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Iron Sky – Final Trailer

8. 2. 2012, Renington Steele, 30 Kommentare


(Youtube Direktmoon, via Interweb3000)

Hier der dritte (oder vierte?) und letzte Trailer zu Iron Sky, dem fanfinanzierten Nazis-auf-dem-Mond-Film, kurz vor seiner Premiere auf der Berlinale. Ich glaube, der Produktionshintergrund macht den Film als allerletztes zum Must Watch.

  • Michael 8. 2. 2012 an 23:06

    eins meiner Kino-Highlights 2012 :)

  • Iron Sky – Final Trailer « The Dead Cat Bounce 8. 2. 2012 an 23:21

    […] „fanfinanzierte Nazis-auf-dem-Mond-Film“ (Fünf Filmfreunde) feiert demnächst sein Debüt auf der Berlinale. Zur Premiere von „Iron Sky“ gibt es […]

  • burns 8. 2. 2012 an 23:48

    Soso. Der „finale“ Trailer also.
    Irgendwer hier hat mich vor wenigen Wochen hier für seltsam gehalten, weil ich mich über die Endlos-Teaser/Trailer-Taktik seit ca. 2 Jahren, den Film betreffend, mokierte und ich andeutete, da kämen jetzt noch weitere Trailer.
    Da wurde mir dann liebevoll vermittelt, der Film laufe ja schon filmfestspielenderdings, da KÄMEN DOCH NICHT NOCH WEITERE TRAILER.

    E voila.

    Nö, diese Endlos-Kampagne nervt. Der wirds höchstens auf DVD. „Iron Sky“ kann ich echt nicht mehr sehen.

  • Renington Steele 9. 2. 2012 an 0:20

    @ Burns: Drei oder vier Trailer auf zwei Jahre verteilt sind nix gegen die tausend Filmschnippsel und Viralscheiß zu anderen Blockbustern, aber bei einem Projekt von Fans für Fans machst Du nen Aufstand? “Seltsam” ist dann noch diplomatisch ausgedrückt.

  • firejoe 9. 2. 2012 an 0:30

    Werd ich kucken, wenn der bei uns überhaupt läuft. Ansonst ist ein Bluraykauf fix…ich glaub der ist unterhaltsam und wenn er vielleicht doch nicht so gut sein sollte gehört alleine die Sache unterstützt.

  • Tony 9. 2. 2012 an 0:42

    dass das CGI noch eine derartig hohe qualität annimmt, hätte ich nicht mehr erwartet. schon allein des themas wegen muss man den einfach sehen wollen.

  • jonsch 9. 2. 2012 an 3:04

    oh man ich mach mich nass!
    da warte ich schon sooooooooooooo ewig drauf!!!
    die 4 läppischen trailer waren doch noch viel zu wenig!

    ob der wohl auch ausserhalb der „reichshauptstadt“ zu sehen sein wird? schon wer was gehört? im normalen kino-betrieb (so ganz ohne festival drumrum) darf man den wohl leider nicht erwarten, oder?

    wenns was gab wo ich in den letzten 10 jahren zum beten bereit gewesen wär (abgesehen von der hoffnung das star wars 2 nicht so scheiße wird wie 1), dann dafür das der auch bei uns in die kinos kommt!

    für den brauch ich ne echt GROßE leinwand! da reicht auch der größte proll-tv nich!

  • Oli 9. 2. 2012 an 6:05

    LOVE IT!!!

  • der alte Sack 9. 2. 2012 an 8:33

    Die Nazis kriegen einen auf den Sack! Das wird immer gesehen, wichtig ist auch in der heutigen Zeit, das Nazis als das dargestellt werden, das sie sind, absolut kranke, verrückte, realitätsferne, wahnsinnige, im Hirn von Hass zerfressene Individuen, die sich einordnen in eine Masse, die genauso verrückt ist wie ihre Ansichten. Man muss den Mythos des Edlen und guten Nazis zerstören und diese alle in Filmen so lächerlich machen, das nie wieder irgendein jugendlicher es sich getraut überhaupt so eine Meinung wie die Nazis eben halt haben, von sich zu geben, ohne sich damit sozusagen in das absolut gesellschaftliche Outland zu katapultieren. Und schon alleine wegen Udo Kier ist es ein Muss. Wenn nicht Kino so werde ich ihn mir auf jeden Fall kaufen. Don’t bag a Nazi, Juliette! Ganz frei nach Rigby Reardon als er es zu Fieldmarshall von Gluck sagt!!!

  • Doc Croc 9. 2. 2012 an 9:48

    @der alte Sack: „Mythos des Edlen und guten Nazis“-gibt bzw. gab es den je außerhalb eingefleischt rechtsradikaler Kreise?
    Ich bin nicht so sicher, ob ich Deinem obigen Beitrag vorbehaltlos zustimmen kann. Plumpe Verhohnepipelung verharmlost den Nationalsozialismus und wirft die Frage auf, wie solche Witzfiguren überhaupt so viel Macht erlangen und so viele Menschen töten konnten. Derartiges Schwarz/Weiß-Denken ist nicht besser als das des nationalsozialistischen Welt-und Menschenbilds. Vielleicht könnte es bei manchen der von Dir erwähnten Jugendlichen erst recht zu einer Trotzreaktion führen. Siehe Inglourious Basterds, in denen einige Zuschauer eher mit manchen der Nazis bzw. Wehrmachtssoldaten sympathisierten als mit den Protagonisten.
    Die Dämonisierung aller Mitglieder der NSDAP schießt ebenso am Ziel vorbei und ist für eine sachliche und zweckdienliche Aufarbeitung des Themas im Sinne zukünftiger Generationen eher hinderlich. Gerade dass eben nicht alle Nazis „absolut kranke, verrückte, realitätsferne, wahnsinnige, im Hirn von Hass zerfressene Individuen“ waren, sondern Menschen wie Du und ich, die aus welchen Gründen auch immer (Sympathie mit der Ideologie, sozialer Aufstieg, Förderung der beruflichen Karriere, Profitgier, Gruppenzwang usw.) Parteimitglieder wurden, muss hervorgehoben werden, um ähnliches zu verhindern.
    Humor und Satire kann und muss eine wichtige Waffe im Umgang mit totalitären Regimen sein. Dementsprechend hoffe ich, dass Iron Sky gerade in dieser Hinsicht ein Knaller wird und dass wir uns auf zukünftige Filme freuen können, in denen Stalinismus, Islamismus und alle moglichen anderen -ismuen kräftig durch den Kakao gezogen werden (was ich allerdings aufgrund verschiedener Gründe bezweifle).

  • svenjo72dpi 9. 2. 2012 an 10:51

    Die Entwicklung vom ersten (sehr guten) Trailer zu der Action-Komödie, die der Film jetzt zu sein scheint, finde ich bedauerlich. Da kann der Film 100 Mal von Fans finanziert sein…

  • jp 9. 2. 2012 an 11:03

    @8 – Äh, Islamismus? Das is‘ wie Katholizismus. Wenn das für dich so ok ist, und alle Religionen per se gemeint waren, hast du meine Zustimmung. Ansonsten rate ich zur Vorsicht ; )

    Abgesehen davon ist allein schon die Riefenstahl-Ästhetik faschistisch. Das stört mich an einem B-Picture, das gar nichts anderes sein möchte, nicht die Bohne. Kotzen möchte ich da beim UNTERGANG oder ähnlichem Mist. Weil Nazi-Ästhetik UND Nazis „ernst“ nehmen (im Sinne von „so war es damals wirklich“) geht gar nicht. IRON SKY ist eine Karikatur, over-the-top Unterhaltungskino. Natürlich ist das Müll, aber perfekt für den Filmabend mit den Kumpels.

  • Doc Croc 9. 2. 2012 an 11:22

    @jp: Wenn Du Katholizismus mit der Pius-Bruderschaft u.ä. Erzkonservativen gleichsetzt, dann stimmt Deine Definition. Ansonsten: Unter Islamismus sind politische Ideologien zu verstehen, die sich auf den Islam berufen. Und die sind bekanntlich nicht sehr nett. Wenn es Dich beruhigt, füge ich „religiöser Fundamentalismus“ hinzu. Aber Vorsicht: it’s uncool, man.
    „Nazi-Ästhetik“?

    @svenjo: Kann ich nachvollziehen; fand den Teaser damals sehr schick.

  • jp 9. 2. 2012 an 11:31

    @11: ok.

    Nazi-Ästhetik: http://www.filmzentrale.com/rezis/machtderbildergs.htm

  • Doughnut 9. 2. 2012 an 12:42

    Jede Form religiösen Fundamentalismus ist per se auch politisch, ob nun radikale Christen wie dieser Spinner Santorum in den USA, jüdische Siedler im Westjordanland oder die Wahhabiten in Saudi-Arabien, die sind alle gefährlich.
    Gibt aber auch Grauzonen. Die Muslimbrüdern zB verbergen das extrem geschickt, sollten sie tatsächlich vorhaben, Ägypten in so eine Persönlichkeitsrechte mit Füßen tretende Diktatur wie Saudi-Arabien zu verwandeln … obwohl, ist es ja schon ^^ … naja ihr wisst, was ich meine. Weiß noch nicht so recht, was ich von denen halten soll.

    zum Film: Meh. Seit wann sind Nazis eine Art Popkulturgut, das man ikonographisch verarbeiten sollte? Riefenstahl-Ästhetik, blonde Herrenmenschen, die etwas von deutscher Überlegenheit faseln, das hat etwas Verführerisches.
    Nicht umsonst war der Nationalsozialismus damals auch für Intellektuelle so attraktiv. Ein bis zur Unkenntlichkeit missverstandener Nietzsche, Wagner als Hintergrundmusik und man selbst als glücklicher Auserwählter, Angehöriger einer überlegenen Rasse (dass Menschenrassen sich nicht groß unterscheiden, war damals noch lange kein so selbstverständlicher wissenschaftlicher Fakt wie heute, im Gegenteil, Rassismus war die Norm, in ganz Europa), der in einer Art darwinistischem Überlebenskampf (einfach die Geschichte etwas einseitig interpretieren und man fühlte sich bestätigt) die niederen Rassen unterwirft … Es gibt ein Ziel und klare Feindbilder, das Leben hat endlich wieder einen Sinn.
    Ich versteh nicht so ganz, wie man das so spöttisch verharmlosen kann und so tun kann, als wär das heute weniger attraktiv für nicht gefestigte junge Menschen?
    Naja, der Film will ja Klamauk sein, zugegeben, trotzdem stören mich so Sachen wie die stylische Hakenkreuzmondbasis, die klar erkennbare Bewunderung für den technischen Erfindergeist der Naziingenieure und auch diese heiße Nazibraut, die da kurz mal auftaucht und der man irgendwie schlecht böse dafür sein kann, dass sie halt ein bisschen böse ist. ^^

  • Mein Senf 9. 2. 2012 an 13:03

    Je mehr Material ich davon sehe, desto mehr fällt das ganze bei mir in die Kategorie „Filme, die ich um jeden Preis gut finden will, aber in Wahrheit nur mittelprächtig sind.“

    Ich fänds besser, die hätten daraus eine zynische Sci-Fi-Satire ala „Starshiptroopers“ draus gemacht. Im Trailer wirkt das ganze leider nur wie dieser typisch klamaukige Wir-nehmen-uns-nicht-ernst-Trash.

    Dazu kommt: Leider sieht man dem ganzen den Amateur-Backround ziemlich deutlich an. Neben den beeindruckenden Effektshots wirken einige Schauspielszenen optisch sehr billig inszeniert.

    Mal schaun wie es wird, ich bin mittlerweile ein bissl skeptisch.

  • Doc Croc 9. 2. 2012 an 14:41

    @Mein Senf: Gebe Dir recht, auch dass eine derartige Satire wirklich interessanter wäre als bloßer Klamauk. Vielleicht sogar mit siegreichen Nazis, um zu versinnbildlichen, dass die man von dieser Ideologie ausgehenden Gefahr nie unterschätzen sollte.
    @Doughnut: Gegen die Muslimbrüder spricht ihre Vergangenheit, und die ihnen zugrundeliegende Weltanschauung…
    Übrigens steht heutzutage die Unterteilung des Jetztmenschens in Rassen generell in Kritik:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Rassentheorie

  • deftone 9. 2. 2012 an 14:51

    Einfach nur geil. ich freu mich drauf und feier den Trailer.

  • dlb 9. 2. 2012 an 15:22

    Das Einarbeiten von Palin und dem Mad Scientist, der aussieht wie Einstein… Nur zwei Dinge, die die Vorfreude meinerseits komplett ruiniert haben. Ich hätte mir da eine richtig schöne James Bond meets Indiana Jones Kutsche erwartet, die das ganze stilvoll und leicht angetrasht überdie Bühne bringt. Was der finale Trailer zeigt ist überzogener als Wolfenstein und sieht mir einfach zu sehr nach Boll’schen Meisterwerken wie Bluberella aus. Schade, auch wenn ich dem Ganzen allein aufgrund der langen Wartezeit schon eine Chance geben muss.

    Der Teaser-Trailer bleibt für mich dennoch ungeschlagen. :D

  • dlb 9. 2. 2012 an 15:25

    Die Effekte sind allerdings wirklich erste Sahne für so ein Projekt. Da können sich diese Sonntagabend-Filme wirklich ne Scheibe von abschneiden. Schon beachtlich was aus dieser kleinen Schmiede gekommen ist, auch wenn es mir am Ende nicht gefallen sollte.

  • Silent Rocco 9. 2. 2012 an 15:58

    Herrlich, wie jetzt schon alle den Film aufgrund von Marketing und Thematik abfeiern. Ja, auch ich freu mich drauf. Ziemlich doll sogar. Dennoch ist das Potenzial, dass es eine Gurke wird, nicht unbedingt klein. Eine nette Idee macht noch lange keinen Knallerfilm. Und je mehr Bewegtbilder ich sehe, desto nüchterner fühlt sich alles an.

  • jansenfab 9. 2. 2012 an 16:27

    Herrlich… das US Raumschiff heißt „U.S.S. George W. Bush“.

  • amigr01 9. 2. 2012 an 22:30

    höchstens völlig bekifft bei einschlafen..

  • .fringer 10. 2. 2012 an 17:12

    Die Diskussion über das „debile“ Erscheinungsbild des Nationalsozialismus
    in diesem Film ist meiner Meinung nach total unangebracht.
    Es handelt sich bei dem Film um reinen PULP. Nix anderes. Da lohnt es nicht
    wirklich eine Debatte darüber zu führen :) Als aktiver Comicleser bin ich es
    gewöhnt das die Nazis als die Ultra „Bösen“ meist mit okkulten Hintergrund
    (Hellboy, Captain America etc.) dargestellt werden.

    Aber auf der Leinwand kam das bis jetzt immer etwas zu kurz. Deswegen finde
    ich es einfach klasse, das jetzt mal ein Film ausschließlich mit dem Thema
    gemacht wurde. PULT in seiner besten Form! Nur her damit :)

    mfg.
    .fringer

  • Doc Croc 10. 2. 2012 an 17:43

    Ach @.fringer, lass die Menschen doch diskutieren & debattieren, sei es über Pulp oder was auch immer. Das hält bei Laune, und ab und an kommt dabei sogar was Sinnvolles heraus.
    „Aber auf der Leinwand kam das bis jetzt immer etwas zu kurz.“ -??-
    Schon mal was von Nazisploitation gehört? Von Mainstream-Filmen wie IJ 1&3, Inglorious Basterds, erwähnten Hellboy 1 usw. gar nicht erst zu reden…

  • .fringer 10. 2. 2012 an 17:53

    Hellboy ist der einzige Film der mir einfällt wo die okkulten Nazis recht „schön“ dargestellt werden. Aber auch nur zu Beginn. Bei Inglorious Basterds sind für mich keine ultra übertriebenen Nazis dabei gewesen. Und in Captain America“ wurde dezent auf die Darstellung von Nazis verzichtet und daraus die „Hydra“ gemacht. In Iron Sky ist das jetzt mal enorm auf die Spitze getrieben, Ufos, Laser, Mad-Scientists, eben wie aus einem Comic. Das meinte ich damit.

    mfg.
    .fringer

  • Doc Croc 10. 2. 2012 an 19:12

    Tja @.fringer, dann google mal „Nazisploitation“; vielleicht findet sich der eine oder andere Film, der Deinen strengen Ansprüchen gerecht wird. Oder probier mal:
    https://en.wikipedia.org/wiki/Nazism_and_occultism#Film

  • Binding 11. 2. 2012 an 17:17

    Ich habe den Film als Privatperson mitfinanziert, weil ich von der Grundidee und dem allerersten Trailer sofort überzeugt war und das Ganze einfach nur geil fand. Es kann natürlich sein, dass ich mich mal für meinen Credit im Abspann schämen werde, falls das Ganze zu gurkig werden sollte. Aber nach diesem Trailer habe ich eine Gänsehaut bekommen, weil ich das Endresultat nie so dermaßen fett erwartet hätte. Was außerdem für eine gewisse Qualität spricht: Es ist mit 7 Mio. Euro die teuerste finnische Produktion ever. Und dass der Film in einer offiziellen Berlinale-Sektion („Panorama“) läuft, muss ja wohl auch bedeuten, dass er nicht ganz der übelste Streifen ist. Der deutsche Kinostart ist übrigens am 4. April, und er ist auch schon in zahlreiche andere Länder verkauft worden. Ich erwarte kein Meisterwerk (das wäre auch völlig daneben, weil es der Film gar nicht sein will), aber das es ziemlich spaßig und vielleicht auch irgendwie zum Grinsen cool wird, denke ich schon.

    Zur Debatte des Für und Wider: Natürlich muss man alles gegen echte (Neo-)Nazis und Faschisten tun, was möglich ist. Aber Nazis und deren spezielle Ästhetik als Pop-Phänomen gibt es nun mal auch, und ich denke, da sollte man langsam mal in Deutschland eine lockerere Haltung zu finden. Man muss auf jeden Fall auch drüber lachen können dürfen. Das empfinde ich nicht als Verharmlosung, sondern als heilsame (huch!) Demontage. Unter anderem genau deswegen wollte ich „Iron Sky“ unterstützen.

  • burns 12. 2. 2012 an 18:51

    @Renington: Dass Du mein Genervtsein von den Trailern als „diplomatisch ausgedrückt „seltsam““ empfindest, finde dann ich wieder seltsam.
    Seltsam also alles.

    Das ganze Viral-Zeuchs bekomme ich nicht mit, da ich das ja ganz gezielt (auf-)suchen müsste, aber die Teaser und Trailer werden einem ja offiziell schon wirklich eine extrem lange Zeit um die Augen und die Ohren gedengelt.
    Da könntest Du jetzt zu Recht einwenden: Jahaa, das musst Du doch auch nicht anschauen!
    Schon. Aber im Prinzip sagt dazu der Kommentar von Rocco schon das Wichtigste in klarer, knapper Form dazu:
    „Herrlich, wie jetzt schon alle den Film aufgrund von Marketing und Thematik abfeiern. Ja, auch ich freu mich drauf. Ziemlich doll sogar. Dennoch ist das Potenzial, dass es eine Gurke wird, nicht unbedingt klein. Eine nette Idee macht noch lange keinen Knallerfilm. Und je mehr Bewegtbilder ich sehe, desto nüchterner fühlt sich alles an.“
    Da gibt also jemand schon seit gefühlt Urzeiten mit einer gaaanz ganz originellen Idee an (die Nazis sind lustich, hahaha! – haben wir ja noch gar nicht gehabt, näch…) und alle fahren drauf ab.

    Ich bin übrigens auch einer von den Spießern, die von Jacksons Regietagebuch genervt sind.
    Werbung muss sein, in allen Ehren.
    Aber dieses künstliche Aufblasen wie hier bei Iron Sky oder beim Hobbit, noch bevor überhaupt die erste Klappe gefallen ist (!), sowas finde ich einfach schlechten Stil und einfach vom Grundempfinden her: „Seltsam“ und vom künstlerischen Standpunkt irgendwie ganz tief im Bauch als etwas was ich nur mit „uninteger“ bezeichnen könnte.
    Aber vergesst es einfach. Ich mag halt Großsprecherei nicht.

  • Binding 12. 2. 2012 an 21:01

    Die Reaktionen auf die Premiere sind zu meiner großen Freude fast durch die Bank weg positiv bis enthusiastisch. „Spiegel Online“ schreibt zum Beispiel: „‚Iron Sky‘ ist der wohl durchgeknallteste Film der Berlinale – und bietet ganz großes Trash-Vergnügen. (…) Der Regisseur Timo Vuorensola schafft es auf diesem Filmfestival, selbst die verstocktesten Cineasten und die nüchternsten Moralprediger zum Lachen zu bringen – und selbst jene vollkommen anachronistischen Menschen zu begeistern, denen es in diesem Leben nie und nimmer einfallen wird, sich zur Spezies der Nerds zählen zu wollen.“
    Und was auf http://www.kino-zeit.de zu lesen ist, hört sich auch spitzenmäßig an: „Im Großen und Ganzen ist das Gemeinschaftswerk ein Filmspaß, der nur so strotzt vor Popkultur- und Genrereferenzen, die es zu erkennen gilt. Von Star Wars über Matrix bis hin zu Mad Max und einem Charakter, der eine eindeutige Persiflage auf Samuel L. Jackson ist, die kollektive Ideensammlung ist eindeutig erkennbar und speist sich vor allem aus Zitaten kontemporärer Fankultur. Wäre dies alles was der Film zu bieten hat, müsste man sich schon sehr wundern, wieso er auf der Berlinale seine Weltpremiere feiern kann. Doch Iron Sky ist keinesfalls ein Snakes on the Plane im Weltall; der Inhalt beschränkt sich nicht nur auf trashigen Insiderspaß, wie es die meiste Berichterstattung der letzten Monate erwarten ließ. Der Film hat einen überraschend bissigen, politischen Subtext und kommentiert immer wieder mit bitterbösem Humor die augenblickliche politische Weltlage und zieht gekonnt Parallelen zwischen den einstigen nationalsozialistischen Machtstrukturen zum aktuellen Verhalten der US-amerikanischen Regierung im Krieg gegen den Terror.“

  • wetko 14. 2. 2012 an 10:20

    ich freu mich drauf! YEHAA