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Muppets Most Wanted Review

26. 4. 2014, Batzman (Oliver Lysiak), 1 Kommentar
<strong>Muppets Most Wanted - USA 2014<br>Regie und Buch: James Bobbin<br>Darsteller: Kermit, Miss Piggy, Constantine, Gonzo, Ricky Gervais, Tina Fey, Walter, Fozzie</strong>
  • Batzman
4

Summary

Wie der Great Muppet Caper der als Vorbild diente erzählt Muppets Most Wanted eine temporeiche, originelle Story mit Action, viel Musik, Fröschen, Schweinen, Liebe, Gewalt, Referenzen auf die früheren Filme (Big House etc.) und ein bißchen sentimentaler Gefühligkeit, die die Muppets immer davor bewahrt zur reinen Gagmaschine zu werden.

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Muppet Poster

Die zweite Runde nach der gelungenen Re-Animation. Die Muppets Again… oder Muppets Most Wanted, wie sie nach der kurzfristigen Titeländerung heißen. Und obwohl der Trailer eher enttäuschend aussah ist der fertige Film erneut eine wahre Freude für jeden Muppet-Fan. Jason Segel hat die liebenswerten Puppen vielleicht wieder massentauglich gemacht, aber mit diesem Film beweisen sie, dass sie auch ohne den Push des HIMYM-Stars bestehen können.

Als Hauptpromi muß diesma neben Tina Fey als Gulag-Chefinl Ricky Gervais herhalten, der als Bösewicht Badguy (französisch ausgesprochen) einen diebischen Spaß daran hat, den Handlanger des kriminellen Masterminds Constantine zu spielen. Und dieser Frosch ist wie Walter im letzten Film dann auch die Entdeckung des Films, denn ein Frosch der aussieht wie Kermit mit Muttermal, sich aber dennoch so anders benimmt ist schon ein starkes Stück Puppenspielerkunst (Kermit und Constantine haben bewusst zwei verschiedene Spieler bekommen). Und wenn Contantine dann Kermit im TV sieht und anfängt ihn zu imitieren ist es gleich doppelt witzig.

Setzte der vorige Film stark auf Gefühligkeit und Knuffige Nostalgie geht es diesmal hauptsächlich um typische Muppet Gags. Wenn sie gleich zu Beginn ironisch eingestehen, dass ein Sequel nie so gut ist wie das Original und Doc Bunsen spitzfindig anmerkt, dass der Film ja im Grunde des siebte Sequel zum ersten Muppet-Film ist oder sie darüber rumfrotzeln das Disney sie ihren Film ja nur machen lässt, während sie drauf warten das Tom Hanks Zeit für Toy Story 4 hat, dann könnte der Einstieg in die Story kaum besser sein. Das Team James Bobbin als Regisseur und Bret McKenzie als Komponist der eingängigen Songs trifft wieder genau den richtigen Nerv.

Die Lieder sind von großer Broadwayshow, über Boyband-Pop („I’ll get you everything“ – ist perfekte Pop-Parodie) bis hin zu Klassikern abwechslungsreich und eingängig sorgen für gute Laune. Natürlich ist das ein bißchen Nummernrevue und der rote Faden um Kermit im Gulag und die Raubüberfälle des Duos Badguy/Constantine sind wenig mehr als Aufhänger für die albernen Einzelszenen, doch die Spielfreude der Muppets, die Sprüche und die unzähligen Cameos von Tom Hiddleston, über Celine Dion (die tatsächlich witzig ist) bis zu Danny Trejo und Til Schweiger sorgen dafür, dass diese Welt in der Muppets und Menschen selbstverständlich miteinander agieren ihre ganz eigene Glaubwürdigkeit erhält.

Und wo der Vorgänger noch recht klein blieb im Scope und verglichen zu den frühreren Filmen günstiger wirkte, gibts diesmal mehr Sets und Locations und viele Szenen in denen die Muppets wie früher auch in voller Pracht zu sehen sind – also mit Beinen. Das James Bobbin sich entschlossen hat, auch dabei komplett auf CGI-Animation zu verzichten macht die Momente wenn Constantine tanzt und kämpft besonders drollig anzusehen. Lediglich der Epilog mit den unzähligen Gaststars an einer Eiswand kann leider nicht überzeugen und ist extrem billig getrickst, was dem Spaß aber keinen Abbruch tut.

Wie der Great Muppet Caper der als Vorbild diente erzählt Muppets Most Wanted eine temporeiche, originelle Story mit Action, viel Musik, Fröschen, Schweinen, Liebe, Gewalt, Referenzen auf die früheren Filme (Big House etc.) und ein bißchen sentimentaler Gefühligkeit, die die Muppets immer davor bewahrt zur reinen Gagmaschine zu werden.

Ich freu mich schon auf den nächsten Film. In diesem Sinne: Mana Mana.

Holt euch den Vorgänger:
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  • pauliborn 28. 4. 2014 an 23:09

    Den Vorgänger hab ich tatsächlich und in den drei Jahren in dem ich in einer Videothek gejobbt habe war das irgendwie der (Neuheiten)Film der uns am meisten geflashed hat. Als 70/80er Jahrgänge hat uns der Streifen irgendwie wieder ganz weit zurückgebracht und es war super mit anzusehen wie heutige Kinder vor dem Tresen kleben blieben und auf den Monitor starrten. Wir haben für uns privat dann auch die ersten erhältlichen Staffeln der Serie geholt. Ich finde Segel hat da n großes Ding gemacht.

    Bin gespannt auf den neuen, eine Macke hatte der alte allerdings. Leider waren alle Songs eingedeutscht worden (mit grausiger Lip-syncro, verpasster Gags (I’ve been framed)), weshalb ich den Film nur im Original laufen lassen hatte. Ist das wieder der Fall, oder warste im O-Ton Kino? Privat alleine zuhause guck ich den eh Original, aber es wäre schade wenn man ihn nicht gemeinsam mit Freundin/Freunden gucken kann ohne sich durchweg ärgern zu müssen…