Review

Kurzreviews: Die Legende der Wächter, Die etwas anderen Cops (Review)

14. 10. 2010, Batzman (Oliver Lysiak), 21 Kommentare

Und hier noch zwei Starts der Woche: Die Legende der Wächter +++ Die etwas anderen Cops

Die Legende der Wächter (Legend of the Guardians: The Owls of Ga’Hoole= – USA 2010

Böse Eulen wollen gute Eulen versklaven. Deswegen sind die guten Eulen mit der Gesamtsituation unzufrieden. This is Sparta. With fucking Owls.

Nach dem respektablen, wenn auch zu sklavisch an der Vorlage klebenden „Watchmen“ liefert Zack Snyder eine weitere Adaption ab. Diesmal hat er sich an den Kinderbücher um die Eulen von Ga’hoole bedient und erzählt erstmals einen vollanimierten Film, was angesichts seines bisherigen Oeuvres kein so großer Schritt mehr ist und durchaus folgerichtig erscheint. Und da das Animationsteam von Happy Feet hinter dem Film steckt sieht „Die Legende der Wächter“ auch wirklich verdammt gut aus. Die Animationen sind extrem detailliert und man spürt den Aufwand der ins Design und die Bewegungen geflossen ist. Animationstechnisch kommt der Film untadelig daher und kann sich locker mit Dreamworks und Pixar messen. So gut sahen Eulen im Film wohl selten aus.

Was leider nichts daran ändert, das es im Film nach wie vor um Eulen geht (die bekanntlich ja nicht grade die smartesten Vögel im Tierreich sind und deswegen auch oft gegen Krähen und Raben beim Pokern verlieren). Eulen – Diese Blockflöten der Vogelwelt..

Der einzige andere Film in dem es um Eulen ging war Hoot und auch dort waren die Macher weise genug den Viechern nicht die Hauptrolle zu geben, sondern ihnen ein zwei drollige Momente im Film zu geben in denen sie putzig dreinschauten und dann wieder in einem Erdloch verschwanden. War es schon bei den tanzenden Pinguinen nicht so ganz einfach zu wissen wer jetzt wer war, verliert sich die Übersicht bei den martialischen Eulen noch viel schneller. Zu emotionslos und irritierend sehen ihre kleinen Federfressen aus und die Hälfte des Films besteht eh nur daraus, das die Viecher in halb-schräg von Vorn-Ansicht entweder von rechts nach links, oder links nach rechts durch Regen, Hagel und Sturm fliegen und dabei albernes mythisches Gedöns plappern. Was von den Voice-Talents auch extrem unbeteiligt herausgenuschelt wird. Selbst Hellen Mirren als Owlbitch oder Geoffrey Rush hinterlassen kaum echten akustischen Eindruck.

Snyder nimmt diese simple Story, die ohne echte Finesse abläuft, zudem so bierernst als gelte es nochmal den Kampf um Sparta zu gewinnen. Auch wenn Eulen beim Kämpfen immer aussehen wie zwei Friseure bei der Kissenschlacht, ergeht sich der Film in Pathos Galore. Es geht immer um Prophezeiung und Ehre und Macht und der schwülstige Soundtrack wummert und wogt so bedeutungsschwanger daher, das Wagner seine Freude dran gehabt hätte. Umso blöder und unpassender wirkt da eine aus dem Arsch gezogene Montage-Sequenz die urplötzlich von einem extrem banalen Popsong untermalt wird, der in etwa so gut passt als würde man man Schindlers Liste mit den Beach Boys unterlegen. Wäre der ganze Film fröhlicher und sich seiner extrem doofen Prämisse bewusst, könnte das eine fluffiges Zwischenspiel sein, aber in dieser humorfreien Zone die Snyder entwirft, wirkt die Stelle wie ein Fremdkörper. Selbst die Comic-Reliefs (ein schwules Eulenpaar von denen einer immer schlechte Lieder singen will), sind weniger komisch als anstrengend und tragisch. Und es sind Eulen.

Unglücklich ist zudem die Kombination der völlig unterentwickelten Story, die vielleicht 8jährige vom Stuhl haut und dem kriegerisch-harten Tonfall, der gnadenlos militärische Tugenden zelebriert und tatsächlich eher wie 300 mit Federvieh wirkt, als eine inspirierte Fantasy-Story für Kinder. Und so schön der Film auch animiert ist, blieb die interessanteste Frage doch, woher die Eulen (deren Krallen ähnlich motorisches Feingefühl zulassen wie ein ein Boxhandschuh mit Rasierklingen dran) ihre ganzen feinziselierten Waffen und Kopfbedeckungen haben. Wohnt in dem blöden Wald ein schwuler Goldschmied, der den ganzen Tag nur Eulen-Helmchen bastelt? Ich meine Fantasy hin oder her, aber sheeesh…

Ein US-Kollege schrieb Die Legende der Wächter sei perfekt für eine unglaublich enge Zielgruppe produziert: 12 1/2jährige Jungs. Und damit trifft er das Dilemma des Films ziemlich gut. Die dumme Story und die öde Inszenierung dürften jeden über diesem Alter wohl deutlich abschrecken, während jeder der Jünger ist wohl mit den kriegerischen Riefenstahl-Schlachten der Federsturmtruppen etwas überfordert ist – und sich zudem die Frage stellt, ob das wirklich ein Film ist, den man seinen Kindern zeigen wollen würde. Das Warner in Deutschland mal wieder 3 Minuten herausschneiden ließ um ein FSK6-Freigabe zu erhalten, wird wohl auch alle Älteren Kinofans abschrecken, denn diese Einschnitte dürften die ohnehin zu kurz-erzählte Geschichte völlig zuschanden reiten.

Die etwas anderen Cops ( The Other Guys) – USA 2010

Zwei Cops aus der zweiten Reihe (Will Ferell als penibler Aktenhengst und Mark Wahlberg als enttäuschter Bulle), stehen immer im Schatten ihrer großen Vorbilder (großspurig und übercool: Samuel Jackson und Dwayne Johnson), bis sie durch einen dummen Zufall tatsächlich in einen echten Kriminalfall stolpern, der das Zeug hat sie ebenfalls zu Stars zu machen.

Endlich wieder ein Ferrell-Film der wirklich Spaß macht, nachdem seine letzten Kinoausflüge ja eher durchwachsen waren. Hier kann er wieder genau jenen Witz ausspielen der „Anchorman“ und auch „Blades of Glory“ so großartig machen. Sein Deadpan-Gesichtsausdruck, mit dem er seinen Spießercop durch die hanebüchensten Situationen stolpern lässt, ist alleine den Film wert. Doch zum Glück hat der Film mehr zu bieten, denn auch Mark Wahlberg macht sich in seiner ersten reinen Comedy-Hauptrolle sehr gut. Er ergänzt das Buddy-Movie-Gespann und sorgt dafür, dass hier genau jene Chemie entsteht die Kevin Smiths Fehlschlag „Cop out“ so schmerzlich vermissen ließ.

Obendrein erzählt der Film eine gar nicht so unkomplexe Krimigeschichte, was ihn inhaltlich näher an die Leathal Weapon-Filme rückt, als an Die Nackte Kanone. The Other Guys ist eine Buddy-Komödie, aber keine Parodie, denn er investiert in seine schrägen Charaktere, lässt mit ihnen Mitfühlen und Mitfiebern. Michael Keaton als ihr Vorgesetzter der so schlecht verdient, dass er nebenher noch im Supermarkt jobbt ist dabei genauso wichtig, wie Steve Coogan als Trickbetrüger der mit Pyramiden-Schemes so lange Anleger abgezockt hat, bis ihm das Wasser bis zum Hals steht. Es ist die Ernsthaftigkeit mit der hier Witze serviert werden, das Fehlen des Ellbogens in die Rippen der suggeriert das hier jetzt ein Gag kommt, was diese Art von Filme so witzig macht. Der Klamauk entsteht auch bei „The Other Guys“ aus der Situation heraus und hat immer eine surreale Komponente. Zu Schade das der deutsche Verleih diesen wirklich grauenhaften deutschen Titel gewählt hat. „Die etwas anderen Cops“ klingt eher nach dem Fröhlichen Tuntenregiment, als nach der wirklich witzigen und empfehlenswerten Komödie die er ist… und zeigt deutlich, das hierzulande wohl nichtmal der Gag kapiert wurde, der im Titel steckt.

Trotzdem angucken, wenn man mit Ferrells Humor etwas anfangen kann: Näher kam bisher kein Film ans Anchorman-Feeling heran.

Nilz N. Burger meint:

Erstmal das: Ich bin vermutlich einer der grössten Anchorman-Fans der Welt. Behaupte ich jetzt mal. Und ich kann das ja, wenn ich denn muss, immernoch damit begründen, das ich ja auch schon von Berufs wegen eine gewisse Affinität zu Moderations-Thematiken habe. Die Begründung soll mal einer toppen! :)

Nun habe ich „Die etwas anderen Cops“ gesehen und zwei Herzen schlagen ach in meiner Brust. Meine Erwartungen wurden schonmal nicht erfüllt. Das kann ich schonmal sagen. Ich habe einen Cop-Buddy-Movie erwartet, das ist er aber (leider) nicht. Ferrell und Wahlberg sind eher so etwas wie eine Schicksalsgemeinschaft. Sie müssen zusammenarbeiten und kommen da nicht raus, was immer sie auch tun. Wenn man gerade denkt, sie haben sich gefangen und werden jetzt Freunde, fängt Wahlberg wieder an zu meckern und zu mosern. Was er wirklich sehr lustig macht. Was aber, egal wie platt ein Film sein will, etwas zu eindimensional für seine Figur ist.

Überhaupt ist die Eindimensionalität ein großes Problem des Films: So gibt es zwar immer wieder Ansätze in die richtige Richtung und man schuppert auf dem Kinosessel hin und her, weil man denkt das es endlich losgeht, und dann passiert wieder: Nichts. Wahlberg meckert immer. Der Chef hat immer Verständnis. Und an den Bösen kann ich mich kaum noch erinnern. Verblasst. Weil er ein totales Nichts von Bedrohung war. Überhaupt wurde sich hier im Drehbuch extrem übernommen, was die Geschichte angeht. EIn Pyramiden-System um Geld zu raffen, basierend auf einem realen Fall…wie selten geht das gut? Am Ende, und das bricht dem Film zumindest Handlungsmässig das Genick, wird sich zu sklavisch an die „wahren Gegebenheiten“ gehalten und versucht dieses komplizierte Finanzierungssystem aufzubröseln und zu erklären. Aber wie langweilig ist das? Sehr. Als weiteren Beweis versuche mal bitte einmal dem folgenden Diagramm der „wahren Ereignisse“ während des Abspanns zu folgen. Wer kein leidenschaftlicher BWL-er ist, dem wünsche ich „viel Spass“.

Zumindest ein Grossteil der Gags geht klar. Allem voran natürlich die Spökis, die das Superteam um Jackson und The Rock mit einschliessen. Eine ganz gute Verfolgungsjagd hab ich auch noch gesehen. Und natürlich ist es immer eine Wohltat, MIchael Keaton auf der Leinwand zu sehen. Dieser unterschätzte Schauspielgott, der aus wenigsten Bewegungen ganze Geschichten formt. Ja, ich gerate ins Schwärmen, aber in diesem Fall zu Recht. BTW: Das Cast in dem Film geht durch die Bank weg total klar. Alle sind perfekt besetzt. Bis in die kleinsten Nebenrollen.

Ach, wenn doch nur das scheiss Buch nicht wäre. Wenn man sich doch nur einen weniger komplexen Fall ausgedacht und den Film eine halbe Stunde kürzer gemacht hätte, mit vielleicht zwei, drei spektakuläreren Stunts. Wenn, wenn, wenn. Dann hätte ich ein neues Lethal Weapon gesehen. So aber bleibt mir nur eine Art Mash-Up aus „Loaded Weapon“ und dem detaillierten Bericht des Bundes der Steuerzahler über Steuersünden in Ennepetal. Schade. Verschenkt.

  • Tobi-Man 14. 10. 2010 an 8:24

    Danke für die Reviews!
    Auf „Die etwas anderen Cops“ freu ich mich schon mal. Zum einem weil ich zu der kleinen Fraktion zähle, die Will Ferell mögen (Guckt euch endlich mal „Stranger than Fiction“ an, ihr Ferell-Hasser *g*) und zum anderen, weils mal wieder schön ist den Keaton Michael zu sehen…

  • skillbilly 14. 10. 2010 an 9:19

    kann Tobi-Man nur zustimmen. guckt euch „stranger than fiction“ an. der ist einfach nur gut^^

  • Michael 14. 10. 2010 an 10:10

    Ich schließe mich an, Stranger Than Fiction ist super. Und The Other Guys auch. Ich hab mich von vorne bis hinten kaputtgelacht. Der Film ist zB dutzende Male witziger als The Hangover, der schwer unlustig war.

    Genial ist die Thunfisch/Löwe Szene. Und der Running Gag mit Mendes sowieso.

    Manchmal wirds etwas infantil, aber so ist Ferrell.

  • Stollentroll 14. 10. 2010 an 13:09

    warum ist dieser ferrell film an mir vorbei gegangen? schaut aber sehr gut aus von den trailern her. werd ich mir mal geben.

  • Jakob 14. 10. 2010 an 16:18

    Leider in der deutschen Version mit einer der schlechtesten Synchros seit langem unterlegt.
    Grauenhaft, vor allem Samuel Jackson, da tut es echt weh.
    Wenn irgendwie möglich im Original sehen!

  • mad rabbit 14. 10. 2010 an 20:27

    @ 5 Jakob:

    schon im Trailer war die Synchro so unerträglich Scheisse, dass ich fast auf den Boden gekotzt hätte!
    Die Wortspiele zünden nicht & die Stimmen passen absolut garnicht!

    Aber so ist das. Seit Jahren gucke ich nur noch Originalsprech. Klingt besser, man weiss was gemeint ist & man lernt nebenbei noch super Englisch!

  • appetizingly 14. 10. 2010 an 22:24

    @5+6
    Ich bevorzuge zwar in fast allen Fällen ebenfalls die OV aber an der Synchro ist absolut nichts auszusetzen. Dass einige Wortspiele nicht zünden wenn man vorher das Original gesehen hat, ist vollkommen normal.

    Und die Stimmen passen überhaupt nicht? Kein einziger Schauspieler hat eine neue Synchronstimme, also kann ich den Einwand nicht wirklich verstehen.

    Anyway.. das ist wirklich mal eine schöne Kritik Batz, die ich zu 100% unterschreiben kann, 1a.

  • Jakob 15. 10. 2010 an 17:55

    @mad rabbit:

    Ich schaue auch alle Filme Serien, wenn ich kann, ausschließlich im OV. Nur leider gibt es in unserem Kino, nur alle gefühlte 10 Jahre eine OV-Version zu sehen.

  • Lostara 17. 10. 2010 an 12:32

    Eines vorneweg: ich mache mir wenig bis nichts aus den Filmkritiken anderer Leute – lieber beurteile ich selbst. Doch diesen, vermutlich „cool“ gemeinten Satz aus der Kritik zu „Die Legende der Wächter“ möchte ich nicht unkommentiert lassen:

    „(die bekanntlich ja nicht grade die smartesten Vögel im Tierreich sind und deswegen auch oft gegen Krähen und Raben beim Pokern verlieren). Eulen – Diese Blockflöten der Vogelwelt.. “

    Das Ganze nennt man „hassen“ – Krähen „hassen auf andere Vögel“. Die Raben lasse ich jetzt mal außen vor, von denen gibt es leider sowieso nicht mehr viele. Dieses „hassen“ ist jedoch nicht auf Eulen beschränkt, sondern Krähen hassen auf SÄMTLICHE GREIFVÖGEL, vom Turmfalken bis zum Steinadler. Wobei die Eulen nun wiederum den Vorteil haben, das sie nachts jagen, und den Tag im Tageseinstand verbringen und somit seltener den Krähen überhaupt begegnen.

    Abgesehen davon wurde vergessen zu erwähnen, das Krähen schlicht ein feiges Pack sind und NIEMALS ALLEIN einen Beutegreifer attackieren. Die sind wie Hooligans – nur gemeinsam stark. Sie „hassen“ immer in Gruppen, allein hätte eine Krähe gegen wenige Greifvögel und Eulen eine Chance.
    Andersherum enden viele Krähen im Inneren von Greifvögeln und Eulen, um später als Gewölle wieder hervor zu kommen. Besonders die Eulen können sich sehr gut an den Krähen „rächen“ – denn während die Tagvögel in der Dunkelheit genauso wenig sehen wie wir, sehen Eulen selbst im grellen Sonnenschein annähernd so gut wie in der Nacht.

    Die obige Aussage des „Kritikers“ (nicht mehr oder weniger „Kritiker“ als ich es sein würde) zeugt von nicht vorhandenem Wissen, und ist von daher fehl am Platze (und von „cool“ weit entfernt).
    Ein kleiner Tip am Rande: es gibt gute Sachbücher über Eulen, und Lesen bildet ja bekanntlich. Auch ein Besuch bei einem guten Falkner kann sehr lehrreich und interessant sein.
    Wer Eulen als „Blockflöten der Vogelwelt“ bezeichnet hat Bildung auf dem Gebiet dringend nötig.

  • Batzman (Oliver Lysiak) 17. 10. 2010 an 15:57

    @Lostara

    Ein wenig Lachen musste ich jetzt schon. Aber ich warte mit einer Antwort noch, bis hier ein Musikprofessor mit Pfeifendiplom in Aufsatzlänge ausgeführt hat, warum die Blockflöte gar kein nerviges kleines Drecksinstrument ist, sondern die verkannte Prinzessin unter den Holzblasinstrumenten.

  • tobi 18. 10. 2010 an 9:46

    Also ich fand Legenden der Wächter sau stark. Klar die Story war bzw. ist flach – aber hey das ist reines Popcorn Kino. Und das 3D kam wirklich cool rüber. Und ich fand die Eulen durchaus gelungene, sympatisch inszenierte Charaktere.

    Also bis auf die Story, über die man aufgrund des Settings hinwegsehen kann (Kinderfilm) ist der Streifen sehenswert. Man sollte halt nicht mit riesen Erwartungen da rein gehen ;) tolle Optik macht zwar keinen guten Film – aber so schlimm fand ich ihn nicht, für ein Kinderfilm ist er super, ich würde 4/5 geben.

  • Sebastian 19. 10. 2010 an 22:19

    Habe the other guys in der Sneak gesehen und mich tierisch gefreut. als klar war das dieser Film gerade läuft. Nicht nur ich das ganze Kino hat geklatscht.
    und das zu recht. Man merkt in der deutschen Synchro, dass es im O-Ton ne Ecke witziger wäre aber ist auch so komisch.

    Finde Eulen übrigens sehr hübsche und beeindruckende Tiere. Weiß jetzt nicht mehr wie die heißen, aber die gibts auch in groß. 80cm Höhe und 150cm Flügelspannweite oder so ähnlich, wäre jedenfalls eher ein Fagott und den Vögeln. : )

  • Rainer 20. 10. 2010 an 8:24

    Gestern den Eulen-Film in 3D gesehen – und kann die Kritik nur unterschreiben! Wobei ich ungefähr 3 Sterne weniger vergeben hätte. Ja, das ist technisch wunderbar umgesetzt (obwohl die 3D-Effekte meist wirken, als hätte man ein animiertes Aufklappbuch vor sich). Aber die Story … gleich zu Beginn wird man mit zig seltsamen Namen und einer verwirrenden Legende zugepflastert. Nach ungefähr einer halben Stunde schaltet der Film auf Fantasy-Autopilot: Gut vs Böse, „der Auserwählte“, der Böse stirbt – oder etwa doch nicht? Teil 2, Teil 2!!!
    Vielleicht bin ich etwas unfair und habe originelle Plotentwicklungen versäumt. Schließlich bin ich zwischendurch immer wieder mal fast eingepennt (in einer Vorstellung am späten Nachmittag!) …

  • kumi 1. 11. 2010 an 18:39

    @ Sebastian:

    den »Uhu« sollte man aber schon kennen. Sozusagen die Kontrabasstuba unter den Eulen. :-)

  • Johnny 3. 11. 2010 an 16:21

    „Ein US-Kollege schrieb Die Legende der Wächter sei perfekt für eine unglaublich enge Zielgruppe produziert: 12 1/2jährige Jungs. Und damit trifft er das Dilemma des Films ziemlich gut. Die dumme Story und die öde Inszenierung dürften jeden über diesem Alter wohl deutlich abschrecken, während jeder der Jünger ist wohl mit den kriegerischen Riefenstahl-Schlachten der Federsturmtruppen etwas überfordert ist – und sich zudem die Frage stellt, ob das wirklich ein Film ist, den man seinen Kindern zeigen wollen würde. “

    Ich denke, dass ihr die Kinder da unterschätzt. Inzwischen achten auch die immer mehr auf Qualität und ich glaube nicht, dass ein Kind sich gerne einen Film über Eulen anschauen würde, immerhin sind die Eulen die Spiesser des Waldes.

    Wie wärs denn mal mit einem Film über coole Vögel? Adler oder Falken?

  • The Director 8. 11. 2010 an 17:20

    „Legende der Wächter“ is endgeil und das sagt jemand, der über 20 ist. Die Bilder sind sowieso genial. Die Story ist für Kinder, na und? Sind Disneyfilme auch und trotzdem nicht schlecht.
    Für einen Kinderfilm war der ausgesprochen unvorhersehbar. Vielleicht lag es auch an der coolen Optik, die hat einen ganz schön mitgerissen. Der Score hat sein Übriges getan.
    Ich hätte mindestens 3 GANZE Sterne gegeben. In 3D is er bestimmt noch besser, wegen Fliegen und Höhe und so. Witzig ist der Film zwar nicht übermäßig aber er bietet ordentlich Action.
    Was die Eulen angeht, war ich auch erst skeptisch aber die kommen richtig gut rüber und sind nicht so ausgelutscht wie Adler oder Falken oder solche Noobs. Mit anderen Vögeln wäre der Film lange nicht so gut gewesen. UNGLAUBLICH! ICH WURDE SO ÜBERZEUGT! SEEEHT EEES EUUUCH AAAAN!

  • Kansas 9. 11. 2010 an 23:17

    @Batzman

    Muss das einfach loswerden! Hab mich so dermaßen kaputt gelacht zu deinen respond auf Lostara, musste das sogar freunden zeigen.

  • burns 22. 11. 2010 an 2:56

    @tobi („Wächter“): „Also bis auf die Story, über die man aufgrund des Settings hinwegsehen kann (Kinderfilm) ist der Streifen sehenswert.“

    Wsss?!?… Bis auf die STORY?….

  • FrDrSeltsam 30. 11. 2010 an 21:58

    Also was die Eulen-Sache angeht:
    Eigentlich steh ich ja ziemlich auf animierte Kindergrütze.
    Aber Eulen? Mit kleinen Goldhelmchen? Die sie auch noch selber schmieden?!?! Hä? Außerdem scheint die gesamte epische Geschichte nur etwa 48 Stunden zu dauern… Alles sehr mysteriös.
    Vielleicht hätte man die Eulen einfach den augenscheinlich vorhandenen fanatischen Fans überlassen…

  • Sucker Punch (Review) | Die Fünf Filmfreunde 30. 3. 2011 an 5:06

    […] transzendiert er sein Werk in den Bereich des Unansehbaren, das selbst “300” und den Eulenfilm noch wie dramaturgische Meisterwerke wirken lässt. Dieser Film ist nicht als spaßiger Trash […]

  • Arschkino 30. 3. 2011 an 11:15

    „Die Legende der Wächter“…
    oh…mein…gott!

    Wo soll ich anfangen?
    Nazi-Eulen? Nazi-eulen die sich eine „reine Rasse“ an Eulen (!) heranzüchten wollen mit einer „Superwaffe“ ?

    WHAT THE FUCK?!

    so… jetzt mal im ernst:
    Bereits in den ersten Minuten machte sich das GEfühl breit, dass der Film sich eindeutig zu ernst nimmt & eine „epische“ Story spinnen will… die lächerlicher & vernachlässigbar kürzer nicht hätte sein können.
    Mal ganz abgesehen davon, dass man Eulen mit Schwertern aufeinander losschickt & das alles in einem dermassen banalen SPektakel münden lässt…. einem zwar erhofften aber doch abgrundtief BANALEN Ende…
    da musste man sich an den Kopf fassen.

    Weshalb habe ich mich während dem ganzen FIlms gefragt „was soll das eigentlich?!
    Ich meine…
    NAZI-EULEN die von der einzig REINEN EULENRASSE faseln?
    Eulen Heil, ihr Eulenkameraden!
    Meine Fresse war der FIlm schlecht!

    WEnn die Animationen das einzige sind was beeindruckend ist – und die waren wirklich beeindruckend! – dann frage ich mich wieviel verschwendete Sunden wohl die armen Animature für diesen Schwachfug aufbringen mussten!

    und wie FrDrSeltsam schon anmerkte „Außerdem scheint die gesamte epische Geschichte nur etwa 48 Stunden zu dauern”¦“
    …eine pseudoepische GEschichte mit langweiligen Vögeln auf pseudoernst getrimmt, verläuft innerhalb von Minuten in ein völlig uninteressantes „Finale“.

    Was sagt man da noch?

    meh.

    oder

    LAME!

  • Leto 1. 4. 2011 an 12:56

    Angeregt durch die derzeitige Kontroverse um Snyders neuestes Titten- und CGI-Action-Spektakel habe ich mir den „Eulenfilm“(uncut) nun auch mal angesehen und kann die schlechte Bewertung in dieser Form nicht nachvollziehen. Animationsfilme mit martialischem, nicht-kindgerechtem Background gibt es seit langer Zeit (70er/80er Watership Down, Heavy Metal, Fire and Ice u.v.a.). Snyders Faschismus-Spleen muss man eben als unvermeidliches Markenzeichen seiner Bilderwelten ebenso akzeptieren können wie die unvermeidliche Zeitlupen-Action, das fiel mir bei „300“ auch noch sehr schwer, aber an die Eulen mit Faschisten-Attitüde habe ich mich dieses Mal recht schnell gewöhnt. Der Rest ist inhaltlich banal, aber optisch auf jeden Fall eine Augenweide, geradezu eine Orgie an Detailversessenheit und spektakulärer Animation, traumhafter Farbgebung und mitreissender virtueller Kamerafahrten und Perspektiven. Ich war fast berauscht von der fantastischen Bilderwelt.
    Waren die Blood-and-Gore-Zeichentrick-Pioniere „Heavy Metal“ oder „Feuer und Eis“ irgendwie anspruchsvoller oder inhaltlich ausgefeilter? Ich glaube nicht.
    Der Eulenfilm ist für mich quasi der „Avatar“ und den CGI-Animationsfilmen: Form siegt über Inhalt, aber der Faszination der auch hier perfekt ausgereizten Technik kann man sich nur schwer entziehen.