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Zach Braff fickt seine Kickstart-Supporter

13. 7. 2014, Batzman (Oliver Lysiak), 6 Kommentare

Über die Notwendigkeit von Star-Kickstartern, also Bettelprojekten von Leuten die die Kohle für ihre Pet-Projects auch ganz sicher selbst finanziert bekämen, lässt sich lange streiten, aber darum gehts jetzt nicht. Die unzähligen Scrubbs-Fans die Zach Braff sein „Wish I was Here“ finanzierten wollten einfach gerne etwas zu seinem Film beitragen, in der Hoffnung es würde etwas ähnliches wie „Garden State“ dabei rumkommen.

Und irgendwie ist die Idee des Crowdfunding ja auch sehr charmant. Unterstützer bekommen Goodies und Produktionsinfos und sind dann die ersten, die den Film zu sehen bekommen. Das Veronica Mars Projekt hat ja sehr anschaulich gezeigt wie das geht und wie man es trotz kleinerer Holperer richtig macht und kommuniziert. Denn trotz gewisser Umstände war es auch Nicht-US-Supportern möglich den fertigen Film im Stream anzusehen. Und genau das versauten Zach Braff und seine Truppe jetzt so richtig, denn wie versprochen gab es den Film zwar online zu sehen, aber eben nur für Kickstart-Supporter die aus den USA, UK oder Australien kamen. Alle anderen bekommen ein Sorry-Seite mit einer Info, das sie irgendeine andere Reward bekämen, weil sie geoblocked sind und sich die Rechteinhaber des Films für ihre Region entschieden hätten sie den Film jetzt nicht sehen zu lassen. Natürlich war davon zu Beginn der Kampagne nicht die Rede und das Geld auslädnischer Supporter wurde genauso gerne eingesackt wie das von US-Fans.

Der abzusehende Shitstorm im Forum von Braffs Kickstarter war zu erwarten und zeigt mal wieder recht gut, was passiert wenn Old Media-Anwalts-Denken auf das Internet trifft und so gar kein Gespür dafür hat, sich anzupassen sondern erwartet, dass das Netz nach seinen Regeln spielt. Aber wahrscheinlich sind Braff und Co dann wieder die ersten die rumheulen, wenn die gefickten Fans sich den Film dann illegal besorgen. Die beste Anti-Piracy Maßnahme sind immer noch bequeme legale Angebote, doch wer das nicht versteht sollte vielleicht erstmal die Finger von „coolen, neuen Finanzierungsvarianten“ wie Kickstarter oder Indiegogo lassen. Die Veronica Mars hatten zwar ebenfalls Schwierigkeiten einen Streamingdienst zu finden, der weltweit verfügbar ist, haben es aber über Umwege schnell realisieren können, ich bin mal gespannt ob Braffs Produktionsfirma reagiert und ebenfalls an einer Lösung des Dilemmas interessiert ist.

(via: Digitale Notizen)

  • pauliborn 14. 7. 2014 an 16:35

    die Lösung für das Problem ist ein Firefox-Plugin. Das sollte man allerdings mit den Unterstützern kommunizieren.

    • Bapf 14. 7. 2014 an 16:44

      Das allein reicht nicht, da die betroffenen Unterstuetzer den Link zum Ansehen des Films erst gar nicht zugesendet bekommen haben. (War zumindest in meinem Fall so.)

  • Bapf 14. 7. 2014 an 16:42

    Naja, so ganz stimmt das bei Veronica Mars auch nicht:
    Mal abgesehen davon dass ein Stream keine „Digital Copy“ (wie es es anfangs in dem Tier stand) ist habe ich den Film bis heute nicht zuhause ansehen koennen, da die dort gewaehlte Loesung weder unter Linux noch am Chromecast funktionert.
    (Und der Support dort reagiert auf entsprechende Anfragen scheinbar nicht mal – zumindest habe ich auf meine beiden Mails keinerlei Antwort bekommen.)

    Entsprechend haette die bei WIWH gewaehlte Loesung technisch den besseren Eindruck gemacht. Nur dass da halt jetzt des Rechtliche ned passt. :(

    Aber: Die beiden Kampagnen waren mir jetzt eine Lehre, und zukuenftig wird auf Kickstarter kein Filmprojekt mehr unterstuetzt bei dem nicht explizit ein DRM-freier Download angekuendigt ist …

  • monotony 14. 7. 2014 an 17:57

    tolle wortwahl, batz. ist das jetzt gewollt pubertäre trotzkopf-rhetorik oder soll das einfach nur klicks generieren?

  • chris 14. 7. 2014 an 22:22

    so viele fehler in grammatik und rechtschreibung… so kann man einen text doch nicht veröffentlichen!

    • burns 14. 7. 2014 an 22:52

      Ah, ein Newbie.