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R.I.P. Joan Rivers

5. 9. 2014, Batzman (Oliver Lysiak), 1 Kommentar

Im Moment scheinen wirklich Sterbewochen in Hollywood zu sein, denn kaum hat man sich einigermaßen von Robin Williams Tod erholt, erwischt es die nächste. Hollywoods Schandmaul Nummer 1 ist nicht mehr. Die Comedienne Joan Rivers ist mit 81 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls gestorben. Und auch wenn das ein stattliches Alter ist, wird sie und ihre Koderschnauze doch fehlen. Denn Joan Rivers war ein Vorreiterin der Stand-Up Comedy die als eine der ersten Frauen gezeigt hat, dass sie mit ihren schmerzfreien Kollegen mehr als mithalten kann.

Einfach war sie dabei nie und es ist nie unproblematisch gewesen sie zu mögen, denn in ihrer drastischen Art mit der sie auf der Bühne in Talkshows und Interviews die US-Prominenz, sich selbst und ihre Schönheits-OPs und die Weltlage kommentierte überschritt sie mehr als einmal die Geschmacks-, Takt und Schmerzgrenzen. Das sie manchmal auch erst redete und später nachdachte, brachte sie immer wieder auch in die Bredouille noch vor wenigen Wochen gab es Knatsch weil sie Justin Bieber mit einem „Schwarzen Schlägertypen“ verglich und in einem Anfall geistiger Umnachtung die zivilen Opfer des Nahostkonflikts beschimpfte. Natürlich ruderte sie meist wieder zurück, doch Entschuldigungen fielen ihr stets schwerer und eine gute Pointe war oft wichtiger, als Political Correctness. Joan River war nicht pflegeleicht, aber sie war schwer zu ignorieren und ihre lange Karriere ist in vieler Hinsicht bewundernswert und erstaunlich. Denn sie bereitete den Weg für viele Komikerinnen, denen sie zeigte das Frauen mehr sein können als Assistentinnen oder Sketchpartner. Ob man sie liebte oder hasste, an ihr vorbei kam keiner. Und mit all ihrer polarisierenden Schärfe und ihrem Hang zur Kontroverse war sie auch immer eine spannende Stimme, die eindeutig fehlen wird. Alleine schon, weil niemand einen geschmacklosen Scherz über ihren Tod so gut machen kann, wie sie es gekonnt hätte.

Hier nochmal Trailer und Ausschnitt aus der sehr sehenswerten Doku „Joan Rivers: A Piece of Work“

  • der alte sack 12. 9. 2014 an 20:29

    warum eigentlich kein nachruf für Joachim Fuchsberger, er war auch Schauspieler, zwar nicht aus Amerika, aber dennoch hat er Filme gemacht.
    Meiner Meinung nach auch sehr gute….