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Academy Awards 2012: Die Nominierungen

24. 1. 2012, Jet Strajker, 54 Kommentare

Die Oscarnominierungen 2012 wurden soeben bekannt gegeben. Die 84. Verleihung des Hollywoodfilmpreises findet am 26. Februar statt.

Best Motion Picture of the Year

Hugo
The Artist
The Descendants
Extremely Loud and Incredibly Close
The Help
Midnight in Paris
Moneyball
The Tree of Life
War Horse

Best Achievement in Directing

Terrence Malick (The Tree of Life)
Alexander Payne (The Descendants)
Michel Hazanavicius (The Artist)
Martin Scorsese (Hugo)
Woody Allen (Midnight in Paris)

Best Animated Feature Film of the Year

A Cat in Paris
Rango
Puss in Boots
Kung Fu Panda 2
Chico & Rita

Best Foreign Language Film of the Year

A Separation (Nader and Simin)
Footnote
Monsieur Lazhar
Bullhead
In Darkness

Best Performance by an Actor in a Leading Role

Demian Bichir (A Better Life)
George Clooney (The Descendants)
Jean Dujardin (The Artist)
Gary Oldman (Tinker Tailor Soldier Spy)
Brad Pitt (Moneyball)

Best Performance by an Actress in a Leading Role

Glenn Close (Albert Nobbs)
Viola Davis (The Help)
Rooney Mara (The Girl with the Dragon Tattoo)
Meryl Streep (The Iron Lady)
Michelle Williams (My Week with Marilyn)

Best Performance by an Actor in a Supporting Role

Kenneth Branagh (My Week with Marilyn)
Jonah Hill (Moneyball)
Nick Nolte (Warrior)
Christopher Plummer (Beginners)
Max von Sydow (Extremely Loud and Incredibly Close)

Best Performance by an Actress in a Supporting Role

Berenice Bejo (The Artist)
Jessica Chastain (The Help)
Melissa McCarthy (Bridesmaids)
Janet McTeer (Albert Nobbs)
Octavia Spencer (The Help)

Best Writing, Screenplay Written Directly for the Screen

The Artist (Michel Hazanavicius)
Bridesmaids (Annie Mumolo & Kristen Wiig)
Margin Call (J.C. Chandor)
Midnight in Paris (Woody Allen)
A Separation (Asghar Farhadi)

Best Writing, Screenplay Based on Material Previously Produced or Published

Tinker Tailor Soldier Spy (Bridget O’Connor & Peter Straughan)
The Descendants (Alexander Payne & Nat Faxon &
Jim Rash)
Hugo (John Logan)
The Ides of March (George Clooney & Grant Heslov & Beau Willimon)
Moneyball (Steven Zaillian & Aaron Sorkin)

Best Achievement in Cinematography

Hugo
The Artist
The Tree of Life
War Horse
The Girl with the Dragon Tattoo

Best Achievement in Editing

Hugo
The Artist
The Descendants
Moneyball
The Girl with the Dragon Tattoo

Best Achievement in Art Direction

The Artist
Harry Potter and the Deathly Hallows Part II
Hugo
War Horse

Best Achievement in Costume Design

Anonymous
The Artist
Hugo
Jane Eyre
W.E.

Best Achievement in Makeup

Albert Nobbs
Harry Potter and the Deathly Hallows Part II
The Iron Lady

Best Achievement in Music Written for Motion Pictures, Original Score

War Horse (John Williams)
Tintin (John Williams)
Tinker Tailor Soldier Spy (Alberto Iglesias)
Hugo (Howard Shore)
The Artist (Ludovic Bource)

Best Achievement in Music Written for Motion Pictures, Original Song

„Man or Muppet“ (The Muppets)
„Real in Rio“ (Rio)

Best Achievement in Sound Mixing

Drive
The Girl with the Dragon Tattoo
Hugo
Transformers III
War Horse

Best Achievement in Sound Editing

Drive
The Girl with the Dragon Tattoo
Hugo
Transformers III
War Horse

Best Achievement in Visual Effects

Harry Potter and the Deathly Hallows Part II
Hugo
Real Steel
Rise of the Planet of the Apes
Transformers III

Best Documentary, Features

Hell and Back Again
If a Tree Falls: A Story of the Earth
Liberation Front
Paradise Lost 3: Purgatory
Pina
Undefeated

Best Documentary, Short Subjects

The Barber of Birmingham: Foot Soldier of the Civil Rights Movement
God Is the Bigger Elvis
Incident in New Baghdad
Saving Face
The Tsunami and the Cherry Blossom

Best Short Film, Animated

Dimanche/Sunday
The Fantastic Flying Books of Mr. Morris Lessmore
La Luna
A Morning Stroll
Wild Life

Best Short Film, Live Action

Pentecost
Raju
The Shore
Time Freak
Tuba Atlantic

(via)

  • MegaMaster 24. 1. 2012 an 16:32

    Kein Fincher, kein Reznor? (gut dafür Rooney und massig in den unwichtigen Kategorien)

  • tobi 24. 1. 2012 an 16:34

    Schade, Kirsten Dunst hätte ich eine Nominierung gegönnt. Bin der Meinung ohne von Triers „Witz“ hätte sie auch eine bekommen.

  • Silent Rocco 24. 1. 2012 an 16:36

    Drive nur im Sound. Lächerlich.

  • Jet Strajker 24. 1. 2012 an 16:39

    Ach, das passt schon so. Maximal Albert Brooks wäre noch verdient gewesen.

  • burroughs 24. 1. 2012 an 17:06

    wow – Hugo mit 11 Oscars nominiert – da bin ich jetzt echt gespannt…

  • Schorsch 24. 1. 2012 an 17:15

    Also wenn der Woody Allen Film und The Help unter den nominierten „Best Pictures“ zu finden sind, dann hätte da Drive locker rein gehört.

    Insgesamt wurde wieder viel zu wenig in den unterschiedlichen Kategorien unterschieden. Das Filmjahr hatte erstaunlich gute Filme zu bieten, und am Ende werden dann die Preise nur unter drei großen aufgeteilt? Das finde ich schade. „the Artist“ mag ja gut sein, aber dass er am Ende alles abräumt (so vermute ich) wird dem ganzen dann nicht gerecht.

    Die Kategorie „Best Picture“ wurde extra aufgestockt, und dennoch findet sich dort nichts überraschendes. Dabei wäre dies doch mal die Chance auch etwas unbekanntere Filmkunst ins Licht zu holen.

  • Ranor 24. 1. 2012 an 17:21

    Mal schauen ob man TF 3 endlich den verdienten Oscar im Bereich Visual Effects zugesteht…

    Aber immerhin können Hardliner unter den Filmmusikfreunden aufatmen, da Reznor & Ross nun in diesem Jahr definitiv keinen Oscar bekommen werden.

  • Ferris Bueller 24. 1. 2012 an 17:27

    Genau die richtigen Oscars für den Jet, wo er doch „Midnight in Paris“, „The Help“ und „The Artist“ so hasst und auch von „Hugo“ und „War Horse“ nicht allzu viel hält.

  • JimJoo 24. 1. 2012 an 17:38

    hätte nicht gedacht, das The Ides of March so untergeht und Gosling war eigentlich auch ein sicherer kandidat für best actor….

  • Turtle 24. 1. 2012 an 17:56

    Muss gestehen, dass ich von den als Bester Film nominierten noch keinen gesehen habe. Interessant, dass Fincher, Clooney und Gosling so wenig/gar nicht oben dabei sind.

  • Achi 24. 1. 2012 an 18:01

    wurde nicht ne riesen-kampagne durchgezogen, dass andy serkis endlich mal als bester darsteller nominiert wird?

  • Oli 24. 1. 2012 an 18:05

    Drive hätte definitiv eine Nominierung in Best Motion Picture verdient gehabt.
    Die Kategorie ist doch groß genug!

    Und was ist eigentlich mit J. Edgar?
    Ist der so schlecht, dass er komplett ignoriert wird?

  • Dom 24. 1. 2012 an 18:11

    Was finden eigentlcih alle an Hugo. War gespannt auf den Film. Als ich aber letztens den Trailer sah haben meine Freundin und Ich sponntan gedacht. Was das fürn blöder und seichter Kinderfilm. Ohne das abzuwerten aber der sah doch stark langweilig an.

  • jp 24. 1. 2012 an 18:20

    Das sieht schwer nach Scorsese aus, Director / Best Film – auch weil es der einzige 3D Film ist. Malick wäre eine Überraschung, aber verdient (is‘ mir egal ob ich für den Kommentar gleich Prügel beziehe – TREE OF LIFE ist großartiges Kino), und vermisse ebenfalls DRIVE, vor allem noch in der Kategorie Schnitt.

  • eayz.net 24. 1. 2012 an 18:27

    Oscar-Nominierungen 2012…

    Die Nominierungen für 84. Academy Awards sind heute veröffentlicht worden und ich trage mir das tatsächlich jedes Jahr in meinen Kalender ein. Die Liste könnt ihr euch hier auf der offiziellen Webseite oder etwa hier bei den Filmfreunden ansehen. Der C…

  • Vas 24. 1. 2012 an 19:07

    Wenn Ronney Mara und nicht Meryl Streep den Oscar bekommen sollte, heule ich vor Wut! Eh völlig überflüssig dieses Millenium-Remake…

  • Nitpicker 24. 1. 2012 an 19:14

    Kann mir nicht vorstellen, dass Mara den Goldjungen bekommt — wofür? Sicher, sich mal vor der Kamera nackig zu machen ist nicht jedermanns Sache, aber davon abgesehen war ihre Performance nun nicht sonderlich bemerkenswert.

  • Vas 24. 1. 2012 an 19:19

    Deswegen Nitpicker, da würde ich echt staunen, sollte es so kommen
    Hey, kann es sein, dass die Uhrzeiten unter den Kommentaren nicht stimmen?

  • jp 24. 1. 2012 an 19:24

    @Vas: Sommerzeit ;-)

  • mo 24. 1. 2012 an 20:10

    Hoffe stark, dass „Bullhead/Rundskop“ den Oscar holt. Vor einem Jahr auf der Berlinale gesehen, denke noch heute dran. Und Jonah Hill ist jetzt Oscar-nominiert…oha!

  • KodyMonstah 24. 1. 2012 an 20:28

    Jonah Hills Nominierung ist ein Witz. Schauspielerisch war da in Moneyball keine überbordende Performance zu sehen.

  • Jet Strajker 24. 1. 2012 an 20:34

    Der eigentliche Skandal ist, dass TINTIN nicht als bester Animationsfilm nominiert wurde. Völlig unverständlich.

    @Ferris Bueller:

    Bin eigentlich ganz zufrieden. Hast wohl nicht bedacht, dass die Nominierungen für TREE OF LIFE (bester Film 2011) und TINKER TAILOR SOLDIER SPY (bester Film 2012, bis jetzt^^) für mich alles aufwiegen. :)

  • tobi 24. 1. 2012 an 20:50

    Da fällt mir auf: Gott des Gemetzels hätte man auch nominieren können. Irgendwie ein Witz die Oscars dieses Jahr.

  • Oli 24. 1. 2012 an 22:11

    @Jet Strajker:
    Dass TINTIN nicht nominiert ist verstehe ich auch überhaupt nicht!
    Gibt meiner Meinung nach keinen plausiblen Grund, warum er nicht nominiert wurde.

    TINKER TAILOR SOLDIER SPY ist doch nur unter Bester Hauptdarsteller nominiert!?!

  • jp 24. 1. 2012 an 22:49

    Allein Gary Oldman’s Brille in TINKER TAILOR SOLDIER SPY hätte noch eine eigene Nominierung verdient. Aber TINTIN hätte nicht nur nominiert gehört, sondern wie bei den Globes auch gewinnen müssen – dürfte jetzt schwer fallen… unverständlich.

  • amigr01 24. 1. 2012 an 23:08

    da waren ja letztes jahr wesentlich spannendere filme dabei.

  • droggelbecher 24. 1. 2012 an 23:10

    Extremely Loud and Incredibly Close?!?
    https://www.imdb.com/title/tt0477302/
    6.2
    https://www.rottentomatoes.com/m/extremely_loud_and_incredibly_close/
    51% (top critics)

    Den Film der die Hintergrundgeschichte zur Nominierung näher beleuchtet würde ich mir gerne anschauen…..

    Dass Drive nicht nominiert wird war klar und keine wirkliche Überraschung…Genrefilm halt.

  • Flo 24. 1. 2012 an 23:12

    Bret von Flight of the Conchords ist für einen Oscar nominiert! Das erste Mal das ich mich für die Original Song Kategorie interessiere.

  • burns 24. 1. 2012 an 23:14

    Ich bin eigentlich nur drüber erstaunt, dass alle hier die Oscars, inklusive der Nominierungen und der tatsächlichen Vergabe, und somit die Juroren dahinter, immer noch ernstnehmen und als Instanzen beim Bewerten von Filmen ansehen.

  • Tintin 24. 1. 2012 an 23:22

    Animators don’t like Mo-Cap. Das dürfte Tintins fehlen erklären…

  • Doughnut 25. 1. 2012 an 0:11

    @Flo:
    Nun gut, „Life’s a happy song“ ist zwar imo nicht wirklich auf einer Stufe mit dem, was er bei Flight of the Conchords großartiges fabriziert hat, aber bei „Man or Muppet“ schwingt dieser geniale Humor dagegen richtig mit, für den ich auch das Kiwi-Duo so liebe… und an sich auch die Muppets, anarchistischer Nonsense-Humor mit null Respekt vor irgendwas ist ja auch deren Steckenpferd.
    Ich drück ihm jedenfalls die Daumen.

    Und jetzt zieh ich mir zum bestimmt 20. Mal „Humans are dead“ rein. :)

  • Jet Strajker 25. 1. 2012 an 0:30

    @Oli:

    Hauptdarsteller, adaptiertes Drehbuch, Musik = drei. :-)

  • ALex 25. 1. 2012 an 0:37

    @burns: ditto

    Ich selber halte die Oscarverleihung auch für eine langatmige Selbstbeweihräucherung von einem Schnarch-Verein. Dennoch kann man nicht leugnen, das es genug Leute gibt die sich einen Film im Kino angucken, weil er 7 Oscars im Lotto gewonnen hat. Das da Ab-und-zu mal ein guter Film ’ne Trophäe abbekommt, ist nur ein lustiger Zufall.

  • Oli 25. 1. 2012 an 0:39

    @Jet Strajker:
    Ja hab ich dann auch noch gesehen ^^
    Aber ich meinte auch eher, dass er nicht als Bester Film nominiert ist.

  • DonnyDollar 25. 1. 2012 an 3:13

    Ein Film wie Moneyball wurde nominiert ich glaub das nicht….. und das sogar in 5 Kategorien….!?!?! DIE OSCARS SIND EIN WITZ….

    Der Film ist so schlecht ich kann das gar nicht in Worte fassen.
    „Die Indianer von Cleveland“ ist ungefähr 1,8millionen mal besser als dieser Streifen.
    Moneyball auf den Europäischen Markt zu veröffentlichen ist ne Dreistigkeit.
    Es ist so als ob der 1.FC Köln ein Film darüber macht wie gut ihr TalentesuchSystem funktioniert in der FussballWelt.

    Die Leute in Europa werden echt verarscht…. bzw. nicht nur in Europa so ziemlich in jedem Land ausser den USA. Baseball hat sein Fame nur in den USA.
    Keiner von euch kann mir sagen er Baseball interessant findet. Ich will nicht sagen das es nicht totale scheisse ist aber bevor diese Sportart hier Populär wird dauert es noch ungefähr 100Jahre. Achja und nicht nur in Deutschland sondern überall.

    aber zurück zum THEMA….

    Ein FILM über JÜRGEN KLOPP wäre 100milliarden mal besser als über diesen ******ten Typen der dieses bekloppte System entwickelt hat.

    HIER MAL SPOILER FÜR ALLE !!!!!!!!

    KURZ ZUSAMMENFASSUNG VON MONEYBALL….

    Statistik-Effizienz-Spieler-Such-System revolutioniert den Baseball.
    Leider ist mehr von der Umkleide zu sehen als vom eigentlichen Spiel um das es geht.

    „Drive“ und „So ziemlich beste Freunde“ sind Hammer Filme guckt euch lieber diese im Kino an als den Mist.

  • Alex 25. 1. 2012 an 8:52

    Ich denke auch, dass Tin Tin wegen Mo-Cap rausgefallen ist.

    Das J.Edgar nicht dabei ist, wundert mich auch ein bisschen, im Endeffekt aber schon korrekt so. Ist ein netter FIlm, aber mehr auch nicht.

    Trent/Reznor nicht dabei ist auch ok. Der Titeltrack ist zwar nett, aber insgesamt kein Vergleich zu Social Network.

    Bin mal gespannt, wie viele Oscars Artist am Ende bekommt. Kann mir schlecht vorstellen, dass die „Hauptoscars“ an einen französischen Schwarz-Weiß-Stummfilm vergeben werden…

  • Dr.Strangelove 25. 1. 2012 an 12:30

    Nominierung überflogen. Oscars halt. Kinderfilm, Actionfilme, ein wenig Autorenkino… und DER Pseudo-Kunstfilm schlecht hin: „The Artist“. Erschreckend das mich nicht ein einziger Film in der Liste anspricht. Vielleicht eben „Tree of Life“ (den fand ich aber scheiße… Christenkacke .. mit Zeugen Jehova Motiven am Ende. ) Und vielleicht schaue ich mir den Film von Woddy Allen irgendwann im TV an. Genau wie die restlichen Filme.

    Bin eher gespannt was die Berlinale so bringt. Seid ihr eigentlich auch wieder vor Ort? Bitte ja!

  • jp 25. 1. 2012 an 13:49

    @ Dr.S: Den Christenkacke-Vorwurf an TREE OF LIFE hätte ich gerne mal erklärt bekommen. Der Film zeigt die Evolution, Darwin, wie soll das denn zu Christentum passen? Weil die Mama gläubig ist und die Familie mal in der ist sind und von Hiob erzählt bekommt? Bisschen dürftig. Am Ende sehe ich weder Orange noch Wachturm-Ladies am Strand stehen, nur ’n Haufen Leute und einen Türrahmen. Vielleicht etwas Eso alles, aber christlich? Ne.

  • Dr.Strangelove 25. 1. 2012 an 14:19

    Das Christentum lehnt Darwin nicht komplett ab. Der Papst hat ja auch vor Jahren irgendwie die Urknalltheorie akzeptiert. Ebenso Darwin und Co. Was ist den im Film zu sehen? Planeten und Dinosaurier. Das passt alles wunderbar zum Christentum. Auch zu Atheisten. Die Bilder sind okay.
    ..
    Am Ende sehe ich schon eher biblische Motive. Alles ist hell erleuchtet. Menschen aller Altersgruppe und Hautfarbe sind vertreten. Alte Menschen sind auf einmal wieder jung! Man reicht sich die Hand. Und eine Maske (!) gleitet in die Tiefen des Wassers hinab. (In der Bibel steht doch irgendwo geschrieben das der Mensch zu Lebzeiten eine Maske trägt.. und mit dem Tod legt er sie ab). Allein die Tatsache das ein Leben nach dem Tod gezeigt wird. Ist das nun christlich, hmmmm. Oder nur esoterisch?
    ..
    und dann die Texte im Film. „Gott gibt, Gott nimmt .. blah blah blah“. Themen Schuld, Unschuld. Wüste = schuld, trauer, andächtigkeit. … Grüne Blätter und die Wellen des Meeres = Leben. Billige Symbolik… die vielleicht nur esoterisch sind… aber auch die Bildsprache der Bibel ist. „Dürre kommt übers Land“ .. blah blah blah.
    Ich bin dem esoterischen gar nicht abgeneigt. Und habe auch nichts dagegen einen Film anzuschauen wo der Protagonist eben Christ ist. Aber der Film beschränkt sich ja nicht darauf sondern geht direkt auf den Zuschauer los. Für mich hatte das ganze schon was von einer Gottesdienstpredigt.

  • jp 25. 1. 2012 an 14:32

    Es wird aber nie gesagt, dass es sich um das Jenseits handelt. Die Zeit wird aufgehoben. Niemand muss das christlich interpretieren. Ich halte den Film für von jeder Religion interpretierbar, je nachdem womit man aufgewachsen ist. Klar liegt da bei uns das Christentum nahe, aber auf Symbole, die nicht aus der Natur sind, wird verzichtet, ebenso auf „Überirdisches“ wie, ach weiß der Geier, Engel, Jesus…

    Für mich war am faszinierendsten, dass man im Hauptteil dabei zusieht, wie man Dinge lernt, Laufen, Lesen, Eifersucht (auf den kleinen Bruder), Mitleid, Scham – das zieht sich als roter Faden durch den ganzen Film. Die Offtexte sind möglicherweise auch schlecht übersetzt, schließlich ist da öfter mehrdeutig von „father“ und nicht „Gott“ die Rede, und tatsächlich der Vater gemeint. Malick spielt auch damit, es werden Fragen gestellt, aber nicht beantwortet. Die Fragen haben mehr gegenwärtigen Charakter, des sich erinnernden älteren Bruders, und was damit anfängt bleibt jedem überlassen.

    Und das Malick keine Filme ohne Naturbilder machen kann, wissen wir nicht erst seit TREE OF LIFE. Bilder und Schnitt sind einfach der Hammer.

  • Oli 25. 1. 2012 an 15:07

    @Alex: Ok aber wenn Motion Capture so gut gemacht ist, wie in TINTIN, verstehe ich die Ablehnung nicht. Es bleibt ja ein Animationsfilm.
    ..
    J. Edgar habe ich selber halt noch nicht gesehen.
    Es wundert mich nur, dass ein Film von Eastwood, mit Di Caprio in der Rolle des J. Edgar Hoover so untergeht. Nicht nur bei den Oscars. Sondern generell.
    Da hatte man doch vorher mit einer sicheren Hauptrollen-Nominierung für Di Caprio gerechnet.
    ..
    @DonnyDollar:
    Du kommst aber noch klar oder? :D

  • Dr.Strangelove 25. 1. 2012 an 15:59

    Kommentar #39: OMG, ja, es wird NICHT behauptet das es sich um das Jenseits handelt. … also.. ähm.. da fehlen mir echt die Worte. Das ist so als würde ich dir ein Bild von zwei nackten Menschen (Mann und Frau) auf einer grünen Wiese unter einem Baum zeigen…. und du würdest sagen: Da steht aber nirgendwo geschrieben, nie gesagt das das Adam und Eva sind.

    Schade das der Regisseur nicht vorher ein Schild in die Kamera hält mit der Aufschrift: „Der Himmel“. Ich finde es absolut lächerlich wie manche versuchen die ganze christliche Symbolik aus den Film zu nehmen. Jede zweite Kritik drehte sich darum. Und schon regen sich Leute drüber auf… das die ALLE den Film einfach nicht verstanden haben.. und es höchstens esoterisch ist. Im Grunde ist es auch egal. Bei einem Hakenkreuz denke ich auch zu erst an die Nazis. Ui. Ist nun mal so. Und bei dem grellen Licht, Menschen die sich an den Händen fassen. Alt, Jung. Der Maske die ins Wasser fällt. Das sind für mich Bilder vom „JENSEITS“. Und es ist so wie das christliche Jenseits beschrieben wird. Und genau so wurde hat es der Regisseur gefilmt.

    Die Familiengeschichte war ganz nett. Aber leider viel frei. Die Weltraumbilder gehen viel zu lang. Sean Penn 1000 fach in kalten Hochhäusern zu zeigen.. und später in der Wüste ist einfach nur lächerlich. Brad Pitt schiebt sein Unterkiefer nach vorne. Absurd. Die Figuren stehen leidend auf der Wiese. Im nächsten Moment umarmen sie sich. Der Vater ist streng. Das wars.

    Malick’s ältere Filme fand ich super. Die Naturbilder passten da auch gut rein. Bei Tree of Life fände ich es schön wenn jemand mal die Aufnahmen mitzählen würde, wo Sonnenlicht durch Baumwipfel strahlen. So eine Aufnahme kam gefühlte 50-mal in dem Film vor. Ebenso diese Meereswelle. Wenn man das 50- mal in den Film schneidet hat das einfach keine Wirkung mehr. Für mich ist es Film ein einziger christlicher Werbefilm. Mit dem Gefühl ging ich aus dem Kino.

  • Sans_Soleil 25. 1. 2012 an 16:08

    @ The Tree of Life und Malick. Ich finde ebenfalls, dass seinen Werken weniger christliche Aspekte als vielmehr ein zutiefst pantheistisches Weltbild zugrunde liegt. Pantheismus bildet sozusagen das Fundament all seiner Filme auf dem er mit seinen Ideen und jenen von Heidegger und Wittgenstein ganz großartige Meditationen über eigentlich alle Dinge kreiert. Wichtig ist ebenfalls, dass nicht jedes seiner Werke für sich betrachtet wird, sondern erst der Reichtum seiner Gedanken sich im Kontext seines gesamten Schaffens finden lässt. Dann wird sich auch erst der Sinn, vor allem von TTOL erschließen.
    Ich empfinde seine Filme eher als eine Art sanfte Kritik an der Religion für ein offeneres weiteres Weltbild, vielleicht sogar eine sanfte Form des Atheismus. Hier ist es wichtig ganz genau zuzuhören. So lauten die ersten Worte in TTOL nicht „There are two ways through life…“ sondern „The nuns taught us there are…“. Was ja im Verlauf des Films widerlegt wird. Malicks Filme sind in ihrem Kern voll von tiefer Ehrfurcht vor dieser schöpferischen Kraft, die in der Natur herrscht. Denn bei ihm hat nicht Gott das Leben geschaffen, vielmehr ist das Leben selbst Gott. Außerdem baut Malick in TTOL sogar die Endosymbiontentheorie ein, welche wohl eher nicht mit dem Christentum vereinbar ist. Auch der Tod bildet keine Form der Erlösung sondern, wie in TTRL und TNW, ist es erst die Erkenntnis Teil eines Wunders zu sein, die dem Tod sein hässliches Gesicht nimmt. Das Leben mit all dem Leid und düsteren Momenten das es mit sich bringt, aber eben auch all seiner Schönheit, der Seele, der Nächstenliebe, der Fähigkeit über Dinge zu staunen, die Liebe einer Mutter zu ihrem Kind. „All things shining“. Gerade die letzten drei Worte von TTRL beschreiben so gut welche enorme Kraft in Malicks Werken wohnt.
    Übrigends benennt Malick in seinem Drehbuch die Strandszene als „Shores of eternity“. Auch hier sollte man an die Worte aus TTRL denken die lauten „Maybe all men got one big soul everybody is part of…“ oder TNW wo es heißt „You are our mother. We are your field of corn. We rise from out of your soul.“ Mit christlichem Gedankengut hat das nur sehr wenig zu tun. Das Wichtigste ist nicht sofort die Rollläden runterfahren wenn man Gott hört, denn es benötigt ungemeine Offenheit damit seine Filme als Projektionsflächen unserer eigenen Gedanken funktionieren. Und dann erkennt man vielleicht das Genie das dieser Kerl besitzt.

  • jp 25. 1. 2012 an 16:21

    @ Doc: Die Sonne kommt deshalb ständig durch die Baumwipfel, weil das eine der „Regeln“ ist, nach denen Malick seit THE NEW WORLD arbeitet – kein künstlich gesetztes Licht verwenden, und Schauspieler immer im Gegenlicht filmen. Hat den Vorteil, dass man verschiedene Szenen und Tageszeiten(!) zusammen schneiden kann, und so ist er im Schnitt freier.

    Bei Licht, Menschen die sich an der Hand nehmen und Nackten unterm Baum denke ich eher an Sex, als an Adam und Eva oder das Jenseits ;-)

    Die Szenen am Strand interpretiere ich für mich als zeitlos, weil das Alter der Darsteller springt. Jenseits? Warum nicht, kann für mich aber auch gerne ein Traum sein. Noch mal: der rote Faden ist „Lernen“ – und das war für mich an der Stelle „das Loslassen können“ eines geliebten Menschen. Ohne Kreuz, Rosenkranz, Davidstern, Halbmond oder sonstigen Mumpitz.

  • Jet Strajker 25. 1. 2012 an 17:17

    „Was ist den im Film zu sehen? Planeten und Dinosaurier. Das passt alles wunderbar zum Christentum.“

    In der Bibel kommen keine Dinosaurier vor.

  • Dr.Strangelove 25. 1. 2012 an 17:28

    omg. Bitte meinen ganzen Beitrag lesen. Da steht klar und deutlich das ich DIESE Bilder nicht für christlich finde, bzw .. das diese Bilder mit dem Christentum vereinbar sind. Deswegen schrieb ich „das passt alles wunderbar zum Christentum“.
    ..
    Und zu „jp“. Klar. Das Ende des Films ist ein Traum. Ein Traum der halt nur zufällig 3, 4 christliche Symbole vereint. 1. Alle zusammen, / Alt und Jung wechseln sich ab !, bzw.. spielen keine Rolle. Ebenso die Hautfarbe nicht, 2. Helles licht. 3. Maske fällt ins Wasser. (Die Maske die der Mensch zu Lebzeiten trägt) …4. Man hält sich an den Händen und schaut vertrahlt ins Licht!.

    Wenn du bei zwei nackten Menschen unter einem baum, mit Apfel und Schlange an Porno denkst.. statt ans Paradies dann ist das eben so. Aber wenn andere da das Paradies erkenne ist das eben so legitim.

  • jp 25. 1. 2012 an 17:34

    Ej, von Schlange und Apfel war eben noch nicht die Rede!! Dann ist die Schlange halt das „Gemächt“ und der Apfel in Ermangelung einer Kippe das Obst danach. Ich dachte auch nicht an Porno, sondern an Sex, und ob der im Paradies stattfindet oder nicht ist mir egal, so lange er nur höllisch gut ist ;D

  • KodyMonstah 25. 1. 2012 an 22:22

    @DonnyDollar:

    In Moneyball geht’s gar nicht um Baseball an sich, daher ist der auch nur schwer mit den Indianern von Cleveland vergleichbar. Interessiere mich null für Baseball und fand ihn dennoch ziemlich interessant. Verfolge die NBA, wo es mit Daryl Morey von den Houston Rockets einen ähnlichen Fall gibt, der auf spezielle Statistiken achtet. Für mich ging Moneyball eher in Richtung Social Network, nur dass ich den mangels Interesse ultraschnarchig fand.

  • Samira 25. 1. 2012 an 22:44

    If 2012’s Oscar-nominated movie posters told the truth.“
    Haha. Das reinterpretierte Poster zu „Tree of Life“ finde ich gut getroffen.

    http://www.theshiznit.co.uk/feature/if-2012s-oscar-nominated-movie-posters-told-the-truth.php

  • ZSSnake 26. 1. 2012 an 11:35

    Zu J. Edgar:

    Hab den Film gesehen. Sehr guter Film, ein echter Eastwood. Aber vor allem DiCaprio hat einfach nur perfekt gespielt. Da ging gar nichts drüber. Mit Leib und Seele gespielt. Also da wäre die Nominierung auf jeden Fall angebracht gewesen. Allerdings hatte der Film in den USA (auch und vor allem wegen der relativ klaren Thematisierung der Homosexualität Hoovers) viele Kritiker, die vor allem daran anstoß nahmen. Ich könnte mir vorstellen, dass das mal wieder die Oscar-Strafe für Risikobereitschaft ist.

  • chris 26. 1. 2012 an 13:25

    bin immer wieder erstaunt wieviele leute probleme damit haben, wenn religiöse motive in einem film auftauchen. es handelt sich bei tree of life schliesslich um keinen „missionierungsfilm“ oder dergleichen…
    genau diesselben probleme hatte tarkovsky damals mit seinem film „opfer“, seine interpretation eines martyrers löste auch eine große diskussion aus.

    sobald ein film nihilistische oder atheistische züge aufweist scheinen sich mehr leute mit einem film identifizieren zu können.

  • Thies 26. 1. 2012 an 13:26

    Komisch, dass noch kein Kommentar die ausgelassene zehnte Nominierung für den besten Film erwähnt hat, oder habe ich da was überlesen. Denkt die Academy wirklich das es keinen weiteren auszeichnungswerten Film im letzten Jahr gegeben hat oder ist das als symbolische Leerstelle im Sinne von „hier bitte ihren Lieblingsfilm einfügen der sowieso nicht gewonnen hätte“?

    Und warum die Beschränkung auf zwei Songs? Okay, Randy Newman hatte offenbar keine Zeit um für „Cars 2“ wenigstens eine Variation von „Our Town“ zu schreiben, aber gab es wirklich keine anderen Songs? Und wenn, wäre es dann nicht einfacher den Oscar schon vorab den Muppets zu überreichen?

  • Oli 26. 1. 2012 an 18:25

    @ZSSnake:
    Genau das ist es, was ich vermutet habe. Der Film stieß in den USA auf Kritik wegen dem mutigen Umgang mit der angeblichen Homosexualtität Hoovers und wird deshalb bei den Oscars komplett ignoriert.
    Komischerweise ging er aber auch in Deutschland komplett unter, wie ich finde. Kaum Werbung, kaum Berichte in den Medien.

    @Thies:
    Ist mir auch aufgefallen. Deshalb ärgert es mich noch mehr, dass dort kein „Drive“ oder „Tinker Tailor Soldier Spy“ nominiert ist.
    Auch bei den 2 Songs stellte ich mir die gleiche Frage wie du.
    Bist also nicht der Einzige ;)

  • Oscar Movies – Honesty Edition « The Dead Cat Bounce 26. 1. 2012 an 19:08

    […] weiteren fünf Nomierten seht ihr auf MC Winkels Blog. Mehr zu den 84. Academy Awards findet ihr bei den Fünf Filmfreunden. […]

  • Binding 28. 1. 2012 an 18:05

    Interessant ist vor allem, dass die beiden Filme mit den meisten Nominierungen die Stummfilmzeit feiern und filmhistorisch interessant sind. „Hugo“ ist aber trotzdem zu technoid in der Machart, während „The Artist“ einfach Kinomagie pur ist – und genau deswegen wird er völlig zurecht die meisten Oscars abräumen.

  • Doughnut 28. 1. 2012 an 19:39

    @ Oli:
    J. Edgar Hoover ist nun auch keine für die breite deutsche Öffentlichkeit besonders interessante Persönlichkeit, so historisch gesehen. Von daher wundert mich das kaum, trotz Eastwood und DiCaprio.

  • 15 Oscar-Nominierungen am Stück: The Artist und The Descendants | take56 22. 2. 2012 an 15:11

    […] im sehr schönen Bochumer Union-Kino. The Artist und The Descendants bringen es gemeinsam auf satte 15 Nominierungen, in den Kategorien Bester Hauptdarsteller, Bester Film, Beste Regie und Schnitt treten sie direkt […]