Review

District 9 (Review)

11. 9. 2009, Batzman (Oliver Lysiak), 59 Kommentare

„MNU! We’re serving eviction notices.“

Originaltitel: District 9
Herstellungsland: Neuseeland / USA 2009
Regie: Neill Blomkamp
Drehbuch: Nill Blomkamp / Terri Tatchell
Darsteller: Sharlto Copley, Nathalie Boltt, Sylvaine Strike, Elizabeth Mkandawie, John Summer
Batzman
Jet Strajker

Die Aliens sind da. Allerdings anders, als es sich die Menschheit vorgestellt hat. 1982 kam nicht E.T., sondern ein außerirdisches Raumschiff, das seither über Johannesburg schwebt, anscheinend wegen eines technischen Defekts. Der First Contact brachte jedoch wenig erbauliches, waren die an Bord befindlichen Aliens doch kurz vor dem Hungertod, als sie aus dem Raumschiff befreit wurden.
Seitdem leben sie in einem Ghetto, im District 9, der langsam aus allen Nähten platzt. Die Stimmung zwischen Menschen und den fremden Wesen ist angespannt, Vorfälle sind an der Tagesordnung, die Ablehnung der Fremden nimmt zu. Zeit für die MNU, die von der Regierung das Handling des Alien-Problems übernommen hat, die ganze Brut umzusiedeln – in ein neues Lager, weit weg von menschlichen Siedlungen. Jetzt ist es an Wikus van de Merwe (Sharlto Copley), einem kleinen Beamten, der urplötzlich befördert wurde, den Außerirdischen ihre Räumungsbefehle zu überbringen, denn schließlich muss ja alles seine Ordnung haben. Doch Wikus Ausflug ins Ghetto endet anders als er gehofft hatte…

Neill Blomkamps Spielfilmdebüt, das unter der gewichtigen Schützenhilfe Peter Jacksons entstand und ohne diesen vermutlich auch nie die verdiente Aufmerksamkeit erlangt hätte, dürfte der erste Blockbuster dieses Jahres sein, der nicht auf die eine oder andere Art enttäuscht. Was nicht heißt, dass er keine Schwächen hat, aber diese verspielen sich und können die unzweifelhaften Stärken nicht entkräften.

Blomkamp hat es wirklich geschafft, aus seinem Kurzfilm eine spannende, actionreiche und dabei überraschend anspruchsvolle SciFi-Story zu machen, deren grimmiger schwarzer Humor auch die kleineren Rückgriffe auf Genreklischees verschmerzen lässt.

Sharlto Copley, der zufällig in die Hauptrolle gerutscht ist (eigentlich ist er Produzent und ein Freund des Regisseurs), ist eine echte Entdeckung. Er spielt seinen Wikus van de Merwe als Unsympathen, als feigen Karrieristen, der bis kurz vor Schluß nicht wirklich fundamental umdenkt und auch nur durch eigenes Leid tatsächlich zu Empathie fähig ist. Ein feiger Mitläufer, nicht wirklich böse, aber opportunistisch und rückgratlos – irgendwo zwischen Sam Lowry und Alfred Tetzlaf –, bietet er damit den wohl merkwürdigsten Actionhelden der letzten Jahre.

Und man sollte sich nicht vertun: District 9 ist ein Action- und Spektakelfilm, dessen vorderstes Ziel die Unterhaltung ist. Blomkamp lässt mit Verve Menschen und Aliens explodieren, manscht im Gekröse, schwelgt im Dreck der Ghettos und der allgemein ungesunden Atmosphäre seiner Settings. Wer hier eine reinrassige Sozialmetapher mit SciFi-Tarnmäntelchen erwartet, dürfte böse enttäuscht werden. Wenn der Film erstmal über die Exposition im Stile von „The Office“ weg ist, geht es ordentlich und schmuddelig zur Sache. Der Unterschied zum üblichen Popcorn-Trash ist lediglich, dass es hier eben eine Metaebene gibt, dass es von Seitenhieben auf reale Umstände und sarkastischen Randnotizen nur so wimmelt. Ähnlich wie Robocop sich seine satirischen Einschübe leistet, ist auch District 9 mit sozialen Kommentaren gespickt, ohne sich zeigefingernd eine echte Aufarbeitung anmaßen zu wollen.

Elemente des Apartheid-Geschichte Südafrikas werden benutzt (echte Ghetto-Räumungen und Referenzen auf wahre Aufstände sind die ganze Zeit präsent) und natürlich schwingt das Thema Rassismus, Xenophobie und Intoleranz, Besitzstandswahrung und soziale Unruhe beständig mit. Doch genau wie Verhoeven simplifiziert auch Blomkamp der Actiondramaturgie zuliebe seine Situationen und Antagonisten und schreckt nicht vor karikaturhaften Bösewichten zurück. Der Warlord Obesandjo könnte, so breit und voodoogläubg er gezeichnet ist, auch Kananga heißen; und der bösartig-fanatische Colonel Koobus Venter wäre vor 10 Jahren wahrscheinlich noch von Michael Ironside gespielt worden – so sehr channelt er die klassischen Baddies, die dieser über die Jahre etabliert hat. Die Regierung und MNU-Handlanger sind nuancenlose böses Kanonenfutter. Eine Charakterentwicklung findet bis auf Wikus im wesentlichen nicht statt.

Die Empathie die wir für das Alien mit dem ironischen Namen Christopher Johnson und seinen Sohn fühlen appelliert natürlich an die klassischen Mitleidsinstinkte und die „wir sind doch gar nicht so verschieden“-Denke, die schon E.T. zum Erfolg verhalf – auch wenn der nicht halb so eklig aussah, wie die Prawns, die weniger kindliche Naivität als das klassische unverstandene Fremde repräsentieren.

Natürlich ist das alles nicht ultra-originell im Grundkonstrukt. Aber auch wenn die Story mehrfach an Brazil und (in der Grundidee der Transformation) an Cronenbergs „The Fly“ erinnert, hat sie genug Eigenständigkeit um zu überraschen und über die volle Laufzeit zu unterhalten.

Größte Lässlichkeit ist sicher die leicht schludrige Erzählform, die als Mockumentary anfängt, diese Sichtweise aber immer dann verlässt, wenn der Film sich in eine Ecke erzählt hat, die das Format nicht hergibt. Dann springt Blomkamp ohne weitere Entschuldigung ins klassische Erzählkino um sporadisch zum Doku-Format zurückzukehren. Was hier fehlt ist die deutliche Trennung der beiden Erzählebenen, das klare Konzept. Die unerklärte Mischform aus beidem lässt die innere Logik bisweilen etwas holpern. Was so richtig aber erst im Nachhinein auffällt und den Spaß während des Ansehens nicht wirklich trübt. Dennoch wäre mehr Stringenz hier schön gewesen.

Das die Animation der Aliens, allen vorran des Außerirdischen Christopher Johnson, und der anderen Digitalelemente zwar gut gemacht ist, aber dennoch nicht immer nahtlos mit den realen Bildern mithalten kann (und bisweilen deutliche Unschärfen zeigt), darf bei einem vergleichsweise winzigen Budget von 30 Mio. Dollar durchaus verziehen werden. District 9 bringt jeden Cent seines Budgets auf die Leinwand, während ich mich bei Wolverine und Transformers heute noch frage, ob vom Budget nicht irgendwelche Exklusiv-Puffs und Sportwagen finanziert wurden, so wie die FX dort aussahen. Wenn Wikus sich in einen Kampfanzug schmeißt, herumballert und Autos durch die Luft bolzt, entsteht die geerdete Faszination, die den ganzen hyperrenderisierten Effektspektakeln der letzten Jahre fehlt. Trotz Wackelkamera sieht der Zuschauer was passiert und fühlt sich dank des grizzigen, dreckigen Settings und des rauen Looks mehr als Teil der Action als in all den Hochglanz-Heldenepen, die für gewöhnlich die Multiplexe verstopfen.

Natürlich erfolgt keine letztgültige Aufarbeitung des Problems – Das Ende bleibt unangenähert offen. Natürlich wurde das schwierige Thema des Miteinander von Außerirdischen und Menschen, als Xenophobie-Parabel in „Alien Nation“ auch schon ausgearbeitet und zum Teil differenzierter dargestellt. Natürlich gibt es Logiklöcher (das Wikus als Staatsfeind No.1 fröhlich mit dem Handy telefoniert ist schon sehr ungeschickt) en Masse. Natürlich spielt der Film mit Themen oberhalb seiner Möglichkeiten. Und natürlich ist es ärgerlich, wenn die Transformation von Wikus eher dramaturgischen als narrativ-logischen Gesetzen zu gehorchen scheint (erst geht alles ganz schnell, dann passiert bis kurz vor Schluss kaum noch was).

Dennoch ist der Film smarter gemacht, als die meisten Blockbuster und lässt selbst Mainstream-Arthaus wie Gattaca locker im Regen stehen. Im Kopf bleiben die vielen kleinen Momente, die oft von Sharlto Copleys Performance getragen werden, genauso wie alberne One-Liner und deftige Kick-Ass-Action. District 9 liefert kraftvolles Genre-Kino, dem sein groben Pinselstriche genauso stehen, wie die feinen Ironien. Die großartigen Bilder und der immer spürbare garstige Witz machen District 9 zu einer absoluten Empfehlung.

So kann ein Sommer-Blockbuster aussehen, wenn das Publikum sein Gehirn mal nicht an der Kasse deponieren will.

[gravatar email=“rajkoburchardt@googlemail.com“ size=“96″]Jet Strajker meint:

Ein bemerkenswert frisch erscheinender Science-Fiction-Film im schicken Politkorsett, dessen sozialkritische Töne sich zunehmend einer sehr konventionellen Actiondramaturgie angleichen. Atmosphärisch offensichtlich stark von Paul Verhoevens „RoboCop“ inspiriert, ist der verhältnismäßig günstig produzierte Dritte-Welt-Alien-Film vor allem großzügiges Zitatkino, das seine Vorbilder mal mehr, mal weniger klug und subtil für einen eigenständigen Ansatz – eine Invasion durch Außerirdische als Apartheidmetapher – bemüht.

Leider vernachlässigt Neill Blomkamp die semi-dokumentarische Inszenierung ab der Hälfte und bricht das formale Konzept unmotiviert auf, um sich in herkömmlichen ästhetischen Bahnen zu bewegen. Irritierend dabei vor allem, dass der Film auch dann noch an seinem Wackelkamerakonzept festhält, als der Reportagestil sich längst nicht mehr mit der eigentlichen Handlung deckt – die anfängliche Form eines hautnahen Fernsehberichts wird für eine schließlich recht vorhersehbare Geschichte aufgegeben. „District 9“ empfand ich deshalb als überaus ambitionierten, aber schlicht zu indifferenten Versuch eines zeitgemäßen Science-Fiction-Films, der sich seines originären Ansatzes zum Trotz letztlich nur in konventionelle Genremuster und nervigen Ethno-Kitsch verflüchtigt.

  • Batzman 11. 9. 2009 an 1:05

    Ich sach ja immer, wat brauchen wir ne Schlussredaktion wir haben ja euch ;) Is korrigiert.

  • usp 11. 9. 2009 an 0:55

    Ich glaube die Apartheid war wohl eher in Südafrika ;)

  • Dirk 11. 9. 2009 an 1:27

    Es heißt auch „rückgratlos“… als Tippfehler geht das nicht mehr durch!

  • Jeriko 11. 9. 2009 an 6:29

    Verdammte Axt, da hatte ich mich schon auf den Verriss hier gefreut und dann sowas. Batz, so geht das aber nicht, du wirfst gerade meine ganze Theorie der komplett unterschiedlichen Filmgeschmäcker über den Haufen!

  • Jürgen 11. 9. 2009 an 5:40

    Der Film ist einfach saugeil zum angucken!
    Und die trotz des „geringen“ Budgets (ich hätt sooo gern auch mal „nur“ 30 Mio. zur Verfügung *gg*) sehen die Effekte grandios aus und stellen so ziemlich alle Filme der letzten Jahre in den Schatten (von den CGI-Effekten) – meiner Meinung nach, und ich schau immer ganz genau hin ;)

    Aber warten mir mal auf „Avatar“ – die 20min. Preview im IMAX 3D war ja sowas von brainfucking geil *gg*

    Bis dahin gehört „District 9“ zu einem der wohl tollsten Filme!

  • Ben 11. 9. 2009 an 6:25

    Ja, der Bruch auf der Hälfte ist deutlich, da er aber ziemlich genau an dem Punkt passiert, an dem unser „Held“ die Flucht ergreift, an dem er zum ersten mal überhaupt aktiv handelt, würde ich das nicht unbedingt als unmotiviert ansehen.

    Wenn man einen Schwachpunkt des Filmes sucht, dann sollte man auf die Musik zu sprechen kommen, diese ist, wenn auch ordentlich eingesetzt, leider extrem austauschbar und uninspiriert.

  • Batzman 11. 9. 2009 an 9:21

    @Kiran

    Vorsicht Spoiler!

    Natürlich handeln beide Seiten egoistisch. Wikus geht es allerdings mehr um sich selbst, während bei Christopher natürlich noch die Rettung des Kindes und sogar die seiner Mitaliens im Hintergrund steht. Christopher lernt Wikus aber schätzen während ihres gemeinsamen Einsatzes, während Wikus wirklich erst auf den letzten Drücker die Notbremse zieht und sowas wie eine Wandlung durchmacht.

    Was Halo mit Blomkamp angeht ist das wohl Geschichte, in den letzten Interviews hat er gesagt, dass er nach all dem sehr unerfreulichen HickHack das es da gegeben hat, keine Lust mehr auf das Projekt hat, weil da wohl auch viele bittere Gedanken mit verbunden sind.

  • Kiran 11. 9. 2009 an 9:08

    Eure Reviews treffen es schon recht gut.

    Vorsicht – SPOILER!

    Ich hab den Film gestern Abend gesehen und ich bin echt baff wie gut dieser geworden ist. Mit den Aliens und deren Technologien hat der Film es bei mir auch nicht schwer gehabt :D Aber besonders die realistische Darstellung des Antihelden Wikus hat mir gut gefallen. Denn genau dessen egoistische Haltung macht ihn als Figur/Mensch so glaubhaft. Dabei darf man nicht vergessen das der Alien Christopher ebenso egoistisch handelt. Er verspricht Wikus eine Heilung und doch verschweigt er ihm die Wahrheit. Die Beweggründe sind bis zum bitteren Ende rein egoistischer Natur. Schliesslcih lässt er auch die anderen Aline zurück. Dass der nahe Tod Wikus bekehrt und dieser „endlich“ aus dem Knick kommt – war für mich als Zuschauer ein Segen.

    Starker Film und da hoffe ich nur dass Bloomkamp auch den „Halo“-Film machen wird.

    Spoiler Ende!

  • Quiet_Earth 11. 9. 2009 an 9:32

    Ich habe mir den Streifen auch gestern angesehen. Und auch ich war positiv überrascht. Seit vielen Kinobesuchen fühlte ich mich mal wieder gut unterhalten. Den Reviews kann ich da nur zustimmen! Mehr bleibt mir auch nicht zu sagen. Alle, die mit dem Gedanken spielen, sich den Film anzusehen, sollten dies definitiv tun! :o)

  • jAnsen 11. 9. 2009 an 11:26

    hab d9 vorgestern gesehen und war ein bisschen enttäuscht. vielleicht auch, weil der film überall in den höchsten tönen gelobt wird. es ist ein schöner, aber leider sehr unentschieden ausgeführter film, bei dem die sf-elemente eigentlich nur staffage sind.
    leider weiß blomkamp seinem kurzfilm inhaltlich keine neuen facetten abzugewinnen. siehe: https://www.youtube.com/watch?v=iNReejO7Zu8
    alle starken bilder/konzepte sind schon enthalten. interessante punkte, wie die hintergrundgeschichte der aliens und die global-player-allmächtiger-konzern thematik werden nicht ausgeleuchtet. die apartheit, die im kurzfilm noch stark thematisiert wurde, verkommt hier leider zum nicht näher beleuchteten nebenthema.
    dass die mockumentary eigentlich nur die ersten 10-15 min durchgehalten wird ist ja ok. aber leider wechselt auch die tonalität von skurril/witzig zu standard hollywood-hab-ich-1000mal-gesehen. wie man vom inspirierten anfang zur schamlosen body-horror-kopie der „fliege“ kommen kann, um dann noch die kurve zur kitschigen und unfreiwillig komischen hollywood-schiene schlägt, ist mir ein rätsel. letztlich war wohl einfach nicht genug inhalt vorhanden, um aus dem fantastischen kurzfilm eine koherent erzählte langform zu generieren.
    ich habe einen interessanten, recht schönen kleinen streifen mit vielen mängeln gesehen. schade, denn nach der ganzen euphorischen presse hatte ich mich auf das nächste große ding gefreut.
    (ich mußte auch die ganze zeit daran denken, dass es eigentlich ein „cloverfield“ im sf-gewand ist)

  • Marcus 11. 9. 2009 an 10:40

    Habe den Film gestern geschaut und bin auch recht beeindruckt ausm Kino gekrochen. Im Nachhinein habe ich aber immer noch an der Darstellung der Nigerianer zu knabbern. Ein Film, der der alles andere als subtil Themen wie Rassismus und Xenophobie behandelt, verfällt dann doch erschreckend schnell in Klischees (böse guckender, vernarbter Warlord, Voodoo besessene Ausbeuter). Ich hatte zwischendurch das Gefühl gleich würde Steven Seagal im Slum erscheinen und im Quadrat aufräumen (Parallelen zu „Marked for Death“).

  • Sandstrahler 11. 9. 2009 an 11:30

    Oh man, ich finde „profesionelle“, pseudo-intellektuelle Filmkritiker-Gesabbel (Straiker und Batz sind da unangefochten Kings) so albern…

    Ist aber tatsächlich ein guter, solider Science-Fiction. Kann man einfach mal so empfehlen!

    ***SPOILER***
    Die Kampfszene zum Schluß mit dem fantastischen Mech (wie er sich bewegt, funktioniert, der äußeren Gestalt der Aliens nachempfunden ist) gehört zum Besten, was es seit langem zu sehen gab.
    ***SPOILER-ENDE***

    Dass Blomkamp nach dem ganzen Hin und Her keinen Bock mehr auf HALO hat, ist nach diesem Beweis seines Könnens mehr als tragisch.

  • jAnsen 11. 9. 2009 an 11:40

    @ sandstrahler: warum liest du das „gesabbel“ dann?

  • usp 11. 9. 2009 an 11:44

    @sandstrahler: stimmt, ich les eigentlich auch nur noch Reviews von staatl. geprüften Rezensenten.

  • Kiran 11. 9. 2009 an 12:02

    @ Batzman: Da hast Du Recht! Die Sache mit Halo hatte ich irgendwo auch mal gelesen. Schade dass es erstmal abgeschrieben ist. Aber vielleicht greift er es ja nochmal auf. Genügend Potential steckt in Halo auf jedenfall!

    @ 10: Ich war auch überrascht wie krass die Nigerianer dargestellt werden. Allerdings hat das keinen rassistischen Hintergrund. Das wird wohl eher ein Bezug auf aktuelle Verhältnisse in Südafrika sein. manm steckt da ja nicht so im Thema.

    Spoiler!

    @12: Da stimme ich dir 100% zu!
    Der Mech hat mich total beeindruckt. Die Bewegungsabläufe, die Waffen – Einfach stark :D

    Spoiler ENDE!

  • Sandstrahler 11. 9. 2009 an 13:17

    @13: Warum sprechen Sie mich an?
    @14: Was hat denn das mit staatl.. ach egal.

    @all: Gehen Sie bitte in diesen Film. Noch heute.

  • jAnsen 11. 9. 2009 an 13:52

    @sandstrahler: ok, jugendlicher und troll. alles klar. es sei dir aufgrund deines alters verziehen.

  • heinzerrr 11. 9. 2009 an 14:03

    toller film, der einige schwächen hat, die aber okay sind. schön ist, der film wird auch in 20 jahren noch schaubar sein, da er auf zu viel popkultur verzichtet. solche sind mir ja die liebsten.

    der änderung der erzählweise vom dokumentarischen ins klassisch erzählende halte ich im übrigen nicht für ein schwäche, sondern ganz bewußt slightly vollzogen… und mir hat gerade das sehr gut gefallen. der moment ist auch sehr bewusst gewählt – als nämlich auch der plan der deportation aufbricht. zumindest für wikus…

    genug theoretisiert, ich halte es nämlich da auch mit sandstrahler und kann pseudo-intelelli-gewichse nicht leiden. und „14“, dieser staatlich-quatsch… wo kommt sowas denn her. ist ja albern. bist du etwa auf dem gymnasium? hihi.

  • usp 11. 9. 2009 an 14:17

    Nein, ich bin nicht mehr auf dem Gymnasium. Ich fand nur die Aussage von Sandstrahler (#12) mehr als unpassend. Die FFF haben niemals den Anspruch erhoben, das ganze professionell zu machen, haben aber alle mehr als genug Ahnung von Filmen um vernünftige Rezensionen zu schreiben, in denen es nicht nur um geile Effekte und dicke Explosionen geht, sondern auch genretypische Stilelemente, Parabeln zur Geschichte Südafrikas, usw.

    Wenn euch das zu anspruchsvoll ist, dann motzt nicht rum, sondern lest eure Rezensionen eben woanders.

  • heinzerrr 11. 9. 2009 an 14:27

    die feine spitze „nicht MEHR..“ sehr gut, sehr subtil. aber dann studierste bestimmt was gutes, oder? vielleicht SOWI und dann was mit medien machen? aber gut jetzt.
    das ist ja das schöne am interwebs, man kann alles lesen und darf das auch so finden wie man will.. und jetzt kommt das beste, man kann sogar kommentieren und motzen. ich bin mir auch relativ sicher, die herren FFF möchten das, sogar kontrovers. nichts ist nämlich lamer als closed circles, mein freund. da fehlt sonst das stilistische regulativ. „geh doch woanders hin, wenn’s dir nicht passt“ ist langweilig.

    deshalb: hier meine hippie friedensflagge an dich. der onkel macht doch nur spass! und beide mochten wir doch den film. und ich finde ja auch der batzmann hat recht. manchmal.

  • arakiru 11. 9. 2009 an 14:37

    @ usp :

    1. Wenn jemand von seinem Tun leben kann, würde ich ihn schon als Profi bezeichnen.

    2. Überall wo Rezensionen gelesen und kommentiert werden dürfen, wird gemotzt.

    So, und jetzt weitermachen… ;-)

  • heinzerrr 11. 9. 2009 an 14:42

    aye!

  • Frank 11. 9. 2009 an 15:35

    Also ich finde eure Bewertung schon etwas „abgehoben“. Erinnert mich ein wenig an all die Fußball-Profis in unseren Stadien, die ebenfalls immer alles besser können als die Spieler selbst.
    Das ganze Gerede über „Stringenz“ und ach Schlag mich tot – erst mal besser machen.
    Ich habe mich bei diesem Film sehr gut unterhalten gefühlt, und mehr erwarte ich nicht.
    Und jetzt setz ich mich hin und warte auf die speichelspuckenden Buh-Rufe …

  • Sandstrahler 11. 9. 2009 an 16:36

    @17: Mindestens eine ihrer Anschuldigungen ist unwahr. Bitte setzen Sie sich wieder hin.

    @all: Echt mal, ein guter Film. Auch wenn er Sätze beinhaltet wie „Ist das alles, was ihr habt?!“. Wenn Will Smith sowas sagt, springen unsere semiprofessionellen (?), aber sehr ambitionierten (können wir uns darauf einigen?) Video-Freunde hier immer im Quadrat. Ich habe mich übrigens öfter an „Braindead“ erinnert gefühlt, als an „Die Fliege“. Jackson sei Dank.

  • jAnsen 11. 9. 2009 an 18:16

    @23: nee, dafür gibt´s keine buh-rufe. ist ja dein gutes recht auf eine eigene meinung. warum ihr freigeister dieses recht für euch einfordert, anderen aber absprecht, eine andere meinung zu haben, bleibt unklar.

    tendeziell kommen natürlich argumente und logische begründungen für die eigene (wie auch immer geartete) meinung besser an.
    ein „ich fand den supi, weil brauch ich nich zu sagen, ihr intelenten sHcudenteN. lolz!!111!“ erntet nur selten zuspruch.
    (ein tipp für die jüngeren unter uns: das trifft auf ganz viele bereiche im leben zu…)

  • Sandstrahler 11. 9. 2009 an 18:43

    @25: Wie fanden Sie denn so den Film, Herr Jansen? Zurück zum Thema, sage ich!

  • jAnsen 11. 9. 2009 an 19:12

    @ 26: siehe 11
    wer lesen kann, ist klar im vorteil…

  • Sandstrahler 11. 9. 2009 an 19:18

    @27: …sagte er schnippisch.

  • usp 11. 9. 2009 an 19:21

    @28. Trotz der Antwort merkte Sandstrahler immer noch nicht, dass jAnsen seine Meinung bereits ausfühlich dargelegt hatte…

  • Suppenkazper 11. 9. 2009 an 21:44

    Komm gerade aus dem Kino und habe das Review lesen heute den ganzen Tag vermeiden müssen ;).
    Bin sehr angetan von dem Film, klar sind genug schwächen da und das mit der mangelnden stringenz unterschreib ich ebenfalls, dennoch für mich der beste Scifi Film den ich seit Starship Troopers gesehen habe…

  • burns 11. 9. 2009 an 22:48

    Habe den Film Mittwoch nachts in der Review gesehen und war sehr angetan.
    Durchaus kann ich den Reviews insofern Recht geben, als gegen Ende ( so habe ich es wahrgenommen), so ca. das letzte Drittel des Films ein überraschendes Drehbuch sich wieder in den Spielarten bekannter Actionerzähl-Formen eingegliedert hat.
    Das Springen aus der Doku- in die „normale“ Erzählebene ist aber keine Schwäche des Films, sondern gut gemacht und funktioniert hervorragend – gerade WEIL die Art des Abfilmens relativ ähnlich weiter beibehalten wurde.
    Eine Schwäche der Dramaturgie ist zugleich seine Stärke (die aber sicher von Zuschauern verschieden angenommen wird):
    Es gibt ab der ersten Sekunde bis zum Schluss keine Verschnaufpause, das Erzähltempo wechselt zu keiner Zeit aus seinem Schnellschuss-Modus.
    Persönlich habe ich mich nach einer Stunde schnell ans Ende des Filmes gewünscht, bevor ich mich dann doch wieder ins Atemlose reingegeben habe.
    Blomkamp hat ja bereits den 6-minütigen Vorgängerfilm
    https://www.youtube.com/watch?v=ZlgtbEdqVsk
    aus rein politischen Motiven gedreht, die man – trotz der neu erfundenen Actionstory in der Jackson-Fassung – immer noch sehr gut durchspürt.
    Als „Mann aus dem Volke“ sind ihm also die von ihm benutzten Klischees (Voodoo, Gang-Chef, etc.) nachzusehen oder anders zu bewerten.
    Der darf dat.
    @Frank: „Erst mal besser machen“ heißt Monetas in die FFF-Kasse, Du weißt das hoffentlich?…
    @Diverse: Mein Gott, ist denn alles, was über Sprachausdruck von „Ey geil, Alter“ hinausgeht, gleich pseudointellektuelles Gelaber? Das sagt eher was über Euer Sprachniveau aus. Filmwissenschaft IST eben auch ne Wissenschaft, in dem Handwerkliches abgehandelt wird. Das hat eigene Ausdrücke und eigene Form. So was erwarte ich mir von einem richtigen Kritiker. Kinder…

  • Björn 12. 9. 2009 an 2:53

    Irre ich mich oder wurden einige Szenen aus dem Trailer, unter anderem die Verhörszene „We just want to go home“ gar nicht im Film verwendet?

  • Viper-1082 12. 9. 2009 an 17:05

    Wow, ich komme grade aus dem Kino und fand den Film einfach klasse! Ich hatte ja ein bisschen befürchtet, dass er etwas zu sehr gehypt wird, aber dem ist (imo) definitv nicht so. Ein durchgehend spannender, emotional mitnehmender SciFi-Actionfilm mit ein paar Seitenhieben auf die Apartheidpolitik in Südafrika (keine Politparabel!), aber eben hauptsächlich ein Actionfilm der ohne allzuviele Logiklöcher auskommt und seine Actionsequenzen doch tatsächlich nicht zum Selbstzweck einsetzt. Respekt!

    @32.
    Stimmt, dass ist mir auch aufgefallen!

  • Batzman 13. 9. 2009 an 12:13

    @Binding

    Ich wollte D9 und Gattaca auch nur soweit gegeneinander halten, als das sie beide ein „Großes Thema“ in Angriff nehmen und sich beide etwas dran verheben… die Machart ist natürlich schon ganz anders. D9 schneidet für mich besser ab, weil er mehr dazu steht Spektakel statt tiefer Auseinandersetzung sein zu wollen…

    Die Ähnlichkeit der Aliens zur Brudle-Fly is mir auch aufgefallen, fands aber irgendwie passend, weil der Film ja eh ständig The Fly rifft.

  • Binding 13. 9. 2009 an 11:55

    Ich finde Batzmans Rezension auch sehr treffend, bin nur der Meinung, dass man „Gattaca“ überhaupt gar nicht mit „District 9“ vergleichen kann – nicht weil es eine andere Liga wäre, sondern weil die Filme außer einer sehr, sehr weitläufigen Genrezugehörigkeit absolut gar nichts verbindet (weder inhaltlich noch sonstwie).

    Obwohl ich „District 9“ für gelungen und sehr gut halte, bin ich allerdings dennoch etwas enttäuscht und finde, dass der Hype um den Film nicht ganz gerechtfertigt ist. Eigentlich ist er doch irgendwie letztlich wirklich nur eine Mischung aus „Spacecop L.A. 1991“, „Starship Troopers“ und Cronenbergs „Die Fliege“. Hat eigentlich niemanden gestört, dass die Aliens fast wie Cronenbergs Brundle-Fly aussehen?

    Irgendwo hab‘ ich gelsen, dass ein Prequel und ein Sequel geplant sind. Beides macht auch absolut Sinn, denke ich.

    @ Jet Strajker: Was genau meinst Du denn bitte mit „Ethno-Kitsch“??? Der Film ist aus Südafrika und bildet eigentlich nur die dortigen damaligen und aktuellen Verhältnisse ab. Insofern kann dieser Vorwurf eigentlich keine Berechtigung haben, denn in dieser Hinsicht könnte es eigentlich gar keinen besseren Platz für die Story als Johannesburg geben!

  • sancho 14. 9. 2009 an 10:07

    Super Film,
    ich habe mir nur noch am ende gewünscht dass Christopher zum abschied die gesamte Menschheit in einen riesigen atompilz hüllt, da wir doch seine mitaliens so gefoltert und zestückelt haben … aber es muss ja noch stoff für ne fortsetzung geben (den er geht ja verstärkung holen ;-)

  • bombe20 14. 9. 2009 an 11:23

    Tach auch. Sehr schöne Seite hier, eine Jammer, dass ich nicht früher drüber gestolpert bin!
    Schliesse mich auch dem Grundtenor der Rezensionen bzw. Comments an:
    Kann man getrost wechgucken ohne dass es zu sehr weh tut. Man darf nicht zufiel erwarten von solchen überambitionierten Technik-Fetischisten aus der Werbebranche wie dem Herrn Blomkamp. Wer hier originelle, eigene Ideen sucht, ist selber schuld: Der Bub hat seit frühster Jugend Modelle gebaut und animiert und Filme geglotzt, da bleibt eben nicht mehr viel Platz für eigene Ideen. Diese Art Filme erinnert mich irgendwie an Techno bzw. Minimal und dergleichen: der gleiche, durchaus funktionale Rythmus, selber Beat wenn man so will, im Detail dann die ein oder andere interessante Klangfärbung oder spassige Sampelei. Jeder Track quasi ein Remix eines funktionalen Ur-Themas. „Polkamusik“ würde Mike Ink sagen, und rrrecht hätte er. Ich glaube mit dieser Haltung hab ich auch Crank 2 durchgehalten: das war keine Fortsetzung, das war der B-Seiten-Remix von Teil Eins.
    Dieser Apartheid-kritische Ansatz ist in der tat seeehr dünnes Bier und lappt schon mächtig in so ne Art vor-Ort-Blaxploitation slash Kriesengebietstourismus-Sache über. Das hat Mister B tatsächlich in seinem Short besser auf den Punkt gebracht.
    Die „menschliche Entwicklung“ der Protagonisten allerdings ist gradezu lachhaft, weil sie ja nie in einem komplexen menschlichen Umfeld geschieht, sondern immer nur als Gegenpol zu den eindimensionalsten Langeweilerbösewichtern seit, na, seit Erfindung der langweiligen eindimensionalen Bösewichter stattfindet. Wer ununterbrochen von Arschgeigen umgeben ist, der kann es sich natürlich leisten, zu menscheln – und dann trotzdem ohne größere Probleme zig „Mitmenschen“ mit lustigen Alienwaffen in Fetzen schießen. Die schiessen ja schliesslich zuerst. Unterm Strich eine nette kleine Motion-Capturing und Motion-Tracking-Wichsvorlage für die nächste Generation von technikbesessenen fantasielosen Langweilern. Weia, vor lauter schlecht erinnerten Filmzitaten schwirrt einem ja geradezu der Kopf! Wie wird nur in 10 Jahren der nächste overhypete kleine Scheissfilm aussehen, der wiederum schlecht erinnertes spät-nuller-Zitatekino ist, das wiederum schlecht erinnertes 90er, 80er, 70errr…? schauder…
    Naja, geht weitaus schlechter jedenfalls!

    Cheers!

  • slowcar 14. 9. 2009 an 13:27

    hab den film im urlaub geguckt und war sehr begeistert – trotz der vielzahl an schwächen.
    am besten fand ich den mech-anzug. fuck yeah!
    gestört hat mich die extrem hölzerne und unglaubhafte ehefrau, das ständige rumtelefonieren und eine grössere menge an kleinigkeiten.
    alles in allem aber ein super film, vor allem weil es wenig gutes in dem genre gibt das nicht schon angestaubt ist.

  • Jet Strajker 15. 9. 2009 an 15:11

    @Binding:

    Zum Beispiel der schreckliche Score, der wie jeder zweite Hollywoodsoundtrack längst ausgelaugte Ethno-Gesänge bemüht (kaum gibt es ein Slum-Bild, fangen auf der Tonspur die leidenden Frauenstimmen an zu jaulen – Dank Stümper Zimmer eines der schlimmsten Klischees der letzten Jahre, das sich leider weiterhin großer Beliebtheit erfreut.

  • Jeff 15. 9. 2009 an 15:28

    @bombe20: „Der Bub hat seit frühster Jugend Modelle gebaut und animiert und Filme geglotzt, da bleibt eben nicht mehr viel Platz für eigene Ideen.“

    Klingt vollkommen logisch. Und auch Deine Rechtschreibung lässt keine Fragen offen. Willkommen im Kommentarbereich der Fünf Filmfreunde!

    :D

  • Mozzerino 15. 9. 2009 an 18:48

    @Jet Strajker

    Absolut richtig! Dieser fürchterliche „Ethno-Frauen-Heul“-Soundtrack hängt mir auch sowas vom Hals raus und es wird echt Zeit, dass das mal zu den Akten gelegt wird.
    Oder ist das so in Afrika? Kann man da nicht über die Straße gehen, ohne dass einen gleich so ne Art Ethno-Sopranistin vollheult?

  • Binding 16. 9. 2009 an 0:28

    @ Mozzerino: Ich kann mich null an die Musik erinnern. Aber es liegt natürlich nahe, dass ein Film aus Südafrika auch folkloristische Elemente aus dem Entstehungsland benutzt. Wenn dem so ist, verpufft der Ethno-Vorwurf allerdings automatisch!

  • Metfred 17. 9. 2009 an 10:23

    Ein Film aus der Zirkelwelt. Der Regisseur zeigt, welche Filme er schon gesehen hat und als Zuschauer soll ich mich vermutlich darüber freuen. Das Zitatekino bricht allerdings zusammen, wenn es auf einen erprobten Deutschen mit Pro7-Erfahrung trifft; der Beginn ließ mich ständig an „Stromberg“ denken und ich brauchte eine Weile, um mich von dieser Assoziation zu erholen.
    Zum Glück entpuppte sich der Film nicht als der befürchtete Politschinken. Seine paar plakativen Botschaften (Auch außerirdische Insektenkinder können wie Bambi gucken, also seid lieb.) sicherten die Besprechung im Feuilleton, waren aber selten eindringlich, und wenn, dann nur, wenn Menschen einander zu Leibe rückten. Die Schrimps blieben Computerwesen. Absicht? Unvermögen? Interesselosigkeit? Was weiß ich.
    Ansonsten versuchte er sich als Unterhaltungskracher und da schneidet er besser ab, denn hier stören schlichte Figuren nicht sonderlich. Schön, dass die FFF auch auf die Effekte achten. „Geerdete Faszination“ ist ein treffsicheres Lob. Leider sind die Actionszenen nur Augenfutter, nichts zum Mitfiebern. Ihr jeweiliger Zuschnitt sieht meist gut aus, ist aber ideenarm (nichts da von aberwitzigen, aber folgerichtigen Dominoeffekten eines „Stirb langsam“), und ihre Abfolge ist arg zusammengeholpert. Selten einmal wirkt etwas zwangsläufig. Jede Bedrohung kann sich durch einen neuerlichen Ausbruch wieder auflösen, der Held ist nicht in Gefahren verstrickt, sondern von erzählerischen Pappkulissen umgeben, die bei Bedarf – also beim Szenwechsel – umgeworfen werden. Die Hatz auf Wikus leidet an ihrer Spannungsarmut, der belanglose Gegenspieler gibt ihr den Rest.
    Eher ein Film für einen Videoabend mit viel Geschnatter als für die große Leinwand.

  • jensscholz 18. 9. 2009 an 16:42

    Ich fand den Film ja ziemlich gut…

  • TOPF 22. 9. 2009 an 22:56

    für mich der film des jahres.
    eindeutig.
    kein anderer film hat mich im letzten jahr so gefesselt wie dieser hier.
    einfach wahnsinn.
    für mich war er 5 sterne wert

  • District 9 | Filmblog der 13te 24. 9. 2009 an 16:57

    […] und ist keine Minute langweilig. Natürlich gibt es auch diverse kleinere Kritikpunkte, wie etwa die Fünf Filmfreunde entdeckt haben. Wer einen Film aber sieht wegen der guten Unterhaltung und nicht vorhat ihn in […]

  • monday 24. 9. 2009 an 17:56

    Mich haben die genialen Ansätze der Story gestern ins Kino getrieben, um dann festzustellen, dass es bei den Ansätzen blieb und ich nur eine zeitlich aufgeblasene Kurzgeschichte gesehen habe. Statdessen verliert sich der Film mit zunehmder Laufzeit im üblichen Hollywood-Boom-Boom mit all seinen abgferissenen Köpfen, Explosionen und „geilen“ Effekten. Tatsächlich hätte dieses Konzept als Ego-Shooter besser funktioniert, da die interessanten Ideen der Story nach den ersten Minuten verfeuert sind. Einzig die Darstellung des Hauptdarstellers überzeugt auf ganzer Linie. Der Rest ist Stückwerk, das den „Blockbuster“ aufwertet, aber in in diesem leider genauso untergeht.

  • sp4ce 5. 10. 2009 an 16:01

    Ich kann den Hype um den Film nicht verstehen. Er ist nett, ok, hat schöne Effekte, zwei, drei tolle Ideen und auch die Aliens sind mal gelungen, im Gegensatz zu den sonst üblichen Toys’R’Us Casts.

    Aber „anspruchsvolle SciFi-Story“? Wo ist da der Anspruch? Eher Popcorn-Kino, dessen Anspruch in einer extremen Dichte von menschlichen Abgründen liegt, die durch Ihrer Übertreibung an Glaubwürdigkeit/Kritikfähigkeit einbüßt.

    Ich werde das Gefühl nicht los, dass der Film so vieles sein wollte, aber letztendlich nicht ist. Gesellschaftskritisch statt nur schockierend, Episch statt reiner Kurzfilminhalte, innovativ statt ein Sammelsorium zusammengeklauter Elemente. Die Erzählweise zu Beginn war klasse, der Umbruch am Ende dann sehr enttäuschend. Und warum mussten alle(!) Charaktere dermaßen platt und unglaubwürdig sein? Gerade der Hauptcharakter ändert im „Finale“ seine Weltsicht wie ein paar Schuhe hin und her.
    Und der Film eröffnet so viele, rein für den Film essentielle Fragen, ohne sie zu beantworten. Schwierig.

    Bei mir wären es 2/5 Sterne.

  • Pete 10. 10. 2009 an 17:27

    Liebe Batzmann und Strajker, auch ich stimme weitgehend mit Euren Rezensionen überein ( Tenor “ Soo toll ist er ja nun auch nicht, besonders die lange Actionsequenz am Schluß fällt deutlich gegenüber den guten Ansätzen in der ersten Hälfte des Films ab „) An sich gibt es natürlich nichts gegen gut gemachte Action zu sagen – wenn sich jedoch bei mir Hoffnung auf Tiefe oder interessante Handlung schon breitgemacht hat, wirkt sie wie eine kalte Dusche.
    Was ich aber unbedingt noch herausgestellt haben möchte: Trotz aller Schwächen ist D9 als Sci Fi Film tausendmal besser als so widerlich sinnentleerter Murks ( teils nicht einmal wenigstens mit gutem Design gesegnet ) wie Star Trek neu und Konsorten.
    Für mich als echter Fan des Genres ein Lichtblick wie zuletzt nur Sunshine….

  • District 9 | ad absurdum 12. 10. 2009 an 12:56

    […] Siehe auch: Die Gefühlkonserve, Die fünf Filmfreunde […]

  • SebastianWetzel.org » [Kurz-Filmkritik] Pandorum & District 9 19. 10. 2009 an 0:51

    […] Film wissen möchte, schaue sich diese Filmkritik an. Die Fünf Filmfreunde haben dem Film auch ein Review gewidmet und wissen meist auch nur Positives zu berichten. Categories: VermischtesI this […]

  • olivertwist 12. 11. 2009 an 11:41

    Wiskus ist doch kein Beamte sondern Mitarbeiter von MNU. Und von der Regierung hat man auch nicht viel gesehen, der Einfluss von MNU scheint groß zu sein.

  • CaptainNero 12. 11. 2009 an 21:39

    Obwohl die Handlung wenig überzeugend wirkt, und die Ausserirdischen an riesige Hummer erinnern, sind die Tricks der Macher der Hammer! Selten sah man so echt wirkende GCI-Effekte.

  • Big Flow 9. 12. 2009 an 20:48

    Echt geiler Film. Und das der ab 16 freigegeben war! Der war 5mal brutaler als Final Dastination 4 und ab 16… Aber schon krass…

  • known unsoldier 10. 12. 2009 an 22:11

    @51: ja und D9 hatte auch 5mal mehr hirn als final destination 4 vllt. sinkt mit steigendem anspruch auch das mindestalter der fsk(?) :D

    zum film wurde hier schon einiges gesagt. ich habe nicht alles hier gelesen, will aber auch mein senf dazugeben:

    ich für mein teil fand die gesellschaftskritischen aspekte/untertöne sehr gut. hätte nie gedacht, das ich jemals einen alien-film mit (für dieses genre) solchen hohen anspruch sehe. auch die effekte waren wirklich beeindruckend, haben mich jedoch teilweise etwas schockiert (als körper und köpfe zerplatzten). der kampf (zwischen soldaten und mech) kurz vor dem ende war in meinen augen etwas stumpf, jedoch trotzdem akzeptabel

    und @36: das hätte den film völlig kaputt gemacht. es geht nach meiner auffassung den aliens nicht darum es dem mensch gleich zu tun, und sinnlos leben für genommens leben zu nehmen, sondern „hilfe holen“ ist für mich in diesem zusammenhang hier so etwas wie rettung! keine alien-armee ala roland emmerich’s independence day, die uns ‚arme‘ menschen (vor allem die bedauernswerten die-welt-gehört-uns-bewohner des nord-amerikanischen kontinents) ausradieren will. ebend deswegen ist D9 zu empfehlen: es ist nicht diese 0815-hollywood-grütze sondern etwas anderes, neues, kritisches. ja, es gibt bessere filme, aber in seinem genre hat D9 neue maßstäbe in sachen niveau gesetzt :)

  • Grandios: Die besten Filme 2009 | Die Fünf Filmfreunde 6. 1. 2010 an 3:02

    […] Bester SciFi-Film des Jahres: District 9 […]

  • bale 14. 3. 2010 an 19:51

    so endlich gesehen! was für ein abartig schlechter rotz von film. würde dem ganzen so 1/2 stern geben. uh super neue sozialkritische botschaft… und apartheid wird da angesprochen und so .. ohhh… kann man die gute idee noch dümmer und plumper umsetzen? ich finde nicht. das ist so erbärmlich kleingeistig inszeniert, hält der regisseur uns für blöde?

    ist wohl ein fest für sci-fi nerds und peter jackson fanboys!

    für mich absolute zeitverschwendung, da sowieso von enemy mine und starship troopers kopiert. also was soll das gehype um den streifen?!

  • Hans 14. 3. 2010 an 21:39

    @bale:

    Hey, ich bin Sci-Fi-Nerd und hasse District 9 (klischee-Story, Wackelkamera-Action, Fremdschäm-Szenen)! Bitte keine Verallgemeinerungen ;-)

  • Jet Strajker 14. 3. 2010 an 23:30

    Ich finde den rückwirkend auch eher schlecht. Wirkt alles nur wie eine Kurzfilmidee auf lang getrimmt. Wird die Zeit – anders als seine Vorbilder – sicher nicht überdauern.

  • Tobi 24. 3. 2010 an 22:46

    Also ich fand den Film einfach genial..!
    So Einheitsbrei wie Avatar fand ich dagegen extrem langweilig weil sich alle von der story her fast gleichen.. gut gegen böse –> gut gewinnt, böse verliert :D
    District 9 dagegen lässt mich als zuschauer bis zum ende nich genau wissen auf welcher seite er überhaupt stehen soll.. auf die der aliens oder auf die von wiskus da er ja schon ziemlich egoistisch handelt bis zu seiner „verwandlung“ am schluss, die mich und warscheinlich auch viele andere zuschauer sehr aufatmen ließ..!
    Ausserdem sind die Effekte der Wahnsinn! Und das mit einem solch „kleinen“ Budgets! Allein dafür verdient der Film großen Respekt!

  • ofen thomas 24. 8. 2010 an 10:39

    Für alle die gemeint haben das die Wackelkamera umsonst war schließ ich mich an.
    Vom Film selber war ich begeistert. Die art doku-Still hat mir super gefallen.
    Für mich war die Spannung bis am Ende gegeben und auf Grund des Aufbaus war ich mir auch nicht wirklich sicher ob die guten am ende wirklich gewinnen.

  • Skyline – Neuer Trailer | Die Fünf Filmfreunde 30. 9. 2010 an 12:07

    […] mal berichtete. Mit Eric Balfour, Scottie Thompson und David Zayas. Ich weiß nicht, diesen durch “District 9″ entfachten neuen Boom an derartigen Low-Budget-Sci-Fi-Filmen habe ich jetzt nicht unbedingt […]

  • Falling Skies: 3 Alien-mäßige TNT-Poster, die uns weiß machen wollen, that ”We lose Control” - Do we? | Serien-Load.de 4. 4. 2011 an 16:10

    […] seine Finger als Produzent im Spiel hatte? Werden die Styles der Aliens so wie im Kinofilm “District 9” sein? Oder in der Spielfilmreihe […]

  • purple00 22. 1. 2014 an 18:06

    mit abstand der schlechteste sci-fi film den ich je gesehn hab …
    aliens die high-tech waffen entwickeln und mit einem raumschiff auf die erde fliegen konnten lassen sich in einem „district“ halten und befolgen befehle der menschen ??? was ein müll!!!!!!!
    zieht sich ewig in die länge mit einem mehr als nervigen hauptdarsteller und am ende passiert eig überhaupt nix ?
    ganz klar daumen runter !!!!!!!!
    0 sterne

    • Dave 23. 1. 2014 an 16:11

      No