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Moon (Review)

17. 7. 2010, Batzman (Oliver Lysiak), 40 Kommentare

Wir hatten Moon bereits auf dem Fantasy Filmfest im vergangenen Jahr gesehen und besprochen, hier nochmal wegen des aktuellen Filmstarts.

„I’m here to help you, Sam“

Originaltitel: Moon
Herstellungsland: Großbritannien 2009
Regie: Duncan Jones
Drehbuch: Duncan Jones & Nathan Parker
Darsteller: Sam Rockwell, Kevin Spacey (Stimme von GERTY)

Batzman:

Renington Steele:

Die Zukunft: Die Energieprobleme der Erde sind fast Geschichte. Der Mond liefert saubere sichere, kostengünstige Energie. Riesige vollautomatische Erntemaschinen ernten Mondgestein und gewinnen daraus irgendwie Energie, die dann zur Erde geschickt wird.
Die gesamte Ernteanlage ist so hochtechnisiert, dass sie von einem einzigen Menschen und einem intelligenten Roboter namens GERTY verwaltet werden kann.
Sam Bell ist einer von denjenigen, die sich für eine dreijährige Arbeitsmission auf der Station verpflichtet haben. Jetzt steht er aber kurz vor dem Ende seines Turns und freut sich zu Frau und Tochter zurückzukehren. Doch die Gesundheit macht ihm zu schaffen und nach einem Unfall macht er eine bizarre Entdeckung…

Moon das Low-Budget Regiedebut von David Bowies Sohn Duncan Jones, ist hübsch gedreht und von Sam Rockwell in Doppelrolle hervorragend gespielt. Auch Kevin Spacey als Stimme des Roboters Gerty, der bewusst als Anti-HAL angelegt wird, ist passend und sorgt für amüsante Momente. Moon ist hübsch ausgestattet (sieht für sein mageres Budget sehr gut aus, auch wenn die beim FFF gezeigte Kopie extrem unscharf schien) und hat ein paar schicke Ideen, die den Arbeitsalltag an Bord der Raumstation recht realistisch wirken lassen. Der über Smileys kommunizierende Roboter ist drollig anzusehen und die überall klebenden Post-Its lassen vermuten, dass auch die Klebezettelindustrie gewaltige Fortschritte gemacht hat, denn die Teile bappen bombenfest, anstatt wie ihre heutigen Vertreter nach kurzer Zeit die haftung zu verlieren und gen Boden zu segeln. Das nenn ich mal Fortschritt.

Das große Problem dieses Films der ja allenthalben als „intelligent SciFi“ verkauft wird, ist seine völlige Überraschungslosigkeit und die unnötig gedehnte Erzählweise. Moon ist mal wieder einer jener Filme, die eine großartige 25min Twilight Zone-Folge abgäben, ihre Idee aber leider unnötigerweise auf Spielfilmlänge dehnen.

Schon der Trailer verriet im wesentlichen genau worum es geht und auch der Film enthüllt sein „Geheimnis“ relativ fix. Das wäre smart, wenn er danach noch weiteren Plot anzubieten hätte, aber dem ist leider nicht so. Denn dummerweise hinken die Figuren dem Zuschauer in der Auffassungsgabe immer einige Kilometer hinterher und selbst explizit ausformuliertes, wird in ewigen Entdeckungsszenen ausführlich bestätigt und bestätigt und nochmal bestätigt.

*SPOILER AHEAD*

Ja, Sam ist ein Klon. Die ganze Raumstation wird mit Klonen betrieben, die eingepflanzte Erinnerungen haben, die ihnen sowas wie ein echtes Leben vorgaukeln. Nach drei Jahren gehen die Klone kaputt und mit dem Vorwand zur Erde zurückzukehren werden sie eingeäschert und ein neuer Klon tritt den Dienst an. Das ist die Prämisse des Films, die so auch im Trailer kommuniziert wird und die im Film nach ca. 20min ausgesprochen wird. Danach wird nichts neues mehr erzählt. GERTY bestätigt den Sams sogar das es so ist, was diese dennoch nicht abhält weiter nach Bestätigung dieser Tatsache zu suchen.

Das ganze wirkt als würde „The Usual Suspects“ nach der finalen Enthüllung noch ewig weitergehen und die Polizisten noch ewig weitere Beweise dafür finden lassen, das Verbal Keyser Soze ist.
Rockwell spielt toll und die Szenen in denen er doppelt auftritt sind wirklich gut getrickst. Aber das alles hilft nicht über derbe Logiklöcher hinweg und die Tatsache des weder im Innenleben noch in der moralischen Frage der Klon-/Identitäts-/Menschlichkeitsfrage irgendwas wirklich interessantes oder relevantes herausgearbeitet wird. Das Ende der Story ist schon klar, ehe die Protagonisten verstanden haben, worum es eigentlich geht.

*SPOILER ENDE*

Als Kurzfilm wäre Moon ein Highlight, auf voller Länge geht ihm leider noch früher die Luft aus, als dem Protagonisten. Und wenn das heutzutage schon „Thinking Mans SciFi“ ist (der Vergleiche zu 2001, Silent Running, Andromeda Strain, Solaris, oder Blade Runner zu provozieren scheint), dann spricht das eher gegen unsere Zeit, als für den Film.

——————-

Renington meint: Batz hat mit seinen Kritikpunkten nicht unrecht, aber mich störten sie nicht. Ich empfand den Film nicht als zu langatmig und fühlte mich gut unterhalten, hatte mir zwar schlußendlich etwas mehr erhofft und auch die Tricks der Außenaufnahmen fand ich eher seltsam, das Tat den Gesamtvergnügen aber keinen Abbruch. Gute SciFi alter Schule, kann man durchaus empfehlen.

  • Rocco 17. 7. 2010 an 1:32

    Hach, was war ich von diesem Film enttäuscht.
    Dabei sah auf dem Papier alles so gut aus. Besetzung, Idee, Artwork usw.
    Aber der Film ist nunmal einfach absolut egal, langweilig, vorhersehbar und ganz und gar nicht schlau. Hätte sicher einen netten 15-Minüter hergegeben.
    Die Oldschool-Emoticons sind noch das beste am ganzen Film.
    Für mich ist und bleibt immer noch der letzte wirklich schöne Sci-Fi-Film „Solaris“ von Soderbergh. Und selbst der schweizer Versuch „Cargo“ ist so viel besser, wenn auch ein überlanger Zitatefilm.

  • Rocco 17. 7. 2010 an 1:32

    Dabei steht ich so auf das Poster.

  • Kaiser Sauce 17. 7. 2010 an 2:28

    Muss mich der negativen Kritik anschließen.
    Der Film ist extrem langweilig und vorhersehbar. Wenns aber nicht so sehr auf ne spannende Story ankommen soll hätte ich erwartet das der Film Inhaltlich überzeugt und das Thema würde ja durchaus was hergeben. Aber auch hier hat der Film weniger zu sagen als Schwarzenegger’s „6th Day“ was wohl kaum der Anspruch von „guter SciFi alter Schule“ sein kann oder?
    Ziemlich verschenkt, wäre bei Outer Limits & Co. besser aufgehoben gewesen.

  • SpielerZwei 17. 7. 2010 an 9:17

    Sorry, aber der Review ist total daneben. Dass der Film sein “ Geheimnis“ relativ früh verrät, dient doch lediglich dazu, dass sich der/die Protagonisten im weiteren Verlauf mit der Erkenntnis auseinandersetzen müssen. Moon ist kein „Story-Twist-Movie“, sondern eine moralische Auseinandersetzung mit dem Einsatz der Klontechnologie und der eigenen Identität.
    Und der Spoiler im Text ist völlig unnötig, weil er nur dazu dient, Euren vermeintlichen Punkt (Euch passt das Pacing der Story nicht) zu untermauern. Nur leider ist Euer Punkt nicht der eigentliche Punkt des Films…
    Wenn man „Minority Report“ erwartet, kann einen Moon vielleicht enttäuschen, aber ohne falsche Erwartungshaltung ist der Film ganz klar einer der besten ernsthaften SciFi-Filme der letzten Jahre.

  • Starcruizah 17. 7. 2010 an 10:17

    @SpielerZwei Full ACK.
    Ich hab‘ mir den Film damals in UK bestellt und bin relativ erschüttert darüber wie unglaublich spät der Film nun endlich zu uns nach Deutschland kommt. Aber es ja so schön, besser spät als nie. Naja..
    Dennoch der Film ist definitiv sehens- und empfehlenswert!

  • stb247 17. 7. 2010 an 11:46

    Der deutsche Filmstart ist geradezu lächerlich.

    Leider bin ich mit den finanziellen Mechaniken des dt. Filmverleihs zu wenig vertraut, um ein fundiertes Urteil abzugeben. Aber man muss sich schon fragen, worin der Sinn besteht, so lange auf Veröffentlichung zu warten. In diesem speziellen Fall geht es schließlich auch um eine Zielgruppe, die mit der neuesten Technik vertraut ist, die vom Film schon vor einem Jahr gehört hat, die international einkauft und international saugt. (Ja, ich meine Nerds und Geeks.)

    Wie kann da jemand im Verleih sitzen und meinen, dass er den jetzt noch ins Kino bringen will, um Profit zu machen? Klar, gute Filme sehe ich mir gern auf großer Leinwand an (finde es immernoch doof, „Sunshine“ nur auf DVD gesehen zu haben, weil ich ihn im Kino verpasste), aber irgendwie bezweifle ich, dass „Moon“ so viele Deutsche bei dem Wetter ins Kino lockt. Obwohl Nerds natürlich gerne mal das Tageslicht meiden… :)

  • Plor 17. 7. 2010 an 11:48

    Kann meinen Vorrednern nur zustimmen: Moon ist zu keinem Zeitpunkt auf einen großen Plottwist ausgelegt, sondern auf den persönlichen Umgang des Protagonisten mit diesem. Dabei geht es auch tatsächlich weniger um eine intellektuelle Auseinandersetzung als viel mehr um eine Emotionale. Und diese bringt Sam Rockwell mit wenigen Worten äußerst überzeugend rüber.
    Natürlich ist der Film dann letzten Endes doch etwas dünnhäutig, da er auf tiefergehende Analysen des Themas verzichtet, aber dennoch ein überzeugender, im besten Sinne des Wortes solider Sci-Fi Streifen, der über die gesamte Laufzeit zu unterhalten weiß.
    Und GERTY ist einfach nur großartig.

  • Silent Rocco 17. 7. 2010 an 11:51

    Der wahre Geek hat eh nen Beamer ;)

  • Ufomuschi 17. 7. 2010 an 12:37

    Wunderschöner Film mit toller Optik und vielen Details und „Zitaten“ aus all den großen SF-Klassikern.
    Absolut einer der besten SF-Filme!

    Aber halt nix für Freunde des Popcorn-Kinos. Denen wird er immer nur 3 Sterne wert sein! :-P

  • Silent Rocco 17. 7. 2010 an 12:51

    Ich hoffe, dass man ihn selbst als hoffnungsloser Cineast nicht mögen muss :)

  • Michael 17. 7. 2010 an 12:59

    Solaris ein guter Film? Oh noz, ich finde den Film arschlangweilig. Wirklich langlanglangweilig.

  • Felix 17. 7. 2010 an 13:14

    Ich werd ihn mir wohl auch nochmal auf der großen Leinwand rein tun.

  • Dr.Strangelove 17. 7. 2010 an 13:22

    Solaris… Original ist top. (Der von Soderberg ist Schrott). Und Solaris ist lang und vielleicht auch empfindet man ihn auch beim schauen als langweilig aber hinterher hat doch alles gepasst. Die langweile muss sein.
    Ansonsten stimme ich „SpielerZwei“ vollkommen zu.
    Ich habe Moon gesehen und fand den einfach nur gut. Die Aussenaufnahmen finde ich persönlich super. Mir kam der Film auch nicht zu lang vor. Es hat alles gepasst. Und es kommt in der Tat das Feeling auf was man aus früheren Science Fiction Filmen kennt. Fühlte mich vorallem an „Lautlos im Weltraum“ (1972) erinnert. Die Musik ist auch immer die gleiche… was aber irgendwie überhaupt nicht stört sondern auf einen schöne Art „einlullt“.

  • Silent Rocco 17. 7. 2010 an 13:23

    Ein Hoch auf eine Sache namens Geschmack :)

  • Tippi 17. 7. 2010 an 13:32

    Für mich der beste Film der letzten 5 Jahre, und der beste Science-Fiction-Film seit langer Zeit.

  • Eskobar 17. 7. 2010 an 13:57

    Boah.
    Endlich mal wieder eine Review!

  • nixx 17. 7. 2010 an 14:39

    Ich kann mich auch nur wundern.
    Der war doch schon vor einer Ewigkeit als DVD-SCR zu haben.
    Die Entscheidungswege, den erst jetzt ins Kino zu bringen, kann ich nicht nachvollziehen.
    Wobei das sowieso relativ mutig ist.
    Das Publikum (sofern Masse genug um rentabel zu sein) will Explosionen ala Bay.
    Mit einer schönen DVD für Sammler und einem günstigen Online-Angebot für Leute, die nur mal schnüffeln wollen, liessen sich heutzutage auch Marktanteile holen.

  • Florian 17. 7. 2010 an 16:51

    Endlich mal wieder ein SF-Film, der sich Zeit nimmt seine Geschichte zu erzählen und auch seinen Protagonisten die Zeit lässt das „Geheimnis“ zu verarbeiten. Finde den Film Klasse.

  • finefin 17. 7. 2010 an 21:50

    ich fand den film ziemlich gut und hab den auch nicht als langweilig empfunden. Kommt halt ohne Laser-Pistolen-Gefechte aus.

  • veduuu 18. 7. 2010 an 11:55

    Anfangs war ich auch von der Frühe des „twists“ überrascht, aber mit der Zeit wurden mir die Protagonisten immer sympatischer und mir wurde klar das es hier (wie schon mehrmals erwähnt) um die Auseinandersetzung mit so einer Wahrheit geht. Und wenn ich jetzt an Sunshine denke , das die ganze Ernsthaftigkeit und Realitätsnähe des Films mit einen vollkommen sinnlosen „twist“ am Ende in den Dreck gezogen hat , bin ich froh das die Autoren in diesem Fall nicht der Versuchung eines billigen Schock-effektes nachgegeben haben.

  • nixx 18. 7. 2010 an 13:34

    Wired hat „Moon“ jetzt quasi geadelt:
    https://www.wired.com/2010/07/gallery-cerebral-sci-fi-films/11/

    Eine beeindruckende Liste, in die sie diesen Film eingereiht haben.

  • frank 18. 7. 2010 an 18:01

    stimme spieler zwei völlig zu. bester sci fi seit jahren. keine irrationalen aliens, geballer oder sonstigen mumpitz um zu unterhalten. schlauer film den man sich auch mehrmals anschauen kann.
    das review ist dagegen wirklich enttäuschend genauso wie der späte filmstart in deutschland.

  • Rocco 18. 7. 2010 an 18:45

    Wo bitte schön ist denn dieser Film besonders intelligent?? Das ist ja gerade das, was mich wurmt. Greift ein nettes Thema auf, beschäftig sich aber nicht weiter damit. Mir gingen beim Gucken so viele Mögliche Gedankengänge, Handlungsstränge, thematische Auseinandersetzungen durch den Kopf. Aber im Film passiert nichts, und wenn, dann lahm oder vorhersehbar. Absolut verschenkt, da reicht auch ein netter Style nicht. Der Film ist bei weitem unintelligenter, als hier vereinzelt propagiert wird.

  • Hans 18. 7. 2010 an 18:45

    Ich habe ihn 8/10 Punkten auf IMDB gegeben. Einen bleibenden Eindruck hat er aber nicht hinterlassen. Trotzdem eine Empfehlung von mir (aber ich mag auch „klassische“ Sci-Fi.

  • frank 18. 7. 2010 an 19:03

    @rocco: was soll diese übertreibung? ich schrieb schlauer film. niemand sagt der film ist „besonders intelligent“. ein klassischer sci-fi und in dem sinne schlau das er ohne viel tamtam auskommt zu unterhalten. wenn er dich anregt über das thema nachzudenken ist doch toll, anstatt alles vorgekaut zu bekommen. ;)
    aber anscheinend haben manche leute echt probleme mit der geschwindkeit des films und den fehlenden megaplottwists.
    was hätte den passieren müssen um die hollywoodkids zufrieden zustellen? die klone werden alle geweckt, bilden eine armee und überfallen die erde? am besten noch von gerty gesteuert?
    es sind die kleinen dinge, nuancen, die den film ausmachen.

  • Rocco 18. 7. 2010 an 19:09

    Haha, herrlich, dass man gleich als Michael-Bay-Kinotyp hingestellt wird, wenn man den Film nicht mag. Mein Lieblingsfilm (und das nicht nur auf Sci-Fi bezogen) ist übrigens „2001“. Also zieht hier für mich das Geschwindigkeitsargument gar nicht.

  • Arafax 18. 7. 2010 an 19:33

    Sehr schöner SF Film der sich nicht so superwichtig nimmt wie es viele Kritiker anscheinend gern hätten.

  • KurtE 18. 7. 2010 an 22:09

    Ich werde auf jeden Fall einen Blick in den Film wagen.
    Aber warum ist es so wichtig, daß der Regisseur der Sohn von einem ehemaligen Popstar ist? Überall kann man das lesen. Was bringt mir das? Hat der alte Herr was beigesteuert? Wenigstens nen Cameo?
    – schreibt KurtE, der Sohn von KlausE, der Enkel von GeorgE, der Großneffe des Schwippschwagers von …

  • Ben 18. 7. 2010 an 22:55

    @SpielerZwei
    „Dass der Film sein ” Geheimnis” relativ früh verrät, dient doch lediglich dazu, dass sich der/die Protagonisten im weiteren Verlauf mit der Erkenntnis auseinandersetzen müssen. Moon ist kein ”Story-Twist-Movie”, sondern eine moralische Auseinandersetzung mit dem Einsatz der Klontechnologie und der eigenen Identität.“

    Aber setzt sich der Film damit wirklich auseinander? Nach dem „Twist“ machen die Figuren nichts anderes als seine Protagonisten stundenlang herumlaufen zu lassen um das Offensichtliche zu bestätigen. Da fahren sie durch die Pampa und stellen fest, dass der Empfang gestört wird oder suchen einen versteckten Zugang. Man scheint alles zu tun, damit sich die Figuren eben nicht mit ihrem Dilemma auseinandersetzen müssen und die 2-3 potenziell starke Szenen (das Gespräch mit der Tochter) werden abgebrochen bevor sie spannend werden können. Das Ende ist dann auch erstaunlich inkonsequent. Dazu fehlt dem Film jede eigene Bildsprache. Man bedient sich, weit über die Hommage hinaus, bei 2001”¦ mir reicht das nicht.

  • nixx 18. 7. 2010 an 23:21

    Nun, der Film scheint ja zu spalten.
    Ich sehe hier zwar auch nicht den großen Wurf, werde Duncan Jones aber auf jeden Fall auf dem Radar behalten.
    Und das hat nix mit Bowie zu tun, sondern damit, dass „Moon“ nicht schlecht war.

  • Karu 19. 7. 2010 an 1:03

    @ 24
    du gibst ihm 8 von möglichen 10 punkten ohne dass er einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat? führt dass BEwertungssystem bisschen ad absurdum oder?

    Abgesehen davon fand ich Moon angenehm zum schauen, weil er halt angenehm anders war als der Rest. Auch wenn ein vergleich mit Kubrick immer hackt (So ein Genie wird es lange nicht geben, vlt nie wieder who knows), so hat mich vieles bei Moon einfach daran erinnert, man merkte einfach auch eine gewisse Leideschaft der Produktion an.
    Für mich absolut empfehlenswert bei dem sonstigen strom an Mainstreamfilmen.

  • DAS_STROMKOPF 19. 7. 2010 an 11:57

    Ich gebe dem Film 6 von 5 Punkten denn er ist einfach nur großartig. Nix mit „hübsch“, „nett“, „drollig“, sondern dark, deep und schwer. Wie ein Mondfelsen, respektive -krater. Und der Film ist nicht „langatmig“, sondern langsam, im positiven Sinne. So etwas ist natürlich nicht jedermans Sache, weil heutzutage eher schwer zu finden. Gerade deshalb ist es ein Wagnis und verdient Respekt.

    Aber das der erst jetzt bei uns in’s Kino kommt zeigt auch dass es eindeutig keine Mainstream-Popcorn-Kost ist, sondern schwer vermittelbares Kunst-Kino. Muss man sich schon drauf einlassen und auch ein bisschen mitarbeiten damit man versteht was der Film will. Aber wenn es dann Klick macht ist man verloren. Verloren im Weltall…

  • Hans 19. 7. 2010 an 19:38

    @Karu

    Ich vergebe die Punkte eben sofort nach dem schauen und nicht erst n Jahr später. Bleibender Eindruck ist also kein Kritierium. Das ist übrigens bei fast allen Kritiken so (es sei denn beim Nostalgia Critic). Und das weisst du eigentlich auch selbst.

  • schibudi 21. 7. 2010 an 8:15

    Also ich finde den Review nicht angemessen. Mir hat der film sehr gut gefallen. Vielleicht liegt das daran dass mich die „langsamkeit“ des Films an meine ersten Begegnungen mit Science Fiction erinnert hat. Und zwar waren das Geschichten von Arthur C. Clarke. Zum Beispiel eine, die sich ausschließlich in einem havarierten Mondshuttle abgespielt hat und es geht auch dort vorallem um die emotionale Entwicklung der Charactere.
    So wird zudem auch im Film eine Spannung und Feeling aufgebaut und überrascht (ich hab den trailer nicht gesehen und wusste deshalb nichts von klonen sondern dachte an halluzinationen). Zugegeben sie hätten die Kammer mit den Klonen dagegen tauschen können was später mit ihm auf der Erde passiert aber vllt im nächsten Teil?^^

  • Patricia 21. 7. 2010 an 8:38

    Ich war vom Film Moon begeistert: noch mehr kann sich ein Protagonist nicht mit dem eigenen Ich auseinandersetzen, als in der Begegnung mit seinem Klon.

    Tolle Grundidee, bei der es nicht um Überraschung oder Spannung geht.

  • Gerald 22. 7. 2010 an 22:52

    Eine weitere PRO-Stimme!
    Moon ist anregende Science-Fiction, die es nicht nötig hat, den Zuschauer mit Story-Twists zu überrumpeln. Ich fand den Film keine Minute langweilig, und zwar weil die geschilderte Situation stets interessant war, und nicht das Rätselraten nach der „Auflösung“. Ausserdem gibts eine Klasse Leistung von Sam Rockwell zu sehen, allein deswegen lohnt das Anschauen.

    P.S.: Ein Review, der nicht ohne dicken Spoiler auskommt, geht ja mal gar nicht.

  • Hank 23. 7. 2010 an 18:48

    Die Art, wie der Protagonist, mit seinem Klon umgeht (und umgekehrt) ist erfrischend humorvoll, menschlich und authentisch.

    Der Film baut phasenweise große Spannung auf und vermittelt eine großartige Atmosphäre. Dabei ist es völlig irrelevant, dass der Verlauf des Films vorhersehbar ist – er ist einfach liebevoll gemacht und hat mich sehr gut unterhalten.

    Sehr nice ! 5*

  • smk 28. 7. 2010 an 9:57

    Hi, ich glaube es könnte in dem Film noch eine „Meta-Ebene“ geben. Ehrlich gesagt habe ich vermutet, daß diese als Twist am Ende aufgelöst wird. Und zwar: Was wäre wenn Sam nicht auf dem Mond wäre, sondern schizo in der Klapsmühle und sich das ganze anhand von realen Gegebenheiten zusammenspinnt? (z.B. Gerty=Schwester etc.) Na, wäre das was?? ;-)

  • Kuroi 6. 9. 2010 an 1:41

    Nach „The Expendables“ nun schon die zweite Kritik, die ich von Batzman lese, welche zumindest in großen Teilen am Kern des Films vorbeigeht. Bspw., wenn man dem Film vorwirft, er würde sich als „intelligent SciFi“ verkaufen, aber durch „Überraschungslosigkeit“ und „unnötig gedehnte Erzählweise“ diesen Titel nicht verdienen. Dies ist bestenfalls eine eigene, persönliche Definition und kann für eine solide, glaubhafte und kompetente Filmbewertung nicht, und vor allem nicht als ausschließlicher Faktor, der Aufhänger sein, an welchem sich die komplette Kritik orientiert (und am Ende dann zu einer durchschnittlichen Bewertung führt).

    „Moon“ ist _gerade_ aufgrund seines ruhigen Verlaufes ein sehr intelligenter Film, welcher das offensichtlich erwünschte Ziel, die emotionale Auseinandersetzung des bzw. der Protagonisten mit der eigenen Situation – und eben nicht die Konfrontation und dessen Konsequenzen – sehr gut an den Zuschauer bringt.

    Nicht, dass mich jemand falsch versteht, ich erwarte gerade bei den 5FF subjektive Kritiken, darum lese ich dieses Blog auch. Aber diese sollten zumindest auch gut begründet sein. Denn nichts ist feuilletonistischer als ein Veriss um des Verisses Willen.

  • Batzman (Oliver Lysiak) 6. 9. 2010 an 1:55

    @Kuroi

    Der Film kriegt 3 von 5 Sternen. Ein Verriss sieht anders aus, zumal die positiven Aspekte zu Beginn ausführlich genannt werden. Das ändert aber nichts daran, dass der Film nicht wirklich tief gräbt – das was da an emotionaler Auseinandersetzung stattfindet ist für die Laugzeit schon sehr wenig. Klar Rockwell reißt viel heraus weil er einfach ein großartiger Schauspieler ist, er transzendiert durch seine Leistung das Drehbuch – aber es bleibt unterm Strich doch mehr „Gefühligkeit“ als Tiefgang. Und dramaturgisch schon einiges an Redundanz und Leerlauf.

  • Moon Review | Nodus 16. 1. 2011 an 12:09

    […] Die Fünf Filmfreunde […]

  • Moon Review 15. 2. 2013 an 16:01

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