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R.I.P. John Barry (1933-2011)

31. 1. 2011, Jet Strajker, 20 Kommentare

Einer der größten und auch besten Filmkomponisten aller Zeiten hat sich verabschiedet. John Barry ist im Alter von 77 Jahren in New York vestorben. Er war einer der letzten Komponisten der alten Garde, der klassischen Schule, für die Filmmusik noch ein Handwerk und nicht nur Loop-Verkettung irgendwelcher Joint Ventures aus dem Hinterzimmer bedeutete.

Mit seinem James-Bond-Theme und den insgesamt 11 Musiken für die Bond-Filme hat der Brite Filmgeschichte geschrieben, er komponierte außerdem die berühmtesten Titelsongs der langlebigsten Kinoserie aller Zeiten, darunter „Goldfinger“ (Shirley Bassey), „You Only Live Twice“ (Nancy Sinatra) und „We Have All The Time In The World“ (Louis Armstrong). Aber auch unzählige andere eingängige Melodien, komplexe Arrangements, meisterhafte Scores und Evergreens gehen auf sein Konto. Für seine Musiken zu „Born Free“, „The Lion in the Winter“, „Out of Africa“ und „Dancing With Wolves“ erhielt er insgesamt fünf Oscars.

Er schrieb berühmte Film-Scores für „Zulu“, „Midnight Cowboy“, „The Last Valley“, „King Kong“ (1976), „The Deep“, „Starcrash“, „The Black Hole“, „Body Heat“, „The Cotton Club“, „Peggy Sue Got Married“, „Howard the Duck“ und „Chaplin“, so wie er auch regelmäßig fürs Fernsehen arbeitete, wo er u.a. das TV-Thema für „The Persuaders“ (Die Zwei) komponierte.

Barrys Einfluss auf die Filmmusik ist unschätzbar. R.I.P., John.

  • ABC 31. 1. 2011 an 17:54

    Günter Ludolf ist auch gestorben. Noch viel schlimmer…

  • Diskussionsthread Der Allgemeine Film- und Kinodiskussionsthread - Seite 4 - SysProfile Forum 31. 1. 2011 an 19:46

    […] […]

  • zackbumm 31. 1. 2011 an 19:21

    was ihr nur immer auf hans zimmer rumhackt…

  • Hell-G 31. 1. 2011 an 19:24

    Truly one of the Best. R.I.P.

  • mrgreen 31. 1. 2011 an 19:43

    R.I.P. John Barry.

    Zum Beitrag:
    Hm, ein bekannter Komponist ist gestorben. Wie baue ich jetzt in den Nachruf einen Seitenhieb auf Hans Zimmer ein?

  • Doughnut 31. 1. 2011 an 20:19

    Der hat also die Titelmelodie von „Der mit dem Wolf tanzt“ komponiert?
    Och schade, der wird wirklich fehlen, die Melodie war das Beste überhaupt an dem Film. ;(

  • Krake 31. 1. 2011 an 20:24

    Horst-Günterchen auch? Oh Mann, das Jahr geht ja schon wieder heftig los…

  • Kuchenkind 31. 1. 2011 an 21:05

    ich rechne auch ständig damit das ich lese das john williams oder george lucas tot sind. sind ja beide auch schon alt und recht fett :(

    trotzdem rip @ barry auch wenn seine musik wirklich nichts besonderes war bzw ihn keiner kennt

  • Resur@ction 31. 1. 2011 an 21:09

    @kuchenkind: Das ihn keiner kennt…..ok, Filmkomponisten sind ja auch eher was Freaks, gell.
    Das seine Musik nichts besonderes war,…………SEINE MUSIK….NICHT BESONDERES………………….ok, raus! ABER FIX!

  • Treckzack 31. 1. 2011 an 21:19

    …Zimmerbashing…. *yawn*

  • Jet Strajker 31. 1. 2011 an 21:36

    Ach Kuchenkind…

  • stb247 31. 1. 2011 an 22:43

    SEIN Bond Thema dürften nur die wenigsten kennen. Dabei sit das ziemlich cool.

    Ich war heute den ganzen Tag im Netz unterwegs und hab die ein oder andere RIP Post geschrieben, aber hier wurde zum ersten mal auch richtige Gülle kommentiert. Schade eigentlich.

    Und auch wenn Zimmerbashing inzwischen zum guten Ton gehört. Heute ist das unangebracht.

  • Sven 31. 1. 2011 an 22:49

    Hmmm, die Bond Theme ist ja erstmal von Monty Norman. Irgendwie. Da kommt man beim Text auf andere Ideen. O.K., Barry hat es zu dem gemacht, wie wir es kenne.
    Lustig dazu:
    https://www.youtube.com/watch?v=8jjywVmz2EI&feature=related
    Aber auf jedenfall schade. Mochte die klassichen Bondsoundtracks immer gerne.
    R.I.P.

  • bar 31. 1. 2011 an 22:04

    Letztens hier noch bei der „Scifi-Film vs. Realitäts-Check-Tabelle“ (Sound im All etc.) gesagt:

    Ich mag den Score von John Barry für Disneys „Das Schwarze Loch“

    wirklich, wirklich gerne!

  • Kuchenkind 31. 1. 2011 an 22:19

    Okay,sein Bond Theme ist eingängig und das kennen wohl schon viele.

    Aber den Mann? Also bei der Aussage bleib ich. KOmponisten sind für das gemeine nicht Filmfan Volk eher männer im hintergrund

    das gilt ja sogar für regissseure. für das gemeine publikum ist es eben ofzmal einfach : was wir nicht sehen nehmen wir nicht zur kenntnis

    ich muss jedesmal kotzen wenn ich sowas lese wie

    der neue johnny depp film oder der neue brad pitt film

  • Jet Strajker 31. 1. 2011 an 23:09

    Bitte nicht die alte Bond-Nerd-Diskussion um Norman/Barry. :)

    „O.K., Barry hat es zu dem gemacht, wie wir es kennen.“ – So meinte ich das auch. Sein eigenes Thema ist ja nun auch nicht gerade unbekannt.

    Von seinen Bond-Scores mag ich MOONRAKER ganz besonders, weil die Musik hier wirklich vieles rettet und in ihrer Epik selbst die albernsten Filmideen irgendwie gut verkauft. Was Barry da im Finale abzieht, ist wirklich sensationell.

  • Ollie 1. 2. 2011 an 8:42

    Schon verwirrend wenn der Komponist von „Man lebt nur zweimal“ auf einmal gestorben ist.

  • Ranor 1. 2. 2011 an 10:05

    Ja, da ist einer der wirklich großen Komponisten gegangen.

  • Leto 1. 2. 2011 an 9:23

    Oh, das macht mich als Filmmusik-Fan sehr traurig. Wie vermutlich die meisten wurden mir die ersten Eindrücke von Barrys Musik „natürlich“ als junger Mensch über die Bond-Filme vermittelt, von der Norman-Kontroverse habe ich erst viel später gelesen.
    Wie bei Jerry Goldsmith habe ich an Barry immer bewundert, wie er selbst Trash oder hanebüchene 007-Stories wie „Man lebt nur zweimal“ oder „Moonraker“ mit seiner Musik veredeln konnte. Da kann ich Jet nur zustimmen. „StarCrash“ und „Howard the Duck“…?!? – Ja, die wären OHNE Barrys Musik sicher noch „schlimmer“ geworden.
    Im Laufe meines Filmmusik-Interesses bin ich immer wieder dem Vorwurf begegnet, Barry würde sich eigentlich immer „gleich (kitschig) anhören“.
    Seine stets präsenten, typischen Stilelemente, wie die streicher-dominierte, elegische Melodik (ala „Jenseits von Afrika“), könnten diesen Verdacht nahelegen, aber ich empfehle jedem, der so denkt, nur mal, in seine weniger bekannten „Mittelalter“-Scores „Robin and Marian“, „The Last Valley“ und „The Lion in Winter“ reinzuhören. Besonders die Main Titles von „The Last Valley“ bieten mit den besten Choreinsatz, den ich je in einem Score gehört habe.
    Farewell, John, und Danke für die wunderbare Musik.

  • kumi 1. 2. 2011 an 10:12

    @ Kuchenkind: Du bist echt mal was von doof. Und musst das auch immer wieder auf’s Neue beweisen. Weiter so. :-)

  • philk 5. 3. 2011 an 22:29

    Sehr schade!

    Dennoch hoere ich auch Barry oft raus, er zimmert sich also auch immer wieder seine bekannten Versatzstuecke zusammen.
    Was ihr nur gegen Zimmer habt. Rain Man und True Romance, Lion King sind ja nun grundverschiedene Soundtracks.