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Ed Woods „Glen or Glenda?“ bei Arte+7

19. 11. 2010, Renington Steele, 0 Kommentare


(Youtube Direktwood, via Thomas)

Ed Woods Transvestitenklassiker mit Bela Lugosi, für eine Woche auf Arte+7.

Ein älterer Wissenschaftler sitzt zwischen Chemielabor, Skeletten und staubigen Büchern in einem Sessel und warnt bei Blitz und Donner vor dem großen grünen Drachen, der auf der Türschwelle sitzt. Als gottesähnlicher Erzähler philosophiert er über das Treiben der Menschheit und den Beginn des Lebens.

Tatsächlich aber will er uns auf einen Todesfall hinweisen, der die Geschichte um Transvestitismus und Geschlechteridentitäten in Gang setzt – den Selbstmord des Transvestiten Patrick alias Patricia, der die Kriminalisierung seines Cross-Dressings nicht mehr ertragen konnte. Ergriffen von diesem Fall, sucht der ermittelnde Inspektor Warren den Psychiater Doktor Alton auf, einen Experten auf dem Gebiet des Transvestitismus.
Doktor Alton berichtet ihm von seinem Patienten Glen, der ein Doppelleben als „Glenda“ führt. Glen steht vor der Entscheidung, seiner ahnungslosen Verlobten Barbara die Existenz von „Glenda“ zu beichten. Doch er zögert aus Angst, dass sie ihn verlassen könnte, wie es die Ehefrau seines Freundes Johnny, ebenfalls ein Transvestit, getan hat. Erst nachdem Glen in einem langen Traum mit seiner eigenen Zerrissenheit konfrontiert wird, entschließt er sich, Barbara seine Faszination für Damenkleidung, speziell für Angorapullover, zu gestehen. Auf der Suche nach Hilfe begeben sich die beiden bei Doktor Alton in Therapie, der „Glenda“ als Kompensationsmechanismus identifiziert: Glens Mutter hatte seine Schwester immer bevorzugt.

Um die Komplexität der Geschlechterkrise weiter zu verdeutlichen, erzählt Doktor Alton dem Inspektor von einem weiteren Patienten, von dem Hermaphroditen Alan, der nach einer Operation ein neues Leben als Anne beginnt.