Review

Reviews: Ender’s Game, Bad Grandpa, Ich einfach unverbesserlich 2, R.I.P.D., Insidious 2 (Review)

25. 10. 2013, Batzman (Oliver Lysiak), 19 Kommentare

Enders Game – USA 2013

Starship Troopers meets Gamer – in einem Mischmasch das oft langweilt und sich erstaunlicherweise traut nicht eine einzige sympathische Figur zu entwickeln. War Asa Butterfield als Hugo nicht umwerfend, bestand seine Rolle doch einzig aus kulleräugig zu schauen, ist es hier schwer auszumachen was er genau spielen soll.

Ender ist ein eiskalter Psychopath mit Killerinstinkt, der immer dann wenns zu spät ist beginnt seine Aktionen zu hinterfragen ohne daraus aber etwas zu lernen. Er guckt oft mit feuchten Kulleraugen in die Gegend, aber auch wenn die Kamera gefühlt ein Drittel des Films nur Nahaufnahmen seines Gesichts zeigt – wirkliches Innenleben oder Mimik mag sie nicht entdecken. Ender wird weder nachvollziehbarer noch sympathischer.

Wobei das schauspielerisch größte Trauerspiel keineswegs der Jungstar ist, sondern Harrisson Ford der jedesmal entnervt aufzustöhnen scheint, wenn die Kamera mal wieder auf ihn gerichtet ist. Ein sehr müder alter Mann, der nicht im Ansatz versteht dem Ausbilder irgendeine Persönlichkeit zu geben. Er sagt seine Texte auf und scheint selbst nicht zu verstehen, was er da brabbelt. In seinem Gesicht spiegeln sich keine Emotionen, keine Regung außer dem Wunsch nach dem erlösenden „Cut!“. Der Mann der zwei der größten SciFi-Ikonen genial verkörperte löst hier nur noch den Wunsch aus, man möge ihn doch in Ruhe lassen und nicht weiter quälen.

Gegen Ford wirkt Ben Kingsley schon beinah als quirliger Springsinsfeld der dem Film zumindest für ein paar Momente ein bißchen Drive gibt. Denn Enders Game hängt über weite Strecken extrem durch. Einerseits hechelt er von Station zu Station der Ausbildung, aber gleichzeitig passiert sehr wenig. Die Figuren bleiben blaß, die Kulissen trist und das Training in der Schwerelosigkeit ist optisch halb so aufregend wie eine Lavalampe mal kräftig zu schütteln.

Das einige der Planeten-Szenen künstlicher aussehen, als die Computerspiel-Szenen in der Ender als Rennmaus Flitzi herumwuselt, helfen übrigens auch nur bedingt in die verquaste Welt des Films einzutauchen, die gegenüber der Romanvorlage so reduziert wurde, dass sich kaum erkennen lässt wie diese Gesellschaft funktionieren soll. Wir bleiben im Dunkeln, nichts wird ausgeführt, die Aliens nicht und die Menschen noch weniger.

Der Regisseur der uns vorher Kinoperlen wie den ersten Wolverine-Film oder Kickboxer Teil Bläh gebracht hat, weiß nichts auszuformulieren, keine Ideen zu entwickeln. Mag die Romanvorlage (die in vielen Militärschulen auf dem Leseplan steht) adoleszente Masturbationsphantasie sein, in der Blogger die politische Herrschaft übernehmen und zockende, ungefickte Schwächlinge die Größten und Mächtigsten sind und in der ein juveniler Aushilfs-Hitler zum Genozid verführt wird – von all dem kruden Zeug bleibt im Film wenig. Soweit es ging wurde Cards Vorlage für das Kino entpolitisiert. Doch nicht nur die politischen Nebenplots oder das inzestuöse Verhältnis zu Enders Schwester (die von beiden Brüdern umworben wird) bleibt auf der Strecke, auch alle Anflüge moralischer Auseinandersetzung mit dem Killerspiel wirken wie Nachdrehs die in holprigen Off-Monologen intoniert nicht eben Wahrhaftigkeit versprühen. Der Spagat einen Massenmörder der schon als Kind Klassenkameraden umbringt letztlich als moralisch integere Figur zu schildern, ihn von jeder Sünde reinzuwaschen weil er ja getäuscht und verführt wurde – das hat trotzdem einen sehr miesen Beigeschmack.

Es reicht den Film zu sehen, es braucht nicht die Auseinandersetzung mit den rechts-außen Ideologien des Romanautoren Orson Scott Cards (von dem sich sowohl Verleih wie Schauspieler wie Drehbuchautoren eiligst distanziert haben) um Enders Game fragwürdig und nicht zuletzt öde zu finden. Denn egal was nach dem Rettet die Ameise-Ende kommt, es wird nicht Enders Shame oder Enders Blame sein, sondern Enders Lame.

Und bitte lasst Ford endlich in den verdienten Ruhestand. Es macht keinen Spaß zu sehen, wie er sich vor die Kamera quält.

Bad Grandpa – USA 2013

Als jemand der bis heute mit den Jackass-Filmen und der Serie nichts anfangen kann, war Brad Grandpa eine positive Überraschung. Klar es gibt geschmacklose Gags, Fäkalhumor und Peniswitze – aber im Gegensatz zu Jackass liegt der Fokus hier mehr auf den verblüfften Reaktionen der unfreiwilligen Mitspieler, denn auf ausgewalztem Zelebrieren von Schmerz, Verletzung und Ekel.

Trotz durchgängigem schwarzen Humor macht Knoxville seinen Humor verdaulicher, indem er sich eine gewisse Herzlichkeit bewahrt. Sein Irving Zisman ist oft furchtbar, aber im Vergleich mit den anderen fiktiven Erwachsenen des Films immer noch recht sympathisch. Was den Film letztlich aber besonders macht ist der zum Zeitpunkt des Drehs 8jr Jackson Nicoll, der so unschuldig mit Passanten und Fremden improvisiert und dabei die unglaublichsten Sprüche raushaut, dass es einem einfach oft die Sprache verschlägt. Dieses pummelige Kind ist verdammt witzig und spielt alle Erwachsenen locker an die Wand, ob er im Rotlichtviertel seinen Grandpa sucht, einen neuen Vater finden will der ihn adoptiert oder im Finale als Mädchen verkleidet ein Little Miss Wahl sprengt.

Bad Grandpa macht Spaß und hat Herz. Auch wenn es ein böses, schwarzes Herz ist.

Ich einfach unverbesserlich 2 (Despicable Me 2) – USA/Fr 2013

Nicht mehr ganz so originell und unbeschwert wie der erste Teil schafft es das Sequel durch die liebenswerten Figuren und charmante Voice-Cast die etwas schleppend erzählte Story über die Ziellinie zu bringen. Das die Minions hier fast die Hauptrolle spielen war zu erwarten, nimmt dem Film aber auch etwas emotionales Gewicht, zumal der der Gegner und der Showdown doch etwas unbedrohlich und nebensächlich daher kommen. Ging es im ersten Teil durchaus noch um Leben und tot, sind mutierte Minions und der seitenwechselnde Doktor eher lästig als gefährlich und der Oberschurke einfach nicht tough genug.

Trotzdem macht der Film eine Menge Spaß und für sich genommen sind die meisten Szenen knuffig genug um Minion-Fans zu begeistern

R.I.P.D. – USA 2013

Schon der Trailer und die Kritiken ließen wenig Gutes vermuten, aber oft hilft es ja durchaus, wenn man einen Filmen mit gesenktem Erwartungen schaut und positiv überrascht wird.

Leider gehört R.I.P.D. nicht zu dieser Sorte Film. Er ist genauso unoriginell, unlustig und anstrengend wie der Trailer es befürchten ließ. Selbst wenn man verzweifelt versucht zu ignorieren, dass er wirklich ganze Szenen aus den MIB-Filmen nachstellt (die selbst kein Musterbeispiel für einen gelungenen Franchise sind) – es bleibt extrem öder Schrott mit Charakteren die auch auf den dritten Blick keine Sympathie verdienen.

Ryan Reynolds ist im wesentlichen anwesend, was schon das netteste ist, was mir zu seiner Performance einfällt. Und Jeff Bridges hat anscheinend niemand gesagt, dass der Dreh von True Gritt schon vorbei war und ihn einfach in derselben nöligen Nuscheldiktion weiterquäken lassen. Was beim Dauergebrabbel seiner Figur ziemlich auf die Nüsse geht.

Ob es ein Drehbuch gab oder ob einfach irgendwelche Action-Szenen wahllos gedreht wurden – ich konnte es bis zum Schluss nicht genau sagen. Einfach alles an diesem Film schreit Cash-Grab. Dialoge, Tricks, Kamera, Creature-Design. Ein absolut seelenloser Reißbrett-Streifen ersonnen in der Universal-Marketing-Abteilung und umgesetzt von Leuten die vermutlich verbissen an den Lohnscheck gedacht haben und daran, wieviel wirkliche Herzensprojekte sie für die Kohle verwirklichen können, die sie für dieses schäbig getrickste Machwerk erhalten.

Das R.I.P.D. erbärmlich gefloppt ist, ist nur ein kleiner Trost, denn die Hoffnung dass derart zynisch-kalkulierte Filme dadurch weniger werden, ist bei mir eher gering.

Insidious 2 – USA 2013

Trotz einiger passabler Jump-Scares reizt dieser Geister-Bessenheits-Horror mehr zum Lachen, denn zum Gruseln. Die Handlung schließt nahtlos an den passablen ersten Teil an, doch schon bald verliert die ewige Paraphrase dutzendfach gesehener Gruselmomente seinen Reiz und freiwilige ist kaum von unfreiwilliger Komik zu unterscheiden.

Wenn Papa dann „Full Shining“ geht, gemahnt er eher an die Simpsons-Parodie des Films und ob Kniffel-Würfel wirklich das ideale Medium zur Geisterkommunikation sind, darf auch diskutiert werden. War das Finale von Teil 1 noch ein ideenloser Poltergeist-Klau, wird sich hier bei allem bedient war gerade in Reichweite stand. Ed Gein, Psycho, Chainsaw-Massacre, Frighteners, The Others, Grudge, Ring, Amityville und natürlich am Ende abermals Poltergeist. Wäre es ein inspiriertes Pastiche das stimmungsvoll mit den klassischen Motiven arbeitet, würde es natürlich trotzdem funktionieren. The Woman in Black bewies ja jüngst, dass sich auch aus alten Klischees noch veritabler Grusel machen lässt. Doch Insidious wirft alles wild durcheinander und schwankt unentschlossen zwischen klamaukigen Nebenfiguren, Geisterspuk und Exorzisten-Mumpitz mit einem Hauch Serienkiller-Esoterik – das sich einfach keine rechte Stimmung einstellen mag. Die Schocks werden lange vorher durchtelegrafiert und das Finale – wirkt wie der gesamte Film recht günstig um nicht zu sagen, billig.

Kamera und Schauspieler bewegen sich zwar im soliden Mittelfeld, aber aus der konstruierten Story und dem halbgaren Mischmasch können auch sie keinen Nervenkitzel schlagen – und wenn sich am Ende die nächste Fortsetzung ankündigt, wirkt das Ganze vollends wie eine alberne Ghostbuster-Soap.

  • Ken Takel 25. 10. 2013 an 9:59

    Die Buchvorlage von Ender’s Game ist schon so grottig. Wen wunderts, dass der Film schlecht ist….

    • Kumi 3. 11. 2013 an 19:23

      Dafür ist die Hörspielfassung ziemlich gut. Hat das Beste aus der Story gemacht, finde ich.

  • Martin Sane 25. 10. 2013 an 13:01

    „Das einige der Planeten-Szenen künstlicher aussehen als die Computerspiel-Szenen mit der Rennmaus Flitzi die Ender zockt helfen übrigens auch nur bedingt, in die verquaste Welt des Films einzutauchen, die gegenüber der Romanvorlage so reduziert wurde, dass sich kaum erkennen lässt wie diese Gesellschaft funktionieren soll. Wir bleiben im Nichts wird ausgeführt, die Aliens nicht und die Menschen noch weniger.“

    Wie…..hä?…..was? Ich versteh kein Wort. Irgendwie aber alles nicht gut. Soweit hab ich es erraten.

    Ich denke nicht, dass irgendjemand von einem Hobby-Filmjournalisten erwarten sollte die schauspielerische Leistung von Harrison Ford oder wie in anderen Reviews von Merryl Streep beurteilen zu können (und müssen). Was man allerdings von jedem Abiturienten erwarten kann ist verständliches Deutsch. Und die Einsicht, dass es peinlich ist sich jedesmal über Beschwerden aufzuregen oder auf irgendwelche FF5-Fibeln zu verweisen, anstatt sich mal 10 Minuten hinzusetzen und sich vom Neffen in der 5. Klasse mal schnell die einfachsten Rechtschreibregeln erklären zu lassen.

    Was nützt mir denn eine sachlich vielleicht sogar sehr gute Review, wenn der Fluss ständig durch Unverständlichkeiten unterbrochen wird und ich einen Satz, wie im obigen Beispiel, 5x lesen muss und mir am Ende trotzdem die Hälfte zusammenrate.

    Ich mag das Kluggescheisse von den Germanisten hier normalerweise auch nicht. Aber noch viel weniger mag ich die Art und Weise wie mit ihren Kommentaren, speziell von Dir, umgegangen wird. Denn recht haben sie auf jeden Fall.

    Sorry. Hat sich in 4 Jahren FF5 lesen angestaut.

    • Oliver Lysiak 25. 10. 2013 an 20:51

      Du wunderst dich ernsthaft, dass ich auf im Aggro-Duktus vorgetragene Arschlochkommentare entsprechend reagiere? Srsly?

      Melde dich wenn du inhaltlich irgendwas beizutragen hast, was über „du bist nicht meiner Meinung, deswegen beschimpfe ich dich als HobbyFilmjournalist“ hinaus geht. Ansonsten hör auf dich zu quälen und lies einfach woanders weiter. Vier Jahre sind genug.

      • NetS 26. 10. 2013 an 0:26

        Den Rest seines Kommentars mal außen vor gelassen aber beim Thema Satzbau kann man nur zustimmen. Sind oft echt üble Konstrukte, die du hier reinpackst.

        Schön, das deine Kritiken meist recht ausführlich sind, ob man nun zustimmt oder nicht, aber es fällt scheinbar einigen schwer, bei Sätzen wie oben, nicht den Faden zu verlieren.

        • Oliver Lysiak 26. 10. 2013 an 20:28

          Gebe ich gerne zu, bisweilen rutschen da Sachen durch die holperig formuliert sind, Kommas sind sporadisch eingesetzt und das/dass auch oft falsch. Wenn die Zeit ist verbessere ich die Sachen nachträglich, aber da ich meist nur nach Feierabend dazu komme fehlt dann mitten in der Nacht auch oft die Zeit/Nerv noch dreimal Korrektur zu lesen vorm Posting. Ist doof – aber derzeit nicht wirklich anders machbar.

          Wobei die Leute sich daran interessanterweise meist dann aufhängen, wenn sie mit dem Inhalt der Kritik nicht d’accord gehen – was ja auch bezeichnend ist ;)

          • René Walter 27. 10. 2013 an 1:30

            Kritik annehmen steht Dir gut ;)

          • Oliver Lysiak 27. 10. 2013 an 15:39

            Kommt immer auf den Ton an, gell?

      • Martin Sane 26. 10. 2013 an 3:05

        Wow, was für eine armselige Pfeife Du doch bist…
        Ich habe jetzt Besseres zu tun als die Dutzende Male in denen NICHT im Aggro-Duktus auf Deine Rechtschreibschwäche aufmerksam gemacht wurde irgendeine patzige und uneinsichtige Antwort von Dir kam. Da macht es natürlich Sinn, dass Du den bösen, bösen Leser der die Nase von Deiner arroganten Art voll hat gleich als Arschloch bezeichnest und ihm nahelegen musst woanders zu lesen.
        Das sind dann wohl tatsächlich die besten Kritiker: gestandenen und zigfach ausgezeichneten Schauspielern Bocklosigkeit und Arbeitsverweigerung unterstellen ist ok, die Kritiken bitterböse und sarkastisch schreiben ist ok, aber selbst auf ähnliche Art kritisiert zu werden wird mit Gepatze und Beleidigungen beantwortet. Für wen hältst Du Dich eigentlich? Deine Podcasts sind unlustig, Deine Videos sind unlustig, Deine Interviews sind grauenvoll und die Reviews überheblich und voller Rechtschreibfehler. Das ist aber alles noch tolerierbar. Dein Verhalten hingegen ist nur noch zum Fremdschämen. Viel Spaß noch bei Deinem Hobby, ich tue uns mal beiden einen Gefallen und bin hier weg.
        Wenigstens hast Du „dass“ diesmal richtig geschrieben.

        • Oliver Lysiak 26. 10. 2013 an 20:23

          Fassen wir zusammen, du findest eh alles was ich mache zum Kotzen und hast inhaltlich außer Formalkritik nichts entgegenzusetzen – und erwartest dann eine höfliche Antwort, möglichst noch mit beigefügter Entschuldigung.

          Und kleiner Unterschied: Filme sind Produkte die verkauft werden wollen und für die Zuschauer Geld zahlen sollen. Blogs gibts umsonst, die Macher kriegen nichts dafür und viele werden neben einem Vollzeitjob in der Freizeit bestritten. Und sich für einen Freizeitspaß von irgendwelchen anonymen „Lesern“ anpaulen lassen zu müssen, die glauben sie hätten irgendeinen Anspruch oder irgendwelche Rechte außer hier mitzulesen oder nicht – sorry das nicht drin. Du kannst meine Sachen lieben oder hassen, du kannst dich dagegen argumentieren solange du es höflich machst. Aber wenn du unhöflich wirst und nichts beizutragen hast als Beckmessereien, dann mach das bitte woanders.

          • Martin Sane 27. 10. 2013 an 3:10

            Generell sollte jeder das einstecken können was er austeilt. Nicht nur Kritiker. Und auf den Mund bist Du ja nicht gefallen. Wenn ich zu weit gegangen bin tut es mir leid. Ich bitte Dich aber auch mal ab und an zu reflektieren wie Deine Art zu schreiben auf den einen oder anderen wirkt.
            Dein Argument dass Blogs umsonst sind und Leute deshalb nur auf den Inhalt bezogene Kommentare von sich geben sollten lass ich nicht gelten.
            Du stellst hier Deine Interpretation eines Produktes ins FREIE Internet, JEDEM verfügbar, MIT der Option Kommentare zu hinterlassen. Deine Review ist ein Gesamtpaket über das JEDER seine Meinung äußern darf. Genauso wie Du mir sagst „lies doch woanders“ könnte ich Dir dann sagen „hör doch auf zu schreiben“. Viel konstruktiver ist es da wenn Du Dir über den Inhalt (und den gab es) der Kritik Gedanken machst und ich auf Deinen Wunsch hin – den ich natürlich respektieren muss – weniger aggressive schreibe.
            In meinem Kommentar – über die Art und Weise lässt sich sicherlich streiten, ich hatte gehofft, dass der Stil nicht ganz so persönlich aufgenommen wird – war Dein Umgang mit Kritik an Rechtschreibung und Kritik im Allgemeinen das Thema. Nicht der Film, den ich noch gar nicht gesehen habe. Ein wenig noch die Tatsache, wie über etwas so Subjektives wie eine schauspielerische Darstellung, dazu noch der von einem zweifelsfrei großartigen Schauspieler wie Ford, geschrieben wird.
            In meinem Kommentar stand nicht Deine Fachkenntnis zur Debatte (das mit dem Hobby-Journalisten möge mir verziehen werden), sondernd GENERELL Dein Umgang mit Kritik.
            Friedenspfeife?

          • Oliver Lysiak 27. 10. 2013 an 16:04

            Friedenspfeife.

            Wir haben allerdings trotzdem eine andere Sichtweise was die Interpretation von Kommentaren angeht. Nur weil etwas offen zugänglich ist, bedeutet es nicht „jeder kann machen was er will“. Auch in viele Ausstellungen oder öffentliche Veranstaltungen kann ich umsonst reingehen – aber wenn ich anfange rumzupöbeln oder in den Raum zu pinkeln fliege ich raus.

            Nur weil Kommentare möglich sind bedeutet es nicht, dass das Hausrecht nicht mehr gilt und es ein „Recht“ auf Kommentare gibt oder darauf jeder Kommentar müsse veröffentlicht werden egal in welchem Tonfall oder mit welcher Haltung sie gepostet werden.

            Klar: Jeder kann meine Kritiken oder meine Typos oder schluffige Formulierungen kritisieren. Das Problem ist eben: Es wird meist dann gemacht, wenn die Leute mit meiner Meinung nicht übereinstimmen und generell sauer sind, weil ich etwas was sie mögen anderes beurteile. Da drängt sich natürlich der Verdacht auf, die Typos oder ein holpriger Satz sind eher Nebensache – es geht drum irgendwas zu monieren, weil das Ego gekränkt wurde.

            Trifft sicher nicht auf alle Fälle zu, aber auf viele. Und mir sei es zugestanden, wenn ich mich nach einem vollen Arbeitstag hinsetze und noch 2-3 Stunden rumrecherchiere und mir Background anlese um eine begründete Meinung im Review abgeben zu können, dass ich es anstrengend finde wenn Leute nichts inhaltlich anmerken, sondern sich an irgendwelchem Komma oder das/dass-Zeug aufhängen.

            Ganz ehrlich: Es wird nichts ändern, solange ich nicht die Zeit habe jeden Text mehrfach zu überarbeiten oder gegenlesen zu lassen (was immer bedeutet die Artikel erscheinen noch später) – wird es immer vorkommen, dass Kommas fehlen und mal ein Satz drin ist, der durch Umstellung oder umformulierung holprig ist. In dem genannten Fall hast du inhaltlich Recht und ich habe ihn überarbeitet – aber dazu habe ich wesentlich lieber Bock, wenn das Ganze eher eine Randbemerkung in einem Kommentar ist der inhaltlich auf die Reviews eingeht, als eher Aggro „du bist scheiße und hast eh keine Ahnung und bist zu doof zum Schreiben“ suggeriert.

            Und zu Ford: Dazu stehe ich. Ich liebe ihn als Han Solo, Indy, Ally Fox, Blade Runner, Dr. Kimble… aber nüchtern betrachtet hat er seit Mitte der 90er Jahre keinen wirklich richtig guten Film mehr gemacht. Und wie in Cowboys & Aliens so wirkt er auch in Enders Game extrem unmotiviert und müde. Aber so wirkt er die letzten Jahre überall. Schau dir seinen Chewbacca-Sketch an aus diesem Jahr, wo eine im Grunde charmante Idee darunter leidet, dass Ford null Energie und Power mitbringt.

            Seine Rollenauswahl und seine generell Haltung zeigen, dass er jetzt auch kein Schauspieler ist der neue Herausforderungen sucht oder sehr experimentierfreudig ist. Derzeit würde ich mir echt wünsche, er würde solange ein Projekt nicht aus Leidenschaft gedreht wird lieber aufhören. Tommy Lee Jones ist wenigstens ab und zu noch richtig gut, wenn ihm der film was bedeutet. MIB3 spielt er im Halbschlaf, aber Im Tal von Elah oder Lincoln gibt er sich Mühe. Mir fällt kein Film der letzten zehn Jahre ein, abgesehen von Indy 4, bei dem er wirklich den Eindruck macht er habe Lust auf den Dreh gehabt.

          • stb247 29. 10. 2013 an 11:05

            Hey, Harrison Ford hatte einen guten Film: „42“ Da hat er einen alten Mann gespielt. Einen echten alten Mann, der Leidenschaft für Baseball hat. Das war ein guter Film und das war die Rolle, auf die uns Ford seit Jahren warten ließ. Hat in Deutschland keiner gemerkt, weil Baseball und Rassenkonflikte bei uns niemanden ins Kino locken. Ändert aber nix an diesem Lichtblick in Fords Karriere.

  • Schwarzmaler 25. 10. 2013 an 17:06

    Erstaunlich daß jemand versucht, dieses Buch zu verfilmen. Ich habe es als grottenlangweilig und zäh in Erinnerung – nur die Schlusspointe war es wert, darüber zu reden. Da hätte man eine gute Twilight- oder DeepSpace 9-Episode draus machen können. Den Eindruck von Harrison Ford hatte ich die Tage gerade beim Schauen von Cowboys & Aliens – ein alter Mann, der nicht mehr richtig weiß, warum er sich das eigentlich noch antut.

  • Alex 26. 10. 2013 an 0:25

    Ender’s Game & RIPD. Bin ich froh dass die endlich im Kino laufen und auch bald wieder weg sind. Wie oft musste ich mir im Kino die (gefühlten 10min.) Trailer dieser beiden Blindgänger antun. Noch einmal mehr und ich müsste neben Alkohol auch noch Morphin ins Kino schmuggeln.
    Mein Beileid und Respekt geht an den Reviewer der sich durch die volle Länge dieser (als Film getarnte) Produkte durchquälen musste.

  • Bartel 26. 10. 2013 an 4:13

    Wer sich gerne über mangelnde Rechtschreibung, fehlenden Satzbau, falsche Kommasetzung sowie unmögliche Grammatik aufregen will, sollte mal unseren Blog besuchen. Haters welcome. .Hobbyfilmjournalismus bashen ist übrigens total gestrig.

  • dok 29. 10. 2013 an 19:25

    der erste ‚unverbesserlich‘ war kein bisschen „originell und unbeschwert“, sondern billig dahingerotzter komplett vorhersehbarer und nichtlustiger nonsens mit billigen+unnötigen 3d ‚überraschungen‘ . bäh ! und der zweite ist weniger gut? danke, der nächste bitte.

    • Schando 17. 11. 2013 an 19:39

      Yeah, fand den ersten ebenfalls derbe Scheiße und habe mir den Zweiten daher gar nicht erst angetan!

  • Lukas Heinzel 21. 11. 2013 an 15:17

    Also alles scheiße? Muß blöd sein ,wenn man innerlich tot ist.