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Wir sind die Nacht – Trailer

17. 7. 2010, Renington Steele, 28 Kommentare


(Youtube Direktnight, via Twitch)

Hier der erste richtige Trailer zu Dennis Gansels (Die Welle) neuem Film „Wir sind die Nacht“ mit Karoline Herfurth (Das Parfüm), Nina Hoss, Jennifer Ulrich und Anna Fischer. Klingt immer noch nach ’nem Twilight-Ripoff, nur mit mehr Dekadenz und Nightlife. Naja.

Lena, a woman bitten by the leader of a female vampire trio. At first she joins the group and partakes in the nightlife but the blood lust is too much for her taste and she turns away from the girls and finds solace in her love for an undercover police officer inciting the anger of the coven who turn to the chase.

  • Flo 17. 7. 2010 an 18:13

    Bin ich der einzige auf den das lächerlich wirkt? Nicht nur weil es peinlich ist, dass die sonst so Arthouse geprägte deutsche Filmlandschaft es nötig hat solch ein Rip-Off an den Start zu bringen, sondern auch weil man im Trailer so häufig rote Getränke zeigen muss … Soll das cool wirken?

  • Jeremy 17. 7. 2010 an 18:16

    Oh mann.

    Die wirklich hybsche Karoline Herfurth in allen Ehren, aber kann mir mal jemand dieses unglaublich unsympathische Element, das sich durch fast alle deutsche Filme zieht, erklären?

    Ich weiß nicht, was es ist, aber ich fand diese möchtegern-coolness schon in „Die Welle“ unerträglich.

  • LOLRUS 17. 7. 2010 an 18:58

    Na, wie „Twilight“ sieht das aber garnicht aus. Muss man jetzt alles wo Vampiere drinn vorkommen mit diesem Kack in Verbindung bringen? Ich gebe zu, es ist naheliegend, gerade wenn Eichinger involviert ist. Scheinbar hat man sich aber eher an „Lost Boys“ orientiert. Hat nur noch cry little sister gefehlt.

    „kann mir mal jemand dieses unglaublich unsympathische Element, das sich durch fast alle deutsche Filme zieht, erklären?“

    Kann ich. Das is so ne Mischung aus „wir wollen richtig coolen Mainstream machen“ und „wir wollen auch voll wichtig und künstlerisch wirken, schließlich sind wir das Land der Dichter und Denker“

  • Flo 17. 7. 2010 an 19:08

    Es sieht vielleicht nicht 100% aus wie Twilight, aber einen Zusammenhang kannst du wohl kaum leugnen. Da feiert Twilight einen unfassbaren Erfolg und dann machen die Deutschen plötzlich auch einen Vampirfilm. An Zufall will ich da nicht wirklich glauben.

  • Dr.Strangelove 17. 7. 2010 an 19:31

    Bin froh das dieses „Möchtergern Gehabe“ was im Trailer zu sehen ist nicht nur mich nervt. Möchtergern-Cool-Hollywood-whatever. Es wird ja immer so vom deutschen Kino geschwärmt… das so viel produziert wurde. War auch sicherlich der Fall und das deutsche Kino hatte Erfolge. Aber wenn man genauer hinschaut war auch 80% Schrott dabei. Und „Der Untergang“ oder „Das Leben der anderen“ sind so an den USA Geschmack angepasst das ich es zum kotzen finde. Genau wie dieser Regisseur der diesen „Tattoo“ Film gemacht hat.. und dann „Flight Plan“. Filme wie „13 Semester“ oder „die Welle“ kann ich mir gar nicht anschauen. Und mir gehen fast alle blonden jungschauspieler auf den Sack.

    Andreas Dresen hat mit „Willenbrock“ und „Wolke 9“ gezeigt wie man gutes deutsches Kino macht. Hans Weingartner war auch toll. „Free Reiner“ war leider schrott…. aber davor hat er einfach gemacht. Genauso hat Fatih Akın tolle Filme gemacht. Zwar Mainstream lastig… was er ja auch gar nicht versucht zu verstecken… aber dennoch wirkte das nie aufgesetzt. Jedenfalls bei „gegen die Wand“ nicht. Und es gibt noch ein paar mehr Leute wie Maren Ade (Alle anderen) die tolles deutsches Kino machen.
    Aber „dekantes Nachtleben“ …. mit den Darstellern… und mit dem Style… und der Optik…. geht mal gar nicht.

  • LOLRUS 17. 7. 2010 an 19:39

    „Filme wie ”13 Semester”…kann ich mir gar nicht anschauen. “

    Solltest du vll machen, DER war nämlich echt gut, real und hatte echt nichts mit Hollywood Filmen ähnlichen Themas zu tun.

    Die Welle war natürlich totaler Murks, hauptsächlich wegen dem Ende.

  • caliban 17. 7. 2010 an 19:40

    @ Flo: Natürlich ist das auffällig. Das ist aber nichts ungewöhnliches. Funktioniert etwas, das Kohle bringt, will man das auch machen. Das machen nicht nur „die Deutschen“ so.

    Von daher muss ich LOLRUS absolut recht geben: Jetzt bei jedem Vampirfilm, der erscheint sofort zwanghaft den Twilight-Vergleich zu suchen, unnötig.

    Klar, Vampire sind in. Man siehe nur im Bücherladen den Grabbeltisch. Von daher finde ich es an sich nicht verwerflich, dass sich eine deutsche Produktion des Themas annimmt.
    Aber ich muss auch den anderen Kommentarschreibern recht geben: Irgendwas an dem Trailer finde ich nölend schlecht. So etwas, was cool sein will, es aber nicht ist.

  • LOLRUS 17. 7. 2010 an 19:42

    „Es sieht vielleicht nicht 100% aus wie Twilight, aber einen Zusammenhang kannst du wohl kaum leugnen. Da feiert Twilight einen unfassbaren Erfolg und dann machen die Deutschen plötzlich auch einen Vampirfilm.“

    Natürlich ist das ein Cash-in in den Vampier Hype. Aber filmisch als auch stimmungstechnisch kann ich hier nichts Twilight artiges entdecken.

    Naja, „Anatomie“ war damals auch ein Scream cash-in. Hab den aber neulich nochmal gesehen und muss sagen das der sich gut gehalten hat und auf mich plötzlich wie ein ziemlich guter Thriller wirkte.

  • nixx 17. 7. 2010 an 20:11

    Da erwarte ich mir nix von.
    „Die Welle“ fand ich auch schon Mist.
    Letztens lief „Near Dark“ bei uns im Programmkino, den kann man sich ruhig noch mal anschauen.
    Von diesem Schrott hier wird in Zukunft kein Schwein mehr sprechen.

  • Michael 17. 7. 2010 an 22:55

    Wie kann etwas in dem Vampire als Vampire zu erkennen sind ein Twilight RipOff sein?

    Ich bin eigendlich kein großer freund des Deutschen Kinos gerade weil sie die Kammer/die Visuelle Produktion selten ins gesamtwerk einfliessen lassen. Ob es nun so over the top sein muss lass ich mal dahingestellt aber Filme die Visuell so gut Funktionieren wie z.b. Lola Rennt gibt es hier einfach nicht besonders oft wärend es in den USA selbst in schlechten Filmen noch eine Ordentliche Produktion gibt.

  • Gerrit 17. 7. 2010 an 23:46

    Okay, Twilight kann ich da beim besten Willen nicht sehen. Diese antideutschen Resentiments rühren meiner Meinung nach daher, dass man sich mit Einheimischen Sachen naturgemäß schwerer tut als wenn es ausm Ausland kommt.

    Beweis für diese These ist Paul, der Oktopus. Den fanden hierzulande doch auch alle trashig und jetzt ist er ein Weltstar.

  • Rockwood 18. 7. 2010 an 0:27

    parallelen zu twilight kann ich da nun wirklich nicht entdecken.
    nicht jeder vampirfilm hat zwangsläufig was mit twilight zu tun liebe leut.
    ich find sogar gemessen an den meisten anderen vampirfilmen sieht dieser trailer garnicht mal so schlecht aus (bis auf ein paar unnötig ausgelutschte klischees ala rote getränke everywhere)
    hab in meinem leben ca 50-60 vampirfilme gesehn und kann anhand des trailers schon sagen das dieser vermutlich unter den ersten 20 landen würde.
    einfach weil grade das genre vampir filme ein extremer crap magnet zu sein scheint der höchstens noch von beschissenen zombiefilmen getoppt wird.

  • Tim 18. 7. 2010 an 10:48

    Vampire?
    Wie einfallsreich!

  • JohnnyPark606 18. 7. 2010 an 13:34

    sieht sehr schwach aus. und das es vampire sein müssen ist auch unnötig. die geschichte wäre doch die gleiche wenn es um normale leute ginge.

    wüsste trodem gerne wie das lied am ende des trailers heisst.

  • Manuel 18. 7. 2010 an 14:43

    Vielleicht interpretiere ich da zu viel in ein paar wenig Schnitte des Trailers, aber eigentlich habe ich eher den Eindruck als wolle der Film den Vampir-Hype umdrehen und dem eher einen grüblerischen Anstrich verleihen, indem man die „obercoole“ Atmosphäre der Vampire-„Szene“ ein wenig erdet.
    Der Trailer enthält natürlich überwiegend das reißerische Material…

  • Flo 18. 7. 2010 an 23:00

    Naja, vielleicht nimmt sich ja Tarantino nach From Dusk Till Dawn ja noch einmal der Thematik an. :)

    http://www.tarantino.info/2010/05/24/tabloids-claim-tarantino-plans-dracula-movie/

    Glaube aber eher nicht …

  • justus_jonas 18. 7. 2010 an 23:43

    Ich finde es ja ehrlich gesagt zum k…zen, dass hier sich wieder jeder berufen fühlt anhand von 1:17 Minuten ein fundiertes Statement zum Endresultat abzugeben. Zumal viele Trailer nicht unbedingt den Film und den Stil des Films wiedergeben. In der Regel nicht einmal vom Regisseur authorisiert werden müssen…
    Zugegeben: Das da oben holt jetzt nicht die Wurst vom Teller. Das der Film auf einer Vorlage von Wolfgang Hohlbein basiert, lässt auch Übles erahnen. https://www.amazon.de/Wir-sind-Nacht-Wolfgang-Hohlbein/dp/3453266781 Prinzipiell finde ich es trotzdem weiterhin gut, wenn hierzulande auch mal Geld in Genrefilme gesteckt wird (okay. Anhand des Themas „Vampir“ auch kein allzu großes Risiko).
    Und der Vergleich mit „Twilight“ ist zwar naheliegend, aber wirklich nicht sehr zwingend. „Let The Right One In“ ist ja schliesslich auch keine schwedischer Twilight-Ripp-Off…

  • Killerspots 19. 7. 2010 an 0:18

    Ich habe den Film in einer früheren Fassung im Testscreening gesehen und war entsetzt.
    Auch wenn es eine Early screening war, zeigten sich schon enorme Probleme, die der Film haben wird.
    Ich bin sehr gespannt zu sehen, was sie aus der sehr harschen Kritik gemacht haben. Wenn ich mir aber den Trailer ansehe, muss ich eingestehen, dass es auf mich nicht os wirkt, als ob sich da viel geändert hat.

    Eins kann ich auf jeden Fall sagen: Der Film ist teilweise extrem blutig an vielen Stellen gewesen.
    War anfangs auch mit Twilight im Gedanken., hat aber nicht wirklich etwas damit zu tun. Außer vielleicht das Vampirthema. Und die Liebe zwischen den Welten ansatzweise.

  • nixx 19. 7. 2010 an 0:40

    Hohlbein? Warum der sich verkauft wie geschnitten Brot hab` ich auch noch nicht raus.
    Und ich würde nicht soweit gehen, hier von einem Genre-Film zu sprechen.
    Genau das wird es nämlich garantiert wieder nicht.
    Ich stimme Dir zu, dass es bestimmt kein Twighlight-Klon werden soll, aber Rip-Off passt schon. Ich garantiere Dir, dass hier auf einen fahrenden Zug aufgesprungen werden soll. Schön gefahrlos, farblos, lieblos. Dafür kenne ich das deutsche Kino.
    Ich warte allerdings auch auf den Tag, an dem sich das wieder ändert, wie viele andere auch.
    Deshalb vielleicht auch die harsche Kritik im Vorfeld.
    So etwas wie „Let The Right One In“ traue ich uns nämlich nicht zu, zudem wurde der produziert, bevor es diese Twighlight-Hysterie überhaupt gab.

  • Killerspots 19. 7. 2010 an 1:07

    @nixx:
    Gefahrlos ist der Film in keinster Weise gewesen.
    Zumindest nicht in der ersten Testversion.
    Mit dem Schnitt hätten die nie und nimmer eine FSK12 bekommen.

  • Thompsen 19. 7. 2010 an 10:25

    Ich grusle mich jetzt schon davor… allerdings nur weil es ein deutscher Film ist. Ich wünsche mir mal wieder richtige Vampire wie in Blade oder so… nicht diese verweichlichten pseudo romantischen Typen…

  • Massaya Soundsystem 19. 7. 2010 an 13:42

    omg…. ich musste irgendwie an den ultramiesen „razorblade Smile!“ denken…
    und
    „aber kann mir mal jemand dieses unglaublich unsympathische Element, das sich durch fast alle deutsche Filme zieht, erklären?“ …genau das sehe ich auch in (fast) allen deutschen FIlmen & das macht soviele deutsche Produktionen mega-peinlich!
    Ich denke es hat u.A. was mit der Mischung aus „wir sind Hollywood… & Deutschland!“ zu tun….

  • Jeremy 19. 7. 2010 an 15:19

    Mal ganz abgesehen von diesen grottig pulsierenden Weiß-auf-Rot Texten im Trailer. Da ist offenbar jemand mächtig stolz auf seine Adobe After Effects Lizenz. Ehrlich, das kann doch jeder Clip auf Vimeo besser.

    „JUNG – REICH – SCHÖN – UNERSÄTTLICH“

    *schüttel*

  • Der Jan 19. 7. 2010 an 19:59

    Ein interessanter Erklärungsversuch, warum deutsche Filme so sind, wie sie sind:

    http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E59009ECC98A94CFDBFE2BFADAAA6C420~ATpl~Ecommon~Scontent.html

  • nixx 19. 7. 2010 an 20:38

    @ Der Jan:
    Da sind ein paar sehr schöne Sätze drin.
    Den hier zum Schluss kann man nur unterstreichen:
    „Wo Kriterien wie Konsensfähigkeit und der kleinste gemeinsame Nenner herrschen, wo Risikoscheu sich zwanglos zu Denkfaulheit gesellt und formale Innovation als verwirrend oder schwierig denunziert wird, da sind weder in der Kunst noch im Entertainment jemals große Dinge entstanden.“

  • Massaya Soundsystem 20. 7. 2010 an 13:00

    @ Der Jan:
    endlich kann man diesem komischen Gefühl einen Namen geben! & Ich weiss wiedereinmal mehr, warum ich bei deutschen Produktionen immer an „billig!“ (auch wenn sie’s vermutlich nicht waren!“) oder „zu Flach!“ denken Muss!
    Der gesamte Artikel strotzt nur dermassen an Warheit! Dieses abgeschliffene, gebügelte deutsche „Kino“ , das selbst in den so gerne selbstbeworbenen „Blockbustern“ eher Müde und mehr als peinlich vor sich hindümpelt…!

    Danke für diesen Artikel!

  • stb247 20. 7. 2010 an 19:10

    Eine Kollegin hat beim Make Up des Films mitgeabrbeitet und meinte, das Drehbuch lag seit 10 Jahren in der Schublade und niemand in Deutschland hat es angefasst. Seit Twighlight war man hilfeschreiend auf er Suche nach etwas ähnlichem und hat dann diese Idee gefunden.

    Daher wird wohl viel weniger Twighliught drinstecken, als hier vermutet wird.

    Nichts desto trotz sieht es halt so Scheisse wie immer im deutschen Film aus und ich danke für den Link, der mal ein bisschen erklärt, warum das so sein könnte. Zusätzlich möchte ich anmerken, dass es Genrefilme in Dschland sowieso schwer haben, weil sie fast nie glaubwürdig sind.

    Auftragskiller? Aliens? Geheimagenten? Slasher? Alles Blödsinn vor deutschem Hintergrund. Ich galube fest daran, dass es Möglichkeiten gibt, diese Hürde zu überwinden und auch bei uns „Suspension of Disbelief“ zu erreichen, aber ganz sicher nicht mit übercoolen Vampiren in Berlin, die zudem deutsch reden und… ja, eigentlich gar nicht cool sind.

    Wie immer in solchen Situationen: Schade!

  • Ronny Roger 19. 8. 2010 an 23:50

    I‘ weiß scho‘, warum i‘ in aller Regel nix Deutsches guck‘ ;).