Review

Review: Only God Forgives (ShortCuts)

19. 7. 2013, Nilz N Burger, 58 Kommentare

Fick dich, Refn! Nuff said.

[YouTubeDirektGottesVergebung]

  • burns 19. 7. 2013 an 17:51

    Wow. Wenn NILZ so richtig AGGRESSIV wird – muss die Kinoerfahrung ja ganz schön sch***** gewesen sein…
    Wo ich selbst immer vorsichtiger werde, ist, Regisseuren eine bestimmte Haltung zu unterstellen. (Wenngleich ich hier div. Interviews dazu auch mitbekommen habe.) Letztendlich produziert ein Regisseur doch nur ein Unterhaltungsmedium und woraus Unterhaltung bestehen soll, dazu gibt sicher verschiedene Haltungen – ich weiß nicht, ob die Haltung gleich so absolut rauslesbar ist aus dem Film selber und das besonders gleich in dieser universellen Deutung.
    Aber nur jemand, der Film liebt, kann sich in dieser Weise genau darüber wirklich kräftig aufregen.

    • Oliver Lysiak 19. 7. 2013 an 21:42

      Refn gibt allerdings mehr als genug Anlaß sein Weltbild in Frage zu stellen. Nicht nur durch sein Filme sondern auch durch sein „kleiner-junge-mit-ganz-kurzem-Puller“-Gepose wenn er immer versucht als ganz harter Kerl rüberzukommen. „I’m not interested in flirting with you. I want to penetrate you.“ Und er erzählt Quark über seine Tochter die Geister sehen kann. ^^

      • burns 19. 7. 2013 an 23:46

        Glaub ich schon. Ich hab nur schon vor langer Zeit aufgehört, mir das Bla und Blubb von Schauspielern und Regisseuren anzutun. Es geht mir rechtsdrehend am Anus vorbei, was Schauspieler zur politischen Lage sagen und es ist mir schnurzegal, was Regisseure über das eigene Oevre herumschwurbeln. Bei beidem ist 95 % ganz klar verschwendete Lesens- oder Guckenszeit. (Da lob ich mir dann wirklich absolut Malick.) UND nicht selten verstellt ein Regisseur mit seinen wa-en-sinnig wichtigen Ansichten den Blick auf den eigentlichen Film. Ich versteh natürlich absolut, dass so Quatsch-mit-Soße-Äußerungen des Regisseurs ins Rezipieren des Films mit reinspielen, ist schier unmöglich, das auszublenden, kenn ich selber. Ich finde nur, dass ein Kritiker da drüber stehen muss. Der Film als solcher muss zählen. Es haben schon viele verdammt dumme Arschlöcher hervorragende Filme gedreht. Insofern finde ich es immer schwierig, wenn in einer Kritik so auf die vermutete Haltung des Regisseurs abgegangen wird. Das ist nicht sachlich, ist Vermutung, Deuteln und lenkt ab vom Film.

        Besides: Realistischer-, weil menschlicherweise ist es viel wahrscheinlicher, dass sich Refn viele gar nicht mal so blöde Gedanken beim Konzipieren seines Films gemacht hat und dann nur in Interviews mit egomanischen Posersätzen um sich wirft.
        Dass Nilz so abgeht, weil ihn ein Film so ankotzt, finde ich persönlich trotzdem nach wie vor absolut sympathisch.

      • Silent Rocco 20. 7. 2013 an 1:02

        Herzog erzählt auch gern Quark in einer Tour und macht trotzdem geile Filme. Von Kinski wollen wir gar nicht anfangen, trotzdem geiler Schauspieler. Und welche dämlichen Hobbys Du vielleicht hast, tut hinsichtlich deiner Schreibarbeit nichts zur Sache. Und auch in diesem Kommentar kommt reiner Refn-Personenhass durch, was die Bewertung seiner Filme natürlich obsolet macht, hier zumindest.

  • hofyly 19. 7. 2013 an 17:56

    piss off, Nilz. super film, nuff said.

  • Dr.Strangelove 19. 7. 2013 an 18:02

    Alles was Nilz diesem Film vorwirft passt, meiner Meinung nach, auch auf Drive. Sollte „Only God Forgives“ wirklich schlecht sein hoffe ich das es die ganzen Drive-Fanboys auch endlich schnallen das der Regisseur nur ein großer Blender ist.

    • monotony 24. 7. 2013 an 17:29

      ja, genau. das war seine intention: blenden.

  • holyfy 19. 7. 2013 an 18:14

    recht schwache kritik. kein wort über das geniale schauspiel von Vithaya Pansringarm oder Kristin Scott Thomas, sondern nur Übertreibung und Abarbeitung am angeblichen Weltbild Refns.

    Refn ist nicht wirklich ein Friede Freude Eierkuchen Filmemacher wenn man sich mal sein Restwerk anschaut, doch Menschenhass kann ich hier nicht reinlesen. Er ist in interviews immer ziemlich distanziert und schwafelt gerne mal, so dass er gerne mal als ziemlich von sich überzeugt daher kommt. Aber was der ansonnsten mit Film anstellt ist einfach beeindruckend.

  • holyfy 19. 7. 2013 an 18:14

    recht schwache kritik. kein wort über das geniale schauspiel von Vithaya Pansringarm oder Kristin Scott Thomas, sondern nur Übertreibung und Abarbeitung am angeblichen Weltbild Refns.

    Refn ist nicht wirklich ein Friede Freude Eierkuchen Filmemacher wenn man sich mal sein Restwerk anschaut, doch Menschenhass kann ich hier nicht reinlesen. Er ist in interviews immer ziemlich distanziert und schwafelt gerne mal, so dass er gerne mal als ziemlich von sich überzeugt daher kommt. Aber was der ansonnsten mit Film anstellt ist einfach beeindruckend.

  • pillepauli 19. 7. 2013 an 18:33

    muss ich mir glaub ich gar nicht erst anschauen. die kritik mein ich. du hast doch drive schon so dermaßen verrissen, da werte ich alles weitere nur noch als nachtreten.

    • burns 21. 7. 2013 an 13:06

      Bla und blubb. Der Film polarisiert bei Netzkommentaren genauso wie er es schon recht plastisch in Cannes geschafft hat. Man findet ihn geil oder man hasst ihn. Nilz hasst ihn halt und liefert dazu keine lückenlose Begründung sondern eine sehr persönliche Polemik. Das ist absolut legitim. Dass Du Nachtreterei anstatt einer aufrechten Meinung unterstellst, ist dagegen nicht legitim. Ich lese Suchsland immer mal wieder (auch wenn ich nur 50 % davon wirklich gut finde), der kommt aus einer ganz anderen Ecke, hat Drive geliebt und wirft Only God forgives samt seinem Regisseur trotzdem fast exakt das Gleiche vor wie Nilz und Batz.
      Dieses ewig lasche „Du willst ja bloß den Regisseur bashen“ – weisse, was das is?
      Pubertär. ;-)

  • Silent Rocco 19. 7. 2013 an 20:06

    Refn is kein Schwätzer, Refn macht nichts unter großartige Filme bis Meilensteine. Kino ohne Bronson, Valhalla Rising, die Pusher Trilogie und, ja, Drive, wäre um einige Meisterwerke ärmer. Hier wird Filmkritik mit Personenhass verwechselt.

    • Oliver Lysiak 19. 7. 2013 an 23:39

      Autokorrektur: Refn is ein Schwätzer, Refn macht nichtmal im Ansatz großartige Filme oder gar
      Meilensteine. Kino ohne Bronson, Valhalla Rising, die Pusher Trilogie
      und, ja, Drive, wäre um einigen Murx ärmer. Hier wird Filmkunst
      mit pubertärem Gewichse verwechselt.

      • burns 19. 7. 2013 an 23:49

        Ihr kriegt beide kein „Ja aber“ oder „Nein aber“ hin und seid somit raus.

      • Silent Rocco 20. 7. 2013 an 0:57

        Ehrlich? So ’ne Sicht von seinen Filmen? Murx? Autsch.

      • monotony 24. 7. 2013 an 16:40

        „pubertäres gewichse“

        geht es bitte noch polemisch-infantiler?

  • Marc 19. 7. 2013 an 20:07

    Also, Drive fand und finde ich nach wie vor toll. „Only God“ ist kein Film, sondern ein Fiebertraum. Wer sich drauf einlässt, kann auf seine Kosten kommen. Mir war er zu anstrengend.

  • Nitpicker 19. 7. 2013 an 20:41

    Refn ist Däne – warum als Deutscher diese affektiert amerikanische Aussprache? „Niccoläs Wuindin Räffn“? Ist dann wohl auch „Mätts Maikelssen“ und „Fämkie Dschänssen“ oder wie? :)

  • Timo 19. 7. 2013 an 20:49

    So ein polemischer Schwachsinn nur um gegen den Strom zu schwimmen…
    Zwischen Pusher und Drive – wo er noch recht unbekannt im Mainstream war – haben ihn alle gefeiert. Dann kam Drive, mit dem er es geschafft hat, dass sich der Mainstream auch mal mit ein wenig halbem Arthouse beschäftigt und plötzlich fangen alle Möchtegernkritiker an zu heulen. Drive war – wenn man sich auf die Stimmung einlässt – ein grandioser Film. Wenn man sich allerdings wichtig fühlen möchte und absichtlich nen Rant lostritt nur um aufzufallen, kommt obiges unangenehmes Video raus. Sehr traurig.

    • Oliver Lysiak 19. 7. 2013 an 23:36

      So ein populistischer Schwachsinn nur um mit dem Strom zu schwimmen…. Wenn man
      sich allerdings wichtig fühlen möchte und absichtlich dummes Zeug laber
      nur um aufzufallen, kommt obiger unangenehmer Kommentar raus. Sehr peinlich.

      • Timo 20. 7. 2013 an 1:14

        Oh gott der alte ich-dreh-den-kommentar-um-weil-ich-keine-argumente-hab-aber-mich-einmischen-muss-gag. Wie kreativ!
        Noch unangenehmer als das Video. :)

    • SuppenkaZper 22. 7. 2013 an 12:14

      Gegen welchen Strom denn? Ist ja nun nicht so das Only God Forgives nur gute Kritiken bekommt, ganz im Gegenteil. Der wird von verdammt vielen Kritikern auf das übelste zerrissen. „Worst movie I’ve ever seen“ ist in diesem Zusammenhang nicht selten gelesen.
      Also nochmal meine Frage, gegen welchen Strom schwimmt der gute Nilz?
      Oder schwimmen alle der Kritiker die den Film nicht mögen gegen den Strom? Wenn nun aber ganz ganz viele ihn nicht mögen, wird das dann nicht ein eigener Strom? Dann müsste Nilz ja „meh“ sagen, da sowohl „Hurra“ als auch „Mist“ schon eigene Ströme sind…
      So langsam wird das aber auch schwer mit der Profilierung, vielleicht kannst du ja mit deiner brillianten Auffassungsgabe noch einmal nachhelfen Timo :)

      • Timo 22. 7. 2013 an 14:05

        Wie schön, dass du meine Kritik an obigem Video leider überhaupt nicht verstanden hast und komplett am Thema vorbei diskutierst.
        Es ging nicht im Only God Forgives. Dazu kann ich nichts sagen, weil ich ihn leider noch nicht gesehen habe. Mir ging es um den neuen plötzlichen Trend den Mega-Rant Richtung Refn zu starten. Der Kerl ist weder Menschenverachtend noch ein Arschloch. Ihm solche Dinge zu unterstellen und das ganze als „Fick dich, Refn“ zusammenzufassen grenzt nicht nur an absurder Frechheit, sondern lässt auch eine gehörige Portion Feigheit durchschimmern.
        Soll ers ihm halt wenigstens bei nem Interview ins Gesicht sagen…

        • SuppenkaZper 22. 7. 2013 an 16:00

          Was denn nun? Schwimmt Nilz nun mit oder gegen den Strom ? In Beitrag 1 hast du noch geschrieben : „So ein polemischer Schwachsinn nur um gegen den Strom zu schwimmen…“ und nun schreibst du : „Mir ging es um den neuen plötzlichen Trend den Mega-Rant Richtung Refn zu starten“
          Langsam musst du dich mal entscheiden. Ist er mit seinem „Mega-Rant“ nun einer der auf den Bandwagon aufspringt oder gegen den Strom schwimmt? Den einem Trend zu folgen, wäre ja mit dem Strom zu schwimmen oder sehe ich das falsch?
          Übrigends, Nilz zu unterstellen er mache das nur um zu provozieren und wäre zu feige es Refn in sein Gesicht zu sagen, grenzt ebenfalls an absurder Frechheit.
          Genauso wie mir zu unterstellen ich hätte irgendetwas an deinem hochkomplexen Kommentares nicht verstanden. Verstanden habe ich ihn schon, eingegangen bin ich aber nur auf den ersten Satz weil er Fehler impliziert (wie du in deiner Antwort ja auch schön selbst zur Schau stellst, nämlich das Refn dissen nun doch Trend sei anstatt gegen den Strom) und das der lustigste und interessanteste Teil deines Kommentares war. Mir ging es einfach darum den schon tausend mal gehörten Vorwurf zu entkräften, dass jemand der eine Kritik äußert dies nur tut, um Aufmerksamkeit zu bekommen und somit ein „Lügner“ sei.
          Und ja, mir ist aufgefallen das du das ganze nun so aufziehst als ginge es dir um die Art der Kritik und nicht darum das man den Film nicht möge. Davon ist aber in deinem ersten Kommentar noch nichts zu sehen. Da steht nur das übliche „Du sagst nur der ist schlecht damit du Aufmerksamkeit bekommst“ „Jeder der Drive doof fand hat keine Ahnung (und will aufmerksamkeit und ist Möchtegern-Kritiker)“.

          • Timo 22. 7. 2013 an 16:34

            Mich ehrt dein Interesse an meinen Kommentaren. Schade nur, dass du jedes Wort auf die Goldwaage legst und glaubst einen Widersprich gefunden zu haben wo gar keiner ist. Das du dich mit solchen Belanglosigkeit beschäftigst – wie ich was jetzt haargenau formuliert habe – zeigt, dass dir eigentlich selbst nicht bewusst ist, was du überhauper aussagen möchtest.
            Du findest Nilz ganz toll und so. Und das ist ja auch schön. Aber ich diskutiere nicht weiter sinnlos mit jemanden, der sich 2013 immer noch hinter einem Nick versteckt. :)

          • SuppenkaZper 22. 7. 2013 an 17:50

            Es ging mir nicht um Nilz im speziellen, sondern um das Gekeife und die haltlosen Implikationen die Reviewern, Bloggern und anderen immer wieder entgegen geschleudert werden. Ob das nun Nilz, Brad Jones, Noah Antwiler , Batz, Mike Stoklasa oder wer auch immer ist.

            Jedem Reviewer der eine Meinung vertritt, wird von Gegnern dieser Meinung vorgeworfen sie wären nur auf Klickfang, Werbung und Geld aus. Das ist so unglaublich lächerlich, dass ich manchmal meinen Mund nicht mehr halten kann.

            Ich habe einen Widerspruch gefunden. Du hast dir widersprochen. Das ist ja nicht schlimm, ist aber ein leicht nachzulesender Fakt, egal wie sehr du es verdrängst.
            Außerdem habe ich nicht jedes Wort auf die Goldwaage gelegt, sondern lediglich zwei Sätze von dir miteinander verglichen die sich gegenseitig widersprechen, um zu zeigen warum ich glaube einer deiner Vowürfe nicht mehr als haltlose Polemik ist (genau das, was du Nilz übrigends vorwirfst).
            Dabei ging es mir auch nicht darum, dass du die Review kritisiert hast, sondern wie du es getan hast. Der Ton macht die Musik, auch bei nonverbaler Kommunikation.

            Wieso bei einer Diskussion im Internet relevant ist, ob du meinen Namen kennst oder nicht, ist mir übrigends vollkommen schleierhaft, erstrecht wie man aufgrund jüngster Ereignisse in der weltweiten Informationspolitik tatsächlich so tut als sei es etwas Gutes sich mit Klarnamen im Internet zu bewegen und etwas schlechtes das nicht zu tun.

            Die einzige Erklärung für diesen Einwurf von dir, welche natürlich rein spekulativ ist, die mir sinnig erscheint, ist das du das ganze gerne auf eine persönliche Ebene gehoben hättest, um mein Aussehen, meinen Namen, meine Herkunft o.Ä. abwertend zu kommentieren. Anders kann ich mir leider nicht erklären warum irgendeine meiner persönliche Information für dich von Bedeutungen sein sollte.

            Einen Facebook-Profil-Link kann ich dir leider nicht geben tut mir leid.

          • Timo 22. 7. 2013 an 17:53

            Das macht nichts. Ich find‘ dich ohne Link schon langweilig ;)

          • burns 22. 7. 2013 an 21:25

            Gegen Ende etwas langatmig, hat der SuppenkaZper inhaltlich trotzdem recht, Timo. Das „Gegen-den-Strom-Schwimmen“ ist ein beliebtes, saublödes Totschlagargument und triftt hier noch nicht mal zu. Und Du brauchst Dich ob der Aufmerksamkeit nicht sonderlich geehrt zu fühlen: Du stehst da nur stellvertretend für viele andere, die auch nichts Besseres zu schreiben wissen. Da schlägt man schon gern mal dagegen. Hätte ich von mir aus bei Dir jetzt nicht gemacht. Schon oft genug gelesen und einfach – langweilig. ;-)

          • GroteskeAder 23. 7. 2013 an 10:40

            Also, ich find‘, der Timo hat verloren.

          • Mega 26. 7. 2013 an 10:27

            Schwachsinn! Timo hats genau richtig erfasst!

          • GroteskeAder 26. 7. 2013 an 12:55

            Schwachsinn! Hat er nicht.

          • Kanndirdochegalsein 26. 7. 2013 an 14:24

            Ich bin ebenfalls Timos Meinung. Polemische Ich-bin-dagegen-Kritik, um ne eckige Meinung zu haben.

          • Kanndirdochegalsein 26. 7. 2013 an 14:24

            Ich bin ebenfalls Timos Meinung. Polemische Ich-bin-dagegen-Kritik, um ne eckige Meinung zu haben.

        • mein senf 26. 7. 2013 an 10:21

          Sehe ich auch so, Timo hat verloren.

  • Bartel 20. 7. 2013 an 4:23

    Die Pusher Triologie fande ich grandios. Sie wird aber nie genannt wenn es um Refns Ouevre geht. Vorallem der dritte Teil war ein zynisches Fuck-You gegenüber der, zu dieser Zeit schon unerträglich gewordenen, Tarantino-Gangsterfilm-Coolness. BLEEDER ist auch großartig, aber den kennt dann meistens kein Schwanz, gelle?

  • tobi 20. 7. 2013 an 11:25

    Ich habe mir die – neudeutsch – Rävju jetzt nicht angeschaut, da ich den Film noch nicht gesehen habe, aber mir sind Regisseure wie Refn lieber – Autorenfilmer mit einer unverwechelbaren Filmsprache, die ihr Ding durchziehen – als nach Schema F produzierte Hollywoodfilme wie z.B. die von Pixar. Ich kann daher Kritik gegenüber Refn sehr gut verstehen, ich halte ihn auch nicht für perfekt, aber ohne Leute wie Refn, Harmony Korine, Gaspar Noé oder Lars von Trier wäre das Kino um einiges ärmer. Aber mir scheint es bei den Fünf Filmfreunden oft so, dass Regisseure, die sich aus der Kino-Komfortzone rauswagen, sehr oft verissen werden, wobei sich die Seite auch mehr mit dem Mainstream beschäftigt als mit nischigen Arthousefilmen. Oft kommt dann auch in der Kritik dann das Adjektiv ‚pubertär‘ vor.

    • burns 21. 7. 2013 an 12:59

      Stimmt so nicht. Gerade Batz und Nilz bemäkeln latent das Schema F, das Klischee und das Mutlose. Eine Kritikerhaltung, die für eine Seite spricht, die sich zu 90 % mit Blockbustern beschäftigt.

      • tobi 21. 7. 2013 an 19:24

        Dann sind Batz & Nilz wohl doch krasser als ich dachte. Ich kann mich erinnern, dass hier ‚Enter The Void‘ nicht so gut wegkam. War wohl auch nicht radikal genug. Aber ich werde mir jetzt die Film diese Woche anschauen & dann mir mal die Kritik zu Gemüte führen.

        • GroteskeAder 23. 7. 2013 an 11:07

          Naja, Enter the Void war aber auch ’n Fehlschlag…

  • Oliver Lysiak 20. 7. 2013 an 12:15

    http://www.vulture.com/2013/07/movie-review-only-god-forgives.html

    „In my own world, Only God Forgives plays somewhat differently. I
    thought it was just about the worst fucking thing I´ve ever seen. In
    fact, I was depressed it wasn´t laughed off the screen. At the very
    least, the audience could have talked back to it: God knows, there were
    enough long pauses begging to be filled by people yelling for Ryan to
    take off his shirt or doing impromptu a cappella renditions of Bach´s Toccata and Fugue in D Minor. Shadow puppets on the screen biting Ryan´s nose would work, too.“

  • Silent Rocco 21. 7. 2013 an 1:04

    Grandioser, grandioser Film. Voller Andeutungen, Symbolismen und Mystik. Sehr asiatisch (hab stellenweise an die stille Magie eines Tropical Malady – obwohl gaaaanz anderes Genre – denken müssen). Ich brauch keine 10 Erklärbärdialoge, wenn es ein kurzes Augenkneifen, ein Handzittern genauso und sogar eindringlicher erzählt. Natürlich muss man eintauchen wollen. Dann wird man mit einem Rausch belohnt. Und diesen Film nach Drive zu bringen, absolut genial und Beweis, wie sehr Refn Autor ist (und da steckt verdammt viel Inhalt drin, eben nur nicht auserzählt) und wie egal ihm erstmal Kassenerfolg ist. Reiht sich mühelos ein in seine besten Werke ein.

  • Daniel B. 21. 7. 2013 an 16:06

    Ich würde ja gerne mal Batz‘ Review hier lesen, was immer ganz kurz auftaucht, dann aber von Disqus überdeckt wird? (Chrome, Firefox jeweils auf Windows 8 und Android.. auch mit Opera Mobile ausprobiert.)

    Ich fand den Film ganz okay.. Drive gefiel mir gut. Warum Refn ein Blender sein soll, verstehe ich nicht ganz, da ich hinter dem Offensichtlichen in den Filmen nichts weiter vermute (neben einigen Dingen die nicht immer ausgeprochen/gezeigt werden, die aber doch eigentlich relativ klar sind.)

  • matthias 22. 7. 2013 an 7:26

    Eure Kritiken könnt ihr euch in den Arsch stecken, hab schon lange keine solchen Vollpfosten erlebt wie der Nils einer ist… Er kann nicht mal zugeben, das der Film wirklich gelungen für ein solches Genre ist… Wie Pacific Rim genau so…. Die Fünf Filmfreunde sind Fünf Nörgeltaschen, die am besten mal selber Filme drehen würden, hahaha

    • burns 22. 7. 2013 an 21:27

      Hahaha, Du bist aber auch ein bisschen simpel, was, haha.

  • Hai Happen 22. 7. 2013 an 11:29

    Der Kampf eines Filmblogs aus Berlin Kreuzberg/Friedrichshain/Odersoähnlich gegen das „Hipsterkino“:

    Ein Drama von der zwangsweisen Abgrenzung von guten „Nerds“ und bösen „Hipstern“, das leider zu viele zu schlechte Akte hat und übel nach getroffenem Hund riecht. Again.

    Ich freue mich schon auf den nächsten Außenseiter-Schinken á la „Silver Linings“, der hier irrational begründete Bestnoten einstreicht.

    Glaubwürdigkeit Kinder, Glaubwürdigkeit…

    • burns 22. 7. 2013 an 22:28

      Wer nicht checkt, dass „There will be blood“ tatsächlich einer der größten Filme des Jahrhunderts ist, sollte besser scheißen gehen. :-)

      • Hai Happen 22. 7. 2013 an 23:51

        There Will Be Blood ist ein sehr interessanter, gefangen nehmender Film. Der religiös anmutende Hype um Anderson und besagten Film hat die Grenze zur Lächerlichkeit jedoch längst weit überschritten.
        Denn, mal ehrlich: Am Ende ist auch die respektabelste, am sorgfältigsten angefertigte Version von „etwas sehr simples kompliziert verkaufen wollen“ ebendas.

        Und wenn wir schon bei der Diskussion um Filme sind, die sehr maßgeblich vom Formfetischismus ihres Regisseurs leben…du erkennst vielleicht die Ironie. ;-)

  • Grimm 22. 7. 2013 an 18:43

    kein wunder, dass du keinen platz im tv mehr bekommst. ekelhafter typ.

  • monotony 24. 7. 2013 an 17:25

    dass der film für viele zu wenig substanz hat, war mir schon beim abspann klar. denn diese ist mit der lupe zu suchen, was aber nicht negativ ausgelegt werden sollte. es sind die kleinen, unscheinbaren details in mimik, gestik und symbolik, sowie die intensität und dichte der atmosphäre, die dem zuschauer von bild und ton wie eine angenehm-unangenehme dunstwolke entgegengeblasen wird. jede szene ist für sich selbst eine art kunstwerk, in der es dies zu erkennen gilt. deswegen ist der film langsam, deswegen sieht man gosling endlos lange im raum stehen. nach walhalla rising habe ich genau das von dem film erwartet und konnte ihn so auch richtig angehen und genießen.

    das muss einem nicht gefallen. warum man aber daraufhin das streitsuchende arschloch raushängen lässt, ist mir unbegreiflich. und sobald der kritiker etwas nicht mag (ich verkneife mir „nicht begreift“), fällt wieder das obligatorische negativschlagwort, hier nun „menschenhass“. nicht so ausufernd wie der dem snyder angedichtete faschismus, aber immerhin: mit pseudomoral und polemik steht das hauseigene fanvolk immer auf der grünen, weil eigenen seite vom zaun.

    ganz schlechter stil, nilz.

  • monotony 24. 7. 2013 an 17:25

    dass der film für viele zu wenig substanz hat, war mir schon beim abspann klar. denn diese ist mit der lupe zu suchen, was aber nicht negativ ausgelegt werden sollte. es sind die kleinen, unscheinbaren details in mimik, gestik und symbolik, sowie die intensität und dichte der atmosphäre, die dem zuschauer von bild und ton wie eine angenehm-unangenehme dunstwolke entgegengeblasen wird. jede szene ist für sich selbst eine art kunstwerk, in der es dies zu erkennen gilt. deswegen ist der film langsam, deswegen sieht man gosling endlos lange im raum stehen. nach walhalla rising habe ich genau das von dem film erwartet und konnte ihn so auch richtig angehen und genießen.

    das muss einem nicht gefallen. warum man aber daraufhin das streitsuchende arschloch raushängen lässt, ist mir unbegreiflich. und sobald der kritiker etwas nicht mag (ich verkneife mir „nicht begreift“), fällt wieder das obligatorische negativschlagwort, hier nun „menschenhass“. nicht so ausufernd wie der dem snyder angedichtete faschismus, aber immerhin: mit pseudomoral und polemik steht das hauseigene fanvolk immer auf der grünen, weil eigenen seite vom zaun.

    ganz schlechter stil, nilz.

  • Frybo 26. 7. 2013 an 11:30

    Wunderbar, wieder einmal zu sehen dass das getrolle nie aufhört.

    Wäre ja auch schlimm, wenn die Leute ein Privatleben hätten. Da hätten die Normalos ja nichts mehr zu lachen :)

    ….. ach ja, und Timo hat verlohohohohohohren :) (Weil er schlechter argumentiert und mir unsympatisch ist. Und ich hoffe, das ärgert ihn)

  • mojito 31. 7. 2013 an 17:26

    Das Ding hier geht einfach mal in eine andere Richtung. Durch die Lichtkompositionen, die surrealen Gespräche und natürlich dem thailändischen police captain als blutrünstiges Ungeheuer des Films hatte das ganze etwas alptraumhaftes. Das muss und soll unbehaglich sein. Die stumme Erzählweise macht das ganze noch interessanter. Mir gefällt dieser Stil einfach. Es könnte sicherlich noch etwas mehr Story rein, es gehört filmisch jedoch einiges dazu, beimn Zuschauer solch einen Rausch zu erzeugen.
    Gut, habe auch 2-3 mal den Kopf geschüttelt wegen Unnachvollziehbarkeiten, aber insgesamt war es einfach geil gemacht.

    • Philipp 9. 2. 2014 an 0:08

      Also, wenn der Kerl hier ‚Only God Forgives‘ und ‚Drive‘ scheiße findet, dagegen ‚Pacific Rim‘ toll, dann bin ich wohl falsch hier! Viel Spaß noch!

    • ich 4. 4. 2014 an 11:25

      fand den sehr gut

  • tobi 31. 7. 2013 an 23:41

    Enttäuschend. Wie konnte ich den Film bzw. den Regisseur in diesem Thread verteidigen. Ein hypermaskuliner, selbstverliebter, in sich komplett hohler Film.

  • Andre 2. 8. 2013 an 10:34

    Es gibt einfach nicht DIE richtige Meinung. Filme werden immer subjektiv wahrgenommen. Ich mochte Drive wirklich sehr aber muss auch sagen das mir Only god forgives nicht allzu sehr zusagte. Vielleicht hab ich ihn in der falschen Stimmung gesehen…bei 30 Grad im Sommer hat man vielleicht einfach nicht die Ruhe sich auf sowas enzulassen :-)

  • Atilla hakan 9. 8. 2013 an 21:11

    Super, endlich mal jemand der diese elenden Klugscheißer entlarvt

  • Tim 21. 8. 2013 an 0:09

    Alles richtig! Vielleicht etwas übertrieben bei den Kommentaren zu Refn. Aber der Film war ein echter Reinfall und „tiefgründig“ ist weit übertrieben wie ich es in manchen Kritiken lese.