Review

The Book of Eli (Review)

18. 2. 2010, Batzman (Oliver Lysiak), 52 Kommentare

„Stay on the path. It’s not your concern. Stay on the path. It’s not your concern. „

Originaltitel: The Book of Eli
Herstellungsland: USA 2010
Regie: Albert Hughes, Allen Hughes
Buch: Gary Whitta
Darsteller: Denzel Wahsington, Mila Kunis, Gary Oldman, Jennifer Beals, Malcolm McDowell, Michael Gambon, Ray Stevenson, Tom Waits

Eli zieht durch die postapokalyptische Einöde auf dem Weg zur Westküste. Unterwegs trifft er immer wieder auf degenerierte Halunken, nicht zuletzt den Bandenführer Carnegie (Gary Oldman) und seine Truppe, die ihm unbedingt sein wertvollstes Gut abluchsen wollen: Das Buch. Doch Eli weiß sich zu wehren und zeigt den hartnäckigen Raubauzen, wo der Bartel den Most holt.

BIG SPOILER AHEAD

Die Hughes Brüder melden sich zurück. Nach Ewigkeiten und vielen gescheiterten Projekten, TV-Filmen und kreativen Zänkereien wollen sie noch einmal beweisen, dass sie zurecht einmal in einem Atemzug mit anderen bekannten Regiebrüdern wie den Coens und Wachowskis genannt wurden. Wobei viele mittlerweile wohl vergessen haben, dass auch der neun Jahre zurückliegende „From Hell“ ein ganz furchtbarer Film war, der nur dadurch in der kollektiven Erinnerung gerettet wurde, das „Die Liga der aussergewöhnlichen Gentleman“ noch viel grauenhafter war und die Vergewaltigung des „Ripper“-Comics schon fast als scheuen Kuss auf die Wange erscheinen ließ.

Jetzt also The Book of Eli, bei dessen Synopsis ich stets versucht bin, ihn mit dem Satz „Der blinde Eli zieht mit einer Braille-Bibel, durch die postapokalyptische Welt…“ zusammenzufassen um mich für den hanebüchen dreisten Schlusstwist zu rächen, den die Brüder uns hier anbieten. Es verwundert kaum, das die Werbung des Films sich tunlichst müht die religiöse Seite und die Natur des Buches auszusparen, denn was als fröhlich-stylishe Mad-Max-Variante verkauft wird, hat mehr mit Mel Gibsons Spätwerk gemein: Die Passion Denzels.

Was für ein grauenhaft freudloser Apocalypsenfilm, der jeden unterhaltsamen Ansatz in humorlosem Gestarre erstickt (das fälschlicherweise mit Coolness verwechselt wird) und aussieht, als sei er am Backlot von „Terminator 4“ und den übriggeblieben Sets von „The Road“ runtergekurbelt worden. Doch wo letzterer eine hoffnungslose Endzeitmeditation über den Wert des Lebens abliefert, verquicken die Hughes Brüder den Charme eines Teleevangelisten mit schalem Poserkino, das Grindhouse-Charme wohl nicht erkennen würde, wenn er nackt aus einer Torte springen würde und „Grindhouse Charme is here again“ sänge.

Ohne jede Selbstironie wird von Eli – der streckenweise Blade und Wesley Snipes begrenztes Schauspieltalent zu channeln scheint – die frohe Botschaft mit dem blutigen Schmiedehammer verbreitet und selbst ein Nahe an der Selbstparodie agierende Gary Oldman und ein willkommener Gastauftritt von Tom Waits schaffen es nicht diesen inhaltsleeren, moralisch fragwürdigen und menschenfeindlichen Film zu retten. Das christliche Wort Gottes wird, auch wenn der politischen Ausgewogenheit andere Glaubensbücher beiläufig erwähnt werden, als einzige Rettung für die Menschheit telegraphiert und der blinde Eli, den anscheinend Gottes Hand selbst via Gamepad durch die Showkämpfe lenkt, ist das auserwählte Werkzeug das uns selbstlos die verloren gegangene Erleuchtung wiederbringt. Auch wenn er dafür aus den Untermenschen Kebab machen muss.

Dick sind die Metaphern und subtil wie ein Tritt in den Sack. Das natürlich nicht das sündige San Francisco, sondern das „The Rock“ (Petrus – genannt Der Fels, wir erinnern uns…) genannte Alcatraz letztlich Elis Ziel ist, muss da wohl schon als eine der clevereren Brachial-Anspielungen gelten, für all jene denen Elis Name (ein Wort für Gott auf arabisch, hebräisch und aramäisch) noch nicht Hinweis genug war. Okay, okay Hughes Brüder, wir habens verstanden!

Da helfen ein paar stylishe Action-Momente auch nichts und ein als ironisch gedachter Einfall, ein altes Kannibalen-Ehepaar (Michael Gambon und Frances de la Tour in einem beinah-Cameo) nach „Wer hat Angst vor Virginia Woolf“ zu benennen, verpufft vor dem Hintergrund von Eli langweiligem Wesen und der Ödnis seiner Mission. Carnegie und seine Männer scheinen wenigstens Spaß zu haben, doch der fromme Prediger mit der Sonnenbrille, der seine Gegner erschnüffelt, bleibt ein Langweiler vor dem Herren. Als Western-Antwort auf Zatoichi taugt Washington genausowenig, wie als Mad-Max-Epigone – den dazu fehlt ihm, bei aller Chuzpe mit der uns am Ende die Blindheit als kecker Twist (und nicht als dramaturgischer Offenbarungseid) verkauft werden soll, die Größe um wirklich mythischer Action-Trash und übersinnliches Spektakel zu sein.

Das für das ärgerliche Ende noch mal beiläufig Fahrenheit 451 beklaut und in den Dienst des Guten Buches gestellt wird, setzt dem Ganzen die Krone auf. Wie sagte ein US-Kollege so schön: Dieser Film macht für das Christentum, was Battlefield Earth für Scientology getan hat.

Amen.

  • nurah 18. 2. 2010 an 2:13

    sauber!:D
    kurz und knackig……

    das schlimme ist….Denzal ist mein lieblings Schauspieler:(:(:(
    was nur los mit dem?
    beste letzte stück war noch American Gangsta!

  • Droggelbecher 18. 2. 2010 an 2:19

    @Batzman
    Vorneweg, Ich mag deine Reviews eigtl. ganz gerne.
    Auch wenn man mal anderer Meinung ist, unterhaltsam lesen sie sich trotzdem.
    Irgendwie wirkt es aber dieses mal so als ob du zu hastig auf den absenden-button gedrückt hättest als deine Kritik fertig war.
    Ich kann aus dem Text z.B. eigtl. keinen einzigen Stern herauslesen, da du nur negatives aufgezählt hast. Warum der Film 2 bekommen hat ist nicht wirklich ersichtlich.
    Die andere Sache die mich stört ist dass das ganze Review zu 10% aus einer kurzen Inhaltsangabe und zu 90% aus großen und kleinen Spoilern besteht. Ok, nach dem 2. Absatz steht ein dickes „big spoiler ahead“, was mich erstmal veranlasst hat runterzuscrollen um nach nem „Spoiler Ende“ zu suchen welches aber nicht kam.
    Wieso also kein Fazit?
    Ein Review macht doch kaum einen Sinn wenn es nur für diejenigen interessant ist die sich den Film schon angesehen haben(und das auch nur potentiell weil ich ihn nicht so schnell sehen werde, wenn überhaupt, und deshalb nur vermuten kann).
    Als Entscheidungshilfe für die Leute die sich den Film eventuell anschauen wollten kann es ja mit dem oben erwähnten Verspoilern ja kaum noch dienen. Genausogut hättest du einfach nur kommentarlos 2 Sterne geben können.
    Ob der Film jetzt gut oder schlecht ist spielt für mich dabei keine Rolle, da das von Anfang an kein must-see für mich war.
    Darum hab ich auch den ganzen Text gelesen und kann sagen, dass das glaube ich deine schlechteste Kritik war die du für FF geschrieben hast da sie sogar als Verriss nur leidlich unterhält, weil die Form einfach nicht stimmt.

  • Dirty Hairy 18. 2. 2010 an 2:25

    Die Bibel ist zwar in Blindenschrift verfasst und Eli kann sie lesen, aber an welcher Stelle wird denn behauptet/klar, daß der Typ blind ist?
    Wie auch immer, schwacher Film.

  • Martin Sane 18. 2. 2010 an 7:52

    Mich würd mal interessieren warum hier immer wieder mal beiläufig auf „From Hell“ rumgehackt wird. Könnte einer von Euch da mal eine Review machen oder zumindest mal erklären warum das Schrott sein soll?
    Ich habe ihn schon oft gesehen und bis auf ein paar Längen die einem mit der Zeit auffallen gibt’s da finde ich nichts zu meckern. Aber erzählt mal!

  • Matthias 18. 2. 2010 an 8:09

    „From Hell“ als Film ist auch nicht schlecht. Er fällt erst stark ab, wenn man ihn an der Comic-Vorlage misst. Dann müsste die Tagline heißen: „From Hell – Der Film, der zufällig genauso heißt, wie das monumentale Werk von Alan Moore, und zufälligerweise auch Jack the Ripper zu Thema hat, weshalb die Hauptfiguren gleich heißen, aber sonst rein gar nichts mit diesem Comic zu tun haben kann“. Kein Wunder, dass der gute Herr Moore sauer wird, wenn man ihn damit in Verbindung bringt.

  • Ranor 18. 2. 2010 an 9:50

    Warum haben eigentlich so viele Filmkritiker (und nicht nur die) bei christlichen Themen einen sofortigen Beißreflex, während bspw. fernöstliche Glaubensthemen meist ohne Widerspruch angenommen werden?

    Ansonsten: Dein Ruf nach mehr Ironie ist ja schon fast erwartungsgemäß, dadurch allerdings auch nicht richtiger. Und was willst du hier eigentlich mit Grindhouse-Charme? Sicher, der Film trägt einen einigen Stellen recht dick auf, grundsätzlich habe ich mich aber über die Ernsthaftigkeit und Ruhe an vielen Stellen gefreut. Ach, zum wirklich großartigen Score von Atticus Ross hättest du ruhig ein paar Worte verlieren können.

  • Kiran 18. 2. 2010 an 9:22

    Ich hab mir den Film gestern im UCI angesehen und bin enttäuscht. Es ist wriklich schade dass man immer wieder auf geschickt geschinitteneTrailer hereinfällt.

    Spoiler Warnung!

    Batzmans Review kann ich nur zustimmen.
    Diese nervige Bibelbotschaft und die stätige Langeweile dieses Films treiben einen „fast“ zum wahnsinn. Und dass das Buch von Eli natürlich die Bibel ist stand ja auch schon vom Anfang an fest. Denel Washington spielt wie immer nciht schlecht. Nur diesmal wirkt er irgendwie nicht anwesend. Den gesamten Film über hat man das Gefühl Washington spiele unter Hypnose. Was man bei so einem Drehbuch auch verstehen kann :D Die gute Mila Kunis ist ebenso belanglos wie schön. Wahrscheinlich steht einer der Hughes Brüder auf Resident Evil 4 denn Kunis sieht am Ende des Films wie ein Cosplay Double von Milla Jovovich in RE4 aus. Der einzige Lichtblick in diesem Film ist Gary Oldman welcher wieder einmal zeigt dass ihm die „Arschloch-Rolle“ auf den Leib geschrieben ist. Der Kerl ist und bleibt einfach nur cool.

    Spoiler Ende!

    MEH!

  • mic 18. 2. 2010 an 10:07

    Tja, das frage ich mich auch manchmal – jeder noch so haarsträubende Schamanismus wird begeistert aufgenommen, aber sobald es um Jesus geht zucken alle weg. Schade. Aber Ihr seid ja alle soooo offen und tolerant.

  • Tino 18. 2. 2010 an 10:31

    „Big Spoiler Ahead“ bitte nächstes Mal durch „Story ahead“ ergänzen

    Einen Spoiler in allen Ehren, aber das hier ist die Mutter alles Spoiler!

  • Gunther 18. 2. 2010 an 10:48

    @Ranor
    der Beissreflex kommt vermutlich durch genau dieses zu dicke auftragen, dieser Pathos, dieses Große in dem Hollywood ja oft auch ganz groß ist. Die östlichen Filme erscheinen da einfach unaufdringlicher, nicht so belehrend und bescheidener. Aber das ist nur mein Eindruck und ich lasse mich durch schlechte Beispiele gerne eines besseren Belehren.

    Werde mir Eli wohl aber trotzdem anschauen, allein um endlich mal wieder einen Film zu haben, den ich genüsslich in der Luft zerreissen kann :)
    Da noch ne Frage: was ist genau der große Spoiler? Habe das nicht ganz mitgekriegt wie es scheint, oder ist hier *das Buch* gemeint? Mir war das allerdings gleich klar, als im TV mal einer von *dem* Buch gelabert hat – und ich nicht sonderlich überrascht war.

  • Schwarzmaler 18. 2. 2010 an 11:31

    Der Beißreflex trifft leider auch großartige Filme. Europa steckt immer noch im Kulturkampf der letzten fünfhundert Jahre – Protestanten gegen Katholiken, und aufgeklärte Atheisten gegen alle. Das ist unausrottbar, wie die Grenze zwischen Bier und Wein.

  • Ranor 18. 2. 2010 an 12:49

    Nun ja, was bei diesem Film in meinen Augen immer vergessen wird (auch von Batzman): Das religiöse Thema des Films passt einfach perfekt zum Setting und ist in meinen Augen zwar sehr präsent aber nicht aufdringlich. Manche scheinen sich davon aber irgendwie persönlich angegriffen zu fühlen, anders kann ich mir viele abwertende Besprechungen wie die hier nicht erklären.

  • Ranor 18. 2. 2010 an 13:17

    Akzeptiere ich ja auch. Aber es ist doch auffällig wie schnell bei vielen der Laden zu geht sobald christliche Themen auftauchen. Batzmans Besprechung ist ein sehr typisches Beispiel.

  • Ranor 18. 2. 2010 an 14:02

    Ich habe schon längst damit aufgehört etwas zu erwarten und wollte nur auf die Janusköpfigkeit bei diesem Thema aufmerksam machen (siehe mein erstes Posting hier).

  • Kiran 18. 2. 2010 an 13:11

    @ Ranor: Ich denke einfach dass jeder Mensch für sich mehr oder weniger mit dem Thema Religion anfangen kann. Genau deshalb hat man dann auch keine Lust auf einen Film welcher diese Botschaft so in sich trägt. Dass könnte auch unter die Kategorie „Geschmack“ fallen!? Wenn es dir so gefällt – bitte – allerdings solltest du die anderen Meinungen auch akzeptieren.

  • Kiran 18. 2. 2010 an 13:41

    Aber was erwartest du dann? Mehr Toleranz für das Thema „Religion“ oder was meinst du? Das bei vielen „der Laden zu geht“ liegt halt daran dass die Leute keinen Bock auf das Thema haben.

  • egal 18. 2. 2010 an 14:18

    Ja, dieser Beißreflex ist übel, unterste Schublade.

    Aber mal andersherum gedacht: welches Buch hätte sie denn sonst nehmen sollen? Die Bibel ist nun mal das am meisten gedruckte, am weitesten verbreitete, welthistorisch bedeutungsvollste Buch.

  • GunGrave 18. 2. 2010 an 14:42

    … danke für die Review… werde doch wohl eher mal auf die DVD warten… „Passion Denzels“ schau ich mir im Kino nicht an.

  • Mozzerino 18. 2. 2010 an 15:14

    Muss auch mal etwas Kritik anmerken, ich bin auch der Meinung, dass ein ordentliches Review auch ohne Spoiler auskommen muss, die ihm Grunde die komplette Handlung des Films verraten.

  • Rocksteady 18. 2. 2010 an 15:44

    @Dirty Hairy: Danke fürs spoilern!

  • Kiran 18. 2. 2010 an 15:44

    @ Ranor : Okay, wollte nicht zu sehr rumdiskutieren.

  • dynamitrios 18. 2. 2010 an 15:49

    Es hätte im Endeffekt ein Buch wie „Harry Potter“ oder ähnlich populäre Trivialliteratur sein sollen, das wäre ein abgefahrener Twist am Schluss. All diese gewalt nur wegen eines Buches in das zu viel hineninterpretiert wird. erst dann würde die absurdität deutlich werden, aber ich denke mal das Regieduo hat sich nicht getraut so innovativ zu sein
    Hätte deutlichere Paralelen zur Bibel gehabt ohne die Bibel sein zu müssen, was dem ganzen nen käsigen beigeschmack gibt

  • Norman E. 18. 2. 2010 an 16:58

    Das nächste große literarische Werk, dass eine ganze Religion spawnen wird… Herr der Ringe
    Oder doch Star Wars?
    Da der Film scheinbar ziemlich belanglos ist, hätte man wirklich einen kleinen, mutigen Twist machen können und das ominöse Buch hätte zum Beispiel eine Autobiographie von Arnold Schwarzenegger sein können. Da stehen sicher auch ’ne Menge weise Ratschläge drin, vielleicht sogar Körperhygienetipps, der interessanteste Teil, den ich in der Bibel finden konnte und ich hatte sie zur Hälfte durch, als mir die Zeit zu Schade wurde ;-)
    Der Trailer hat mir gefallen, diese Review überhaupt nicht.
    Wenn mal nix anderes kommt… irgendwelche Filme muss ich mir ja fürs Free-TV aufheben.

  • Schwarzmaler 18. 2. 2010 an 16:19

    Nur muß man nicht auf Harry Potter oder King Lear zurückgreifen, ist die Bibel doch schon eine Sammlung von Schriften, die durch Jahrhunderte weitergetragen wurden, wie in Fahrenheit 451. Das Szenario, welches hier in eine apokalyptische Zukunft verlegt wurde, ist längst geschehen, vor zweitausend Jahren, in der Emigration, und in den frühchristlichen Gemeinden des Römischen Reiches.

  • Ivor Bigbotty 18. 2. 2010 an 21:24

    Ich hatte am Ende des Films das Gefühl 2 Stunden in einer Kirche gesessen zu haben, und das bei einem Pfarrer,…

    *** SPOILER ALERT ***

    … der mir zwar die Lehren der Bibel vorhält, aber mir die Hand abschneidet, sobald ich ihn schief ansehe.
    Dazu kommen die ganzen Fehler und Merkwürdigkeiten,… Der gute Eli ist also auf dem Weg an die Westküste,…. SEIT 30 JAHREN !!??
    Grob überschlagen kann man in 30 Jahren gemütlich 5 mal um die ganze Erde laufen. Okay er ist blind, aber er kann ja auch fliegende Vögel mit nem Bogen aus der Luft schießen.
    Ach ja, der Bogen,… Der ist einfach mal da und dann wieder weg; da er im zu kleinen Rucksack nicht untergebracht werden kann nehme ich an er führt ihn im Anus mit sich. Für die Pfeile gilt das selbe, die sind auch mal da und dann wieder weg.

    *** SPOILER END ***

    Also der Film lässt einem am Anfang das Beste hoffen, aber erfüllt dann nichts davon. Ich hab bei Oldmans anfänglichen Monologen über „das Buch“ doch noch gehofft, dass es vielleicht eine kritische Auseinandersetzung mit dem ganzen Thema wird, aber gegen Ende konnte ich mir nur noch den Blecheimer überziehen und mit dem Kochlöffel dagegen schlagen.
    Von mir bekäme er noch ein Stern, da die komplette Umgebung sehr gut aus Fallout 3 geklaut wurde.

  • ralf 19. 2. 2010 an 0:26

    der war doch am ende nicht wirklich blind, oder? ist auch egal, will ihn nicht nochmal sehen um das zu beobachten.

    als er seinen bauchschuss bekommt und die kleine im closeup so entzetzt geguckt hat wär ich am liebsten aufgestanden…

    ich geh nie wieder ins kino nur um ins kino zu gehen!

  • Dörte Hairy 19. 2. 2010 an 0:57

    @ Rocksteady
    Der „Review“ verrät eigentlich schon alles, was es zu wissen gibt.
    Ich bin davon ausgegangen , daß Leute die die Kommentare lesen sich zuvor auch den eigentlichen Artikel zu Gemüte führen.

  • genervt 19. 2. 2010 an 2:36

    SPOILER?
    Was ist denn jetzt der Spoiler?
    Daß das Buch eine Bibel ist?
    Und daß sie nur Blinde lesen können?

    Also wenn das alles ist, was der Film zu bieten hat…
    Wenn in einem Sack Reis tatsächlich Erbsen wären – DAS wäre ein Spoiler! ;)

  • Wonschi 19. 2. 2010 an 9:05

    „Warum haben eigentlich so viele Filmkritiker (und nicht nur die) bei christlichen Themen einen sofortigen Beißreflex, während bspw. fernöstliche Glaubensthemen meist ohne Widerspruch angenommen werden?“

    @ Ranor: Ganz einfach! Ich kenne diese Anhänger dieser Wellness-Religion von Herrn Dalai Lama, diese Pseudoreligon kann man so schön nutzen wie eine Tube Wellness-Duschgel! Gerade aus den alt-68er und linksfaschistischen Kreisen hört man immer wieder dieses gleiche Blabla. Und ich kenne als Aussielder diese 68er/Linksfaschisten aus meiner Schulzeit. Immer schön den Kommunismus verteidigen aber schön im feindlichen kapitalistischen Land leben (man bezeichnet sie auch als Kafffeehauskommunisten) und großen Muselmanfreunde (die Hamas ist in deren Augen eine Befreiungsarmee) und mit Tibet-Falgge vor dem Reihenhaus in der autofreien Wohnsiedlung inkl. Dalai Lama Postern in der Küche! ;o) Gerade in diesen Kreisen ist es en Vogue gegen den Kommerz zu sein aber dennoch Avatar und Herr der Ringe gut finden, denn da kämpfen doch die (scheinbar) Guten gegen das Böse (USA, Kapitalismus, Christen etc.)!

    Und wenn die Kritik noch 2 Minus vergeben würde, ust mir wurscht. Die 2 Punkte verteile ich gerecht auf die Gurken des Jahres 2009: Avatar und Tarantions immerwiedergleiche Geschichten! ;o)

  • Hans Wurst 19. 2. 2010 an 11:30

    Ich hab den Film gestern gesehen, fand ihn (vieleicht auch mit dem Hintergedanke das er hier und anderswo nur 2 Sterne bekommen hat) garnicht so übel. Im Gegenteil ich fand es anders mal einen Film zu sehen der nicht permanent nur durch penetrantes Musik Gedudel und andauernd irgendwas einstürzendes unterhalten „Muss“ (Bsp. Trailer Prince of Persia davor ;) ).

    Es kann natürlich auch sein da der Film viel mit dem Spiel Fallout3 gemein hat bzw. sogar sehr in die Richtung geht (Die Stadt erinnert sehr schwer an Tenpenny Tower) das ich gerade deswegen angetan war.

    Da Eli wohl mangels anderer Stärken sich nur auf das Christentum konzentrieren, ist es Okay das die Bibel so hervorgehoben wird. Auch für mich als Atheist der eigentlich immer gegen diese Christentum Glorifizierung ist, war es doch eine zu akzeptierender Bestandteil. Wenn alles im Arsch ist was hat man dann noch? Besseres Verhalten als der Rest dort ;)

    Ich denke das es eigentlich ein guter Film ist der natürlich seine Macken hat. Alleine die Dauer und teilweise langen eintönigen Passagen. Er ist halt auf keinen Fall mit „Mainstream Bomben“ zu vergleichen ist.

    als Fazit würde ich sagen ein Genre Film der, auch im Hinterkopf das ich fast ein halbes Jahr an Fallout 3 gesessen habe und dementsprechend eine ähnliche Handlung erlebt habe, für Fans von Endzeit Themen ist.
    Und einfach mal nicht alles zu ernst sehen(dafür gibt es viel zu viele „unpassende“ Nebensächlichkeiten im Film (Perfekt gemachte Haare des Mädels, irgendwie alles doch zu Sauber).

  • Kiran 19. 2. 2010 an 12:59

    @ Hans Wurst: Ich hab auch an Fallout 3 denken müssen :D

  • Smion 19. 2. 2010 an 21:51

    @ wonschi:
    Aaaaaaaaarghhhhhhhhhh!
    Können wir dieses Gejammere von der zionist… äh islamo-kommunistisch-grünen Weltverschwörung wenigstens aus der Diskussion um einen doofen (jetzt auch ohne IHN beleidigen zu wollen) Actionfilm rauslassen?
    Bitte!

  • Smion 19. 2. 2010 an 22:32

    Schon mal vorträglich:
    Oh, ihr Trolle, die ich rief.

  • TopF 20. 2. 2010 an 14:02

    christlkiche lehre : halt die andere wange hin.
    aber warum man sowas mit ner machete verteidigen muss… *achselzuck*
    irgendwie wieder mal ein beispiel für sinnlose religiöse anspielungen in einem film.
    ich meine der kerl schnetzel tmunter drauf los und predigt aus der bibel?
    LOOOL????

  • Smion 20. 2. 2010 an 19:31

    Ach, das alte Testament hats nicht so damit

  • egal 22. 2. 2010 an 12:18

    @35: Dieser „Gewaltvorwurf“ an das AT ist lächerlich. Lass dir von einem Sachkundigen (Rabbiner) mal den Tanach auslegen … mir jedenfalls sind die Augen aufgegangen. Das Judentum ist in der Breite eine unglaublich reflektierte, hochentwickelte Glaubensgemeinschaft. Aber du hast das Thema ja sicherlich systematisch vertieft…

  • Hans 24. 2. 2010 an 11:30

    Warum ist dieses Review nicht links unter „Neue Reviews“ zu sehen?

  • Gunnar 26. 2. 2010 an 12:46

    Sauber. Dies ist der erste Review, den ich lese, bei dem ich den Eindruck habe, dass der Reviewer den Film auch gesehen hat. Du hast zwar ausgelassen, dass der Film optisch echt gut war (daher wohl die Punkte), die postapokalyptische Welt war wirklich wonnig anzusehen, aber ich hab mit schon nach der ersten halben Stunde gewünscht, dass jemand vor diesem Hintergrund mal einen ordentlichen Film macht… und danach wurde es ja erst so richtig schlecht. Sogar Gary Oldman hat hier leider nur eine eher mittelmäßige Vorstellung abgeliefert. Schade, schade.

  • The Director 26. 2. 2010 an 18:37

    Ich war positiv beeindruckt von dem Film, gerade wegen dem Ende. Ich hatte nämlich gar keine Erwartungen an ihn gestellt. Witzig fand ich die Welt, die eine riesige Wüste ist, aber mitten drin steht ein komplett erhaltenes Holzhaus oder ein Atomkraftwerk. Oder wie Denzel zu Fuß schneller sein kann, als die Motorrad Gang, OBWOHL er sich durchgehend in Zeitlupe fortbewegt. ;D

  • Will 26. 2. 2010 an 21:36

    Der Typ ist Blind? Bitte?? Der soll BLIND sein???
    Ehrlich: Kann nicht sein, der schaut ständig irgendetwas an oder zu… Wäre mir nach den anderthalbstunden oder besser gesagt während dessen bestimmt aufgefallen…. Muss ich mir wohl nochmal ansehn…
    Also die Optik ist doch super, ist echt so wie ich mir ne Fallout-Verfilmung vorstellen würde. Ich hätte nix gegen den Religiösen Teil, ganz ehrlich man weiss doch schon nach ca. 2-3 min dass es bei dem Buch um die Bilbel geht… oh, verzeihung, SPOILER!….naja dass ist schon klar bevor man sich den Film anschaut. ABER: der Film übertreibt es echt, kommt mit nem Presslufthammer und will dir dir die Macht Gottes in den Kopf hämmern!! Ich als Atheist: Mit zu an unendlich grenzender Wahrscheinlichkeit gibt es keinen Gott… darf ich das eigentlich sagen wenn mir doch jeder erzählen will dass es anders ist? Nein, ich höre jetzt schon die Proteste. Tja. Religiöse Fanatiker (und auch weniger strenge) sind ein sehr untollerantes Pack wenn es darum geht nicht an Gott zu glauben.
    @Wonschi: halt einfach deine ******** du … (darf ich dass hier sagen?) ;)
    Greetz!

  • Smion 27. 2. 2010 an 10:53

    @egal: interpretiert bekommen hab ich es nicht und ich hab auch nur ’ne schnöde übersetzung, aber das was ich bisher gelesen hab‘ deutet nicht unbedingt auf pazifismus hin (Bsp: Jericho, wenn ich es recht verstanden habe machen das die israeliten einfach platt, weil sie das äquivalent zu „lebensraum im osten“ brauchten. mit SEINER hilfe.)

    p.s. ja, ich weiß godwins law und so.

  • The Book of Eli Review | Nerdsnacks 27. 2. 2010 an 13:49

    […] seiner Geburt blind ist und insofern in seiner Kindheit auch die Brailleschrift erlernte. Auch wenn Batzmann der FIlm ganz und gar nicht gefallen hat, muss ich ihm doch widersprechen. Die religiöse […]

  • Bix 7. 3. 2010 an 11:36

    „Warum ist dieses Review nicht links unter “Neue Reviews” zu sehen?“

    Weil es kein Review ist, sondern eine Glosse.

    Man kann fast den Eindruck bekommen, hätte Eli nicht die Bibel (Wer beim Titel „Book of Eli“ nicht schon draufkommt, dass es die Bibel ist, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen), sondern einen banalen Lebenshilfe-Wälzer dabeigehabt (Barth, M.: „Frau-Deutsch Deutsch-Frau“ vielleicht? Oder Kerkeling auf dem Jakobsweg?), wäre der Film für viele hier der absolute Knaller, weil’s ein ach-so-toller, sarkastischer Schlusstwist gewesen wäre. Kann schon sein, nur hätte der nicht im geringsten zum restlichen Film gepasst. Wer bei dem Film mit der Grundeinstellung „Bibel = Scheisse“ ins Kino geht und sich dann wundert, warum einem der Film nicht gefällt, dem ist nun wirklich nicht mehr zu helfen. Wenn ich keine Wackelkamera mag, schau ich mir auch keine Bourne-Filme an und wer keine Folter sehen will geht nicht in Saw II-XIV.
    Und nur so nebenbei: Dass Eli komplett blind ist, ist final nirgends gesagt. Die Kamera zoomt lediglich auf eines seiner Augen, das trüb ist. Könnte also genauso gut eine fortschreitende Krankheit sein, im Zuge derer er sich das Lesen von Blindenschrift angeeignet hat.
    Aber ich vergaß: Ist ja die Bibel – muss also Krampf sein…

  • goines 24. 3. 2010 an 16:43

    ich persönlich fand den film gar nicht schlecht.
    der film hat mich in jedem falle von den einstellungen, kamerafahrten überzeugt. der soundtrack steuert den rest dazu bei.
    und wie bereits erwähnt ist nicht gesagt das eli komplett blind ist.

    ferner finde ich auch nicht wirklich, dass die bibel bzw. die religion arg im vordergrund steht bzw. als das positive präsentiert wird.
    zum einen steht dort seine führung einer stimme dir er gehört hat.
    aber im gegenzug wird die religion bzw. über die bible als eine sehr sehr mächte waffe gezeigt, die sie ja auch ohne zweifel ist. „das hat schon einmal funktioniert“ trifft hier genau den richtigen satz. wie mächtig der glaube an sich ist. was man damit erreichen kann (damit ist auch das absolut negative gemeint).
    im übrigen tötet eli in diesem film genug leute um das buch (religion) zu schützen bzw. zu verbreiten. erinnert mich ein ganz klein wenig an die kreuzzüge. man achte auch daruf, das am ende des filmes nicht der menschheit geholfen ist. niemand erstahlt dort und sagt, die menscheit ist gerettet. die neue abschrift „book of eli“ wird einfach in das regal zu den anderen büchern gesteckt.
    ich persönlich mag filme mit religösen hintergrund wirklich nicht. aber hier wird im allgemeinen sehr kritisch mit diesem thema umgegangen. was menschen für den glauben bereit sind zu tun. selbst schlimme dinge und dies ist nicht zwingend auf eine glaubesrichtung oder einen geist an sich zu sehen. eher viel allgemeiner.

    im großen und ganzen fand ich den film wirklich okay bist gut …

  • Christopher 2. 4. 2010 an 16:54

    Ich würde den Film etwas besser beurteilen. Der Grundsatz: Die Erwartungen bestimmen die Zufriedenheit trifft auch hier zu. Denzel spielt wie immer sehr gut. Man merkt leider, dass er immer älter wird. Seine Finger sind leicht gekrümmt (das sieht man gut, wenn er eine Tasse oder einen Becher in den Händen hält).

    Der Film ist so wie I am Legend eine apokaliptische Erzählung. Gut zum Nachdenken und Reflektieren.

  • FrostQ 29. 5. 2010 an 14:49

    Oh, es muss noch schnell gesagt werden: Wiedermal irrt „Batzmann“ – der Film war echt eine positive Überraschung für mich!

    Book of Eli ist eine ziemlich harte, extrem schick stilisierte Endzeit-Vision. Alles sehr kalt und hoffnungslos – fantastisch! Die Musik ist einfach toll und passend, sehr atmosphärisch.

    Außerdem hat er extrem gut coreographierte Kampfszene. Alles geht sehr fix, sag ich mal… : D Ein bisschen wie bei Collateral. Saugeil.

    Nur beim Schluss-Twist (keine Angst, keine Spoiler!!!):
    Da muss Gary Oldman ein krasses DejaVu gehabt haben. Vergleiche Fünftes Element! (Einer meiner Lieblingsfilme…)

    Also, unbedingt eine Chance geben!

  • FrostQ 29. 5. 2010 an 14:52

    PS: Finde auch nicht, dass das hier ein missionarischer Film ist. Die Bibel steht meiner Meinung nach für das geschrieben Wort, die Bildung.

    Außerdem wird gesagt, dass es ein gefährliches Buch ist. Womit sie ja sehr Recht haben!

  • DerFan 12. 9. 2010 an 0:12

    Also ich fand den Film klasse..mag diese Endzeitstimmung…

  • WBK 28. 9. 2010 an 2:53

    Danke dafür, dass man eure Spoiler bei Google ganz oben findet!

  • Skeptiker 5. 1. 2011 an 3:28

    Ich habe mir den Film heute Nacht rein gezogen, und bin echt froh, diese Seite erst danach gefunden zu haben.

    Eine Wertung von 2 aus 5 ist ja nur ein schlechter Witz.
    Der Film kriegt von mir eine 4 und wer dem Film eine Chance geben möchte, wird wahrscheinlich nicht entteuscht werden.

    Eine Filmkritikseite wie diese hier, verdient, auch und gerade wegen der exzessiven Spoilerei, keinen weiteren Besuch.

    Skeptiker

  • rod2 7. 3. 2011 an 15:52

    mein tipp: the road (2009), da funzt der film auch ohne bibel.

  • Filmfreak 28. 3. 2011 an 21:18

    Ich fand den Film auch Super 4 von 5 Sternen
    wobei man sagen muss das ist wieder so ein Film der Kategorie: entweder liebt man ihn oder man hasst ihn. Das ist wie mit Lego und Playmobil ;)
    Kritik oben ist mal völlig überzogen.
    und ich muss auch sagen, dass das Thema mit der Bibel halt passt wie die Faust aufs Auge. Es gibt wenig was die Menschheit so beeinflusst wie Religion. Natürlich hätte es auch der Qu`ran sein können.

  • doomed 27. 5. 2011 an 13:19

    Der Film weiss mit Bildern zu jonglieren & interessanten Kamera-Fahrten, Filtern & Kulissen zu beeindrucken.
    Das wars aber!
    Kein Fallout, sondern eher diese extrem nervige Sache mit der Bibel-Message!
    Das war so unglaublich schlecht, ich wollte mehrmals einfach nur vor Verzweiflung schreien!
    WARUM die Bibel?!

    Ausgerechnet der Gottglaube ist doch für die Kriege & die Apocalypse verantwortlich! Und dann soll Elis Bibel die Rettung für alle sein?
    WTF?!
    Klar! Gottglaube ist nämlich auch so garnicht verantwortlich für das ganze Leid auf der Welt.

    Mann…
    Dann lieber „The Road“!