eine gewisse Ahnung würde ich mir da doch schon irgendwie attestieren wollen.

    „Jason und die Argonauten“ mag von mir aus als Horror/Action-Hybrid vergleichbar sein (wobei ich aber meine, dass er sogar eher zur Fantasy zählt), es liegen aber ja einige Jährchen zwischen ihm und dem „Mumien“-Remake, und mir ging es eher um die „moderne Art Film“, die Sommers „Mumie“ war. Ich schrieb übrigens nicht, dass er DER erste, sondern „einer der ersten Filme“ dieser Art war. Aber als wichtigster Vertreter dieser „neuen damaligen Strömung“ kann er insofern gelten, als er das mainstreamigste und erfolgreichste Beispiel gewesen ist. Wahrscheinlich könnte ich das Ganze sogar belegen, wenn ich mir die Mühe machen würde, zeitgenössische Rezensionen und Lexika-Einträge herauszusuchen und zu zitieren. Wäre intererssant. Reiche ich vielleicht noch nach.

    „Das Relikt“ und „Mimic“ sind übrigens waschechte Horrorfilme, keine SF! Ersteren und „Blade“ hatte ich doch auch sogar als weitere Beispiele von damals angeführt.

  • solala 13. 8. 2009 an 21:43

    es ist so schön, wenn strajker und binding ZENTRIFUGE spielen. weitermachen! :)

  • JMK 13. 8. 2009 an 23:25

    „@ Jet Strajker: Ich gehe seit zirka 30 Jahren so oft ins Kino, wie ich kann, bin seit 20 Jahren aktiv schreibender Filmkritiker, habe so viele Film-Sachbücher gelesen, wie ich nur konnte und Medienwissenschaft mit Schwerpunkt Film studiert. Nicht dass ich damit prahlen will, aber eine gewisse Ahnung würde ich mir da doch schon irgendwie attestieren wollen.“

    Ich sag es ja immer wieder, die Kommentare hier sind einfach grandios.
    Das erinnert mich immer an den Automechaniker, der sich für die Instanz hält, jeglichen automobilen Kram zu beurteilen.

    Ansonsten sollte man Bücher nicht nur lesen, verstehen hilft dabei ungemein.

  • Binding 14. 8. 2009 an 10:28

    @ JKM: Nun ja, wenn man einem Thema leidenschaftlich verfallen ist und ihm bereits drei Viertel seiner kompletten Lebenszeit exzessiv gewidmet, das Ganze in einem Wissenschaftsbetrieb studiert und dann auch noch zum Beruf gemacht hat, dürfte man eine gewisse Berechtigung haben, zu diesem Thema etwas Substanzielles zu sagen, oder? Man kann zwar zu allem eine Meinung haben, aber manche Dinge sind nun einfach mal unverrüttelbare Fakten (zum Beispiel, dass „Mumien“-Filme seit jeher ins Horrorgenre eingeordnet werden). Wenn ich übrigens der Automechaniker bin, bist Du dann der Schraubenschlüssel??? Oder kommst Du vielleicht aus einer ganz anderen Branche, die mit Autos gar nichts zu tun hat? Ich fände es auch ehrlich gesagt sinnvoller, wenn Du das Thema DIREKT mitdiskutieren würdest, anstatt andere Fässer aufzumachen. Mir geht es jedenfalls nur um die Sache. Ich will (und kann) auch keine letzte Instanz bei Kino-Fragen sein und ich erhebe hier auch nicht den Anspruch, wissenschaftlich zu schreiben – ich beziehe mich nur auf wissenschaftliche Standards, um meine Argumente für eine genreorientierte Interpretationsweise zu stützen. Ich bin übrigens ebenfalls der Meinung, dass Sommers „Mumie“ auch als Abenteuerfilm einzustufen ist. Ich sage lediglich, dass man ihn in Bezug zu seiner (eigentlich actionfreien) Horror-Herkunft setzen muss. Genau darin besteht unter anderem die Aufgabe von Filmkritik. Vielleicht sind wir alle aber auch gar nicht so sehr anderer Meinung und haben uns inzwischen nur auf einem Nebenschauplatz in Details verrannt. Apropos: Eigentlich sollte es hier ja um „G.I. Joe“ gehen …

  • JMK 14. 8. 2009 an 11:31

    sorry, aber ich habe lange nicht mehr so blasiert-dümmliches Gequatsche gelesen.

  • Medem77 14. 8. 2009 an 11:07

    Binding:

    Gerade dieses dümmliche Gequatsche von „Cineasten“ und „Mainstream“ ist es doch, dass einen Begriff, wie „Relevanz“ zum total überladenen Instrument arroganter Besserwisser macht, die die Tatsache aus den Augen verloren haben, dass sich etwas, wie eben „Relevanz“ für jeden aus anderen Bausteinen zusammensetzt. Jeder hat schließlich andere Präferenzen.

    Ich werde weder „G.I. Joe“, noch „The Hurt Locker“ im Kino anschauen, Ersteren, weil ich meine Lebenszeit weit sinnvoller nutzen kann, als sie mit dem Konsum dieses Stumpfsinns zu vertrödeln, Letzteren, weil er mich schlicht nicht interessiert, bzw. mir am Ende ohnehin wieder die Zeit fehlen wird. Müsste ich mich entscheiden, wäre jedoch klar, dass meine Wahl kaum auf G.I. Joe fallen würde, wahrscheinlich aus den selben Gründen, die auch bei dir zum Tragen kämen. Das ist nun aber leider kein Maßstab. „Relevant“ ist mein Geschmack und mein Wissen, dass Bigelow für gewöhnlich gehaltvollere Filme (was ist „Gehalt“?) macht, als Sommers, nämlich nur für MICH.

  • Binding 14. 8. 2009 an 11:24

    @ Medem77: Deine Position ist als subjektive Perspektive nachvollziehbar und in Ordnung, aber sollte beim fachlich fundierten Reden über Kino nicht eine allgemeinere Ebene zur Relevanz-Frage herangezogen werden – und nicht (nur) persönliche Vorlieben und Präferenzen? Oder ist hier gar kein Platz für fachlich-fundierte Diskussionen? Ich werde mich jedenfalls hüten, hier jetzt noch mehr aus der Kritiker-Perspektive zu kommentieren, denn dafür wird man ja offensichtlich nur mit Bashing überzogen. Nur noch dies: Für mich waren beide Filme (aus jeweils unterschiedlichen Gründen) absolute Pflicht-Termine – und damit meine ich jetzt nicht eine leidige Pflicht. Für mich stellt sich nie die Frage, ob ich Zeit für neue Filme habe, sondern wann ich sie möglichst schnell sehen kann (in offiziellem Rahmen, versteht sich, denn qualitativ minderwertige Raubkopien auf kleinen Bildschirmen kommen aus Respekt vor den Filmen natürlich nicht in Frage). Mein einziger Grund für all das ist: Ich liebe das Kino.

  • Jet Strajker 14. 8. 2009 an 11:40

    Mir fällt da auch nicht mehr viel zu ein. Außer, dass mir gleich mein Frühstück hochkommt.

  • Medem77 14. 8. 2009 an 12:00

    Binding:

    Was ist denn bitte „fachlich fundiert“? =)
    Nun, eine allgemeine Relevanz-Ebene gibt es eben nicht. Da muss man dann auch mal über seinen Schatten springen. Wenn Paul Thomas Andersen, auch wenn er in meinen Augen ein kugelsicherer Superheld und (mindestens) Halbgott ist, nach ALLGEMEINEN Maßstäben bemessen RELEVANT wäre, dann wären alle seine Filme jeweils 6 Monate auf Platz 1 der Charts. Sind sie aber nicht, weil das, was du und ich als Qualität bezeichnen, für den Großteil des Kinopublikums eben nicht so wichtig ist und gegenüber Kriterien wie z. B. einfacher, flacher „Unterhaltung“ in den Hintergrund tritt. Und glaube mir, oh weiser Kritiker (wer oder was macht Menschen eigentlich zu „Kritikern“?), wenn du die Menschenhorden, die sich wahrscheinlich am kommenden Wochenende bei Popcorn und Bier G.I. Joe angucken gehen, fragst, ob sie gerne ins Kino gehen, werden die allermeisten wohl sagen: Ich liebe das Kino.

  • Medem77 14. 8. 2009 an 12:07

    Ach so, stop, NACHTRAG: Wie drückt sich „Ahnung“ aus, während man einen Film ansieht??
    Das würde mich mal interessieren, dann gucke ich nämlich alle weiteren Filme meines Lebens auch nur noch mit Ahnung.

  • Filomon 15. 8. 2009 an 13:23

    @33 Binding
    „@ Jet Strajker: Ich gehe seit zirka 30 Jahren so oft ins Kino, wie ich kann, bin seit 20 Jahren …“

    Den Platz hätte man auch für gute Argumente nutzen können….

  • S1yc3r 15. 8. 2009 an 13:35

    Ich fand den film scheisse. (Die vulgäre Aussprache tut mir echt leid aber ich trauere noch meinen 7 Euro hinterher.)
    Die Begründung dazu liegt auf der Hand: abartig schlechte CGI-Effekte über die man nicht mal mehr schmunzeln konnte, schlechte Nahkampfchoreographien, besonders bei dem Kampf zwischen den beiden „Ninjas“, nich ganz so wichtig aber meiner Ansicht nach absolut mittelmäßige „Schauspielerinnen“ die selbst in den engen Outfits noch böse unsexy aussahen und einen völlig verheizten Christopher Ecclestone… ich mein der Mist ging gefühlte 10 Stunden und er hat etwa 10 min davon Screenplay WTF ??
    Aber nur meine „Subjektive“ Meinung.

  • Renington Steele 15. 8. 2009 an 15:27

    >Renington, sag’ doch auch mal was dazu!

    Binding hat völlig Recht, „The Mummy“ ist ein Horrorfilm und muss diesem Genre zugerechnet werden, alles andere ist ziemlich hanebüchener Bullshit. Nicht etwa, weil er ein Remake des Karloff-Films ist, sondern weil die Story von einer übernatürlichen Figur handelt, die Terror verbreitet.

    „Horror ist eine Gattung der Phantastik, in deren Fiktionen das Unmögliche in einer Welt möglich und real wird, die der unseren weitgehend gleicht, und wo Menschen, die uns ebenfalls gleichen, auf diese Anzeichen der Brüchigkeit ihrer Welt mit Grauen reagieren.“

    – Hans D. Baumann: Definition des Genres in Horror. Die Lust am Grauen.

    Ganz klassischer Horrorfilmstoff und für die Definition ist es völlig unerheblich, wieviele Action/Abenteuer-Elemente er enthält. Ist halt schon scheiße, wenn es tatsächlich filmwissenschaftlich seit Jahrzehnten festgelegte Definitionen gibt, die sich bewährt haben.

    Ich denke da jetzt schon seit ein paar Minuten drüber nach, aber tatsächlich fällt mir jetzt auch spontan kein Horrorfilm ein, der Action- und Abenteuer-Elemente in dieser Blockbuster-Form vorher eingebunden hätte. Und Binding (ist im echten Leben übrigens ein ziemlich lieber und netter Typ, nur so nebenbei ;) hat da halt einfach Recht: Predator, Alien sind SciFi-Filme, Them und Tarantula auch… is hoidama so. Jason und die Argonauten ist klassische Fantasy…

    Ich weiß jetzt nicht wirklich, ob „The Mummy“ da wirklich neu war, ich forsch da mal ein bisschen nach, schließlich hab ich so ziemlich alle Horrorfilme gesehen, die es gibt (naja ;), aber spontan fällt mir da auch keiner ein…

    Und jetzt habt Euch wieder lieb, damn, immer dieses Gekeife… nicht zum aushalten, doh.

  • Renington Steele 15. 8. 2009 an 15:37

    @ Medem77: >Wie drückt sich “Ahnung” aus, während man einen Film ansieht??

    In dem man sich in der Filmgeschichte auskennt, die Klassiker kennt, Anspielungen versteht, Inszenatorische Anleihen und Referrenzen erkennt und so weiter und so fort.

    Geht natürlich alles nicht, wenn man im Kino seinen Kopf ausschaltet.

    @ Filomon: >Den Platz hätte man auch für gute Argumente nutzen können….

    Den allerdings auch.

    @ Jet: >Mir fällt da auch nicht mehr viel zu ein. Außer, dass mir gleich mein Frühstück hochkommt.

    Mit Verlaub: Binding ist ein ehemaliger Kollege von mir und ich verbitte mir diesen Ton. Klaro?

  • Renington Steele 15. 8. 2009 an 15:41

    Kommentare abonniert.

  • Jet Strajker 15. 8. 2009 an 17:22

    Wie und woher soll ich das wissen… wenn hier Freunde von mir posten muss ich auch damit leben, dass sie entsprechende Reaktionen forcieren, wenn sie derart fragwürdig und „blasiert“ (Zitat von jmk) argumentieren (zumal ich offenbar nicht der einzige bin, der das so empfindet). Aber ich werde künftig darauf Rücksicht nehmen – und mich enthalten.

  • Renington Steele 15. 8. 2009 an 18:33

    @ Jet: Lies Dir die Kommentare nochmal durch und schau mal, wer mit dem verschärften Ton hier angefangen hat. Da gibt’s gar nix zu diskutieren und auch nicht zu enthalten, das geht so nicht. Zumal er mit so ziemlich allem, was er geschrieben hat, ziemlich richtig liegt (bis auf das mit den Raubkopien, aber das ist was anderes ;)

  • Batzman 15. 8. 2009 an 21:50

    @Rene

    Doch da gibts was zu diskutieren. Binding hat seit jeher das Talent einem ganz gewaltig auf den Sack zu gehen – das hab ich ja durchaus auch, aber wenn ich mir das hier von den Lesern sagen muss, dann gilt für Dirk hier keine Schonzeit, zumal er seine „Ich bin aber seit 250 Jahren Filmkritiker und kenne mich aus und kann Monaco, Kuleschow, Hickethier, Kracauer rückwärts zitieren“-Anwandlungen schon ganz gerne mal anstatt von guten Argumenten einsetzt.

    Ich hab Dirk auch schon oft genug gesagt, wenn er meiner Meinung nach Gedöns redet. Da muss er durch und bisher hatte ich den Eindruck, dass er das auch ganz gut abkann.

    Und ganz ehrlich: Nur weil „Die Mumie“ ein Film, der halb so spannend ist wie ein Spaziergang im hellen Sonnenschein, ein Remake eines besseren Horrorfilms ist, hat er mit dem Genre noch lange nichts zu tun. Sommers klaut so dreist bei Indiana Jones und dessen Epigonen, setzt so plump auf schlechten Slapstick und inszeniert so konsequent PG, dass es schon sehr albern ist dabei noch Grusel- geschweige denn Horrorfilm zu reden. Das ist als würdest du das klamaukige Stepford-Wives-Remake als SF-Horror bezeichnen, nur weil die Vorlage unheimlich war.

  • Martin Sane 15. 8. 2009 an 23:49

    Aaaahahahaha! Diesmal kriegt ihr mich nicht! Für alle die letztes Jahr noch nicht dabei waren: das ist ein schlecht gespielter Fake-Streit an dessen Ende die Filmfreunde einzeln das Handtuch werfen und lediglich Nils übrigbleibt und ständig Furchtbares über Sandler-Filme und Musicals postet.
    Am Ende stellt sich aber natürlich alles als Gag raus, Nils darf nix mehr über Sandler und Musicals posten und alle haben sich wieder lieb.
    Weiss nicht mehr wie es damals angefangen hat, aber eine G.I. Joe-Review scheint mir da genau richtig. Der Film ist schliesslich das pure Böse. :-p

  • Renington Steele 16. 8. 2009 an 7:19

    @ Batzman: „Gedöns“ und „auf den Sack gehen“ klingt aber anders, als „mir kommt mein Frühstück hoch“ und das affektierte „Ich bin aber seit 250 Jahren Filmkritiker“-Argument kam ursprünglich nicht von ihm. It’s like that.

    Und wegen der Mumie (ist schon ein wenig albern, diesen blöden Film so ernsthaft zu diskutieren, aber hey, wo, wenn nicht hier ;): Selbstverständlich muss man die Mumie dem Horrorgenre zuordnen, dabei ist es völlig unerheblich, wie langweilig er ist und wieviele Action- und Abenteuerelemente er enthält, der Plot macht hier die Musik, und der handelt von einem übernatürlichen Wesen, das Angst und Schrecken verbreitet. Ganz, ganz, ganz eindeutiger Horror. Alles andere ist nun wirklich Unfug.

  • Kiran 16. 8. 2009 an 10:07

    Puh° Hier ist ja was los!

    Ich wollte nur kurz sagen dass ich mir den Film vor ein paar Tagen angesehen habe. Ich fand ihn recht unterhaltsam. Die Actionszenen sind gut inszeniert und das „von einem Schauplatz zum nächsten“ gespringe, funktioniert hier ziemlich gut. Das Totschlag argument – NINJA! Hier gibt es gleich zwei davon. Das alleine war auch schon nen netter Anreizfür mich den Film zu sehen.

    SPOILER:

    Sehr cool gemachte Verfolgungsjagd durch Paris und die „Bösen“ schaffen es endlcih auch mal was kaputt zu machen.
    Sehr geil ist ja auch dass Ende. Wo man innerhalöb von fünf Sekunden die zwei nächsten Bösewichte erschafft :D Und die Stimme des Cobra Commanders „Nenne mich COMMANDER!“ Da hätte ich mir noch nen schönes MUHUHUHAHAHAHAHAHAHAHHA gewünscht.

    SPOILER Ende!

    Gelunge leichte Kost für Alle die auf Actionfilme mit viel Explosionen und schnellen Bildern stehen!

  • Batzman 16. 8. 2009 an 12:23

    @Renington

    Fahrenheit 9/11 und Outfoxed handeln auch von unnatürlichen Wesen die Angst und Schrecken verbreiten.. Sind aber trotzdem Dokus. Der kleine Vampir handelt auch von einem Blutsauger, ist aber trotzdem ein Kinderfilm. Solo für zwei enthält einen übernatürlichen Twist, ist aber dennoch eine Komödie. Blues Brothers 1 und 2 hat Verfolgungsjagden, Horrorfiguren und Krimielemente, ist aber dennoch in erster Linie eine Musik-Komödie. Meint: Der reine Plot sagt erstmal relativ wenig über das Genre aus, es kommt drauf an wie er umgesetzt wird.

  • Binding 16. 8. 2009 an 12:47

    @ Batzman: Natürlich sind die „Stepford Wives“ (Original und Remake!) Science-Fiction, aber hallo! Sei allerdings beruhigt: Ich fand das Remake wegen der „Abweichungen“ auch völlig misslungen.

    Zur „Mumie“: Hier ein schönes Zitat meines Kritikervorbilds Rudolf Arnheim, der 1932 das meiner Meinung nach in diesem Bereich als Bibel geltende Buch „Film als Kunst“ veröffentlicht hat : „(D)er fachliche Filmkritiker (…) hat zu unterscheiden, was am einzelnen Film typisch für die Gesamtentwicklung ist und was nur ihm zufällig und einmalig zukommt.“ Das ist auch meine Herangehensweise (im konkreten Fall gewesen).

    Zum Kritiker“gedöns“: Grundsätzlich werden Kinokritiker in Deutschland nicht ernstgenommen, weil jeder meint, er könnte das genausogut. Das stimmt aber nicht, denn Kritiker ist eine Profession, für die man eindeutig was auf dem Kasten haben muss. Kunstkritiker werden in der Regel ja auch nicht infrage gestellt. Leider gilt Film in Deutschland vielen aber nicht als Kunst, und deswegen gilt hierzulande das „Filmkritikergewerbe“ als wenig respektabel und ist auch mit vielen Möchtegern-Kritikern durchsetzt, die „einfach mal was schreiben“. Das soll jetzt bitte nicht meinen Status zementieren, sondern einfach mal was Grundsätzliches klarstellen. Dies aber nur am Rande, denn mit diesen Maßstäben wäre ich hier wirklich fehl am Platze (was jetzt aber ausdrücklich keine Abwertung sowohl der F5-Aktivisten als auch der Kommentatoren sein soll!!!). Doch was wäre ich für ein (professioneller) Kritiker – und Filmfan mit gewissen Ansprüchen -, wenn ich keine eigenen Standpunkte hätte und die nicht verteidigen würde??? Georg Seeßlen (ich setze mal voraus, dass so ziemlich jeder Filminteressierte hierzulande schonmal eine Kritik oder ein Buch von ihm gelesen hat) hat mal geschrieben, dass Kritiker untereinander grundsätzlich nicht harmonieren können, weil jeder sein eigenes abgeschlossenes System ist. Das kann man im Prinzip auch auf alle erweitern, die mitreden. Trotzdem gibt es aber gewisse Fakten, die jeder anerkennt. Und ich „überreagiere“ immer dann mit „Gedöns“, wenn ich sehe, dass jemand diese Fakten ignoriert.

  • Binding 16. 8. 2009 an 12:54

    @ Medem77: Wenn Du „Ahnung“ mit „Wissen“ gleichsetzt (aber das gilt nur bedingt), bedeutet es für das Filmschauen (als Kritiker), dass Du den „naiven Blick des unbedarften Zuschauers“ nicht mehr hast, sondern den Film unter gestalterischen und filmkünstlerischen Gesichtspunkten analytisch betrachtest. Dies ist ohne Frage auch ein Verlust, den ich zum Beispiel damit zu kompensieren versuche, dass ich vor dem Filmschauen so wenig wie möglich über den betreffenden Film lese, um eine möglichst „reine“ Filmerfahrung gewährleisten zu können. Es dürfte aber klar sein, dass das umso schwieriger ist, je mehr Du Dich für Film interessierst, je mehr Filme Du gesehen hast und je mehr „Wissen“ Du über Genres, Regisseure, Originale, etc. mitbringst. Die besten Filme sind übrigens die, bei denen Du dann plötzlich diese Herangehensweise „vergessen“ hast, weil der Film Dich packt und mitreißt.

  • ScheichHabib 16. 8. 2009 an 17:58

    Warum wird Sommers immer auf The Mummy festgenagelt? „Deep Rising“, den er vorher gedreht hat, ist und bleibt neben dem Relikt DER Monsterstreifen der 90er und überhaupt. Werde mir deshalb auch G.I. Joe angucken, egal wie kacke die Trailer sind.

    Achja, kanns sein das diese Filmwissenschaftler vs. Gelegenheitskritiker Diskussion hier n bissn peinlich ist? Wenn ihr hier mit profundem Fachwissen angeben wollt hättet ihr euch vielleicht dem Studium einer spezielleren Kunstform widmen sollen und nicht dem Film, wo praktisch jeder gewisse Erfahrungen mit hat. Und was filmwissenschaftliche Seminare angeht erinnere ich mich mit Grauen an einen Gastdozenten aus Berlin, der hier in München mal was über „das Böse im Film“ vorgetragen hat – das war der größte schwachsinn den ich jemals gehört habe und das beste, sogar faktisch falsch („Schweigen der Lämmer ist ab 18″…und das von nem Prof!). Da sind mir irgendwelche Internet Nerds echt lieber, die können sich zwar nicht zu jeder Diskussion ne Theorie (von jemand anderem) aus dem Ärmel ziehen aber pressen Film wenigstens nicht in so ein strukturalistisches Korsett

  • Binding 16. 8. 2009 an 18:56

    @ ScheichHabib: „Octalus“ (so der deutsche Titel) finde ich auch klasse und steht in meiner DVD-Sammlung. Hätte der Mann mal lieber so augenzwinkernd trashig weitergemacht wie damals und wäre nicht so mainstreamig geworden!

    Deine Aufforderung, sich „vielleicht dem Studium einer spezielleren Kunstform (zu) widmen (…) und nicht dem Film, wo praktisch jeder gewisse Erfahrungen mit hat“, umschreibt übrigens doch genau das, was ich zuvor problematisiert hatte. Und nochmal bei dieser Gelegenheit: Ich will nicht angeben, ich will nur klarstellen. Aber eigentlich will ich nur über Filme diskutieren.

  • Batzman 16. 8. 2009 an 20:14

    @Binding

    Bei der Genre-Diskussion kommen wir wohl kaum weiter, da wir da ein grundsätzlich anderes Verständnis davon haben, was für eine solche Zuordnung ausschlaggebend ist. In den meisten Datenbanken die ich kenne, wird Die Mumie zuerst als Abenteurfilm und erst im weiteren Umfeld als „Gruselfilm“ eingeordnet, genauso wie Stepfword Wives zuallerst eine Komödie ist, mit leichten satirischen Anklängen und dann erst ein SciFi-Film ist. Aber sei es drum. Beenden wir das an der Stelle.

    Natürlich gibt es einen Unterschied zwischen einem Filmkritiker, von dem ich erwarte, dass er sich mit Filmtheorie usw auskennt und jemandem der einfach Filme guckt. Nicht jeder der ihn trinken kann, hat Ahnung von Wein, ergo sind viele Aussagen auf dem Niveau schmeckt mir / schmeckt mir nicht, bzw bei Film fand ich gut / fand ich doof.

    In der Regel sollte es aber unnötig sein, die Expertise so explizit zu betonen. Ich erwarte eher, dass die Kenntnis der Filmgeschichte und filmischer Stilmittel selbstverständlich in die Argumentation mit einfließen, genauso wie ich von einem Professor erwarte das er mir sagt, aus den und den Gründen ist diese Theorie richtig – anstatt zu sagen: Ich hab drei Doktortitel und an der Sorbonne studiert, deswegen stimmt das was ich sage automatisch. Du neigst bisweilen leider dazu – und das ist ja auch nicht unsere erste Diskussion dieser Art – dich da etwas zu sehr auf deinem filmwissenschaftlichen Background und einer „das is aber so“ Haltung auszuruhen, was die Diskussionen bisweilen etwas mühsam macht.

    Natürlich ist eine Aussage wie die vom Scheich recht ignorant und unterstellt eben jeder der Augen hat, wäre qualifiziert über Film zu schreiben. Was natürlich Quatsch ist, denn dann bliebe das Gespräch immer auf dem Niveau diffuser Baucheindrücke und „fand ich gut, fand ich blöd“. Andererseits schützt auch das fundierteste Fachwissen nicht immer davor Dinge falsch zu beurteilen – und trotz allem ist die Filmkritik eben eine höchst subjektive Auseinandersetzungsform. Ich will den wenigsten bekannteren Kritikern bei Rotten Tomatoes (gleich ob Holz oder Netzmedien) absprechen sich auszukennen und filmtheoretisches Wissen einzubringen – dennoch kommen alle zu unterschiedlichen, persönlichen Ergebnissen. Da wäre es schwierig mit richtiger oder falscher Sichtweise anzukommen und sich auf den besseren fachlichen Background zurückzuziehen, um die Richtigkeit einer Position zu beurteilen. Letztlich zählen für jeden Leser nur, ob er die jeweiligen konkreten Argumente nachvollziehen kann.

    Was Deep Rising angeht, sind wir ausnahmsweise sogar mal einer Meinung. Der einzige gute Film den Sommers bisher gedreht hat, bevor er anfing PG13-Müll zu drehen. War aber vielleicht nur ein Ausrutscher.

  • Spot 16. 8. 2009 an 22:39

    Also ich fand ihn genial, die totale Hommage an S tar Wars und Star Trek. Also wirklich als der weiße Ninja seine Schwerter zusammengesteckt hat lag ich so am Boden. Oder als sie mit dem U-Boot im im Tunnel waren, Die Schlacht vor der Basis mit der Superkanone kam mir auch bekannt vor und als man dem einen Typen am ende das Mittel mit dem Nanosonden verabreicht hat fehlte nur noch:“ Erhebe dich Darth Vader-4 of 8″. Abropos Nanosonden der eine oder der ander kann da ne verbindung herstellen ;-). Ach ja die entbehrlichen typen auf der Basis im Eis hatten doch alle so ähnliche anzüge wie die Uniformen in den letzten Staffeln von Star Trek Deep Space Nine bzw. wie in den Filmen ab First Contact.

    Also ich hab mich in dem Film prächtig amüsiert.

  • Sir CumAlot 17. 8. 2009 an 10:41

    Ich persönlich lehne Kritik an moderner Kunst vollkommen ab. Filme sind für Menschen, nicht für Filmkritiker. Jeder der Filme macht tut gut daran das dumme Geschwätz von sogenannten Filmkritikern zu ignorieren.

  • Doughnut 17. 8. 2009 an 16:33

    Äh Batzman, dass der Spiegel vor einiger Zeit einen entlarvenden Artikel über die angeblichen Kennerfähigkeiten von Weinexperten veröffentlicht hat und darin unter anderem ein Experiment heranzitiert hat, in dem mehrere führende französische Weinexperten nicht zwischen Rotwein und mit Farbstoff verfärbtem Weißwein unterscheiden konnten, weißt du aber, oder? ;)

    Da hab ich zumindest vor dem z.T. enzyklopädischen Wissen von Filmkritikern mehr Respekt, denn denen nutzt es wenigstens auch etwas, wenn sie die Vorlagen kennen, aus denen der kritisierte Film seine Ideen schöpft.

    @ Sir CumAlot (haha, ich lach mich tot^^):
    Kritik an moderner Kunst ist imo generell angebracht, denn diese Künstler reden zum großen Teil mehr, als sie an Kreativem schaffen. Da wird jeder Furz mit großer Sprachkeule zur Performance umgedeutet, einfach lachhaft.

  • Doh 17. 8. 2009 an 22:54

    Zu dem Film fällt mir nur eins ein: „Eis ist schwerer als Wasser? Ihr spinnt wohl?“

    Und ich finde Nur-von-einem-einzigen-ebenbürtigen-Helden-besiegbare Obersupergegner obersuperlangweilig.

    Und jetzt freu ich mich auf TF3.

  • Doh 17. 8. 2009 an 22:58

    Zu dem Film fällt mir nur eins ein: „Eis ist schwerer als Wasser? Ihr spinnt wohl?“

    Und ich finde Nur-von-einem-einzigen-ebenbürtigen-Helden-besiegbare Obersupergegner obersuperlangweilig.

    Und jetzt freu ich mich auf TF3.

    Ach ja, und „Nenn mich Commander“? Nenn mich doch Oberstudienrat!
    „Nenn mich Meister“ muß das heißen. Wie beim alten Imperator!

  • Seraja Ten 17. 8. 2009 an 23:33

    Also das war wirklich einer der langweiligsten Filme, die ich in diesem Jahr auf Leinwand oder von DVD sehen durfte. Nicht, dass die Trailer sonderlich viel gezeigt hätten, was mir tatsächlich so enorme Schwierigkeiten bereitet, mich überhaupt an eine bestimmte Szene in diesem Film zu erinnern, ist die Tatsache, dass absolut nichts neues darin zu finden war. Hätte man sich die Mühe gemacht und alles SFX/Action/SF Szenen der letzten 2 Filmjahre zusammen zu mischen und neu zu schneiden, dann wäre GI Joe bei raus gekommen.
    Ganz im Ernst: Meiner Waschmaschine beim Feinwaschgang zuzusehen wäre in etwa genauso unterhaltsam gewesen, wie diese 2 Stunden Kino. Ich konnte keinem der Darsteller ernsthaft abkaufen, dass ihm/ihr an der Rolle im Plot etwas läge. Nicht mal die Bösewichte hatten genug Dichte um unter Wasser zu bleiben.
    Die Rückblickszenen der „Joes“ waren so lustlos in die Story gestickt, dass einem die Helden hinterher sogar noch gleichgültiger waren, als davor. Hätte man diese Charaktere nicht ihrer Rätsel beraubt, wäre wenigstens ein Stück Glaubwürdigkeit verblieben.
    Also mein Fazit: Geld besser in Waschpulver und Münzen für den Waschsalon investieren.

  • Binding 20. 8. 2009 an 10:51

    @ Batzman: Ich gebe Dir recht, wenn es um die Bewertung der Filme geht, denn das ist letztlich immer eine subjektive Sache. Aber dabei ging es ja bei meinem „Gedöns“ gar nicht. Das bezog sich nämlich ausschließlich auf feststehende Fakten von der Basis unseres Diskussionsgegenstandes „Film“. Da muss man darauf bestehen, wenn man nichts falsch machen und „fachlich fundiert“ über das Thema reden will – um eine andere Frage nochmal aufzugreifen, die hier gestellt wurde. Das kann dann natürlich manchmal arrogant wirken. „Die Expertise explizit so betont“ habe ich übrigens erst, nachdem Strajker was von „Filmwissenschaftsseminarraum von innen gesehen“ geschrieben hat.

    @ Sir CumAlot: Um noch mehr lachen zu können, wüsste ich gerne mal Deine Definition von „moderner Kunst“. Ist schon interessant, dass es Leute gibt, die offensichtlich in völlig abgeschotteten Parallel-Universen leben und unter Horizonterweiterung Landschaftsbaumaßnahmen verstehen. Aber ich weiß schon: Jetzt komm wahrscheinlich die Antwort, dass das ja auch für mein „Gedöns“-Universum gilt. ;-)

  • Kopfschüttler 20. 8. 2009 an 12:14

    Binding hat zu 100% Recht. Wo kann man Deine Kritiken lesen?

  • Binding 20. 8. 2009 an 19:19

    @ Kopfschüttler: Ich kann als festangestellter Redakteur einer Tageszeitung, der zwar regelmäßig Kritiken schreibt, aber eigentlich in der Online-Abteilung arbeitet, leider nicht immer über alles schreiben, was ich will – auch weil ich dafür schlichtweg zu wenig Zeit habe. Und ich muss auch immer mit einer gewissen Schere im Kopf formulieren, weil die Kritiken in der Zeitung erscheinen, wo ich gewisse Regeln einhalten muss und nicht davon ausgehen kann, dass sich die Leser besonders fürs Kino interessieren. Mit diesen Einschränkungen werden meine Texte auf http://www.echo-online.de veröffentlicht. Suche dort einfach mal nach „G.I. Joe“.

  • Kopfschüttler 21. 8. 2009 an 9:03

    Danke!

  • Michael 28. 8. 2009 an 10:00

    Hey, G.I. Joe. Gestern mal angesehen und was muss man sagen. War unterhaltsam. Auf jeden Fall viel besser als Transformers, weil das ganze nicht so unernst abgelaufen ist und ich die Schauspieler mag ^^

    z. B. Christopher Eccleston, den hab ich kürzlich das erste Mal im schlechtesten, miesesten, grottigsten Film aller Zeiten gesehen, nämlich in Wintersonnenwende (oder so) als den dunklen Reiter. Ich dachte das wär ne C-Movie Pfeife, aber der ist ja auch Dr. Who gewesen (was ich noch nie gesehen habe) was den Karren wieder aus dem Dreck zieht.

    und Joseph Gordon-Levitt als Oberbösewicht! Wie geil ist das denn besetzt. Der hat mir gut gefallen :)

    Action hat gepasst, also war solide Unterhaltung (für den Nichtswisser).

    Aber wenn ihr mal einen richtig schlechten Film sehen wollt, kann ich nur Wintersonnenwende empfehlen (oder den Horst Schlämmer Film, der ist auch stinklangweilig)

  • Andreee 5. 9. 2009 an 14:48

    Hey !

    Ich muss sagen das G.I. Joe ziemlich unterste Schublade ist. Die Dialoge sind extram dämlich und die Computer generierten Szenen deutlich zu erkennen (bsp. Verfolgungsjagd in Paris).

    Wenn ihr hier diesem Film 3 Sterne gebt müsst ihr Transformers auch mindestens 3 geben. Wobei die allein von der Tricktechnik her Transformers ganz klar die Nase vorn hat.

    Und das Batzmann 3 Sterne für Ingl. Basterds gibt ist mir auch unbegreiflich, G.I. ist ja nun wirklich der letzte Dreck und der bekommt auch 3 Sterne?? Unfassbar.

    Vielleicht solltet ihr eine Skala von 10 Sternen einführen, um einfach besser zu differenzieren.

    ;)

  • Ranor 4. 10. 2009 an 18:58

    Habe ihn mir gerade angesehen und erfreut festgestellt, dass Sommers ja tatsächlich Filme drehen kann. Der Film ist saudoof aber recht unterhaltsam, wenn auch teilweise grottig getrickst. Mir persönlich ist Transformers (und Bay als Regisseur) zwar ungefähr eine Million mal lieber, aber ich hatte nach Van Helsing deutlich schlimmeres erwartet…

  • Ranor 4. 10. 2009 an 19:00

    P.S. 01.07.2011 – TF3! Yeah!

  • Kiran 12. 10. 2009 an 15:18

    ICH HASSE EUCH TRANSFORMERS FANS! BAH :D

  • zapp brannigan 30. 10. 2009 an 14:03

    einer der schlechtesten filme die ich je gesehen hab. dazu gehört auch transformers. absoluter schrott.

  • ElArgento 27. 12. 2009 an 23:56

    ich weiss ja nicht … aber bin ich hier der einzige der denkt das der Film gar nicht so schlecht war ? ich mein ok …animationen scheisse , story scheisse … nanobots scheisse … aber :

    jetzt nur mal so … ich hätt den total super gefunden wenn die die Joes weggelassen und dafür James Bond reingepackt hätten … ich mein jetzt mal ehrlich ..die Craig-Bonds waren Storymässig totale Rohrkrepierer … hier hats endlich mal wieder nen Bösewicht der die Welt unterjochen/vernichten will …
    mich hat der die ganze zeit an Moonraker erinnert …

  • MadMax 8. 1. 2010 an 15:46

    Ich war ziemlich von den Michael Bayschen Metallorgien (hieß das Ding Transformers oder die teuerste und dümmste Roboterschlacht aller Zeiten?!) enttäuscht, deswegen war ich auch nicht so begeistert als ein Freund von mir, mir den Film schenkte, ich dachte nur an Transformers zurück weil ich hörte dass G.I. Joe immer mit dem verglichen wurde… Irgendwann tat ich mir den Film dann halbherzig an, und war… BEGEISTERT! Wenn man das ganze Nanozeugs und so nicht ernst nimmt, was auch von Stephen Sommers nicht so geplant war (O-Ton Sommers: „Ich glaube G.I. Joe ist eine Soap Opera mit coolen Figuren“), ist der Film eine irrwitzige, ironische und lustige mit „coolen Figuren“. Besonders die Bösewichte gefielen mir sehr und das Ende mit dem US-Präsidenten setzte dem ganzen gelungen die Krone auf. Ich glaube dieser Film ist zu vergleichen mit „Sky Captain and the World of Tomorrow“ (das sage ich zum ersten Mal) der aber noch ironische ist und sich selbst noch weniger ernst nimmt. Ich glaube bei diesen FIlmen stimmt der Satz: „Entweder man mag es oder nicht.“ Denn entweder ist man ein Fan von solchen ironischen Materialschlachten, oder man hasst sie wie die Pest. Ich für meinen Teil fand den Film äusserst unterhaltsam und musste fast alle drei Minuten lachen (Stichwort Zerstörung vom Eiffelturm).