News

Tätowierer verklagt Hangover2-Macher wegen Copyright-Verstoß

30. 4. 2011, Mal Sehen (Malcolm Bunge), 18 Kommentare

Ironie, Die: Wenn ein Filmstudio, das sonst gerne wegen Copyright-Verletzungen rudelweise Anwälte loslässt, von einem Tätowierer verklagt wird, der tatsächlich einen rechtsgültigen Schrieb, unterzeichnet von Mike Tyson selbst, vorliegen hat.

It sounds odd. But Whitmill actually did copyright the design in 2003, the same year he applied the tattoo to Tyson—he called it „Tribal Tattoo“ and claimed it as „artwork on a 3D subject.“ And he says Tyson signed a release acknowledging that Whitmill was the „sole creator, author, and owner of all rights, including copyright, in the Original Tattoo, which is original and fixed in a tangible medium of expression.“

via

  • freakpants 30. 4. 2011 an 19:34

    War Tyson nicht in Hangover 1?

  • Andrea 30. 4. 2011 an 20:19

    In your face! Buchstäblich.

  • herpes 30. 4. 2011 an 21:13

    nice. eat your own shit.

  • Dr.Strangelove 30. 4. 2011 an 22:30

    Robert Rosenberg (Pornstar) hat das gleiche Tattoo. Ist mir als erstes aufgefallen. Schaue wohl mehr Porn als Boxen. Egal wie ‚evil‘ Filmstudios auch sein mögen… ich hoffe das der Tätowierer damit nicht durch kommt. Im Grunde ist es doch sowas wie „Product Placement“ ohne Geld dafür zu bekommen… bzw… ‚bestehendes Artwork‘ neu interpretiert.
    Spontan erinnert mich das an dieses eine Marilyn Manson Cover Artwork wo Manson Mickey Mouse Ohren trägt. Ich glaube da hat Disney gewonnen. So was ist scheiße. Wobei ich mir generell wünschen würde wenn Richter die Werke von Künstler mehr schützen würde. Die Werbeleute klauen regelmäßig bei Künstlern ganze Ideen (auch Bildideen, die nahezu identisch übernommen werden) und kommt damit durch.
    Absurd.

  • Dr.Strangelove 30. 4. 2011 an 22:34

    und btw… Mike Tyson hat übrigens im ersten Teil mitgespielt. Darüber ließe sich dann auch diskutieren… warum der dann so einen Schrieb unterzeichnet. (wurde von Crew schlecht behandelt, zu wenig Gage, keine Rolle im zweiten Teil, etc..)

  • Ken Takel 30. 4. 2011 an 23:49

    „Tyson“ = guter Film

  • burns 30. 4. 2011 an 23:58

    „Schweinsbraten“ = 28 mal Dödldrumpf. Und jetzt?…

  • Eskobar 1. 5. 2011 an 0:41

    Den Tätowierer sollte man für so ein langweiliges Motiv verklagen

  • y 1. 5. 2011 an 13:25

    Patent für Arschgeweih im Gesicht?

  • Binding 1. 5. 2011 an 15:52

    Dass sich die Filmemacher an Tysons Gesichtsverzierung orientiert haben, ist ja mehr als offensichtlich. Unabhängig von den juristischen Implikationen (und dem damit verbundenem Geschmäckle) sowie der tatsächlich überaus interessanten Frage, was eigentlich genau hinter der Idee der Filmemacher steckt, finde ich es äußerst erbärmlich, dass sich jemand ein Copyright auf so ein austauschbares Allerwelts-Tribal-Tattoo geben lassen kann. Das wäre ja so, als würde sich ein Friseur das Copyright für einen bestimmten Schnitt geben lassen. Unbelievable!

  • Akuya 1. 5. 2011 an 18:20

    Gibt wie gesagt mehrer Leute mit so nem Tattoo. Ich glaub es ist nur Werbung, najo :)

  • Dr.Strangelove 1. 5. 2011 an 18:53

    Binding: Moooooooment. Genau DA liegt das Problem. Eine Idee kann doch auch recht simple sein. Ist „Kunst“ nur schützenswert wenn man dafür 100 Helfer braucht und 30 Tage dran arbeiten muss?
    Erwin Wurm ist mit seinen „One Minute Sculptures“ das beste Beispiel. Da sitzt ein Mann auf einem Besen, oder dreht sich Eddings in Nase und Ohren, oder klemmt sich Plastikflaschen zwischen Beine und Arme. Oder versteckt sich in einem großen Pulli. Die Werbung/Modeindustrie kopiert teilweise exakt .. 1 zu 1 die Bilder von Erwin Wurm… um Schuhe oder Klamotten zu verkaufen. Die Bildideen finden sich auf dem Titel der Vouge und Co. Und natürlich lohnt sich ein Rechtsstreit gar nicht. Weil jedes Gericht sagt: Plastikflasche unter dem Arm zu klemmen, oder Edding in der Nase… das kann ja nun wirklich jeder.

    Kann natürlich nicht jeder! Also auf so simple und gute Idee kommen wie Erwin Wurm, deswegen klauen die Modefuzzies ja auch bei ihm anstatt sich selbst was cooles auszudenken.

    Und wie schützt man das nun? Es ist ähnlich wie die paar Töne bei dem Song „Dadada“ von Trio. Wenn das ganze Stück nur aus 2, 3 Tönen besteht… dann wäre ein sampling eben dieser paar Töne eben kein sampling mehr.. sondern geklaut. Oder nicht?

    Ich erinnere mich an so tolle Urteile wo jemand „Emicons“ für ein Handy designt hat… diese wurden dann geklaut und kopiert… (es waren 16 Farben smilies… 16 x 16 Pixel groß) .. und ein Gericht meinte: Das sei keine eigenes Design. Die Hauptidee stammt ja von einem Computer… bzw.. der Computer hätte diese Grafiken erstellt. (irgendwie so lautete der Richterspruch. Habe leider den Link nicht mehr).
    Nike Logo oder die 3 Adidas Streifen sind ja auch geschützt. Und das ist auch gut so.

    Und wenn jemand so ein albernes Tribal Tattoo schützen will… warum nicht. Man muss anerkennen das die Stelle .. so um das Auge herum.. ja schon ganz interessant ist. Und extra angepasst… aber natürlich bleibt es ein schwachsinniges Tribal Tattoo.

  • Julian 1. 5. 2011 an 20:34

    Ach du meine Güte. Das ist doch bloß Werbung für den Film und ihr diskutiert hier allen Ernstes?

  • Dr.Strangelove 1. 5. 2011 an 20:55

    stimmt.

  • Renington Steele 2. 5. 2011 an 3:53

    @ Strangelove: Ein herkömmliches Tribal, dessen einziges Alleinstellungsmerkmal sein zweifelhafter Träger namens Tyson ist, mit der Kunst von Erwin Wurm zu vergleichen ist, diplomatisch formuliert, hanebüchen. Auch die Vergleiche mit Logos hinken gewaltig, es geht hier nicht um Einfachheit, sondern um Schöpfungshöhe. Und ein solches Tribal hat mit Sicherheit keine schützenswerte Schöpfungshöhe.

    Aber vielleicht ist es auch explizit im Zusammenhang mit Tyson geschützt, das wäre der einzige Fall, der Sinn ergeben würde. Ich halte es jedenfalls auch für ’nen PR-Stunt, genau wie der zurückgezogene Trailer neulich”¦ wenn man keinen guten Film hat, muss man eben mit billigen Tricks arbeiten ;)

  • Dr.Strangelove 2. 5. 2011 an 9:49

    Renigton Steele: Stimme dir zu. Ich habe nur über die ‚Einfachheit‘ nachgedacht… es ist und bleibt ein doofes Tribal… und der Träger, bzw… die Position am Auge dürfte ein banales Tribal eben nicht zu was besonderen machen… wie eben ein Sportlogo oder minimal Art.

    Und PR-Stunt könnte gut sein. Ich erinnere mich an ein „Ok Go“ Musikvideos… wo sich die Band vehement über „geoblocking“ aufregt… und Tage/Wochen später erklärte das das genau so geplant was. Die haben das geoblocking selbst iniziert… auf youtube und Plattenfirma rumgehackt… bis die dann angeblich klein beigegeben haben. (Dabei waren die eingeweiht). So langsam nervt mich virales Marketing.

  • Doughnut 2. 5. 2011 an 13:10

    Ein Glück hat das Urheberrecht ein Verfallsdatum. Stellt euch mal vor, wenn jeder Furz, den jemand in den nächsten Jahrhunderten ablässt, als sein Eigentum gekennzeichnet wird, die Rechte daran weitervererbt werden und jeder Kreative ständig gegen unsichtbare Wände läuft, wenn er versucht, schöpferisch tätig zu sein.
    Das wär ja nicht zum Aushalten! Klar, Kreativität sollte belohnt werden, auch kommerziell, sonst wäre die Welt sehr schnell sehr viel langweiliger. Das Urheberrecht ist also ne feine Sache.
    Aber irgendwo ist es auch wieder ein Witz. Menschen mit ähnlichen geistigen Anlagen und ähnlichen Erfahrungen kommen meist auch auf ähnliche Ideen. Wir sind uns alle im Grunde doch ziemlich ähnlich und ich find es vermessen zu behaupten, meine Ideen gehörten nur mir allein, nur weil ich sie als erster hatte. Vom volkswirtschaftlichen Standpunkt aus sicher nachvollziehbar, aber auch ein klitzekleinwenig eitel und egozentrisch.

  • Binding 31. 5. 2011 an 16:15

    Habe den Film gesehen und kann nun eindeutig sagen, dass es ein PR-Gag ist. Es sei denn, der Tattoo-Mann hat völlig auf eigene Faust ohne Absprache mit Tyson gehandelt.