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Metropolis – Schnittbericht zur restaurierten 2010er-Fassung

17. 5. 2011, Jet Strajker, 10 Kommentare

Fritz Langs Monumentalmeisterwerk wurde Dank des zufällig gefundenen neuen Materials 2010 restauriert und bei der Berlinale uraufgeführt (wir berichteten). Die Jungs bei Schnittberichte haben jetzt einen umfassenden großartigen Vergleich zwischen der restaurierten Fassung von 2001 (bisher auf DVD erhältlich) und eben der neuen Version vorgenommen. Diese ist im Ausland bereits erhältlich und läuft bei uns derzeit in den Kinos (digital und als 35mm-Kopie!), in Berlin zum Beispiel im Delphi und FT am Friedrichshain. Die neue „Metropolis“-Fassung kommt der einstigen Kinoversion näher als alle bisherigen Veröffentlichungen. Pflicht für jeden auch nur annähernd cinephilen Menschen.

Schnittbericht:
Teil 1 / Teil 2

  • Silent Rocco 17. 5. 2011 an 18:17

    War ja schon ein wenig traurig, dass das gefundene 16mm-Material nicht wirklich genauso gut restauriert werden konnte, wie das restliche Material der wirklich fantastischen 2001er Version. Aber das ist Meckern auf hohem Niveau. Und dies ist sicher auch nicht die allerletzte Version dieses ersten Überblockbusters der Welt. Verdammt, ich hab sogar meine Selbständigkeit danach benannt. Bin riesiger Fan. Und empfehle auf diesem Wege auch gleichmal das Hörspiel. Absolut klasse.

  • rettich 17. 5. 2011 an 23:56

    „Pflicht für jeden auch nur annähernd cinephilen Menschen.“

    pah!

  • Silent Rocco 18. 5. 2011 an 0:04

    Rettich, ist einfach so. Punkt. Allem naiven Inhalt zum Trotz. Aber das Ding ist auch heute noch – 84 (!!!!) Jahre nach seiner Premiere – inszenatorisch schlicht atemberaubend. Wenn man das nicht sehen will, macht man auf Absichtsopportunisten und hat keine Ahnung von Kino.

  • Renington Steele 18. 5. 2011 an 0:35

    >Pflicht für jeden auch nur annähernd cinephilen Menschen.

    Indeed.

  • Kumi 18. 5. 2011 an 6:37

    »Pflicht für jeden auch nur annähernd cinephilen Menschen.«
    In der Tat. ´Nuff said.

    Rettich, was willst du hier?

  • Prof. Moriarty 18. 5. 2011 an 8:05

    Hol mir die BD am 14.10., z. Zt. habe ich die KulturSpiegel-Edition, es ist kaum zu glauben was Lang „damals“ erschaffen hat!

  • der alte Sack 18. 5. 2011 an 10:57

    Habs mal vor Jahren gesehen, Klassiker, aber restauriert? Was würde Lang dazusagen. Ist wie Stroheim-Filme die auch restauriert wurden. Fehlt nur noch eine 3-D Version von Panzerkreuzer Potemkin!!

    Das wärs doch und Michael Bay als Produzent. Dann gute Nacht..

  • Silent Rocco 18. 5. 2011 an 11:25

    Alter Sack, das scheinst Du falsch zu verstehen. Restauriert heißt, den Film so sehr wie möglich wieder auf Originalzustand zu bringen. Du hast vor Jahren sicher schon die tolle 2001er-Restauration geguckt. Davor gab es den Film praktisch gar nicht wirklich, zumindest nicht mit dem originalen Soundtrack und solch einem sauberen Bild. Und da der Film – weil er ein totaler Kassenflop war – nach der Premiere extrem zerschnitten wurde und dann auch noch die Filmrollen alle flöten gingen, ist man nun halt froh über den Fund der bisher noch fehlenden Szenen. Du siehst ihn jetzt also originalstmöglich. Und das ist doch eine wunderbare Sache.

  • Fluffy Bunny 18. 5. 2011 an 16:27

    Allein der Spezialeffekte und des Set-Designs wegen ein Meilenstein, klar ist die Handlung ein wenig bescheiden geraten, aber da der Film seine Aussage so klar auf der Zunge trägt muss er sich damit nicht verkünsteln. Wie schon berechtigt gesagt, der erste Blockbuster und ebenso der erste Effekt-Film der Kinogeschichte.

    In meinen Augen ebenso ein frühes cineastisches Muss wie Nosferatu, Dr. Caligari, Voyage dans la Lune und natürlich Potemkin.

    @Rocco – „originalstmöglich“ ist mir neu, das Wort klau ich und werds ab jetzt benutzen! ;-)

  • Binding 22. 5. 2011 an 15:54

    Was mich ein bisschen stört, ist die Vermarktung durch Warner Bros., die den Film ja in Deutschland verleihen: Im Trailer ist die Rede von der „Urfassung von 1927“ (was nicht stimmt, weil immer noch 9 Minuten fehlen), und dann wird der Film als „große Kino-Saga“ bezeichnet – wie lächerlich ist das denn??? Trotzdem ist es natürlich klasse, dass die restaurierte Fassung überhaupt nochmal ins Kino kommt. Ich hatte das Glück, die Live-Uraufführung in Frankfurt mit einem echten Orchester zu sehen.