Review

Hangover 2 (Review)

1. 6. 2011, Jet Strajker, 81 Kommentare

„It happened again.“

Originaltitel: The Hangover Part II
Herstellungsland: USA 2011
Regie: Todd Phillips
Darsteller: Bradley Cooper, Ed Helms, Zach Galifianakis, Justin Bartha, Ken Jeong, Paul Giamatti, Jamie Chung, Mason Lee, Mike Tyson
Jet Strajker
Renington Steele
Batzman

Nachdem Phil (Bradley Cooper), Stu (Ed Helms), Alan (Zach Galifianakis) und Doug (Justin Bartha) den schwersten Filmriss ihres Lebens halbwegs verdaut haben, reisen die vier einmal um die halbe Welt, um in Thailand die Hochzeit von Zahnarzt Stu zu feiern. Obwohl sich die (Noch-)Junggesellen geschworen haben, es nicht wieder zum Äußersten kommen zu lassen, wachen drei von ihnen nach einer durchfeierten Nacht in einem Hotelzimmer in Bangkok auf (aus irgendeinem Grund ist der vierte im Bunde, Doug, erneut nicht direkt ins Geschehen verwickelt). Wieder haben die Jungs keine Erinnerungen daran, was passiert ist, und wieder bringen ihre Exzesse unangenehme Konsequenzen mit sich. Und der irrelustige asiatische Schwule (Ken Jeong) ist auch wieder mit von der Partie.

Der männliche Ritus, sich zum Ende der Junggeselligkeit mit Freunden noch einmal richtig abzuschießen, bevor es dem heiligen Bund der Ehe beizutreten gilt, kann sehr amüsant sein. Darüber wurden schon diverse komische Filme gedreht, zum Beispiel eben die elliptische Katerkomödie „The Hangover“. Sie verstand die letzte große Bachelor Party als Erinnerungslücke, die ihre Protagonisten nach einem bösen Erwachen Stück für Stück und voller Verzweiflung zu füllen bemüht waren. Die enthüllten Details der folgenreichen Sausenacht bewegten sich zwischen schwer harmlos und leicht aufregend und führten am Schluss selbstverständlich zur ehelichen und freundschaftlichen Versöhnung zwischen Mann und Frau und – garantiert platonisch – auch zwischen Mann und Mann.

Nicht ohne finale An- wie Aussprachen, leicht sentimentalem Läuterungsgestus und etwaigen geschmacklosen Witz wiedergutmachender Harmonie folgte „The Hangover“ artig den neuerlichen Konventionen der US-Komödie, nach denen jedes Unheil stets wieder zur Ordnung gebracht und jede normative Verunsicherung gebannt werden muss. Selbst noch die verrücktesten Begebenheiten im Alkoholrausch könnten nie ernstlich einen Status Quo aufheben, denn im Männerwolfsrudel („The Wolfpack“) ist am Ende alles ungefährlich – und lustig natürlich sowieso. Dass die bemerkenswert langweilige, witzlose und himmelschreiend verklemmte Prollblödelei 2009 zum Überraschungshit des Jahres avancierte, versteht sich von selbst: Reaktionäre Doofheit war schon immer mehrheitsfähig, besonders beim amerikanischen Publikum.

Nun ist so ein besonders böser Kater nicht wirklich fortsetzungstauglich, erst recht nicht, wenn sich anschließend alles sogar noch zum Besseren wendet. Freilich aber musste Todd Phillips seine Spießerbande in Serie schicken und dem Hangover einen Part II hinterher kippen. Gemäß dem Niveau des Vorgängers greift das Sequel dessen einzige Idee wieder auf und lässt das Wolfpack nach einer durchzechten Nacht erinnerungslos zurück. Neue Stadt, neue Heirat, neuer Kater, alles noch mal nach Erfolgsrezept. Diese 1:1-Kopie des Erstlings ist tatsächlich noch einmal wesentlich tempoärmer als der ohnehin schon schnarchige Vorläufer und feuert seine Wahnsinnsgags dieses Mal im Dreiviertelstundentakt ab.

Man kann nicht sagen, aus „Hangover 2“ wäre irgendwie die Luft raus, denn das hieße ja, der erste Film sei kein Platten gewesen. Aber konnte man dort zumindest noch nachvollziehen, was das leicht zufrieden zu stellende und bierfreudige Jungs- und Jungmännerpublikum an der Geschichte attraktiv zu finden schien (Klemmi-Humor und ein kurzzeitiger Anflug von Normwandlung), lässt einen die Wiederholung eher ratlos zurück. Die durchschaubaren Versuche des Films, Ideen- und (offenbar auch) Lustlosigkeit mit noch zotigeren Einlagen im Ballermann-Modus abzuwehren, münden jedenfalls in abermals schlimmen Verunglimpfungen von Minderheiten und allem, was heterosexuelle Ängste auszulösen vermag.

Als Stu, einst zahnlos und nun auch noch durch ein Tattoo entstellt (auweia!), in Erfahrung bringen muss, während seines Rauschs Sex mit einem Transvestiten gehabt zu haben (und das auch noch in der Rolle des passiven Parts), sind sich seine Freunde und er einig, dass einem Menschen wohl nichts Schlimmeres im Leben widerfahren könne. Entsetzt stellt er fest, einen Dämon in sich zu haben, der ihn offenbar betrunken zu dieser Schrecklichkeit getrieben habe. Das Wolfpack vereinbart Stillschweigen auf Lebenszeit, und dann kommt auch schon wieder das lustige rauchende Äffchen um die Ecke, das dem Film ein ums andere mal aus der Misere helfen muss. Machwerke wie „The Hangover Part II“ setzen wohl endgültig einen biederen Schlusspunkt unter das Erbe von John Waters, der solche und andere Derbheiten einst subversiv in den Mainstream schmuggelte – nicht ahnend, zu welch fraglicher Konformität sie einmal beitragen würden.

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[gravatar email=“rene.walter@gmail.com“ size=“96″]Renington meint: Ich habe mir neulich den ersten Hangover zum ersten mal ohne Hangover angesehen und muss meine Meinung über den Film korrigieren. Hielt ich den Film bislang für eine weitere Prolo-Komödie a la Beerfest (mein Review dieses Machwerks ist nach all den Jahren immer noch als Statement zu lesen), so entpuppte sich Hangover dann doch als stellenweise wirklich witziger, handwerklich gut gemachter und stellenweise sogar recht einfallsreich – relativ zu seinem Genre. Und da Hangover 2 praktisch derselbe Film ist, kann man ihn nur genauso bewerten, minus einem halben Stern für die völlige Abwesenheit von Originalität.

Der Film erzählt exakt die gleiche Story unter ein paar halb veränderten Vorzeichen, ergeht sich in der Darstellung von dem, was Versicherungsvertreter für abgefuckt halten, bleibt dabei aber völlig harmloser Mainstream und bietet außer nur scheinbarer Grenzüberschreitung praktisch: Nix. Mission fullfilled, no movie to fuck around. Das macht er aber stellenweise recht lustig, zugegeben.

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[gravatar email=“kadewe1@gmx.de“ size=“96″]Batzman meint:

Ein Film der sowenig neue Ideen hat, wird zwangsläufig ähnlich beurteilt wie sein Vorgänger. Das Drehbuch scheint mit der Suchen und Ersetzen Funktion geschrieben worden zu sein, ansonsten ist im Grunde fast alles beim Alten. Vier grundunsympathische Typen, denen man allesamt die baldige Verleihung des Darwin-Awards wünscht, lassen im Rausch mal wieder ihren hinter Spießerfassaden gefangenen Kleinbürger-Wilder-Mann-Phantasien freien Lauf. Statt einem blöden Baby gibts diesmal den Affen aus Fluch der Karibik (wahrscheinlich hat er nix besseres angeboten bekommen) und statt Timing gibts mal wieder zotigen Witz, für Leute die es für shocking halten einen Pimmel zu sehen.

Einzig positiv ist, dass die Macher auch nicht mehr so wirklich versuchen lustig zu sein. Ein grimmer, schwarzer Unterton treibt den Film vorran und wirkliche Sympathie bringen anscheinend nichtmal die Schauspieler für die Figuren auf die sie darstellen. Der Film geht nicht mit ihnen, er betrachtet sie von außen, teilweise schon fast kopfschüttelnd, wenn sie neuerlich die Trümmer der Nacht zusammensuchen und herausfinden, dass Mönche entführen, das Tatoo eines geistig behinderten Boxers inken zu lassen, Tiersex und sich Bareback von Chicks with Dicks ficken lassen, sowie eine gepflegte Amputation die wahren Sehnsüchte sind, die echte Männer umtreiben, wenn sie mal wirklich loslassen wollen. Son zünftiges Honey, Ich habe dir was mitgebracht: AIDS – ist sicher genau das richtige für eine romantische Hochzeitsnacht. Wobei son richtiger Kerl, wartet mit der Überraschung sicher bis seine Angetraute mindestens einmal zünftig beschlafen hat, ehe ihr beichtet.

Schauspielerisch ist das alles durchschnittlich. Da das Drehbuch keinen wirklichen Drive entwickelt, wird auch von den Darstellern wenig verlangt außer irgendwie perma-fertig aus der Wäsche zu gucken. Den Rest erledigen die Kostüme und das Make-Up. Es ist im Grunde deprimierend, wie jemand grundwitziges wie Galifianakis (der erst jüngst in der schönen Psychatrie-Comedy „Its kind of a funny story“ mal wieder gezeigt hat war er kann) hier im absoluten Humorvakuum agiert – denn diesmal sieht nichtmal er wirklich aus, als würde er den ganzen Trip genießen. Genausowenig wie seine beiden Begleiter. Im Vorgänger war zumindest noch jene klemmige Art von Vatertagshumor spürbar, die Männer gerne verströmen wenn sie ihre Olle mal daheim gelassen haben um mit den „Jungs“ einen draufzumachen. Hier reagiert im Grunde nur Angst und Panik – und erst im Nachhinein wird sich das Ganze dann als romantische Erlebnistrip schön geredet, der in einer dümmlichen Rede wider das Spießertum endet, zu dem doch alle vier im Grunde ohne Wenn und Aber gehören.

Das der Abspann diesmal im Gegensatz zum Vorgänger auch gar keine Überraschungen oder wirklich deftigen Momente bereithält und eher für unruhiges Füssescharren, denn lautes Gelächter sorgte, passte dann zum Rest dieses Films, der wohl am besten mit Hangover II: The Cash-In betitelt worden wäre.

  • Jott 1. 6. 2011 an 19:27

    Oh Gott… Du armer Mensch! Hast du denn gar keinen Spaß im Leben? Du tust mir schon ein wenig leid…

  • Jet Strajker 1. 6. 2011 an 19:29

    Kann mich nicht beklagen, Danke der Nachfrage.

    Ein Ausrutscher auf ’ner Bananenschale ist lustiger als HANGOVER II.

  • Heiko findet Hangover gut!=D 1. 6. 2011 an 19:35

    …Toller Artikel, und vorallem so objektiv! …Leider kenne ich niemand der sich deiner Meinung anschließt – aus allen Altergruppen. Mir stellt sich bei dem Artikel die Frage bei welcher Art von Filmen du Spaß hast, welche dir gefallen, schmeißt den Autor raus, wer einen so genialen Film wie Hangover in Dreck zieht, wie du, hat es meiner Meinung nach nicht verdient auf dieser Seite seinen Bullshit in Worte zu fassen. Herlichen Glückwunsch – ein mieseres Review hab ich bisher noch nirgends gelesen.

  • Jet Strajker 1. 6. 2011 an 19:43

    Das lese ich bei jedem Review aufs Neue – muss dann nicht irgendwann einmal der intergalaktische Megamiesreviewstern explodiert sein?

    PS: Ich kenne viele, die HANGOVER I und II auch scheiße finden. Und nie war ich stolzer auf meinen Freundeskreis.

  • chris 1. 6. 2011 an 20:03

    Hmm, Jet, ich fand den ersten Teil auch schlecht und unwitzig. Beim zweiten musste ich aber wirklich oft herzhaft lachen. Ich kann Dein Review leider gar nicht verstehen. Warum hast Du so viel Subjektives mit rein gerbracht? Ich glaube eher, wer Hangover 1 nicht mochte, mag Hangover 2. Die Witze ziehen, weil die Atmosphäre besser als im 1. Teil dazu passt.
    „They don’t call it Bangcunt honey, it’s Bangkok.“

  • Jet Strajker 1. 6. 2011 an 20:05

    Warum sollte man den zweiten mögen, wenn man den ersten nicht mochte, das ist doch noch mal exakt der gleiche Film? Woran machst du das fest, außer an der „Atmosphäre“ (was sich mir nicht erschließen möchte, ob nun Bangkok oder Las Vegas, das spielt doch keine Rolle)?

    „Warum hast Du so viel Subjektives mit rein gerbracht?“

    Ich bin ein Subjekt. Objektive Filmkritik gibt es nicht.

    Außerdem hat mich der Film persönlich aufgeregt. Es wäre also unfair, scheinobjektive Gründe für das Nichtgefallen zu erfinden.

  • James G. 1. 6. 2011 an 20:06

    Menschen anhand ihres Filmgeschmackes beurteilen, Prost Mahlzeit!

  • Rosenkranz007 1. 6. 2011 an 20:09

    Man weiß wirklich nicht, was einen stärker erschüttert: die unfaßbare Dreistigkeit, denselben Käse nochmal durchzudrehen – oder die schafsdämliche Bereitschaft des Publikums, das nochmal gutzufinden. Ja, es wird eine Trilogie! Mindestens… Hat uns Fred Zinnemann nach „High noon“ noch mit „Higher noon“ und „Highest noon“ beglückt?

  • appetizingly 1. 6. 2011 an 20:31

    Mich erschüttert eher, dass noch immer so viele Jet für voll nehmen und auch nur versuchen ihn als Filmkritiker in irgendeiner Form ernst zu nehmen.

    Ich hatte sehr viel Spaß mit Hangover 2, kann es aber auch akzeptieren wenn es den Humor des ein oder anderen nicht trifft.
    Schlimm sind nur diese anmaßenden Würstchen, die sich für etwas besseres halten, weil sie Filme dieser Art nicht lustig finden (wollen).

  • Eskobar 1. 6. 2011 an 20:38

    1 Stern = Wird geguckt

    ;)

  • Jet Strajker 1. 6. 2011 an 20:43

    Ist zwar nur ein halber, aber trotzdem viel Spaß. :P

  • Dr.Strangelove 1. 6. 2011 an 21:01

    Hab‘ Hangover1 vor kurzem erst angeschaut… als ich hörte der Film so toll und gut sein soll.. und nun ein zweiter Teil rauskommt. Und ich fand Teil1 schrecklich lahm. Das einzig gute war die verpeilte Rolle von dem Dicken. Aber die geplanten Gags (Der Tieger) fand ich alle komisch verklemmt. Und das wo der Film die ganze Zeit „krass“ sein will. Trailer vom zweiten Teil sah doof aus. Review gefällt mir. 0,5 Sterne. Krass.

    Was Schwulenwitze angeht .. bzw.. Schwulenwitze in zusammenhang mit Homophobie so gibt es gute und schlechte Beispiel.

    Schlechtes Beispiel: „Keinohrhasen“. Die Szene am Taxistand wo der Humor darauf abziehlt.. das „sich von einem anderen Mann einen blasen zu lassen“ wohl das schrecklichste auf der Welt sein muss.

    Gutes Beispiel: „American Pie 2“. Zwei Lesben versprechen zwei homophoben Jungs das sie genau das machen werden.. was sie auch machen. Küssen sich die zwei Jungs mit Zunge.. versprechen die Lesben das sie sich auch küssen werden. Einfach genial.

    Von ner Transe gefickt zu werden… und das es wohl nichts schlimmeres auf der Welt gibt… omg. Das klingt echt flach, und ist einfach nur bescheuert.

  • MegaMaster 1. 6. 2011 an 21:02

    Finde den ersten Teil auch ziemlich überbewertet… n‘ paar ganz gute Witze sind ja drin, aber ein Kracher wie z.B. Superbad war’s meiner Meinung nach nicht.
    Vieles wirkte leider so erzwungen, konnte mich deshalb nicht so richtig schlapplachen.
    Nach dem Trailer für den zweiten Teil hab ich auch das Interesse verloren, das selbe nochmal und scheinbar wieder so aufgezwungen (…da passiert jetzt in dem Chaos noch das und dann geht nochmal was voll schief und jetzt bitte alle lachen…) – beim ersten Teil waren die Ideen wenigstens etwas originell, aber quasi das gleiche nochmal durchgekaut? Ich habe nichts gegen solche Filme (siehe Superbad), aber hier kommt der Witz irgendwie nicht so ganz bei mir an – deswegen kann ich die Reviewer auch verstehen.

  • Jet Strajker 1. 6. 2011 an 21:04

    @Dr.Strangelove:

    Zustimmung zu den beiden Beispielen!

    @MegaMaster:

    Ich finde SUPERBAD ist eine sehr andere Liga. Den fand ich einfach nur wunderschön.

  • Dr.Strangelove 1. 6. 2011 an 21:08

    Renington mein: „ergeht sich in der Darstellung von dem, was Versicherungsvertreter für abgefuckt halten, bleibt dabei aber völlig harmloser Mainstream und bietet außer nur scheinbarer Grenzüberschreitung praktisch: Nix“ < Besser kann man meinem Gefühl nicht Ausdruck verleihen das ich beim Anschauen von Teil1 empfand. Danke.

  • Dudley 1. 6. 2011 an 21:09

    Ich fand Hangover (den ersten) auch absolut unterirdisch, dämlich und unlustig. Das „Remake“ werde ich mir sicher nicht ansehen.
    Die beste Komödie der letzten 25 Jahre ist „A Fish called Wanda“.

  • MegaMaster 1. 6. 2011 an 21:09

    @ Jet Strajker: Jop, genau das denke ich auch – ist halt aus dem gleichen Genre, aber da haben sie alles richtig gemacht – und – vor allem richtig witzig!

  • Dr.Strangelove 1. 6. 2011 an 21:11

    Übrigens mag ich Superbad auch sehr. Zufällig beim zappen entdeckt und hängengeblieben. Der Film nimmt einen einfach mit auf eine Reise. Kann ich nur wärmstens empfehlen.

  • Doughnut 1. 6. 2011 an 22:11

    Hab bisher weder die Reviews noch die Kommentare gelesen, weiß aber schon jetzt, dass ich mich prächtig amüsieren werde dabei.
    5FF, was ich schon immer mal schreiben wollte, ich liebe euch, bei euch ist immer was los. XD

    Und nun aber dalli Jets Verriss lesen, ich muss ja schließlich wissen, auf welcher Grundlage die vorprogrammierte Schlammschlacht ausgetragen wird. *vorfreu*

  • Doughnut 1. 6. 2011 an 22:32

    Jupp, Review deckt sich mit meinen Erwartungen.
    Wie peinlich und lächerlich ist es allein schon, diese Truppe von Schissern als „Wolfpack“ zu bezeichnen? Da ist fremdschämen ja vorprogrammiert. Und als Gag der sarkastischen Sorte funktioniert das ebenfalls nicht, dazu wurden die Kerle schon in Teil 1 zu sehr mit Samthandschuhen angefasst. Wenn schon über Spießer lustig machen, dann bitteschön ohne Mitleid und nicht aus der Perspektive eines weiteren kleinkarierten Spießers.

  • Deschi 1. 6. 2011 an 22:49

    Soweit habe ich jetzt noch nicht gedacht, Jet: die Motive in Hangover als reaktionär einzuordnen und muss auch zugeben, dass ich mich bei der Erstsichtung im Kino mit dem enstdprechenden sozialem Umfeld gar köstlich amüsiert habe. Aber diese kritische Sichtweise nehme ich mir jetzt mal zu Herzen und werde den Film mal etwas kritischer anschauen.

  • moody 1. 6. 2011 an 23:14

    Bin damals durch den Veriss des ersten Teils, der selbst in meinem Freundeskreis als lustig bewertet wurde, auf FFF aufmerksam geworden, da die Review zu 100% mit meiner Meinung übereinstimmtete…wirklich der unlustige Scheiss, ohne Überraschungen, ohne Witz, ohne interessante Plot-Eigenschaften, selbst die „Auflösung“ am Ende, in der man nochmal die Szenen der Nacht sieht ist so herrlich bieder und witzlos, dass ich sprachlos war…einfach ein Film für Leute die auch über Barth lachen können und davon gibt es ja bekanntlich eine Menge (sorry wenn sich jemand auf den Schlips getreten fühlt, aber ich drücke nur mein Unverständnis aus und finde keine anderen Worte)

    Ich glaube, wenn ich aus meinen Alk-Odysseen einen Film machen würde, würde dabei wesentlich mehr rumkommen…
    Der Titel des Films verspricht einfach etwas, das er zu keiner Zeit imstande ist einzulösen. Ich hatte vielleicht auf mehr etwas in die Richtung von ‚Very Bad Things‘ erwartet…evtl. nicht mit ganz sovielen Toten und weniger Zynismus, aber immerhin etwas, das einen aufgrund seines derben und subversiven Humors überrascht und vor allem zum Lachen bringt…

    Naja, huldigt dieses banale Machwerk nur ruhig weiter, gibt mir die Möglichkeit mich überschwänglich erhaben zu fühlen…

  • Hans 1. 6. 2011 an 23:33

    moody sagt es einfach

  • Ferris Bueller 1. 6. 2011 an 23:35

    Ist von einer Transe gefickt zu werden schlimmer als von einem Mann/Homosexuellen gefickt zu werden? Oder wieso soll das das Schlimmste auf der Welt sein? Ist das noch schlimmer als von dem Äffchen mit nem Brandeisen gefickt zu werden? Sooo schlimm? Also ich geh auf jeden Fall nie nach Bangkok – danke „Hangover 2“!

  • Silent Rocco 1. 6. 2011 an 23:40

    Hangover 1 war dermaßen egal und trotz Grundpotenzial so ungenutzt, dass ich wirklich keinen zweiten Teil brauche. Wird entspannt ignoriert…

  • mein Senf 1. 6. 2011 an 23:58

    Leider liegt Jets Rezenssion ein fataler Konstruktionsfehler zugrunde. Er äußert in erster Linie ein Statement über sich selbst, und erst in zweiter Linie über den Film. Eine unerwachsene Arroganz sowie ein Geltungsbewusstsein, die/das ihn wahrscheinlich auf ewig an das Medium ”Internet” bindet. Mein Vorschlag:: Stell den Film in den Mittelpunkt und nicht dich selbst. BITTE: Besprecht den Film und nicht euch selbst und eure Überzeugungen, Einstellungen und Weltbilder.

    Bei Jets Hangover-Kritik schimmert dieses Geltungsbewusstsein eigentlich in jeder verdammten Zeile durch. Seht her: Der bin ich bzw. der und der bin ich ganz bestimmt nicht.

    Was ist so verwerflich an einem ”ist zwar nicht mein Ding, aber der Film funktioniert” So etwas hätte eine Größe, die mir hier leider noch nie untergekommen ist.

  • Silent Rocco 2. 6. 2011 an 0:13

    Nein, eigentlich geht nur „er funktioniert für mich nicht“ ;) Allgemein zu sagen, dass er funktioniere, ist nicht besser, weil falsch. Weil es auch viele Leute gibt, für die er das nunmal nicht tut.

  • Dr.Strangelove 2. 6. 2011 an 0:21

    Nein. Es muss mehr Leute geben die sich selbst in den Mittelpunkt stellen. Bitter mehr Subjekt statt Objekt. Es gab doch diesen Journalisten der Interviews frei erfunden hat. Das ging vielleicht ein wenig weit. Aber die/wir Deutschen sind so spießig wenn es um „Journalismus“ und „Kritik“ geht. Hunter S. Thompsons Gonzo-Journalismus findet leider viel zu selten statt.

    Wie oft liest man: „Die schönen Bilder entschädigen für die dünne Story.“ Oder „Für Genrefans umbedingt ein Muss“ … anstatt einfach mal zu schreiben der Film spießigen homophoben BWL Studenten gefallen wird.
    Dafür lieber ich ja auch die Filmzeitschrift Ray… die auch ab und an schreiben das ein Film einfach dumm ist.

    Natürlich ist es super den Grund für das Gefühl zu finden. Aber vielleicht merkt man dann eben auch schnell das man nicht der Zielgruppe entspricht. Und somit wird es eben ganz schnell zu einer persönlichen Sache. Aber das ist doch schön. Nur so kann eine Leserschaft überhaupt einen Autor finden den man eben zuhören mag, oder eben auch nicht. Macht bitte so weiter.

  • Hans 2. 6. 2011 an 0:30

    Wenn ein Film einer Person gefällt und einer anderen nicht, wie soll dann eine objektive Kritik aussehen? Und vor allem: Was soll sie bringen? Der einen Person wird der Film immer noch gefallen und der anderen nicht. Man muss sich eben die Kritiker raussuchen, die den eigenen Geschmack am besten Treffen.

  • Herr Je Mine 2. 6. 2011 an 0:37

    Das Einzige was man Jet vorwerfen kann, ist, dass Suckerpunch im Vergleich noch einen Viertel Stern mehr hätte bekommen müssen.

  • Dr. X 2. 6. 2011 an 1:49

    Was für eine verblasene bullshit-review. Der Film ist nur so mittel, kopiert die so schlecht nun auch wieder nicht umgesetzte Idee aus dem ersten Teil eins zu eins und fügt ihr nichts neues hinzu. Okay.

    Aber: Mir ist jede Komödie, die irgendwie – und sei es nur aus Profitstreben – versucht, den kleinen, meinetwegen verklemmten Versicherungsvertreter / Autoverkäufer von nebenan zu unterhalten, indem sie seine Lebenswirklichkeit spiegelt, auf den Kopf stellt und wieder zusammen setzt; (und was anderes sollte man bitte von einer HOLLYWOOD-MAINSTREAM-Komödie erwarten?) – jeder mittelmäßige Film der Welt ist mir lieber, als auch nur eine weitere Kritik eines (im wahren Leben mutmaßlich gar nicht mal so unverklemmten) Schreiberlings, der seinen Lebenssinn und überdies sein augenscheinlich wackeliges Selbstbewusstsein daraus bezieht, Filme nur deshalb schlecht zu finden, weil sie von Versicherungs-Vertretern und Autoverkäufern gut gefunden werden. Wer so ein Weltbild, eine derart unbegründete Arroganz gegenüber der Masse nicht spätestens nach Ende der Pubertät ablegt, hat deutlich mehr Probleme, als gerade einen langweiligen Film gesehen zu haben. Aber das gehört sicher nicht hier her…

  • Dr.Strangelove 2. 6. 2011 an 2:22

    Dr.X: Was?

  • Lucas Hater 2. 6. 2011 an 3:36

    Der Dr.X hat sicher ne Stunde gebraucht, um seinen Verriss zum Verriss adäquat einzuschwärzen^^

    Und jetzt Verreisse ich auch noch etwas, aber nicht die Reviews, denn suum cuique^^

    Achtung Getrolle^^ Mir gehen diese Homo-Komentare von Homos mit ihrer bek+++ten Homophobie-Debatte so derbst auf die E**r, dass ich mein Erbrochenes direkt über einen Trichter durch den Bildschirm reichen möchte! Das ist mindesten genauso widerlich für alle, wie für die meisten Heteros der Anblick zweier Männer die sich Ablecken^^
    Das hat NICHTS mit Homophobie zu tun sondern mit Ekel^^
    Ich finde Spinnen Ekelig, hab ich deswegen gleich ne Arachnophobie?

  • David 2. 6. 2011 an 8:53

    @ Lars: ja.

  • Kalle 2. 6. 2011 an 9:35

    Naja nach dem Review zum ersten Teil hätte man wissen müssen, dass der zweite Teil schlechter wegkommen muss. Schade, dass Mainstream hier als Schimpfwort genutzt wird. Das zeigt auch leider wie abgehoben man hier zu sein scheint. Und zum Punkt Subjektivität => Objektivität: Das Fehlen eines gewissen Maßes an Objektivität ruft halt solches Feedback hervor und lässt einen egozentrisch darstehen.

    Auf jeden Fall Danke für eure Mühen @Renington Steele und Batzman.

  • slowcar 2. 6. 2011 an 10:15

    Ich hatte immerhin was von dem Film, eure Reviews haben mich herzlich lachen lassen. Das war deutlich mehr als ich erwartet habe :)
    (Vom Film, nicht euch)

  • Dr.Strangelove 2. 6. 2011 an 12:38

    Mainstream (englisch für wörtlich “Hauptstrom”) bzw. Massengeschmack.
    Ich finde man darf das Wort ganz gerne auch als Schimpfwort benutzen. Wenn ich an Massen denke… denke ich an Erotikmessen, Fußballstadien, Hasenzüchtervereine, CDU, Mario Barth, Bildzeitung, Volksmusik, DSDS, Top10 Charts, etc.
    Oft ist es doch so das Mainstream generell scheiße ist… aber es Momente wo Massengeschmack und Qualität zusammenkommt. Wenn zum Beispiel Radiohead ohen Werbung mit neuen Alben sofort in allen Ländern auf Platz1 landen. Oder Kubrik hat es auch zu Kassenerfolgen gebracht. Es gibt bestimmt bessere Beispiel. Aber „Mainstream“ ist für mich persönlich erstmal negativ behaftet. Aber die Fünf Filmfreunde würden einen Film nie schlecht bewerten weil er die breite Masse anspricht. Aber das wurde in einem anderen Thread schon diskutiert.

  • Holzscheidt 2. 6. 2011 an 12:57

    Der Film ist wie der erste Teil einfach kake. Die Amis lieben Sexuall Humor und dazu gehören halt Filme mit besaufen, Party feiern etc.

    Aber irgendwie …ist das was man da sieht eher peinlich eventuell cool , manchmal lacht man, aber im Grunde ist Hangover einfach nur Mainstream (genauso wie Dr. Strangelove sagt)

    PS: In Deutschland lacht man mehr über fäkalhumor. Kleines Indiz dafür war und ist manchmal immer noch (in der Synchro) das Fuck zu Scheise o.ä. übersetzt wird.

  • kozure okami 2. 6. 2011 an 18:17

    Hangover 2? Oh mann, der erste Teil war ja schon sowas von selten unlustig. Kaum wahrscheinlich das der zweite besser sein wird. Trotzdem allen viel Spaß, die über so einen Humor lachen können.

  • Killedbill 2. 6. 2011 an 20:51

    Oh man, das Review ist einfach nur armselig, aber das kennen wir ja bereits von unseren erhabenen fuenf filmfreunden….

  • r3v 2. 6. 2011 an 22:16

    dr. X ist Versicherungsvertreter. Ist doch logisch.
    @a, b, c
    Objektive Reviews? *bwahahaha*
    Zum Film:
    Teil 1 war für mich nur gut weil ich die Hälfte des Filmes zu meiner Begleitung geschielt hab.. Ich vermute viele finden den nicht schlecht weil es einfach generell schon fast überrascht wenn mal was halbwegs anständiges im Kino läuft..

    Teil 2 wäre selbst dann schlechter als teil 1 wenn er exakt der gleiche Film wäre da einfach frische Ideen fehlen die den zweiten vom ersten abheben.
    Mein Rat an alle die mit Hangover2 Spaß haben wollen:
    Guckt euch den Trailer an. Langt.

  • buzz 3. 6. 2011 an 0:32

    Schöne Kritik. Im Netz wird nunmal nicht nach Intellekt sortiert, daher finden sich eben auch alle Meinungen hier in den Kommentaren wieder…

    Persönlich positionier ich jemanden der Hangover I & II ganz toll findet eben sofort auf meiner Menschenbewertungsskala. ;)

  • Julian 3. 6. 2011 an 2:03

    Ach du meine Güte, was ist denn hier wieder los?

    Ich fand den ersten ganz witzig, bräuchte den zweiten aber weder im Kino, noch generell zu sehen und wenn er denn mal irgendwann im FreeTV läuft, werde ich ihn dennoch sehen.

    Aber wie sich hier manch einer auf den Schlips getreten fühlt? Abgesehen davon, dass jede Kritik zutiefst subjektiv ist, ist das hier nun mal ein Blog. Wer hierher kommt, sollte sich dem subjektiven Charakter der Beiträge doch bewusst sein.

    Außerdem frage ich mich immer wieder, wen Filmkritiken derart jucken können? Wenn mir ein Film gefällt, gefällt er mir, daran ändert auch keine Kritik etwas.

  • Frantic 3. 6. 2011 an 2:11

    @Julian
    Du regst Dich also auf, dass sich die anderen aufregen, gefälltst Dir aber selbst in der Pose desjenigen, der über den Dingen steht? Und das musstest Du jetzt alles aber wirklich mal ganz dringend loswerden? Gähn…

  • fringer 3. 6. 2011 an 13:21

    @ Holzscheidt (Kommentar 37)
    Da muss ich dir vollkommen recht geben. Bei Stab 6.. ähh.. 7 ach nee Scream 4 wurde das regelrecht zelebriert. Aus FUCK und DAMN wird dann halt einfach mal SCHEISSE übersetzt. Habe aber trotzdem sehr gelacht als der SCHEISS Travor, gar nicht am SCHEISS Telefon war und die doofen Cops den SCHEISS Bruce Willis nicht was Wasser reichen konnten. Insgesamt war der Film SCHEISS Unterhaltsam und somit besser als Hangover 2 :P

  • Björn 3. 6. 2011 an 14:10

    Kann dem Review nur zustimmen. Hangover war schon scheiße, und Hangover 2 ist die gleiche Scheiße für 5 Minuten in die Mikrowelle gestellt. Besonders schade für Galifianakis, der ansonsten eher der Typ für den unkonventionellen Humor ist.

  • Mayhem 4. 6. 2011 an 1:51

    Wundert euch das Verreißen des Filmes wirklich? Kann in bestimmten Punkten zustimmen, in anderen nicht. Aber das interessiert hier ohnehin niemanden, und das ist auch ein wenig der Punkt:

    Jeder soll sich selbst ein Bild machen, wenn er denn will und sich nichts von vermeintlichen „Kritikern“ Meinungen ins Hirn blasen lassen.
    Mich kotzt diese ständige Arroganz einiger Leute so dermassen an. Man braucht sich nicht für etwas besseres halten, nur weil man Hangover(2) nicht lustig findet, ihr müsst euch auch den Hintern abwischen Leute, insofern. Ich finde Mario Barth primitiv, dumm und peinlich, kann aber zeitgleich stellenweise über Hangover(2) lachen. Paradox? Nein. Individueller Humor, und der kann eben facettenreich sein.
    Man weiß doch ganz genau auf was man sich einlässt, wenn man sich den zweiten Teil eines Hangover anschaut. Ich habe nichts erwartet. Sollte man ja auch in der Regel lieber nicht tun sondern sich einfach drauf einlassen. Wenn ich irgendeinen tiefsinnigen Film sehen will, dann schaue ich mir garantiert nicht diesen Streifen an. Für plattes Unterhaltungskino, dass ich mir auch gerne hin und wieder gebe, ist der Film optimal.

  • christoph 4. 6. 2011 an 13:58

    Ich find ’s fein, dass es Kommentatoren wie Dr. Strangelove und Silent Rocco gibt. Sich immer wieder gegen den wütenden Mob im Internet zu stellen ist mir zu anstrengend.
    Wieso sind euch Lesern diese Reviews eigentlich so wichtig? Da hat jemand ’ne andere Meinung zu ’ner Sache, die eigentlich ziemlich, ziemlich unwichtig ist. Ich versteh ferner nicht, wieso Jet als arrogant abgestempelt wird. Er sagt nicht, dass „Lieschen Müller“ blöd ist. Er sagt, dass IHM die Filme, die für Frollein Müller gemacht werden zu reaktionär, eierlos und dumm sind. Die Meinung muss man ja nicht teilen, aber mir ist es unverständlich, wie die einem, äh, unverständlich sein kann.
    Wollt ich mal kurz loswerden. Weitermachen.

  • Mr. Hankey 4. 6. 2011 an 15:24

    Teil 1 hat Jet sicher nicht verstanden. Da gibt es genug Kritiken, die mehr als gut wiedergeben, warum gerade „Hangover“ sehr wohl eine intelligente und äußerst witzige Komödie ist, gerade auch weil sie am Ende eben nicht alles wieder auf Anfang stellt, so wie Jet meint.

    Aber Teil 2 ist wirklich äußerstes Mittelmaß. Keinerlei neue Ideen, die Witze sind etwas krasser, aber nicht wirklich witziger und hier muss am Ende wirklich alles gut ausgehen. Bin da auch so bei 2,5 Sternen und das Jet nur nen halben Stern gibt, ist nachvollziehbar, wenn man ihn persönlich kennt.

    Ich für meinen Teil kenne auch viele, die Teil 1 sehr gut und Teil 2 nur mittelprächtig finden. Darf ich da auch stolz auf meinen Freundeskreis sein? ;)

  • Jet Strajker 4. 6. 2011 an 15:39

    Nein.

  • Fettschürze 4. 6. 2011 an 19:31

    @Jet Strajker:
    Danke für das treffende Review!

    „Langweilige, witzlose und himmelschreiend verklemmte Prollblödelei“ ist exakt das, als was ich diese Filme wahrgenommen habe und es gibt wahrlich ne Menge Leute, die das ähnlich sehen. Wer sich dazu gut amüsiert dem sei es ja gegönnt und ihr dürft auch meinen Humor scheiße-blöd finden aber kommt mal damit klar, dass manche Leute andere Vorstellungen von Unterhaltung haben als Ihr und unterstellt Kritikern nicht den Film „nicht verstanden“(!) zu haben. Ist ja peinlich.

  • burns 4. 6. 2011 an 20:02

    @christoph: Vergiss es. Mir wurde eigentlich erst durch viele Kommentare bei den FFF bewusst, wie viele unreife, ichbezogene arme Würstchen auf Gottes weiter, bunter Flur herumlaufen, die sofort persönlich werden, wenn man – und sei es noch so gut begründet – ihre Lieblingskalauerkomödie nicht gutfindet.
    Das Schlimme ist: Mich schockiert das immer wieder aufs Neue.

    Vielleicht könntet Ihr intelligenz-quotient-technisch halben Portionen mal anfangen, zwischen Eurem eigenen „Gefällt mir“ und Kommentaren von Leuten, die handwerklich AHNUNG von Film haben, zu unterscheiden?…

  • SIC 5. 6. 2011 an 12:26

    war gestern im kino und muss sagen das hangover 2 einfach schlecht ist… mir kam höchstens ein schmunzeln aus wegen alan.
    die fotos am schluß waren das lustigste vom ganzen film.
    der erste teil ist um einiges besser…

  • Binding 5. 6. 2011 an 17:24

    Der erste Teil hatte auf jeden Fall einige originelle Ideen und hat daher unterm Strich mehr Achtung verdient. Bei Teil 2 kann man da mangels Originalität natürlich schon zu einer ganz anderen Einschätzung kommen, aber man kann ihn trotzdem auch wieder ähnlich gut finden (falls man das beim ersten Teil überhaupt hat). Dass es sich bei der Reihe weder um cineastische Meisterwerke noch um intelligente Komödien handelt, dürfte niemand ernsthaft bezweifeln wollen. Mehr ist dazu eigentlich nicht zu sagen. Ich bereue den Kino-Abend mit Teil 2 nicht – auch wenn ich jegliche Kritik im Prinzip teile. Verteidigen will ich den Film aber trotzdem nicht. Ich fand lediglich die Meditations-Sequenz mit den Kinder-Darstellern wirklich gelungen.

  • DMP 5. 6. 2011 an 23:40

    @47: zustimm!

    Man mag jetzt von dem Film halten was man will, ich für meinen Teil habe ihn vor ein paar Tagen mit meiner Freundin im Kino gesehen und wir waren beeindruckt durch die Reaktionen im Publikum. Ich weiss jedenfalls nicht mehr wann ich das letzte mal im Kino Applaus und standing ovations erlebt habe…

  • Heinz 6. 6. 2011 an 11:30

    „Kommentar von DMP am 05.06.2011 um 23:40 Uhr:
    Ich weiss jedenfalls nicht mehr wann ich das letzte mal im Kino Applaus und standing ovations erlebt habe”¦“

    Dies ist mir zum Glück nur einmal wiederfahren, da macht man sich doch so seine Gedanken um die Zurechnungsfähigkeit der Anwesenden……

  • 1972 6. 6. 2011 an 12:20

    Der Film ist einfach nur genial…………

  • David 6. 6. 2011 an 15:55

    Dass man darüber überhaupt diskutieren muss…..

    Hangover 1 war bei Weitem der konservativste, lustloseste, fremdschamerregendste Antihumorstreifen der letzten Jahre.

    3 zutiefst nutzlose Arschlöcher die ihrem völlig belang- und espritlosen Dasein mit so viel Verachtung gegenüberstehen, dass nur noch der totale Exzess als Katharsis dienen kann, indem es dann auch folglich keine moralischen, ethischen oder vernünftigen Grenzen mehr gibt – fernab von den lieben Verwandten, auf die man ja eigentlich sowieso scheisst. Allein: Man ist an sie gebunden und traut sich dann doch nicht wirklich, diese unglückseelige Verbindung zu lösen. Man gewöhnt sich an diese permanente Entmannung, denn nichts anderes stellt ein Normalo-Leben ohne Nutten und Koks ja dar, oder?

    Dass die Gags im ersten Teil so unfassbar schonmaldagewesen sind, dass sie mich eher wütend machen als aufheitern, werfe ich dem Streifen ja nicht mal vor.
    Bzw. täte ich das nicht, wenn er nicht von Unmengen von debilen Proleten gefeiert würde, als sei er tatsächlich „intelligent und witzig“, wie ein offenbar unter schweren Sedativa stehender User hier irgendwo schrieb.

    Jedoch verkennt der abgestumpfte Fan beim Genuss von „Hangover“ nur allzu gerne, was für einen verklemmten, höchst zynischen Abschiss von einem Film er da gerade angesehen hat.
    Hangover ist ja gerade NICHT „gewagt“, nur weil er „Titten“ und „Pimmel“ durchs Klassenzimmer brüllt. Vielmehr ist er ein Lobgesang auf die institutionalisierte Verklemmheit einer Generation von Mario-Barth-witzig-Findern, die die kleinbürgerliche Karnevals-Mentalität vom Aufknopfdruckwitzigsein schon mit der Muttermilch aufgesogen haben. Wenn ein solcher Film ein überwiegend positives Echo beim Kinopublikum erzeugt, ist dies nur eins: Demaskierend

    Allzu deutlich wird das, wenn in Teil 2 erwähnt wird, dass der pädophile (witzig!!) Alan zwischen der Handlung der beiden Teile kaum sein Zimmer verlassen habe. Der infantile, Tittenfixierte Triebtäter in uns, das Gegenstück zur Boxoffice-Arbeiterdrohne wird im Käfig weggesperrt, damit das als Stillstand empfundene Alltagsleben funktionieren kann. Ebenso muss er aber natürlich auch bei Gelegenheit befreit werden – als Katharsis eben. Wenn man bedenkt, wie fanatisch dieses von Hangover gezeichnete Menschenbild hier verehrt wird, darf man sich eigentlich über nichts mehr wundern.
    Ach du Scheiße, Leute.

  • Fluffy Bunny 6. 6. 2011 an 16:23

    @ Post Nr. 8 – „Rosenkranz007“

    „…die unfaßbare Dreistigkeit, denselben Käse nochmal durchzudrehen – oder die schafsdämliche Bereitschaft des Publikums, das nochmal gutzufinden.“

    Ich schätze mal in’s Blaue hinein, daß ich Dir Nachts um 3:27Uhr, im Halbschlaf, ohne Mühe, ca. 20 Filme oder mindestens 6 Filmserien aufzählen kann, die genau das tun – mit unerwartet, verdammt großem Erfolg. Franchises funktionieren exakt so und nicht anders…

  • Jott 6. 6. 2011 an 20:17

    @David: Schön, ne? Wenn man mal so richtig abkotzen kann, die riesige geistige Kackwurst abseilen kann, die schon sooo lange quer sass und endlich mal sowas von raus musste… Wenn man seinen Hass auf die Horden strunzdoofer, grenzdebiler Asis, die die Dreistigkeit besitzen, einer Herde Schafe gleich ins Kino zu stürmen, sich Popcorn und Cola saufend auf den Sitzen herumfläzen und sich amüsieren… Wenn man all das mal loswerden kann…
    Jaa, das muss eine Wohltat sein: Endlich den Kopf wieder frei zu haben!
    Ich freu mich für dich. Passt ja jetzt wieder jede Menge Hass rein…

  • Mark 6. 6. 2011 an 21:08

    Ich persönlich fand den ersten Hangover extrem witzig, aber natürlich muss man sich auf das Niveau „herablassen“, ist also nicht jedermanns Sache. Ich bin jetzt mal gespannt auf den zweiten Teil, der ja beinahe schon ein Remake zu sein scheint… ein paar Lacher werden mit Sicherheit dabei sein, freu mich also drauf!

  • bale 6. 6. 2011 an 21:38

    eins beunruhigt mich aber… da hat doch tatsächlich jemand geschrieben: „wer teil 1 scheiße fand wird teil 2 lieben!“

    wenn das so ist müsste hangover 2 mein neuer lieblingsfilm werden!

    teil 1 war ein humorverbrechen bei dem ich nicht einmal die mundwinkel hochgerissen habe. das witzigste an teil 1 war wirklich der tuntige zwergen-chinese .. aber nicht im film selbst sondern der „humor-freestyle“ in den deleted scenes.

    sinnloser offtopic-fact nr. 347:
    bei bradley cooper geht es mir übrigens genauso wie bei schweighöfer. immer wenn ich ihn sehe, möchte ihm einfach in die fresse schlagen!

  • Binding 6. 6. 2011 an 21:57

    @ bale: „Ohne Limit“ fand ich aber dennoch ziemlich geil. Und darin ist er auch nicht nur der nette Sunnyboy …

  • Jet Strajker 6. 6. 2011 an 21:59

    LIMITLESS war überragend. Und Cooper darin ein überraschend souveräner Leading Man. Eines der wenigen Jahreshighlights bisher.

  • David 7. 6. 2011 an 8:24

    Anbei: Woran erinnert diese Argumentationsstruktur? –>

    „Gefällt mir ganz und gar nicht!“
    „Ach das gefällt dir nicht? Du verreist es sogar? Das MUSS Hass sein! Unsachlicher, von tief innen kommender Hass. Du bist aus Prinzip dagegen!“

    :-D

  • David 7. 6. 2011 an 8:26

    Anbei: Woran erinnert diese Argumentationsstruktur? –>

    „Gefällt mir ganz und gar nicht!“
    „Ach das gefällt dir nicht? Du verreist es sogar? Das MUSS Hass sein! Unsachlicher, von tief innen kommender Hass. Du bist aus Prinzip dagegen!“

    :-D

    Anbei eine humorvoll umgesetzte Videorezension zum Machwerk „Hangover 2“, die meine Meinung 1zu1 wiedergibt und sich auch mit Jets Auffassung nicht beißen sollte – wenngleich sie sich eines etwas anspruchsvolleren Tonfalls beifleißigt. Nicht böse sein, Jet! =)

    http://www.youtube.com/watch?v=FL98MZF7Png

  • David 7. 6. 2011 an 9:42

    Anbei eine humorvoll umgesetzte Videorezension zum Machwerk ”Hangover 2”³, die meine Meinung 1zu1 wiedergibt und sich auch mit Jets Auffassung nicht beißen sollte – wenngleich sie sich eines etwas anspruchsvolleren Tonfalls beifleißigt. Nicht böse sein, Jet! =)

    youtube.com/watch?v=FL98MZF7Pn…

  • appetizingly 7. 6. 2011 an 17:28

    @Jott
    Danke!
    Traurig ist nur, dass das auf 90% der „aktiven“ FFF-User zutrifft.

  • Iahora 9. 6. 2011 an 17:15

    Fühlte mich von Teil 1 gut unterhalten, was ja auch die Erwartungshaltung an Mainstream-Komödien sein sollte. Ich gehe eher selten in Mainstream-Komödien und erwarte intellektuell anspruchsvolle Kost.

    Teil 2 kann man als Remix betrachten, der als Zugabe gespielt wurde. Nichts Großes, nichts Neues. Aber auch nicht so schlecht, wie hier zu lesen war. Im Kino saßen meines Wissens auch nicht nur Versicherungsvertreter. Wie dem auch sei, ich konnte lachen. Mehr wollte ich auch nicht.

  • Moep 10. 6. 2011 an 0:09

    Guter Artikel zur Welle der Bromance Comedies:
    https://www.nytimes.com/2011/05/29/magazine/the-hangover-and-the-age-of-the-jokeless-comedy.html?_r=2&pagewanted=1

  • Kong 20. 6. 2011 an 13:32

    Ach Leute, vieleicht fehlt den „Intellektuellen“ unter euch einfach der Bezug :D
    Ich hab in meiner studenten Zeit in einigen Bars und Vereinen ( meist mit ner Bar^^ ) gearbeitet, und ich kann mich viele der Sachen sehr sehr gut rein versetzen…zbs das Suchen nach einem Freund, ich kann nicht an 4 haenden abzaehlen, wie oft das passiert ist.
    Und wie bescheuert dicht man sein kann, nur durch Alkohol…und ner kleinen Menge Ritalin…

    Das mag vieleicht nen krasses Beispiel sein, aber es gibt sicher viele Leute, die sich mit wenigstens einer Szene aus den beiden Teilen identifizieren koennen.
    Und wenn man einmal diese Huerde genommen hat, und danach darueber lachen kann…kann man auch ueber den Rest lachen…

    Dann gibt es aber auch die Leute die sich einfach unterhalten lassen wollen, ohne nachzudenken, gut gemachte Bloedeleien sind halt witzig, siehe Beverly Hills Cop 1 und 2…

    Leute ich kann euch nur eins empfehlen, fuer alle die nen bischel verkampft sind, und den Sinn der Filme nicht so recht auf sich wirken lassen wollen/koennen…
    Macht nen Junggesellenenabschied bei uns in Berlin^^
    Ohne Plan, ohne Geldsorgen ( legt zusammen, bzw spart ), ohne Skrupel, vieleicht ne Woche vor der Hochzeit:D
    Zieht durch die Clubs, nehmt euch 2 Tage frei und ab geht die Sause!

    Frei nach dem Motto: nischt muss, alles kann!!!
    Wir nicht einmal in seinem Leben, richtig ueber die Straenge schlaegt hat nicht gelebt und Stirbt einsam und verbittert als Filmkritiker!^^

  • Jimi 21. 6. 2011 an 13:43

    Also, ich finde jedes einzelne Review völlig unzureichend.
    keins wird dem Film irgendwie gerecht.
    Und das sage ich als absoluter Mainstream-Kino-Hasser.
    Ich find es prinzipiell schrecklich wenn ich eine Meute gröhlender Spinner mit hochgeklapptem Polohemd-Kragen und ihrer Mieze unterm Arm in ein kino reinrennen sehe.
    Da kann man sich die New-Kids´schen Kommentare à la „Oida, hahaaa! is das fett! sonen Filmriss hat ich auch shcon!“ schon bildlich vorstellen..
    Aber wie zumindest Renington schon angedeutet hat: Die Machweise is gut und die Story bietet das nahezu perfekte Korsett für unglaublich viele, teilweise wirklich geniale Witze!
    Dabei wird hier von allen kritisiert, was bei Waynes World 2 zB von vielen gefeiert wurde: Das eigentliche „Story-Gerüst“ ist dasselbe.
    Dabei wäre es aber totaler Bullshit zu sagen, dass der Film praktisch der gleiche ist!
    Über jeden Gag musste ich lachen als wäre er völlig neu, WEIL ER DAS AUCH WAR!
    Dieses Prinzip klappt nunmal super episodisch! Hier gehts nicht darum, dem Zuschauer ein Komplexes Meisterwerk anzudrehen oder eine spezielle Message rüberzubringen, es soll eine solide BROmance-Komödie sein.
    Und das Ergebnis ist in meinen Augen Hangover 2.0, und ich kann mir sogar gut vorstellen, noch bei Hangover 3.0 zu lachen.
    man weiss, wie es beginnt, man weiss wie es endet, aber nicht jeder Gag ist vorhersehbar oder unkreativ.

    Ihr teilt diesbezüglich übrigens eure Meinung mit der idiotischen amerikanischen Boulevard-Presse, die den Film ähnlich verrissen hat, obwohl er unglaublich viel eingespielt hat.
    In der Süddeutschen fand ich allerdings einen Artikel über den Film, der mir aus der Seele gesprochen hat:
    Es handelt sich um den mutigen Schritt, eine Meta-Komödie zu produzieren, die diese Tatsache immer wieder selbst karrikiert.
    „Schatz, es ist schon wieder passiert.“ . „was zur Hölle stimmt nicht mit euch?!“
    oder : „hey! Letztes mal war er auf dem Dach!“

    ich verabschiede Mich mit den Worten:
    That´s the Reason why its called BangCock.

  • Jan 1. 7. 2011 an 10:47

    oh lustig, ein affe

  • Thomas 6. 7. 2011 an 10:56

    Ich hab den Film erst gestern gestehen und ich fande Ihn einfach nur super lustig! ich hoffe bloß das der junggesellenabschied von meinem Freund nächste Woche nicht so ausartet :-)

  • Sandra 16. 7. 2011 an 22:00

    Ich würde dem ersten Teil die Note sehr gut geben.
    Der zweite war gut und ich glaube auch das wir bei dem dritten Teil noch
    genug zu lachen bekommen.
    Es ist doch auch MAL schön an einem Wochenende den Alltag hinter sich zulassen und in die Filmwelt einzutauchen.

  • cerb 21. 7. 2011 an 21:56

    Junggesellenabschied ist das Allerletzte!

  • mo 5. 8. 2011 an 19:04

    Oh,

    danke… der Artikel stellt mein inneres Gleichgewicht wieder her. Ich mußte letztens entsetzt verstellen, das ein paar Kollegen, die ich ansonsten überhauptnicht für Vollidioten halte, Hangover 1 & 2 ganz supi fanden.

    Schön, das es dann jemanden gibt, der mein ganzes Unbehagen bei den Streifen , so on Point in Worte kleidet .

  • svenman 9. 8. 2011 an 23:03

    Also… Ich lese erst seit heute die reviews dieser seite. Mir gefallen die meisten Filme, die hier zerissen werden, muss aber dazu sagen das ich die Kritiken genauso unterhaltsam und lustig finde :-D … Vor allem beim Batzmann muss ich öfter nal lachen obwohl ich seine Meinung nicht teile ;-) … Weiter so Jungs

    Würdet ihr jeden Film in den Himmel loben wärs ja auch langweilig

    wie hiessen die alten opas in der muppetshow noma ;-) ?

  • Doughnut 21. 8. 2011 an 0:39

    Weil das ganz entfernt auch hier rein passt, mal ganz unverschämt die Frage:
    Wo bleibt der Review zu Brautalarm?
    Hab den heute gesehn und für mich ist das die Komödie des Jahres. Ganz toller Film, genialer Humor. Hangover isn Scheiß dagegen.

  • Doughnut 21. 8. 2011 an 0:42

    @ svenman:
    Statler und Waldorf
    LEGENDÄR!
    https://www.youtube.com/watch?v=WjakglxCHWw

  • Christian 6. 4. 2012 an 10:09

    Ich weiß nicht, aber Hangover 2 traf überhaupt nicht mein Geschmack. Konnte darüber kaum lachen, ist irgendwie nicht meine Art von Humor…