Review

Kick-Ass (Review)

22. 4. 2010, Jet Strajker, 38 Kommentare

„With no power comes no responsibility.“

Originaltitel: Kick-Ass
Herstellungsland: USA/GB 2010
Regie: Matthew Vaughn
Darsteller: Mark Strong, Nicolas Cage, Aaron Johnson, Chloe Moretz, Christopher Mintz-Plasse, Lyndsy Fonseca, Tamer Hassan, Xander Berkeley
Jet Strajker
Batzman
Renington Steele

Ein Nerd kommt selten allein. Und deshalb fachsimpelt Dave Lizewski (Aaron Johnson) in und nach der Schule am Liebsten mit seinen beiden Kumpels über Comics, Superhelden und die unerreichbaren Brüste der Mitschülerinnen. Als der Teenager eines Nachmittags von zwei Vorstadtgangstern ausgeraubt wird, beschließt er das machtlose Nischenleben als unbemerkter Loser schlagartig zu beenden: Mit einem günstig erstandenen Ganzkörperkostüm zieht er als Kick-Ass in (s)einen Kampf gegen das Verbrechen – der mit zahlreichen Knochenbrüchen freilich rasch im Krankenhaus endet.

Doch der selbsternannte Superheld ist fest entschlossen, dem Unrecht weiterhin die Stirn zu bieten. Eher zufällig gelingt ihm die Rettung eines Mannes auf der Flucht vor Schlägern, die ihn schlagartig bekannt macht – MySpace, YouTube und der Macht des Handyvideos sei Dank. Der mediale Achtungserfolg ersetzt das Fehlen von Superkräften, ruft jedoch auch die wirklichen Bösewichte dieser Welt auf den Plan: Comic-Weisheiten helfen Kick-Ass bei der Verteidigung schwer bewaffneter Mafiosi nicht mehr weiter. Praktisch also, dass dem unbeholfenen Quasi-Superhelden eine 11-Jährige (Chloë Moretz) zur Hilfe eilt, die gemeinsam mit ihrem Vater (Nicolas Cage) ebenfalls beschlossen hat, das Recht in die Hand zu nehmen.

Vom töricht-sympathischen Möchtegern-Comicfilm mausert sich „Kick-Ass“ schließlich doch noch irgendwie zum spektakulären Popcornhappening und lässt seine glanzlosen Stinos über Umwege zu Superhelden reifen. Dass der Film dabei schlussendlich selbst abzuheben droht, wenn er gänzlich seiner überdrehten Gewalt und auf Coolness geeichten Karikaturen erliegt, lässt sich nur mit Regisseur Matthew Vaughns unbedingtem (Stil)Willen erklären, stets auf Augenhöhe seiner Figuren bleiben zu wollen. Denn die wachsen in diesem Film weit über sich hinaus – sie müssen sich selbstredend nicht nur gegen zahlreiche Bösewichte, sondern auch die Klischees eines Genres behaupten, das seine Strahlehelden immer schon auserkoren und gefunden hat. „Kick-Ass“ feiert den Aufstand der Verlierer, irgendwo zwischen Pickeln und Adoleszenz. Und er kürt sie zu Helden.

Die Adaption des noch sehr jungen Comics von Mark Millar („Wanted“) erinnert im Umgang mit seinen jugendlichen Protagonisten an Greg Mottolas feingeistigen und liebevollen „Superbad“, der den Teenagerfilm wie einst John Hughes endlich wieder überraschend ernst nahm, ohne auf Comedy oder Skurrilität zu verzichten. „Kick Ass“ holt hingegen das Superheldensujet im Comicfilm erfrischend leichtfüßig und geradezu selbstverständlich auf den Boden der Tatsachen zurück, in dem er klassische Außenseiter – Nerds, Geeks oder rotzfreche Mädchen – aus ihrer Verdrängung befreit. Dave Lizewskis Entscheidung, Superheld und nicht länger Schulidiot sein zu wollen, ist hier auch als Befreiungsschlag im Genrekontext zu verstehen: Deshalb ist dieser Film, trotz seiner etwas ausgestellten Indie-Attitüde, so charmant und liebenswürdig in seinem fast orgiastischen Zelebrieren von Comicästhetik.

Innerhalb dieses Konzepts ist es nur logisch, dass Vaughn die genussvoll ausgespielten Actionszenen und absurden Comiceinlagen immer wieder mit seiner Filmrealität konfrontiert: Die Schmerzen auf seinem Feldzug gegen das Böse empfindet der schließlich ganz normale Teenager Dave als sehr real, und hinter dem verbissenen Kampf des Vater-Tochter-Gespanns verbirgt sich eine leidvolle Familiengeschichte voller Verluste. „Kick-Ass“ ist sich bewusst, es letztlich immer noch mit Antihelden zu tun zu haben, die bei all der spaßigen Inszenierung von pointierter Gewalt stets verletzlich und im Grunde zutiefst unsicher bleiben. Es ist ein wunderbarer Film mit viel Gespür für Zwischentöne und das Herz am rechten Fleck.


Batzman meint:

Kick-Ass macht zweifellos jede Menge Spaß. Sympathische, gut aufgelegte Darsteller, bis in die Nebenrollen, eine schräge Story und viele nerdige Anspielungen machen diese etwas andere Comicverfilmung, trotz einiger Längen im ersten Akt zu einem rasanten und sehr witzigen Film, der schon mit der einen oder anderen WTF-Szene aufwarten kann.

Aaron Johnson hat es dabei am schwersten, weil er die durchschnittlichste Figur spielt. Den nerdigen Teen, der aber nie so geekig oder weird ist wie seine Freunde, noch so cool wie Hit-Girl oder Big Daddy. Ein Middle-of-the-road-Typ, dem er aber erstaunliche Realität verleiht und in seiner Mimik und der schlacksig-schluffigen Körpersprache dem gezeichneten Vorbild sehr nahe kommt. Wieviel Schauspiel in der Rolle steckt, merkt erst wer Johnson in anderen Filmen oder Interviews erlebt hat, wenn er den antrainierten US-Akzent gegen seinen normalen Britischen tauscht und beispielsweise den jungen John Lennon in „Nowhere Boy“ spielt.

Christopher Mintz-Plasse bleibt sich da schon eher treu. Wie in Superbad oder Year One spielt er die unangenehme Version des Nerds, den kleinen wieselgesichtigen Schwächling, der ebenso vertrauenswürdig ist wie ein Marder in der Unterhose. Ein zu kurz gekommener Opportunist, dem es schwer fällt echte Sympathie entgegen zu bringen – eher eine Form von mitleidigem Respekt.

Am meisten Furore macht natürlich Chloe Moretz, deren akrobatische Leistungen ihre schauspielerischen aber durchaus übersteigen. Sie ist okay, aber es ist eher die Rolle, die Hit Girl cool macht, als ihre überragende Leistung. Wer Dakato Fannings Performance in Push gesehen hat, wird von Chloe (die Hit Girl-Rolle in einer PG-Version übrigens auch gerade nochmal in der TV-Reimagination von Jack and the Beanstalk gespielt hat) weniger beeindruckt sein. Sie ist gut, aber keine Offenbarung – die Schockwirkung entsteht eher aus ihrer Inszenierung.

Schließlich – wenn man vom sehr komischen Clark Duke (Hot Tub Time Machine / Greek) in einer Nebenrolle absieht – noch Nicolas Cage – einen Schauspieler den ich meist ja so gar nicht mag. Hier ist er allerdings, genau wie jüngst im Bad Lieutenant-Rework, goldrichtig besetzt und nicht nur weil Cage ja seit Ewigkeiten bekennender Comic-Fan ist. Sein Big Daddy ist creepy, ein mit Allmachtsphantasien geschlagener Spießer, dessen Idee einer Superhelden-Identität es ist sich seinen Bullen-Schnauzer mit Extensions zu einem Zuhälter-Schnauzer zu verlängern und der in pathetischem Deklamations-Stakkato redet, wie es Adam West in der alten Batman-Serie tat. Eine Inspiration die Cage gerne zugibt, auch wenn für ihn der Gadget-Gürtel das Beste am alten Batman war – Grund genug ihn in Kick-Ass aufzutragen. Big Daddy ist – das wird im Comic leider deutlicher – im Grunde ein Alptraum-Vater, ein selbsternannter Steuerprüfer-goes-Vigilant-Typ, der zuviele Comics gelesen und vielleicht auch zuviele Dirty-Harry-Filme gesehen hat und seiner Tochter auch schon mal in die Brust schießt um ihr zu zeigen, wie sicher Kevlar-Westen sind. Big Daddys got big big big issues.

All diese Talente finden sich in einem Film wieder, der technisch und stilistisch hervorragend gemacht ist und sich anfänglich auch noch vom glossigen Look typischer Heldenfilme abhebt. Das Kick-Ass dennoch weit unter seinen Möglichkeiten bleibt, ist bei allem Lob, aber nicht zu leugnen und sehr schade. Denn dort wo der (wie man hier auf Comic-gate lesen kann nicht unumstrittene) Comic bis zu Schluß auf der Meta-Ebene bleibt und satirisch-bösartig Medien, Netzwelt, Superheldenfilme und Geeks aufs Korn nimmt und hinterfragt, erliegt der Film – der ohne Not einige der wirkungsvollen Plotstrukturen des Comics aufgibt und simpler, weniger smart erzählt – im letzten Akt der gleichen Verklärung wie seine Protagonisten.

Dort wo Kick-Ass und Co. glauben sie könnten tatsächlich Superhelden sein, glaubt der Film plötzlich, auch er könne ein richtiger Blockbuster-Superhelden-Film werden, anstatt eine smart-gebrochene Satire auf die Klischees, die er zu Beginn noch gekonnt einem Reality-Check unterzieht.

Im Comic bleiben die Figuren letztlich Loser, wird Big Daddy drastisch als größenwahnsinniger Creep demontiert, bekommt der Held nicht das Mädchen sondern eins aufs Maul als er ihr offenbart, das er doch nicht schwul is, bleibt das aufs kleine Mädchen reduzierte Hit Girl mit derbem Psychoknacks zurück. All das spart der Film aus und wirft alle satirischen Ambitionen im letzten Akt über Bord, vergisst letztlich auch alle Ironie und erzählt eine ganz straighte Rachestory. Die Underdogs gegen die Mafia. Mein Name ist Enigio Mon- äh Hit Girl, du hast meinen Vater getötet, bereite dich drauf vor zu sterben (Nein soviel Metatext hat der Film nicht, das Zitat kommt so nicht vor). Was leider auch dazu führt, das sich die Frage um die explizite Gewalt anders stellt. Im Comic bekommt der Held bei seinem ersten Einsatz derartig aufs Brett, das er monatelange Reha braucht – im Film ist er nach ein paar Wochen wieder fit. Gewalt ist im Comic gar nicht mal so cool, denn die Helden kommen alle gerade mal so mit dem Leben davon. Das Superhelden-Spiel wird eher wie eine Sucht geschildert, bzw. im Falle Hit Girls als die völlige Verfehlung die ein gestörter Vater seiner unschuldigen Tochter angetan hat, die erst am Ende wirklich realisiert, das dies alles eben kein lustiges Spiel ist. Der Film spart sich diese Untertöne und entlässt die Zuschauer mit: Superheld sein ist geil, Gewalt löst alle Probleme, wow was sind wir cool. Eine verlockend-pubertäre Phantasie, die zwar nachvollziehbar ist, aber dem eigentlich satirisch-kritischen Ansatz der Story zuwiderläuft. Kurz gesagt: Der Film stellt den Comic auf den Kopf. So nah wie er im Anfangs ist, so extrem ist die 180 Grad Wende, die er schließlich vollzieht und durch die Auslassung vieler kleiner Details einen subversiven Ansatz in gefällige Kost verwandelt. So wie man bisweilen den Eindruck nicht ganz los wird, dass die Macher etwas zu selbstbewusst mit den Schock-Faktor von Hit-Girl kokettieren (Manche Szenen schreien quasi ein „Ist das nicht gewagt, das wir das eine 11jr machen lassen“ heraus), so bleibt auch – bei aller Indie-Attitüde – der Beigeschmack, dass Kick-Ass auch wenig Sell-Out ist.

Dem Film fehlen in der zweiten Hälfte einfach die Eier, er tastet sich brav zum Mainstream hin und liefert das das süffige, übliche Happy-End. Das ist auch unterhaltsam anzusehen, hätte aber doch – mit noch etwas mehr Mut als nur eine 11jr wie nen Matrosen fluchen zu lassen – soviel mehr an intelligentem Unterhaltungskino hergegeben.

So ist Kick-Ass gleichzeitig eine positive Überraschung, ein sehr sehenswerter Superhelden-Film und eine doch eine kleine Enttäuschung, für jene die etwas mehr Hirn erwartet haben.


Reninton meint:

Bevor wir mit den wirklich wichtigen Dingen bezüglich „Kick Ass“ beginnen, lasst mich erstmal das Offensichtliche aus dem Weg räumen: „Kick Ass“ totally kicks ass. Der Film macht sehr viel Spaß, ist wahrscheinlich eine der besten Comic-Verfilmungen, ever (zusammen mit Iron Man und Sin City) und hat einiges an WTF-Momenten zu bieten. Having said that: Kick Ass hätte so viel mehr sein können. Aber das erschließt sich nur, wenn man genauer hinschaut und die Vorlage kennt.

Ich hatte mir das Comic vor ein paar Wochen gekauft und an einem Stück durchgelesen. Fantastisch, vielschichtige Charaktere, Meta-Meta-Ebenen, sehr viel Psychologie und all das gepaart mit einer Coming-Of-Age-Story. John Hughes meets Batman featuring a shitload of violence und das dann noch obendrein aus dieser gar nicht mehr so neumodischen Authentizitäts-Perspektive. All das zeigt auch der Film, bis auf die vielschichtigen Charaktere und genau hierin liegt mein Problem mit dem Film.

Dave Lizewski ist Kick Ass, ein gewöhnlicher Nerd, nicht schräg genug, um wirklich gemobbt zu werden, nicht mainstream genug, um beliebt zu sein. Ein komplett durchschnittlicher Typ (wie Du und ich), der auf die Idee kommt, sich ein Superheldenkostüm anzuziehen und dann Retter der Menschheit zu spielen (eine Idee übrigens, die auf der Realität basiert: 1, 2). Kick Ass wird bei seinem ersten Einsatz zusammengekloppt, rappelt sich auf, macht weiter und er wird eine Berühmtheit im Netz, woraufhin Hit Girls und ihr Vater auf ihn aufmerksam werden. Ab hier kämpfen Kick Ass und Hit Girl gegen die Mafia, es gibt ein Zwischenspiel mit Red Mist (McLovin‘, der Sohn des Mafia-Bosses) und schließlich ein Happy End. Soviel haben Comic und Film gemeinsam, leider erzählt der Film nichts vom in der Vorlage vorhandenen Subtext.

Im Comic sind alle Figuren Loser. Als Kick Ass seiner heimlichen Liebe gesteht, dass er nicht schwul ist, kriegt er enorm auf’s Maul und sieht sie nie wieder. Im Film fickt er sie. Im Comic schleppen Big Daddy und Hit Girl eine geheime Kiste voller Comics mit sich rum, ihr Pendant zu Tarantinos goldenem Koffer aus Pulp Fiction. Die Seele von Marsellus Wallace. Diese Kiste taucht im Film nie auf. Ganz zentrale Storylines werden im Film nicht aufgegriffen. Aber gut, ich bin hier wahrscheinlich wirklich ein zu großer Korinthenkacker, obwohl ich finde, dass die Charakterzeichnung im Film genau aus diesen Gründen mangelhaft ist. Aber das sind Peanuts gegen das noch ein viel größere Problem, das ich mit dem Film habe: Die Gewalt.

Das Comic beinhaltet Gewalt und das en masse und wer dieses Blog ’ne Weile liest, sollte wissen, dass ich mit Gewalt in Medien eher kein Problem habe. Ich habe aber ein Problem damit, 11jährige Mädchen beim Köpfespalten abzubilden. Im Comic geht selbiges noch in Ordnung, denn ein Comic erfordert schon aufgrund seiner Narrationsform Abstraktionsvermögen. Ein Film erfordert genau das nicht. Ein Film liefert Bilder, in diesem Fall fotorealistische Bilder hiervon: Hit Girl zerquetscht einen Menschen in einer Auto-Zerkleinerungs-Dingsanlage – man sieht das, zwar nicht wirklich explizit und aus einer Totalen, aber das Blut spritzt sehr! – und sagt danach „What a douche“. Hit Girl grinst während ihrer ersten Action-Sequenz nach jedem Akt der Tötung in die Kamera und schreit einem dabei ins Gesicht: „Schau mich an, ich bin so fucking provozierend.“

Ja, damit habe ich ein Problem, ein sehr großes sogar: Ich will keine 11jährige beim Köpfespalten sehen und leider inszeniert der Film genau diese Stellen (nicht zuletzt dank der Soundtrack-Auswahl und seiner Tonalität) als zentrale Szenen. Der Film zeigt die Anti-Helden aus dem Comic als Helden, inklusive Jetpack (der im Comic nie vorkommt). Er dekonstruiert sich quasi selbst, obwohl er das eigentlich nie nötig hätte. Würde sich der Film etwas mehr am Comic orientieren, jeez, was hätte daraus für ein guter Film werden können. So aber ist Kick Ass „nur“ ein Film über die Begegnung eines Menschen mit Hit Girl, im Film ein scheinbar übermenschliches Kind-Wesen.

Tatsächlich aber ist Hit Girl im Film ganz genau wie der Zwerg in Nicholas Roegs „Don’t look now“: eine auf ihre Gewalt und Symbolik reduzierte Kinderfigur, die allerdings nicht so verhandelt wird, sondern mit Punk-Soundtrack plus Fun sowas wie Sympathie einfordert, als wäre sie in der Handlung ein mehrschichtiger Charakter. Das ist sie aber nicht und nein, das ist nicht okay.

Am Ende des Comics ist Hit Girl (und Kick Ass) eine gebrochene Figur, die ihren Vater verloren hat und sich dessen „ungewöhnlicher“ Erziehungsmethoden und den psychologischen Implikationen von beidem einigermaßen bewusst ist. Im Comic ist Hit Girl ein traumatisiertes Mädchen und sie sagt „Would you give me a hug? My Daddy just died.“ Davon ist im Film nichts zu finden, aber am Ende des Films kickt Hit Girl immerhin weiter ein paar Ärsche. Mir reicht das nicht.

Der aus all diesen Gründen leider nur okaye Film zum fantastischen Comic lässt sich wohl sehr genau mit einer seiner Marketing-Oneliners subsumieren: „With no power comes no responsibility“. Eine Zeile, die im Comic nie auftaucht. Wohl aus diesem guten Grund: Es ist eine Lüge.

(Dennoch: Ein Film, den man als Comic-Freund unbedingt gesehen haben muss und ich finde Kick Ass als Film auch durchaus gut, aber er hätte so so so so so viel besser sein können.)

  • Renington Steele 22. 4. 2010 an 10:14

    Erster! (Wollte ich schon immer mal machen!)

  • Christoph 22. 4. 2010 an 10:29

    Mist. Ich kenn weder Comic noch Film..doch nun weiß ich das Big Daddy das Ende des Films nicht mehr erlebt…blöder Spoiler.

    Danke für die ausführliche Bewertung.

  • Hans 22. 4. 2010 an 10:55

    „Taken“ wurde doch wegen genau der gleichen Moral wesentlich heftiger kritisiert, oder irre ich mich?

  • Tom Hartig 22. 4. 2010 an 10:58

    @Christoph

    Hatte die Reviews nur überflogen, wurde aber jetzt von deinem Kommentar gespoilert.

    Danke für den ausführlichen Kommentar. :-p

    Werd mir Kick-Ass auf jedenfall reinziehen, auch wenn Moralwächter wie Roger Ebert oder Spon dabei Magenkrämpfe kriegen…

  • Frybird 22. 4. 2010 an 10:58

    So langsam bin ich echt froh, das ich den Comic nicht gelesen habe, und so den Film für sich mögen konnte:
    Nicht wirklich als ernstgemeinte Parodie über Comics, sondern als sehr straighter „Comicfilm“, der durch sein Setting in einer realistischer-en, aber weiterhin unwirklichen Welt die Klischees und Stories des Superheldenuniversums umso absurder darstellt.

    Klingt ein bisschen konfus, aber das ist die Sache mit Kick-Ass, dem Film:
    Er ist stilistisch shizophren und irgendwie „ziellos“, aber denkt man schon alleine an den fast schon dissonanten (aber tollen Soundtrack), mit dem der Film untermahlt ist, so scheint das tatsächlich die Absicht des ganzen zu sein.
    Vielleicht ein Motto, aber aufjedenfall ein Fazit:
    Hauptsache es macht Spaß. Und das ist bei Kick Ass schon alleine wegen der abwechslungreichen und toll inszenierten Actionszenen der Fall.

    (P.S. Ich will nicht spoilern, darum kann ichs nicht näher erläutern, aber ich finde es interessant wie sich der Film selber komplett falsch anpreist.
    Die Message scheint zu sein: Man muss nicht „besonders“ sein, um ein Superheld zu sein…aber über den ganzen Film hinüber wird genau das Gegenteil bewiesen.
    Ich könnte näher drauf eingehen, aber ich will nicht spoilern…)

  • Marko 22. 4. 2010 an 11:01

    Ich empfehle, den hier nur so nebenbei erwähnten Artikel auf Comicgate in aller Ruhe zu lesen und zu reflektieren.

    Dass das hier durch die Rezensoren leider wohl kaum geschehen ist, sieht man schon am Satz „Dem Film fehlen in der zweiten Hälfte einfach die Eier“.

  • Kick Ass - Nerdcore 22. 4. 2010 an 11:02

    […] wir mit den wirklich wichtigen Dingen bezüglich “Kick Ass” beginnen (hier die noch ein paar weitere Reviews bei den Filmfreunden), lasst mich erstmal das Offensichtliche aus dem Weg räumen: “Kick Ass” totally kicks ass. Der […]

  • Renington Steele 22. 4. 2010 an 11:39

    @ Marko: Danke für den Link! ;D

  • Batzman 22. 4. 2010 an 11:41

    Fiep!

  • Kiran 22. 4. 2010 an 11:57

    Auch geil dass der NILZ mal eben schön in der Fersnsehwerbung für KICK-ASS auftaucht! Nach dem Kinobesuch würde er da zum Film befragt :D

  • Renington Steele 22. 4. 2010 an 12:31

    @ Kiran: I find your lack of faith disturbing”¦ ;D

  • Gerrit 22. 4. 2010 an 13:45

    Die Rezensionen erinnern mich stark an die Kritik der ganzen Harry-Potter-Fraktion, die sich bei den Verfilmungen über mangelnde Werktreue beschweren.

    Ich habe diese Art der Kritik noch nie so richtig verstanden. Um einen Film einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, speziell einen subversiven Superhelden-Stoff voller Spezialeffekte, bedarf es einer Menge Geld. Sehr viel mehr Geld und und wirtschaftlichem Risiko, als beispielsweise der Verlegung eines Comics. Und genau da fangen zwangsläufig die künstlerischen Kompromisse an.

    Vaughn stieß seinerzeit bei den Majors auf Granit mit seinen Vorstellungen über eine Verfilmung des Comics. Zu wenig massentauglich, die angepeilte Altersfreigabe verhindere wichitge Einnahmenpotentiale in der Zielgruppe. Schließlich brachte er aber eine ziemlich subversive, ungewöhnliche Geschichte in ansehnlicher Blockbuster-Optik auf die Leinwand. Keine Ahnung, wer ihn letztendlich produziert hat, aber die Investoren müssen doch ebenfalls darauf bedacht gewesen sein, dass sie ihr Geld zumindest wiedersehen.

    Selbst wenn die Änderungen -wie behauptet wird- offenbar dem so genannten Massengeschmack geschuldet sind, halte ich das bei der Bewertung eines Films für einen Vorwurf, der ins Leere läuft. Ich behaupte einfach mal, dass Kick-Ass ohne die angeblich dem Mainstream geschuldeten Änderungen nie eine internationale Kinoauswertung erfahren hätte.

    Ich besten Fall eröffnet die weichgespülte Verfilmung der Originalvorlage eine Leserschaft (wie z.B. den geneigten Rezesenten), die ansonsten nie von dem Stoff gehört hätten. Wenn das kein Verdienst ist

  • CineMan 22. 4. 2010 an 13:47

    @ Tom Hartig
    Bezüglich dem Kommentar Nr. 2 von Christoph:
    genau das dachte ich mir auch!

    @5FF:
    bitte streicht doch den Kommentar raus bzw. macht einfach nur den Spoiler-Teil des Kommentars „unleserlich“
    Spoiler Warnungen sind in Kritiken/ Reviews generell erwünscht!
    Macht doch keinen Spass wenn man weiss was passiert.
    Ihr solltet wie in den früheren Artikeln darauf hinweisen.

    Danke!

  • Batzman 22. 4. 2010 an 14:41

    @Gerrit

    Die Macher gehen aber doch sehr damit hausieren, dass sie den Film Independent gedreht haben, damit er „genau so wird wie wir uns das vorstellen, ohne Kompromisse“. Ich muss also davon ausgehen, dass die Entscheidungen die Satire ab der Hälfte zu kappen und stattdessen eine straighte Superhelden-Story zu drehen, die bewusste Entscheidung des Regisseurs und Drehbuchautors war. Ganz ehrlich: Watchmen hat mehr Mut bewiesen als Kick-Ass, weil er tatsächlich unkonventioneller und in sich geschlossener erzählt. Und genauso hätte Kick-Ass ohne Kompromisse und genauso spektakulär werden können. Der Held muss nicht immer das Mädchen kriegen, es muss nicht immer alles happy-happy ausgehen. Selbst Mainstream-Ware wie Dark Knight weiß das… ich denke wirklich, es war kein äußerer Zwang sondern eine bewußte Entscheidung der Macher, weil ihnen die pubertäre Allmachtsphantasie eben doch näher liegt als die Kritik daran.

  • Der Jan 22. 4. 2010 an 18:55

    “With no power comes no responsibility” – war das nicht die Tagline von Clerks 2?

  • zeitzeuge 22. 4. 2010 an 19:32

    Jeder Hype macht mich skeptisch.

    Die zynische Botschaft von Kick-Ass find ich wie SPON und Ebert auch bedenklich. Einige vergleichen ihn ja auch schon mit „Clockwork Orange“. Erst Skandal, dann Kult. Aber ich weiss nicht, eine Elfjährige die brutal und seelenlos alles abmetzelt? Sogar unschuldige Nutten? Selbst Batman schickt die Verbrecher nur ins Krankenhaus oder in den Rollstuhl. Und wer eine Schrotflinte bedienen kann ist ein Superheld tolle Logik…

    Pedobear wird es freuen.

  • Renington Steele 22. 4. 2010 an 22:43

    @ Zeitzeuge: Ich denke nicht, dass Kick Ass‘ Problem in seinem Inhalt besteht (unschuldige Nutten), der funktioniert im Comic nämlich wunderbar.

    Das Problem ist eher der Medienbruch, die fotorealistische Bebilderung der Taten. Wenn man die nicht (wie das Comic) satirisch hinterfragt und einen (sorry, mir fällt grade kein besserer Audruck ein) “intellektuellen Boden” da reinzieht, dann wird der Film zur Luftnummer.

    Hört sich schlimmer an, als es ist: Ich finde Kick Ass gut. Aber wie schon gesagt: Er hätte so viel besser sein können.

  • mickey 23. 4. 2010 an 12:21

    mooooooment. weist du das sicher das in dem koffer die seele von marcellus wallace ist? soweit ich weiß gibt es da keine offizielle bestätigung zu.

  • Kick-Ass kicks ass | HaiFive 23. 4. 2010 an 14:29

    […] aus. Schaut euch Kick-Ass, Hit-Girl, Red Mist und Big Daddy im Kino an! Mehr Meinungen gibt es hier und […]

  • slowcar 23. 4. 2010 an 15:57

    gestern auf englisch geguckt und fand ihn wunderbar.
    das happy-happy-ende hat gestört, aber ich war noch viel zu geflashed vom endkampf :)

  • Björn 23. 4. 2010 an 16:45

    René, als jemand der mit Kick-Ass in Comicform nun wirklich nicht das Geringste anfangen konnte (jenseits des Artworks): Bitte erkläre mir, wo du das „satirische Hinterfragen“ erkennst und was du im Comic als „intellektuellen Boden“ siehst.

    Absolut ehrlich gemeinte Frage, ich möchte das gerne diskutieren. Dafür muss ich es aber von jemanden erklärt bekommen, bei dem nicht gleich der Fanboy-Beißreflex einsetzt. Ich höre immer nur „das ist Satire“ oder „da werden bestehende Klischees ausgehebelt“. Allein, ich erkenne das in dem Comic nicht. Darum: Sag mir, was ich in Kick-Ass nicht finde, das alle anderen darin zu finden scheinen.

  • Christoph 23. 4. 2010 an 17:52

    aaaaaaaaaah. sorry für den spoiler-comment. ;-)

  • k-d 24. 4. 2010 an 0:01

    „Ich hatte mir das Comic vor ein paar Wochen gekauft und an einem Stück durchgelesen. Fantastisch, vielschichtige Charaktere, Meta-Meta-Ebenen, sehr viel Psychologie und all das gepaart mit einer Coming-Of-Age-Story“

    du scheinst kick-ass aus einer paralleldimension gelesen zu haben, denn vielschichtige charaktere und psychologie (srsly) gibt es da weit und breit nicht zu lesen. beinahe alle figuren sind stereotype die schablonenhaft pubertäre machtfantasien bedienen (außer man erklärt den unappetitlichen subtext (warum haben alle bösen migrationshintergrund? warum ist alles gay und entmannung macht erst zum mann?) für eine metaebene was natürlich käse ist, da millar auch in aktuellen interviews immer von seinem realitätsanspruch faselt), teilweise funktionieren sie auch nur als gagmotoren oder macguffins.

    „Am Ende des Comics ist Hit Girl (und Kick Ass) eine gebrochene Figur, die ihren Vater verloren hat und sich dessen “ungewöhnlicher” Erziehungsmethoden und den psychologischen Implikationen von beidem einigermaßen bewusst ist. Im Comic ist Hit Girl ein traumatisiertes Mädchen und sie sagt “Would you give me a hug? My Daddy just died.” Davon ist im Film nichts zu finden, aber am Ende des Films kickt Hit Girl immerhin weiter ein paar Ärsche. Mir reicht das nicht.“

    ach tatsächlich? in der vorlage switcht das „schwer traumatisierte“ einfach mal in eine glückliche kindheit (schaukeln, is klar ne), ist durch die ausgeübte gewalt zu einem gefestigten charakter und nutzt ihre skillz dann mal doch mal wieder als ihr zwei böse schwarze ihr butterbrot wegnehmen wollen.

    fuckin‘ genius. ich als psychologiestudent war natürlich beeindruckt. fuck watchmen, kick-ass is where it’s at.

  • stb247 24. 4. 2010 an 23:51

    Eure Bewertungen spiegeln aber den Tenor der Reviews nicht wirklich wider, oder? Viel zu hoch, dafür, dass ihr alle die offensichtlichen Schwächen des Films erkannt habt.

    Ich habe M Vaughn nach Layer Cake und Stardust viel zugetraut, allerdings wirkte der Film auf mich wie Stückwerk. Da fehlte was, da wurde zu viel durcheinander gewürfelt.

    Und ich habe ein riesiges Problem damit, eine Elfjährige beim Metzeln zu beobachten, wenn mir im Film explizit gesagt wird, dass sie eine falsche Erziehung genossen hat. Big Daddy ist einfach nur krank und es schmerzt schon, diese Krankheit auf seine Tochter übertragen zu sehen und gleichzeitig das Gefühl zu haben, dass die Filmemacher mich zum jubeln und lachen zwingen MÜSSEN. Es ist ja sooo kontrovers und deshalb nur als Over-The-Top- Szene zu verstehen. Nee, ist es nicht. Es ist einfach unangebracht und verdirbt mir den Spaß beim gucken.

    Im Internet wird die Marketingabteilung in den USA dafür verantowrtlich gemacht, dass der Film hinter den Einspielerwartungen zurückblieb. Nur frage ich mich, wie hätte man den denn sonst vermarkten sollen, wenn nicht als Superheldenfilm à la Spiderman? Eine echte Parodie konnte ich da nämlich nicht erkennen.

  • mightymib 25. 4. 2010 an 9:31

    Komisch, ich hab keine Probleme damit, einer metzelnden Elfjährigen zuzuschauen. Und auch Big Daddy finde ich als Vater ganz ok. Liegt wohl daran, das ich keine Kinder habe…

  • Irreversibel 25. 4. 2010 an 18:48

    Probleme mit extrem gewalttätigen Kindern habe ich auch überhaupt nicht (im Gegenteil, ich finde sie haben für ein paar gute Filme gesorgt).
    Aber für alle, die wie ich nicht sehr auf Comicverfilmungen stehen empfehle ich statt diesem Streifen „Defendor“ als sehr un-nerdige filmische Annäherung an dasThema Superhelden.

  • Schwarzmaler 26. 4. 2010 an 2:33

    Der Film glaube ich ist zu krass für das Massenpublikum. Das Kino war auch fast komplett leer, und das am Startwochenende im großen Saal 1 – wie die das immer wissen, daß der Film nichts für sie ist…? Der Trailer kündigte doch nette Sonntagabendunterhaltung an.

    Mir hats gefallen. Ich bin krank. Mir hat auch Kill Bill Teil 1 gefallen. Und Spiderman Teil 1-3 nicht. Das hier kam mir vor wie Spiderman, aber mit Seele verfilmt. Satirisch nur wenig distanziert ein Rachefeldzug der Schwachen, der Nerds, der weh tut, aber letztendlich zum Happy End führt. Ein Parcour der Gewalt, der nur im Kino als verfilmter irrer surrealistischer Traum funktioniert.

    Interessanterweise mochte ich den Trailer, ich hätte auch den dort angekündigten Film gemocht, harmlos weichgespült und ironisch. Aber das hier hat auf gewisse Weise fasziniert. Ein verstörendes Meisterwerk.

  • Jules Griffin 26. 4. 2010 an 14:20

    Schon krass wie dreist hier Musik von anderen Filmen entwendet oder neuinterpretiert wurde. War schon irritiert als ständig das Thema von 28 Days Later zu hören war. Seltsamerweise kam das aber irgendwie ziemlich cool, hat gut dazu gepasst, dass der Film für mich als Parodie auf ziemlich viele andere Filme funktioniert hat.

    jo. guter Film, schöner Abend.

  • Binding 28. 4. 2010 an 19:20

    Ich bin froh, dass Batzman und Renington die Art der Gewaltdarstellung problematisieren, denn ich dachte schon, dass jetzt der Punkt gekommen ist, an dem ich (als Splatterfan, Provokationsfreund und Anti-Zensur-Kämpfer!) zum Spießer werde, wenn mich das auch ankotzt. So cool und stylish das alles war, es ist im übelsten Sinne gewaltverherrlichend – und irgendwo auch wieder gewaltverharmlosend, weil es so extrem unrealistisch ist (allein schon die in dieser Hinsicht total lächerliche Schusswesten-Szene, in der man nach dem Beschuss noch nicht mal ein Loch in Hit Girls Jacke sieht – im Mafiafilm „Gomorrha“ kann man dagegen schön sehen, was da in echt passieren würde; „Gomorrha“ zeigt übrigens auch, wie es dummen Kids ergeht, die coole Gangster sein wollen).

    Ich kann mich auch nicht erinnern, jemals eine Szene in einem Film gesehen zu haben, in der ein Mensch im Auto in einer Schrottpresse gesplattert wird – diese Teeniekomödie (or whatever) hat eine solche Szene, wie oben bereits beschrieben! Okay, seit „Final Destination 2“ ist sowas längst auch Mainstream, aber dort war’s Horror, und hier ist’s „echt“. Wenn der Film doch wenigstens ab 18 freigegeben wäre! Das Argument der FSK lautet ja sonst glücklicherweise immer, dass Gewalt ab 16 durchgeht, wenn sie fiktional, genregemäß und comichaft daherkommt – aber genau das ist „Kick-Ass“ ja alles eigentlich nicht wirklich, weil es ja gerade NICHT um Superhelden geht (auch wenn er sich letztlich am Ende sein Konzept selbst zerstört und alles wieder relativiert).

    Als positives Gegenbeispiel fiel mir „Leon – Der Profi“ ein, wo das Ganze auf einer wirklich menschlichen Ebene fabelhaft funktioniert – ohne lächerlich zu sein. Und in „Sin Nombre“, der jetzt gerade ins Kino kommt, gibt es auch einen krassen Zwölfjährigen, der zum Killer-Kid wird – aber da ist es „realistisch“ und daher total erschreckend.

    Ansonsten hat Jörg Buttgereit „Kick-Ass“ als Missing Link zwischen Pixars „Die Unglaublichen“ und „Watchmen“ bezeichnet. Das passt ganz gut, finde ich.

  • Binding 29. 4. 2010 an 10:59

    Mir ist noch was eingefallen: Das Filmkonzept hat einen Denkfehler, denn die einerseits bewusst dämlich wirkenden Maskeraden – und Big Daddy sowie Hit Girl sehen ja wohl ebenfalls recht dämlich aus (jedenfalls habe ich das absolut so empfunden) – passen nicht zum „coolen“ Showdown. Das ist wohl dann auch genau der Punkt, in dem sich Comicvorlage und Film total unterscheiden.

  • Hans 29. 4. 2010 an 20:07

    So hab ihn jetzt auch gesehen. Ich kauf mir jetzt ne Knarre und ballere erstmal Drogendealer ab. Geschieht ihnen ja recht.

    Kritische Töne oder Ironie hab ich jetzt jedenfalls keine bemerkt. Warum wurde „Taken“ jetzt eigentlich nochmal so niedergemacht?

  • etg 30. 4. 2010 an 14:36

    @Jules Griffin laut IMDB ist der Komponist der Gleiche wie bei „28 Days Later“
    https://www.imdb.com/title/tt1250777/faq

    @Hans weil Taken ein strunzlangweiliger FIlm mit ein paar guten Szenen war.

  • Binding 1. 5. 2010 an 18:09

    Die Franzosen sind sowas von oberkrass drauf. Folgende französische Altersfreigaben machen mich sprachlos: „Wolfman“, „Ein Prophet“, „Shutter Island“ und „Gamer“ ab 12, „Avatar“ und „In meinem Himmel“ ohne Altersbeschränkung! Wahrscheinlich haben die „Kick-Ass“ ab 6 freigegeben …

  • Kick-Ass (2010) | Cinematze 3. 5. 2010 an 19:20

    […] Filmfreunde finden den Film zwar überwiegend gut, Batz und René bemängeln aber die Abweichungen vom Original […]

  • genervt 13. 5. 2010 an 21:38

    Die letzte halbe Stunde hat mich extrem an die ganzen japanischen Schulmädchen-nehmen-blutige-Rache-Filme erinnert, inkl. Showdown-Soundtrack. Eine schöne Referenz. War doch großartig. Für die Weisheit, daß man aufs Maul kriegt, wenn man das selbst versucht, oder als 11jährige einen Knacks wegbekommt, brauche ich keinen Comic. Da hat der Film für mich alles richtig gemacht: alle Realismus-Zeigefinger raus an die verschwurbelten Autorenfilmer geschickt und dafür vorlaute Action in Masse reingepackt. Wer damit ein Problem hat, kann sich ja Defendor anschauen (auch großartig, übrigens).

  • Leonidas 29. 5. 2010 an 15:09

    Kick-Ass hat mir persönlich nicht gefallen. Ich finde es einfach nicht witzig, Gewalt als „cool“ oder Kinder als perverse Killer darzustellen. Sicher, die Inszenierung war gut, aber im Kino sass ein Proletarier neben mir, der andauernd „Tötet sie!“ oder „Mach die Schweine fertig“ gebrüllt hat. Ein solches Verhalten sollte einem doch zu denken geben…

  • blablub 3. 6. 2010 an 0:12

    Der Film rockt, und ich hab mich tiereisch gefreut als bei der einen Szene das geniale „Surface of the sun“ vom Sunshine OST kam ;)
    Der Soundtrack ist generell sehr gelungen!

    Und da es hier schon angesprochen wurde: Defendor rockt btw auch! Der hat halt aber auch den Woody-Harrelson-Bonus ^^

  • Conrad 13. 7. 2010 an 15:18

    Ich fand den Film ziemlich unterhaltsam. Besonders geil fand ich das Mistmobile – den aufgemöbelten roten Ford Mustang!

  • Ruuthi 14. 7. 2010 an 2:20

    Der Film war SATIRE at it´s Best! Skurille Charaktere, furiose Comic-Action, orginell und überraschend! Werd ihn definitiv kaufen, und freue mich auf die Fortsetzung, die auch definitiv kommen wird!

  • Binding 5. 8. 2010 an 10:00

    Habe gerade erfahren, dass der Film in Frankreich ohne Altersbeschränkung im Kino lief. Dasselbe gilt für das „Crazies“-Remake. Wie sind die denn drauf, bitte?

  • Kick-Ass - Im Kino gesehen 13. 8. 2010 an 13:31

    […] anzuschauen. Nachdem aber Fefe den empfiehlt (hat der jemals einen Filmtipp gegeben?) und die Fünf Filmfreunde positiv urteilen, war ich in der […]

  • Party McFly 5. 9. 2010 an 23:05

    So ein scheiß Film. Dafür, dass es um das thema ging Superheros endlich mal in der realen Welt zu etablieren, hat der der Film völlig das Thema verfehlt. Alles hyperunrealistisch. Showdown steht Matrix in nichts nach. Der ganze Witz an der Idee ist doch, dass normale Menschen das eben nicht alles können. Und da wäre der Film wirklich spannend gewesen. Wo funktioniert ein Superhero nicht. Wie definiert man gut und böse. Kann man mit so einem bescheuerten Kostüm einfach rumlaufen etc. Wie findet man Verbrecher. Wie geht man mit der Polizei um etc.. Wär genug humoristisches Material da ohne den Film künstlich als Blockbuster aufzublasen.
    Und gerade dann macht auch diese ganze Gewaltdarstellung überhaupt kein Sinn und wirkt auf mich nicht intelligenter oder satirischer als jeder Torture-porn.
    Nur durch seine überstylisierte Art, biedert er sich der Fanboy szene an und alle Nerds schreien „Amen“. Erbärmlich.
    Da guck ich mir lieber nochmal „Taken“ an. Der gibt wenigstens nicht vor etwas zu sein, was er nicht ist.